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Generalisierte Angststörung (Gas) und Arbeit/ Lebensführung?

C@h&a-kTxu


Noch was zum Absetzen von SSRI: Die müssen EXTREM langsam ausgeschlichen werden, manchmal über Monate.

Tschüss

Cha-Tu

V2ital@boy


Cha-Tu

also, erstens heißt das "depersonalisation" und zweitens tritt dieses gefühl auch unabhängig von angst auf.... was die meisten ärzte nicht kapieren, aber z.b. im buch "feelin unreal" (2006) steht, daß es sehr wohl isoliert auftreten kann. außerdem hat es nichts mit einer psychose zu tun, weil man noch ganz genau weiß, was die realität ist und was nicht.

ich finde es schon seltsam, daß ein antidepressivum bei angststörung gegeben wird.... ich bin nicht wirklich depressiv, mir schmeckt das essen, ich kann gut schlafen, so lange mich die angst nicht plagt.

aber auf citalopram ging das nicht mehr. habe mal gelesen, daß bei angst sogar zu viel serotonin da sein soll... :-/

ich bin sehr wohl ziemlich sauer auf meinen arzt, weil er gar nicht so richtig glauben wollte, daß die angst sogar noch stärker wurde.... aber das wurde sie definitiv, von diesem medikament, das hat mit einbildung wirklich nichts zu tun. ohne absetzen und doxepin würde ich vllt schon am nächsten baum hängen.

ich hatte erste DP-erfahrungen schon als kind... abends, als ich mit meinen eltern auf feiern/festen o.ä. war hatte ich manchmal schon dieses unwirkliche gefühl... mit 10 jahren oder so. und das, ohne gleichzeitig angst zu haben.

VG

V6iOtal?boy


Noch was zum Absetzen von SSRI: Die müssen EXTREM langsam ausgeschlichen werden, manchmal über Monate.

nicht, wenn sie nix bringen oder die angst verschlimmern... habe montag die letzte eingenommen und seitdem geht es mir jeden tag besser, habe keinerlei absetzerscheinungen.

V5itaLlboxy


zu depersonalisation/derealisation nochmal was.... manche neurologen(!) kennen das gar nicht so richtig.... die deuten das dann als psychose und es gibt neuroleptika, entweder als tabletten oder gleich als depotspritze, na dankeschön.... :-/

Coh$a-Txu


Oh, ich danke Dir, dass Du mich auf den Tippfehler hinweist, in der Tat meinte ich DE-Personalisation.

Und zum Absetzen von Citalopram: In einem Fall wie dem Deinen ist das natürlich richtig, so einen Horror würde ich auch beenden und nicht ausschleichen. Aber wer z.B. Citalopram gut vertragen hat, und nach einigen Jahren absetzen will, würde ich DRINGEND raten, es auszuschleichen.

Schönen Gruss

Cha-Tu

VZita lboy


Cha-Tu

Und zum Absetzen von Citalopram: In einem Fall wie dem Deinen ist das natürlich richtig, so einen Horror würde ich auch beenden und nicht ausschleichen. Aber wer z.B. Citalopram gut vertragen hat, und nach einigen Jahren absetzen will, würde ich DRINGEND raten, es auszuschleichen.

klar, hatte ich irgendwie missverstanden. natürlich kann ich aufgrund pers. erfahrungen nicht glauben, daß das zeug auch hilfreich sein soll, aber jedem das seine ;-)

Csha]-Tu


Guten Abend, Vitalboy,

>natürlich kann ich aufgrund pers. erfahrungen nicht glauben,

>daß das zeug auch hilfreich sein soll

Das verstehe ich gut.

Gute Nacht und schönen Sonntag

Cha-Tu

Fqia$nxn


:-) Vitalboy, es gibt doch sicher irgendein Gebiet in deinem Leben, wo du radikal handeln kannst, ohne die ganzen Grübeleien…etwas Sportliches beispielsweise. Ich wiederhole mich, aber ich hab wirklich den Eindruck, dein Grundproblem wäre relativ einfach zu lösen. Unbequem vielleicht, aber lösbar. Diese Medikamente…ich weiss nicht so recht, sie machen doch alles nur schlimmer. Auf mich wirkt es ein wenig, als ob du gewissermassen vom "Lehnstuhl" aus irgendwelche Wirkungen und Nebenwirkungen abwartest und dann analysierst, benennst, hier besprichst. Es hat für mich oft so einen "bequemen" Unterton was du schreibst. Wie gesagt, das ist nur mein momentaner Eindruck, ich kenne dich ja nicht!

Vaita'lbxoy


Fiann

im grunde genommen hast du völlig recht.... das citalopram hat definitiv alles schlimmer gemacht, das doxepin beruhigt halt, macht müde, aber eine dauerlösung ist das auch nicht. schon im anderen thread hab ich ja geschrieben, daß ich es wieder ohne medikamente probieren will. im moment geht es (noch) nicht ganz ohne, weil die (grund)unruhe noch zu stark ist. hab so eine grundlegende unruhe, die ich vor dem citalopram noch nicht hatte, kann nicht durchschlafen, wache immer noch öfters nachts auf, so daß ich vllt so 4-6 stunden schlafe, obwohl ich heute von 23.30 bis 8.30 im bett lag. ich lieg insgesamt schon mehrere stunden wach - und das seit 1 woche.

das hier [[http://www.psychotherapie.de/psychotherapie/angst/01101901.html]]

ist natürlich sehr pro psychotherapie, aber es ist ja nahezu verlockend, wenn man liest

"Nach zehn Jahren Angststörung in nur zehn Stunden zum Therapieerfolg"

hmm, muß mich mal bei meiner KV erkundigen, denn ich bin ja momentan freiwillig gesetzlich versichert und da steht

...freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, haben bei ihrer Krankenversicherung in der Regel einen Rechtsanspruch auf die Erstattung der Kosten für die effektive kognitive Psychotherapie.

auf jeden fall ist sport/bewegung hilfreich, das stimmt.... als ich mich in der zeit seit august verausgabt hatte, ging es mir zwar nicht sofort besser, aber ein paar stunden danach oder am tag darauf war das deutlich zu spüren.....

daß eine lösung meines problems so einfach ist, so nahe liegt, kann ich selber einfach nicht glauben, weil ich schon so tief drin bin momentan.

VG

FLia1nxn


auf jeden fall ist sport/bewegung hilfreich, das stimmt... als ich mich in der zeit seit august verausgabt hatte, ging es mir zwar nicht sofort besser, aber ein paar stunden danach oder am tag darauf war das deutlich zu spüren...

:)^ Eben! Also dranbleiben. Es ist gesund und wirkt sich positiv auf dein Äusseres aus. Wenn du auf einem Gebiet - und sei es auch noch so klein - konkrete Erfolgserlebnisse hast, dann hat dieses Gebiet eine gewisse Strahlkraft auch auf andere Lebensgebiete. Körperliche Bewegung hilft oft bei depressiven Zuständen. Und es ist etwas "Niederschwelliges", wo du dich nicht stundenlang überwinden musst.

das doxepin beruhigt halt, macht müde, aber eine dauerlösung ist das auch nicht. schon im anderen thread hab ich ja geschrieben, daß ich es wieder ohne medikamente probieren will. im moment geht es (noch) nicht ganz ohne, weil die (grund) unruhe noch zu stark ist.

Intuitiv würde ich diese Unruhe als unterdrücktes oder verdrängtes Freiheitsbedürfnis deuten. Etwas in dir drängt nach Veränderung, aber da sind gewisse Widerstände/Ängste, Altvertrautes aufzugeben…Logisch also, dass ein müde machendes Medikament keine nachhaltigen Erfolge bringt! Wenn schon Medikamente, dann eher was, dass diesem Freiheitsbedürfnis zum Durchbruch verhilft.

(Das ist keine Diagnose, nur meine Intuition!)

V8itAalboxy


Fiann

Eben! Also dranbleiben. Es ist gesund und wirkt sich positiv auf dein Äusseres aus.

das natürlich auch ;-) außerdem merk ich dabei, daß ich eben (lange) noch kein körperliches wrack bin - was dann wieder das selbstbewußtsein stärkt. man bekommt mit, daß man eigentlich gar nicht körperlich krank ist - daß sich das nur so anfühlt aufgrund der psyche.

Wenn schon Medikamente, dann eher was, dass diesem Freiheitsbedürfnis zum Durchbruch verhilft.

(Das ist keine Diagnose, nur meine Intuition!)

klar, ferndiagnosen sind immer schwierig - die diagnose GAS stammt von meinem arzt, ist aber natürlich auch nicht eine in stein gemeißelte wahrheit.

nö, auf dauer ist ein müde machendes medi nix. diese wirkung soll mit der zeit nachlassen und in eine antidepressive übergehen - aber ich habe mir ja das ziel gefasst, ohne medis auszukommen. hat ja jetzt 2,5 jahre ohne geklappt, und im frühling 2004 ging es mir das letzte mal so richtig mies.

Intuitiv würde ich diese Unruhe als unterdrücktes oder verdrängtes Freiheitsbedürfnis deuten. Etwas in dir drängt nach Veränderung, aber da sind gewisse Widerstände/Ängste, Altvertrautes aufzugeben…Logisch also, dass ein müde machendes Medikament keine nachhaltigen Erfolge bringt!

genau so wird es sein. die letzte veränderung (abbruch des studiums, auszug aus meinem zimmer) hat alles ins negative gekehrt, folgerichtig ist es naheliegend, daß durch eine veränderung sich das wieder umkehrt.

naja, im mom. brauch ich so ein medi defitiniv noch, denn ohne diese dämpfende wirkung wär ich einfach nur unruhig und aufgekratzt so ziemlich den ganzen tag (und auch nachts). ich mach morgen noch einen termin beim arzt und frag ihn, wann ich das absetzen darf.

außerdem mach ich noch einen beim endokrinologen, wegen schilddrüsenüberprüfung. im august war das blutbild und tsh ok, aber ich hab mir sagen lassen, daß man mit tsh alleine keine unterfunktion ausschließen kann.

VG *:)

VNitaNlboy


ein positiver aspekt: hab mal gelesen, daß angstbetroffene nicht gefahr laufen, zu wenig bewegung zu haben, weil man wegen der unruhe/nervosität körperlich eh ziemlich aktiv ist :)D

E3montfionamle


hi, Vitalboy

glaub nicht, daß das (nur) faulheit ist. da steckt mehr dahinter. wahrscheinlich die genereralisierte angst.

Und die hat sicher Gründe. Ist ja interessant, dass das so stark an der Umgebung hängt. Das ist schon mal ein Schlüssel.

Wenn du mich fragst: im Laufe der Zeit findest du sicher mehr heraus über diesen Mechanismus, warum du wie und wo "funktionierst" oder nicht. Bzw. dein Gefühlsleben, alles halt.

Im Moment weißt du einfach: am Ort deiner Eltern geht es nicht, in der WG schon sehr viel eher, und das Ganze hat etwa zu dem Zeitpunkt angefangen, als du kein Kind mehr warst.

Halt einfach die Augen offen, und wenn dir etwas richtig scheint, versuch es mal damit. Gleich ob das jetzt ein Gespräch mit irgendjemandem, ein neues Zimmer oder sonst was ist, das dir zuerst unter die Nase kommt.

vsanxni


Hallo Vitalboy,

was ich mir gerade überlegt habe: Meinst du es wäre gut für Dich ganz alleine zu wohnen?Nicht, dass du dich dann ganz abkapselst und "vereinsamst"..oder willst du wieder in eine WG?Ich kann nur von mir sprechen, mir würde das nämlich gar nicht gut tun dieses andauernde Alleinsein!

Was machst du eigentlich so den ganzen Tag über?Es ist ganz wichtig, dass man einen gewissen Plan hat, wie der Tag abläuft (vor allem wenn man Angstpatient ist). Man darf erst gar nicht zum Grübeln kommen!

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du einsam bist (sag, wenn ich mich irre) und das tut mir total leid. Ist in Deiner Situation sicher schlimm..

Hast du denn eine Freundin?

Für Dich :)*

Vkit-albdoxy


@ emo:

Und die hat sicher Gründe. Ist ja interessant, dass das so stark an der Umgebung hängt. Das ist schon mal ein Schlüssel.

Wenn du mich fragst: im Laufe der Zeit findest du sicher mehr heraus über diesen Mechanismus, warum du wie und wo "funktionierst" oder nicht. Bzw. dein Gefühlsleben, alles halt.

Im Moment weißt du einfach: am Ort deiner Eltern geht es nicht, in der WG schon sehr viel eher, und das Ganze hat etwa zu dem Zeitpunkt angefangen, als du kein Kind mehr warst.

ja. als ich das letzte mal so eine "angstphase" hatte, hatte ich auch ein wg-zimmer, und dort war es immer etwas besser als zu hause... so daß ich am wocheende nur ganz kurz (1 tag oder so) zum wäsche waschen gekommen bin und dann gleich wieder weggefahren. das heißt: hätte ich jetzt ein zimmer, ginge es mir dort schon eine ecke besser, und das auch, weil ich dort die "angst vor der angst" nicht hätte. ich hab das dieses jahr kurz vor den ferien noch miterlebt: zu hause depressiv gewesen, kein bock auf nix und kaum hatte ich den ortswechsel, war das besser.

die angst und die depressionen kommen ja vom grübeln, von den sorgen. hier im elternhaus stehe dauernd ich unter einem "zwang", mich über irgendetwas zu sorgen, wegen etwas nachzugrübeln. das ist sicher eine wichtige komponente. aber die frage ist: warum grüble ich hier von natur aus mehr nach als anderswo? ich schiebe es immer auf die abgelenktheit, die woanders stärker ist. aber auch versuche, mich abzulenken, gelingen hier nicht so gut als z.b. im wg-zimmer damals.

@vanni:

ganz alleine zu wohnen wäre sicher auch nicht so gut, die wg hatte ja den vorteil, daß ich außer "weg vom elternhaus" noch was mit gleichaltrigen zu tun habe - was ich momentan quasi gar nicht habe, außer über internet, das hast du ganz richtig erfaßt.

aber ob meine eltern hier sind oder nicht (arbeit) kommt aufs selbe raus, es ist defintiv nicht so, daß ich mich bei ihnen irgendwie "geborgen" fühle. alles materielle ist ja im lot, ich darf hier wohnen, krieg was zu essen (manchmal muß ich selber kochen/selber einkaufen) aber alles seelische ist hier irgendwie... :-/

Was machst du eigentlich so den ganzen Tag über? Es ist ganz wichtig, dass man einen gewissen Plan hat, wie der Tag abläuft (vor allem wenn man Angstpatient ist). Man darf erst gar nicht zum Grübeln kommen!

so hart das klingt: die ganze zeit nachgrübeln, ansonsten internet, tv, filme... manchmal chatten oder halt med1 ;-)

aber ich gehe täglich mind. 1mal aus dem haus raus, z.b. für 1-2 stunden orgel üben (bin ja organist) oder spazierengehen, einkaufen.

aber ansonsten lebe ich in den tag hinein... so einen richtigen plan habe ich momentan nicht, mir ist auch keiner vorgegeben.

aber es ging wirklich schnell: im august hatte ich schon nach ein paar tagen nachts die erste angstattacke, seitdem immer häufiger.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du einsam bist (sag, wenn ich mich irre) und das tut mir total leid. Ist in Deiner Situation sicher schlimm..

Hast du denn eine Freundin?

ja, ich bin total einsam, so einsam wie bisher nie in meinem leben. hab auch keine freundin (hatte schonmal eine) - freunde, habe so 1-2, wohnen alle weit weg, lokal habe ich niemand, an den ich mich wenden kann, außer meine eltern (s.o.)

und aus meiner letzten "angstzeit" weiß ich, daß angst und einsamkeit sich gegenseitig verschlimmern.

VLG *:)

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