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Verweigerung männlichen Verhaltens

SJ.E w'alUlisixi hat die Diskussion gestartet


Hallo

Ich erstelle hier einen neuen Faden der offtopic in Sexualität\Techniken entstanden ist, es geht dabei um meine Distanzierung zu männlichem Verhalten oder/und um meine ausgeprägte weibliche Seite, das weiß ich nicht genau - Was die Ursache ist, ob ich so einfach bin oder wirklich einen Teil von mir verleuge, daher der neue Thread. Ich hoffe das Thema ist hier nicht allzu fehl platziert, ich wüsste nicht wo sonst.

Das sind die bisherigen Posts zu dem Thema (wenn die User derselben nichts dagegen haben würde ich die Beiträge in der anderen Diskussion dafür gern löschen lassen?):

Goodthinking:

Eine Frage wieso bezeichnest du dich als "Weichei" Bezogen auf das was du machst, oder eher wie du dich benimmst

S. wallisii:

Hab grad net so eine tolle Phase, da fällt es mir etwas schwer Weichei als wertfreien Begriff auf mich zu beziehen. Versuchs trotzdem mal kurz: Obwohl ich auch ein Kopfmensch bin, sind mir Gefühl und Intuition sehr wichtig. Meine weibliche Seite ist wohl recht ausgeprägt. Wie sich das in meinem Verhalten zeigt ist jetzt irgendwie schwierig zu beantworten, für mich ist es ja normal und kenne es nicht anders.

Das ist vermutlich eine recht unbefriedigende Antwort. Will mich im Moment aber nicht so wirklich damit auseinandersetzen, tut mir leid.

Goodthinking:

wallisii ich verstehe dich zum einen, zu anderen in Bezug auf die Titulierung nicht wirklich, denn Weichei ansich finde ich abwertend und nur weil du eine ausgeprägdere weibliche Seite hast würde ich nicht mit diesem Wort jonglieren, denn es gehört nun mal zu dir!!!

S. wallisii:

Wahrscheinlich hast du recht, vielleicht sollte ich damit aufhören. Negative Programmierung ist wohl auch dabei, hm... andererseits: Irgendwie ist es halt auch eine Abgrenzung zu Machotum, "harte Kerle" und den üblichen Männerkram, vermutlich ist sogar ein wenig Provokation dabei. In einem anderen Faden schrieb letztens mal einer als Reaktion "Pff... ich bin ein softie und stolz drauf lol.^^" - irgendwie freu ich mich dann wie ein kleines Kind jemand in seiner männlichen "Ehre" gekitzelt zu haben. Ich find das ganze Männlichkeitsgetue einfach so affig.

Goodthinking:

wallisii also ich muss zu meiner Schande gestehen das ich auch einige weibliche Züge besitze, zwar nicht äußerlich (bei 194cm und jetzt knapp 90 kg *freu*) aber an sich handlungsbezogen die bei der damenwelt gut ankommt und ich habe auch null Probleme damit z.B. einfach mal von mir aus den Haushalt zu schmeißen, denn meine Prinzessin vorm Herrn freut sich darüber wie nichts... wie in einem anderen Thread angesprochen bin ich auch bekennender Sitzpinkler und stehe dazu, meine Pfeiffe fällt deswegen nicht gleich ab... naja und so weiter... aber ich habe absolut kein Problem damit... wieso auch... ist Kultur eine Schande Das Frauen nunmal allgmein kultivierter sind als der gemeine deutsche Mann steht außer Frage und wenn ich von der Kultur was annehme find ich das gut

kuckucksblume:

@s.wallisii - ich werde immer hellhörig, wenn sich ein mann so sehr von anderen männern distanziert.

also die machos und die harten kerle sind deine geschlechtsgenossen.

warum sich nicht ein bißchen solidarisieren mit ihnen?

man muss ja nicht ganz genauso sein doch diese ganz scharfe distanz "so will ich niemals sein" finde ich - jetzt fehlt mir ein wort - ich finde es einfach nicht so gut.

das ist schwer zu erklären, eher so ein gefühl, das sich bei mir mit der zeit ergeben hat, vielleicht durch gespräche mit besonders sensiblen männern, die sich sehr stark von anderen männern abgrenzen.

ich glaube, dass manche männer ein zu schlechtes bild von ihren männer-kollegen haben und sich somit selbst auch einen teil der schönen seiten des männerdaseins nehmen indem sie so eine "die sind anders-perspektive" einnehmen.

Monika65:

Ich glaube, dass der Druck auf den Mann, sich in bestimmter Weise zu verhalten - auch untereinander - viel größer ist als bei Frauen, das fällt mir sehr oft auf. Deshalb verstehe ich diese Distanzierung eigentlich ganz gut.

kuckucksblume:

vielleicht noch um zu untermalen was ich meinte, zwei beispiele.

- ist der kollege, der am fußballfeld laut gröhlt, wirklich so unsymphatisch oder ist er vielleicht ein mann, der in der lage ist seine begeisterung gut und laut auszudrücken?

- ist der mann, der sich auf einem fest selbstbewußt an die schönste dame im raum heranwagt, wirklich ein schmieriger typ oder ist er ein feiner kerl, der sich gerne mit frauen unterhält?

manches ist eine sache der perspektive!

(Antworten schreib ich im nächsten Post, dauert vllt ein wenig...)

Antworten
S;. wEallisxii


@Goodthinking

aber ich habe absolut kein Problem damit... wieso auch... ist Kultur eine Schande ??? Das Frauen nunmal allgmein kultivierter sind als der gemeine deutsche Mann steht außer Frage und wenn ich von der Kultur was annehme find ich das gut

Trotz noch so ausgeprägter weiblicher Seite fehlt´s mir zwar doch ein wenig an Kultiviertheit (ich bin ja schließlich solo ;-D), aber ich weiß was du meinst und stimme dir auch zu. Aber da gibt´s auch andere Meinungen, und die muss ich wirklich nicht teilen. Ich glaub das ist auch in Ordung so und hat nichts mit einer Verleugnung meiner männlichen Anteile zu tun...

@kuckucksblume

ich werde immer hellhörig, wenn sich ein mann so sehr von anderen männern distanziert.

Das ist gut, sonst hätte ich wohl diesen Faden nicht erstellt. :-) Aber warum wirst du hellhörig? Was sind dann dabei deine weiterführenden Gedanken/Vermutungen? Ganz ehrlich und knallhart! ;-)

warum sich nicht ein bißchen solidarisieren mit ihnen?

ähm, wie meinst du das? Warum sollte ich mich mit etwas was ich affig finde solidarisieren? Ich mein, sollen sie meinetwegen ruhig so sein, aber das muss ich doch nicht toll finden? Kennst du das überhaupt, diese typischen primitiven Männergespräche? Hinter-den-Herd-gewünsche und muss-Ficken-Sprüche, rumgeprotze mit sexuellen Eroberungen und mit materiellen Gütern (Autos, Heimkino, Handys usw.), ständiges Übertrumpfen wollen...

man muss ja nicht ganz genauso sein doch diese ganz scharfe distanz "so will ich niemals sein" finde ich - jetzt fehlt mir ein wort - ich finde es einfach nicht so gut.

So ist es aber, so will und werde ich hoffentlich niemals sein. Und wenn mich das wirklich für Frauen unattraktiv macht, wie ich leider vermute (unabhängig von deiner Aussage!), dann soll es halt so sein. Vielleicht hätte ich´s doch in Beziehungen stellen sollen - das ist nämlich auch so etwas, dieses sich-selbst-ins-beste-Licht stellen beim Werben um eine Frau, Gentlemanverhalten oder im schlimmsten Fall, mit Konkurrenten um diese zu kämpfen gehört für mich irgendwie auch zu diesem mir unverständlichen Männlichkeitsgetue... Verliebtheit könnte meine Ansicht da vielleicht ändern, aber im Moment sag ich mir, ne, mit mir nicht.

ich glaube, dass manche männer ein zu schlechtes bild von ihren männer-kollegen haben und sich somit selbst auch einen teil der schönen seiten des männerdaseins nehmen indem sie so eine "die sind anders-perspektive" einnehmen.

Bei dieser Aussage, bin ich dann doch etwas nachdenklich geworden, was auch zu diesem Faden geführt hat. Ich wüsste jetzt allerdings nicht welche schönen Seiten das sein könnten. ??? Vielleicht ist die Ablehnung der männlichen Seite schon so weit dass ich das nicht mehr erkenne und du hast tatsächlich recht und ich verleugne mich da irgendwie. Ich weiß es nicht... auch deine Beispiele machen mich nachdenklich, vielleicht ist es wirklich Neid auf etwas was ich nicht habe, aber ganz ehrlich, beide wären mir tatsächlich in dem Moment(! - ich könnte zu anderer Zeit trotzdem objektiv mit diesen umgehen) unsympathisch.

Besonders Fussball und andere Fan-reiche Sportarten sind mir mit ihrer testosterongeladenen Ersatz-Aggressions-Atmosphäre zutiefst verhasst.

@Monika65

Ich glaube, dass der Druck auf den Mann, sich in bestimmter Weise zu verhalten - auch untereinander - viel größer ist als bei Frauen, das fällt mir sehr oft auf. Deshalb verstehe ich diese Distanzierung eigentlich ganz gut.

Ah danke, das tut gut. Stimmt, wenn man das Ganze nicht mitmacht wird man schnell komisch beäugt. Wenn man dann auch noch sein Unverständnis ausdrückt, puuh, wie beschreib ich das, naja ungefähr so wie wenn ich an einem Tisch sitze wo die Runde heiter irgendwelche ausländerfeindlichen Witze erzählt und ich dann unvermittelt sage, "also ich weiß net, kann ich ja net drüber lachen" ...diese Blicke! ;-D ja so ungefähr ist das auch.

Fsianxn


Komplexes Thema…Du spürst vielleicht einfach, dass das Männliche banaler, weniger geheimnisvoll und inspirierend ist als das Weibliche, und haderst ein wenig mit dem Schicksal, als heterosexueller Mann eben doch irgendwie eine klare männliche Identität zu benötigen. Jene, gegen die du dich abgrenzen willst, mussten vielleicht diesen Umweg übers Reflektieren ihrer männlichen Rolle nicht machen, sie projiezieren bequem einfach alles Rätselhafte, Weiche, Diffuse, Inspirierende etc. auf die Frau.

Man sollte sich aber auch als Mann das Recht herausnehmen, nicht immer klar und eindeutig sein zu müssen. Trotzdem geht es vermutlich auch darum, sich mit der Einfachheit / Durchschaubarkeit männlichen Vorgehens irgendwie zu versöhnen.

S,. walLlixsii


...haderst ein wenig mit dem Schicksal, als heterosexueller Mann eben doch irgendwie eine klare männliche Identität zu benötigen.

Trotzdem geht es vermutlich auch darum, sich mit der Einfachheit / Durchschaubarkeit männlichen Vorgehens irgendwie zu versöhnen.

ja, fühlt sich ziemlich treffend an... irgendwelche Tipps? Du scheinst es irgendwie ganz gut hinzubekommen wenn ich mir deine Beiträge so ansehe...

Mponiikax65


Das Frappierende ist ja häufig der Unterschied zwischen einer Männergruppe, in die man gelegentlich als Frau mal gerät, und dem einzelnen Mann. Da liegen Welten dazwischen! Mir hat erst neulich mal einer gesagt, er könne sich nur mit Frauen richtig vernünftig unterhalten, weil unter Männern geht das einfach nicht. Da wird man leicht abgestempelt. Das ist keine Einzelerfahrung, Männer definieren Freundschaft häufig darüber, dass sie etwas miteinander "machen", Frauen "reden" miteinander, zumindest zusätzlich. Und sie reden auch mit den Männern, es hat den Anschein, als ob für den Austausch immer eine Frau benötigt wird. Mein Mann hat 2 Freunde und beide sind keine so "typischen" Männer. Die Typisierung aber geht von der Männergruppe aus, Frauen sind da gar nicht so beteiligt, nicht in dieser HInsicht.

F9iaxnn


Du scheinst es irgendwie ganz gut hinzubekommen wenn ich mir deine Beiträge so ansehe...

:-o Nein, eher nicht...Für mich ist es auch eher ein Ziel, das ich noch erreichen muss. Siehe JM-Faden...

F8ilaxnn


es hat den Anschein, als ob für den Austausch immer eine Frau benötigt wird.

Genau, das fällt mir auch immer wieder auf. Sonst bleibt das Gespräch sarkastisch oder oberflächlich. Themen, die mich wirklich interessieren, kann ich meist nur mit Frauen besprechen. Und es ist mir nicht so klar, ob die andern Männer es nicht können oder nur glauben, es nicht können zu dürfen :-/

Seltsam...solche Gespräche mit Frauen haben keine erotische Komponente, und trotzdem spielt das Geschlecht scheinbar eine zentrale Rolle. :-/

S*. waflliiswii


@Monika65

Wenn ich so zurückdenke, scheint´s wirklich so zu sein, ich wollte immer einfach irgendwo raus gehen und abflaggen, aber nö - langweilig, (da muss mindestens eine Palette Billigbier gekauft werden und sozusagen als Ziel des Abends restlos vernichtet werden. ;-D Was natürlich schon mal toll war :-D meist war das schon zu wenig) da musste Video geglotzt werden, besser noch in die Kneipe oder Kino oder sowas. Mit einer guten Freundin dagegen treffe ich mich heute noch ab und zu, einfach auf ner Bank hocken und labern...

@Fiann

Nein, eher nicht... Für mich ist es auch eher ein Ziel, das ich noch erreichen muss.

ok, dann können wir ja vielleicht beide etwas aus diesem Faden gewinnen :-)

Siehe JM-Faden...

doch so präzise ;-D

Kjleixo


S. wallisii

Ich kann den Text nur reflektieren, wie er bei mir ankommt und was bei mir ankommt sind zuerst einmal zwei unterschiedliche Definitionen von "Männlichkeit" (natürlich auch "Weiblichkeit). Zuerst einmal das Klischee, was denn nun "männlich" ist und das würde einem machohaften Verhalten entsprechen. Klischees wurden ja schon genannt, eines davon: fußballschauende, gröhlende Männer, deren schon so begrenztes Vokabular auch noch auf recht vulgärem Niveau benutzt wird.

Die zweite Definition, die mir auffällt, ist die "weibliche" Hälfte. Diese Argumentation sehe ich aus der Gehirnforschung und der Psychologie kommen. Die "weibliche Seite" entdecken, bedeutet für mich nichts anderes, als die emotionale Seite, sprachliche Seite und dass diese nicht nur Frauen haben, liegt auf der Hand. Hat aber wieder bei gewissen Deiner Geschlechtsgenossen schon einmal ein :(v. Führt wieder zu einem Klischee, das da ist: Frauen sind "emotional". Männer, die diese "weibliche Seite" haben, sind Weicheier. In Wirklichkeit ist damit ja etwas ganz anderes gemeint, nämlich, eine an sich allgemeine Zusammenfassung, dass Frauen, also wieder eine Pauschalisierung, sprachlich begabter sich, besser über ihre Gefühle reden können, sich mehr mit ihrer Psyche befassen, usw. usw.

Männer hingegen sind dafür mehr in Logik besser, Mathematik, räumliches Denken, usw. - wieder Pauschalisierung.

Genauso aber gibt es Menschen, bei denen alle diese Gehirnhämisphären gleichmäßig ausgebildet und entwickelt sind.

Ich finde, der Versuch, ein Klischee, egal welches, auf die eigene Person anzuwenden, muss fast scheitern, um nicht zu sagen, dass ich hoffe, dass er scheitert. Nicht, dass es nicht möglich ist, dass es solche klischeehaften Verhaltensweisen in Bezug z. B. auf Fussball gibt - gar keine Frage, aber das ist nicht der ganze Mensch. Grobe Klischees sind auch nach meiner Meinung des Öfteren anzutreffen. Es gibt eine gesellschaftlich recht verbreitete Konditionierung und wen wundert es, wenn gewisse Denkweisen dann auch kopiert werden. Trotzdem ist es nicht nur ein Prototyp. Es gibt mehrere.

Insofern würde es mich einmal interessieren, was Du unter "männlich” verstehst?

ähm, wie meinst du das? Warum sollte ich mich mit etwas was ich affig finde solidarisieren? Ich mein, sollen sie meinetwegen ruhig so sein, aber das muss ich doch nicht toll finden?

Das sehe ich auch so. Es ist ja egal, ob es um Männer oder Frauen geht. Warum soll ich mich mit Frauen solidarisieren, nur weil sie Frauen sind. Das ist für mich geradezu diskriminierend. Das wäre dasselbe, wenn ich mich mit jemandem automatisch solidarisieren würde, der die gleiche Muttersprache hat, wie ich, der die gleiche Frisur hat, usw. usw. Das reicht zumindest mir bei weitem nicht aus, dass ich mit einem Menschen auch etwas anfangen kann. Ich habe Bedürfnisse und wenn jemand diesen nur im Geschlecht entspricht, dann ist das gar nichts, weil ich gar kein geschlechtliches Kriterium habe, dafür andere.

Dass nach gewissen Kriterien bei anderen gesucht wird, liegt auf der Hand. Damit gibt es Gemeinsamkeiten, auf denen man theoretisch beser aufbauen kann. Das ist sicher eine Möglichkeit. Eine andere wäre gegenseitiges Interesse, gegenseitiger Respekt. Dann wäre es nicht so wichtig, was das Gegenüber interessiert, sofern gegenseitiges Verständnis vorhanden ist.

Kennst du das überhaupt, diese typischen primitiven Männergespräche? Hinter-den-Herd-gewünsche und muss-Ficken-Sprüche, rumgeprotze mit sexuellen Eroberungen und mit materiellen Gütern (Autos, Heimkino, Handys usw.), ständiges Übertrumpfen wollen...

Ich kenne sowohl typische primitive Männergespräche als auch Frauengespräche. Ich finde nicht, dass sie einander auch irgendwie nachstehen.

Bei dieser Aussage, bin ich dann doch etwas nachdenklich geworden, was auch zu diesem Faden geführt hat. Ich wüsste jetzt allerdings nicht welche schönen Seiten das sein könnten. Vielleicht ist die Ablehnung der männlichen Seite schon so weit dass ich das nicht mehr erkenne und du hast tatsächlich recht und ich verleugne mich da irgendwie. Ich weiß es nicht... auch deine Beispiele machen mich nachdenklich, vielleicht ist es wirklich Neid auf etwas was ich nicht habe, aber ganz ehrlich, beide wären mir tatsächlich in dem Moment (! - ich könnte zu anderer Zeit trotzdem objektiv mit diesen umgehen) unsympathisch.

Besonders Fussball und andere Fan-reiche Sportarten sind mir mit ihrer testosterongeladenen Ersatz-Aggressions-Atmosphäre zutiefst verhasst.

Was hat das Deiner Meinung nach mit Deinem eigenen Männerbild zu tun?

Worauf könntest Du neidisch sein?

Sind es nur Männer, die Du mit diesen Attributen ablehnst oder auch Frauen?

Geht die Ablehnung nur von Dir aus, oder ist sie gegenseitig?

Lehnst Du generell alle Männer ab? Hast Du Freunde, gibt es Männer, mit denen Du Dich gut unterhalten kannst, die Dir sympathisch sind?

- ist der kollege, der am fußballfeld laut gröhlt, wirklich so unsymphatisch oder ist er vielleicht ein mann, der in der lage ist seine begeisterung gut und laut auszudrücken?

Was lehnst Du ab? Dass sie laut grölen, was sie grölen oder beides?

So ist es aber, so will und werde ich hoffentlich niemals sein. Und wenn mich das wirklich für Frauen unattraktiv macht, wie ich leider vermute (unabhängig von deiner Aussage!), dann soll es halt so sein.

Wieso: "So will ich nicht sein?" Was ist, wenn man ganz einfach nicht so ist?

Sich abzugrenzen muss nicht unbedingt bedeuten, dass dies darum geschieht, zu zeigen, dass man nie so sein will oder wird, wie andere. Wozu der Vergleich mit anderen? Es kann genauso sein, dass sich jemand seiner bewusst ist und seine Grenzen aufweist. :-/

Vielleicht hätte ich´s doch in Beziehungen stellen sollen - das ist nämlich auch so etwas, dieses sich-selbst-ins-beste-Licht stellen beim Werben um eine Frau, Gentlemanverhalten oder im schlimmsten Fall, mit Konkurrenten um diese zu kämpfen gehört für mich irgendwie auch zu diesem mir unverständlichen Männlichkeitsgetue... Verliebtheit könnte meine Ansicht da vielleicht ändern, aber im Moment sag ich mir, ne, mit mir nicht.

Das verstehe ich nicht ganz? Was machst Du nicht? In Konkurrenzkampf mit anderen Männern treten? Um eine Frau werben?

Ah danke, das tut gut. Stimmt, wenn man das Ganze nicht mitmacht wird man schnell komisch beäugt. Wenn man dann auch noch sein Unverständnis ausdrückt, puuh, wie beschreib ich das, naja ungefähr so wie wenn ich an einem Tisch sitze wo die Runde heiter irgendwelche ausländerfeindlichen Witze erzählt und ich dann unvermittelt sage, "also ich weiß net, kann ich ja net drüber lachen" ...diese Blicke! ja so ungefähr ist das auch.

Das passiert auch unter Frauen, genauso in einer gemischten Gruppe, in der Witze gerissen werden, die einfach keine Witze sind, weil sie genau so gemeint werden, sei es nun Ausländerfeindlichkeit, Diskriminierung, Sexismus, usw. usw. Ich kann über derlei Witze lachen, wenn ich weiß, dass es ein Witz ist. Ich werde ganz sicher auch darauf hinweisen, dass ich es nicht witzig finde, wenn ich weiß, dass ein gewisser "Geist” dahinter steckt. Dass ich dann schräg angeschaut werde, in meiner Gegenwart solche Witze nicht mehr gerissen werden, ich in gewisse Gespräche nicht mehr einbezogen werde, usw. - das sind eindeutig die Konsequenzen. Stört mich nicht, denn mit Menschen einer gewissen Gesinnung, kann ich sowieso nichts anfangen.

S1. gwal5lxisii


@Kleio

Ah - ich hab ehrlich gesagt gehofft dass du hier schreibst. ;-D Ich antworte aber wahrscheinlich erst morgen. Danke schon mal... *:)

Kflexio


S. wallisii

*:) *:) Gute Nacht!zzz

S$. wallxisii


danke dir auch :-)

D,umal


S. wallisii

Ich würde dir empfehlen, einfach nicht mehr in diesen Kategorien zu denken. Ich hätte wohl das selbe Problem, wenn ich auch denken würde "männliche Seite oder Verhaltensweise" oder umgekehrt...

Für mich ist das aber alles Blödsinn.

Beispiel: Ich bin sehr schreckhaft. Wenn ich ne Bratpfanne mit mir rumschleppen würde und dann nachts im Dunkeln meiner Mitbewohnerin im Flur begegnen würde, würd ich mich so erschrecken, dass sie erstmal die Bratpfanne zu spüren bekommen würde. ;-D Das ich mich dann erschreckt habe, ist dann weiblich...Aha...Und das mit der Bratpfanne ist dann männlich, da Revierverteidigung?!:-/ ;-D

Monika65

Das Frappierende ist ja häufig der Unterschied zwischen einer Männergruppe, in die man gelegentlich als Frau mal gerät, und dem einzelnen Mann. Da liegen Welten dazwischen!

Das ist bei Frauengruppen nicht anders. Wichtige Faktoren sind ja auch größe der Gruppe, Beziehungen unter den Teilnehmern und die Möglichkeit auch unter 4 oder 6 Augen zu reden. (Gibt sicher noch mehr.)

Und sie reden auch mit den Männern, es hat den Anschein, als ob für den Austausch immer eine Frau benötigt wird.

Teilweise stimme ich dir da zu. Ich würde es aber nicht aufs Geschlecht beziehen. Eher darauf, ob jemand in der Lage ist, eine Brücke zu schaffen oder nicht. Eine Frau bringt sicherlich automatisch Kommunikationsfähigkeit in die Gruppe, wenn die Gruppe eine "Affengruppe" ist und das Weibchen beeindruckt werden soll. ;-D

Mqonik&a65


Dumal

Hm, wie auch immer, REden tun Männer oft eher mit Frauen, vor allem wenn es um nicht sachbezogene Themen geht. Frauen wiederum machen das auch mit ihren Freundinnnen. So ähnlich wie Fiann schreibt, kommt mir total bekannt vor.

Frauen in einer Gruppe verhalten sich auch anders, aber trotzdem wird immer noch in erster Linie geredet und auch da gehts oft ans Eingemachte, also nicht immer nur oberflächlich, was es natürlich auch gibt. Ich finde es seltsam, aber mir haben das schon soo viele Männer erzählt, dass sie zumindest fast nur mit Frauen richtig reden können. Wenn doch mit einem Mann, ist es fast immer ein sogenannter "nicht typischer" Mann. Mein Fazit daraus ist, dass es in Männergesellschaft einen erheblich höheren Gruppenzwang gibt. Oder dass tatsächlich einfach viele Männer an Gesprächen nicht so interessiert sind, logisch, dass dann die Frauen auf die treffen, bei denen es anders ist. Denen bleiben ja dann fast nur noch die Frauen.

F iaUnxn


Das ich mich dann erschreckt habe, ist dann weiblich

Die Tatsache, dass du hier MUTIG deine Schreckhaftigkeit thematisierst, zeigt doch auch gewisse männliche Charakterzüge ;-)

Aber im Ernst, ich glaube eben schon an die Notwendigkeit, sich auch in Bezug auf das Geschlecht eine klare Identität zu erarbeiten. Sonst kommt man in ein Vakuum, wenn man als Mann mit einer Frau konfrontiert wird, die einen starken Magnetismus ausstrahlt und in Bezug auf ihr weibliches Selbstverständnis völlig in sich selbst zu ruhen scheint. Diese männliche Identität kann durchaus auch starke weibliche Züge aufweisen! Sich nur darüber zu definieren wie man nicht ist, reicht aber in einer solchen Situation nicht mehr.

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