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Verweigerung männlichen Verhaltens

sOtmikeex72


Hallo an alle,

der Thread ist wirklich faszinierend und es ist lange her, dass ich so ehrliche und fundierte Aussagen zu diesem schwierigen Themenkomplex in derart hoher Qualität, wie z.B. von "Individualist" und "LiebesLieschen" vorgebracht, lesen durfte. Ich möchte mich deren Aussagen bez. des Themas anschliessen und gleichzeitig die Wichtigkeit der organischen (zumeist hormonellen) Ursachen betonen. Weibliche Sportler z.B., welche aus verschiedenen Gründen kleine Dosen Testosteron substituieren (ohne jetzt gleich eine tiefe Stimme oder ein männliches Kinn zu bekommen wie eine BB) sprechen oft von einer (zumeist reversiblen) Veränderung der Persönlichkeit in der Hinsicht, dass Sie auf einmal weniger Probleme um Umgang mit anderen Menschen haben (gesteigertes Selbstbewusstsein), wesentlich zielgerichteter (aggressiver=männlicher?) agieren sowie eine erheblich gesteigerte Libido besitzen.

Ein Denkansatz / eine Theorie von mir:

Ich stelle mir irgendwie immer vor, dass es nicht nur weibliche und männliche Gehirne gibt, sondern immer unterschiedliche Ausprägungen zwischen diesen beiden Extremen. Genauso wie nicht nur gut und böse oder schwarz und weiss existieren, sondern immer unendlich viele Abstufungen von Grautönen. Als 100% männlich ausgeprägtes Gehirn (was in der Realität aber nicht existieren sollte) würde ich also die Horrorvorstellung von einem 100% triebgesteuerten, sich nicht beherrschen könnenden, brutalen, unter Sprachdefiziten leidenden sowie mit perfektem 3D Vorstellungsvermögen ausgestatteten Individuum annehmen ;-)

So, dass war jetzt erstmal genug Text von mir - ich hoffe man kann es trotz der nicht so perfekten Formulierung, wie etwa bei den Postern vor mir, in etwa nachvollziehen.

Viele Grüße

IFndi!viducalixst


Nachtrune

gehaltvolle Gespräche und gehobenen, intelligenten Humor und feinen Sprachwitz ... find liest sich bißchen... elitär. So nach Blazer und Zigarillo

Hm, jetzt wo Du's sagst... ;-) Interessant, was man so an Assoziationen wecken kann...

Aber nee, der Typ "blasierter Snob" bin ich nun absolut nicht. Allein der Gedanke... (*schüttel*). Und betont "feine Gesellschaften", wo es eher ums Sehen und Gesehen-Werden und "Smalltalk auf hohem Niveau" als um wirklich ambitionierten Austausch geht, sind nun so gar nicht mein Ding...

So, das musste klar gestellt werden, zurück zum Thema...

(stmike72, Du siehst, auch die bemühteste Formulierung kann missverstanden werden ;-) )

sptmi@ke7x2


Hallo Individualist,

wir sind ja hier auch nicht in einer Philosophievorlesung ;-)

Aber jetzt im Ernst: zumindest ich persönlich empfinde es als extrem kompliziert, Aspekte dieses Themas (zumal Sie zum größten Teil aus Emotionen hervorzugehen scheinen) auf den Punkt genau oder einfach nur verständlich zu formulieren. Daran wird dann wahrscheinlich mein hoher Testosteronspiegel als Mann schuld sein ;-)

Aber eines möchte ich hier doch noch loswerden: Attribute wie Kochen, Saubermachen, Waschen, etc. halte ich auf keinen Fall für typisch weiblich oder gar "unmännlich". Ich denke eher, dass Männer, die so denken einfach ungebildet sind oder/und eine schlechte Erziehung genossen haben. Ich koche übrigens sehr gerne und ich mache auch die Küche danach wieder sauber. Wenn ich aber so die (zugegebenermassen sehr einsilbigen) Gespräche meiner Geschlechtsgenossen in der Umkleide des Fitnesscenters mitverfolge, so wundert es mich nicht, wie die "Vorurteile" von Frauen gegenüber muskulösen und durchtrainierten Männern entstanden sind ;-)

M"onipkax65


LiebesLieschen

Diesen Zwiespalt Erotik-Partnerschaft kenn ich nur zu gut. Muss mich leider dahingehend outen, dass ich ihn nie zufriedenstellend lösen konnte. Die letzten Jahre durch eine offene Beziehung, aber das ist anstrengender als man denkt, so ganz das Wahre ist es auch wieder nicht.

G'rIamxmy


@ Individualist

Deine "Arbeitshypothese"

Bezüglich der charakterlichen Grundausstattung ist jeder Mensch "bi" - vielleicht mit unterschiedlichen individuellen Gewichtungen der männlichen und weiblichen Anteile, deren Verteilung wiederum vielleicht vom tatsächlichen Geschlecht abweichen kann. Diese "Anlagen" werden dann jedoch ziemlich stark - potenziell "bis zur Unkenntlichkeit" - überformt und modelliert durch den Einfluss der Sozialisation und insbesondere gesellschaftlicher Erwartungen. (...)

entspricht voll und ganz meiner persönlichen Auffassung und Einstellung. Sich als Mann seine weiblichen Anteile einzugestehen, diese vielleicht sogar auszuleben, fällt jedoch nach meiner Beobachtung und Erfahrung gerade den mit einem nach landläufiger Ansicht "typisch männlichen Verhalten" auftretenden Männern nicht unbedingt leicht, ums mal vorsichtig auszudrücken. Oft genug sogar werden diese Merkmale bei besagten Geschlechtsgenossen nicht akzeptiert und mit dem negativ gemeinten "Weichei" abqualifiziert. Da ich mich aber in deiner "Selbstbeschreibung" und dem zugehörigen Selbstbewußtsein ganz deutlich wiedererkenne, benutze ich den Begriff des "Weichei"s positiv besetzt (natürlich ohne die von dir beschriebene "Schwammigkeit") und auch für mich selbst...

In meinem beruflichen Umfeld hingegen wird oft das für mich einfach nicht lebbare, manchmal aggressive Männerbild favorisiert, teils auch gefordert. Mit den Jahren habe ich einen Weg gefunden, hier dennoch erfolgreich zu sein, ohne die in dieser sog. Männerwelt üblichen Verhaltensweisen zu adaptieren. Vielleicht hat S. wallisii ja ähnliches mit "Verweigerungshaltung" gemeint? :-

@ Liebeslieschen

Für mich stellen sich andere Fragen, wenn ich mir des Problemes bewusst bin. Soll ich Abstriche im Punkt Harmonie und angenehmes Zusammenleben mit einem Mann machen? Soll ich auf die erotische Komponente verzichten, um einen Partner zu haben, mit dem ich gehaltvolle Gespräche und gehobenen, intelligenten Humor und feinen Sprachwitz erleben kann? Gibt es beides in einer Person? Oder bleibt nur die offene Beziehung?

Gerade aus dem Ansatz heraus, daß in jedem Menschen beide Geschlechter ihren Platz finden (können), bin ich davon überzeugt, daß beides vereinbar ist - vielleicht einfach eine Frage der Zeit und des Ausprobierens. Warum sollte sich mit einem "untypischen" Mann gemäß Indvidualists Beschreibung in einer harmonischen Partnerschaft nicht auch erotische Spannung aufbauen lassen? Beruht eine für beide "erfüllende" Sexualität nicht auch auf einem Gleichgewicht aus fordern und fallenlassen, Einfühlungsvermögen und purer Geilheit, vertrauter Zweisamkeit und wildem Trieb? Von mißglückten Versuchen sollte man sich nicht frustrieren lassen - ich erlebe derzeit am eigenen Leib, daß es möglich ist... x:)

L_iebe3sLiveschxen


stmike 72

Ich finde deinen Einwand mit den Hormonen sehr interessant. Es ist z.B. erwiesen, dass sich bei Frauen, die die Pille nehmen, der Geruchssinn verändert. Somit können diese Frauen den "richtigen" Partner nicht mehr erschnüffeln und der Geruchsinn ist wohl der, der am Meisten an unseren Trieben rüttelt.

Ich denke auch nicht, dass ein bügelnder Mann an Erotik einbüßt. Mich stört diese political correctness, die Frauen lange Zeit von Männern gefordert haben. Der Mann darf keinen anzüglichen Witz machen und der Frau nicht auf den Po klatschen, um es mal übertrieben darzustellen. Doch bei meinem beschriebenen Beispiel vorhin ist es eben so, er nimmt sich, was er möchte. Z.B. umarmt er mich einfach mal und lässt nicht gleich los. Und ich muss gestehen |-o das hat schon was. Wem nützt political correctness im Bett? ;-D

Und zum Schluss:

Aber jetzt im Ernst: zumindest ich persönlich empfinde es als extrem kompliziert, Aspekte dieses Themas (zumal Sie zum größten Teil aus Emotionen hervorzugehen scheinen) auf den Punkt genau oder einfach nur verständlich zu formulieren. Daran wird dann wahrscheinlich mein hoher Testosteronspiegel als Mann schuld sein

Da merkt man meine stark ausgeprägten männlichen Züge - ich tu mir genauso schwer. ;-D

Monika65

Ich habe noch keine Erfahrung mit einer offenen Beziehung. Nur tendiere ich in letzter Zeit immer mehr in diese Richtung, da es scheinbar der einzige gangbare Weg ist. Nun gut, einmal hätte ich beides haben können. Du erinnerst dich? Klappte aber eben auch nicht. Zumindest lebe ich im Moment mehr oder weniger promiskuitiv. Habe aber keinen festen Partner.

Und nun verabschiede ich mich bis morgen - ich hab noch etwas vor. |-o

Liebe Grüße (schreibt nicht zuviel, damit ich Morgen noch mit komme ;-D)

L iebes6Li%esc#hen


Ein Aspekt fällt mir noch ein...

... und bevor ich ihn vergesse, schreibe ich es noch schnell hin:

Ich habe den Eindruck, dass die ganze Problematik männlich vs. weiblich mit positiven und negativen Wertungen zu tun hat. Eben z.B. Männlichkeit mit Gewalt gleichzusetzen und Weiblichkeit mit wertvoller Mütterlichkeit usw. In südlichen Ländern ist es glaube ich eher so, dass Männer einfach Männer und Frauen einfach Frauen sein können, ohne dass darüber lange nachgedacht wird. Nicht umsonst werden männlichen Südländern erotische Qualitäten zugeschrieben.

So, nur mal so als Gedankenanstoß.

Und jetzt vertschüsse ich mich wirklich. *:) *:)

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend! @:)

K'leixo


S. wallisii

Ich habe da einen alten Faden ausgegraben:

Männlich/Weibliches Rollenverhalten

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/163199/1/]]

G<raxmmy


:)^

Wem nützt political correctness im Bett?

Zu dieser Erkenntnis muß man (bewußt ohne zweites "m", weil beiderseits erforderlich!) gerade angesichts der erwähnten Forderungen aber erst mal kommen. :-

Aus meiner Sicht: in der Partnerschaft den vorgenannten Charakterisierungen nach tendenziell "weiblich" - auf der sexuellen Ebene oft genug aber auch ein "geiles Miststück" (autorisiertes Zitat... 8-) ) zu sein, liegt wahrscheinlich auch nicht jedem. Aber es geht, sehr gut sogar. Und es macht Spaß, das auszuleben, womit ich jetzt wirklich meine: leben, nicht (vor-)spielen.

In südlichen Ländern ist es glaube ich eher so, dass Männer einfach Männer und Frauen einfach Frauen sein können, ohne dass darüber lange nachgedacht wird. Nicht umsonst werden männlichen Südländern erotische Qualitäten zugeschrieben.

...das hört sich jetzt in meinen Ohren wieder ein wenig verallgemeinernd an. Achtung, Klischee: Er kommt braungebrannt und gestählt von der Olivenernte nachhause, meckert nach einem Blick unter den Topfdeckel über die magere Fleischeinlage, um sich nach dennoch gesundem Appetit und einem lautstarken Rülpser ein schnelles Fickerchen mit garantierter Befriedigung seinerseits einzufordern... ;-)

Ein gesundes Maß an Reflexion kann niemals schaden, denke ich. :-

SK. wPall\isixi


wow

soviele Beiträge! :-o :-D das gefällt mir, ordentlich Lesestoff... @:)

Dhan#ceri(nthedaxrk


Ich möchte mich deren Aussagen bez. des Themas anschliessen und gleichzeitig die Wichtigkeit der organischen (zumeist hormonellen) Ursachen betonen. Weibliche Sportler z.B., welche aus verschiedenen Gründen kleine Dosen Testosteron substituieren (ohne jetzt gleich eine tiefe Stimme oder ein männliches Kinn zu bekommen wie eine BB) sprechen oft von einer (zumeist reversiblen) Veränderung der Persönlichkeit in der Hinsicht, dass Sie auf einmal weniger Probleme um Umgang mit anderen Menschen haben (gesteigertes Selbstbewusstsein), wesentlich zielgerichteter (aggressiver=männlicher?) agieren sowie eine erheblich gesteigerte Libido besitzen.

das möchte ich bestätigen.

Umgekehrt empfinde ich einen Mann, der keinerlei zielgerichtetes Verhalten an den Tag legt, als unmännlich. Genauso wie einen Mann, der nicht kämpfen kann/will um etwas, was ihm wichtig ist. (Er weiß nicht, was er will und/oder ihm ist nichts besonders wichtig.)

Ideal wäre wohl die Kombination von: "erst denken und (relativ schnell) handeln". Bleibt letzteres aus, empfinde ich denjenigen als "schwach", weil ich Selbstbewusstsein mit Kommunikation nach aussen, mit (relativer) Extrovertiertheit und vor allen Dingen Entscheidungsfreudigkeit gleichsetze.

Gleichmütiges, oder gar zurückhaltendes Verhalten scheint mir deshalb gleichbedeutend mit entweder wenig zielstrebig (also unmännlich) oder, noch schlimmer, emotionslos, da derjenige offensichtlich nicht fähig/willens ist, seine Emotionen zu zeigen und/oder keine hat.

DqaSnce5rint1hedvark


Kompliziert wird es bei Mann-Frau-Gesprächen dann, wenn eine erotische Komponente dazukommt, ein Gesprächspartner aber in erster Linie am guten verbalen Austausch interessiert ist.

Das definitiv, ja ist auch einer der Gründe, weshalb mich die männliche Sexualität so nervt. Frauen scheinen da viel besser trennen zu können zwischen kollegialer Freundschaft und Beziehung ... ?

ja, schon, aber...

ideal ist ja beides, erst der gute verbale Austausch, dann die erotische Komponente. Schwierig wird es, wenn die Gesprächspartner das anders angehen, weil sie es einfach anders angehen. Ich würde sogar sagen, die erotische Komponente entsteht von alleine, wenn der verbale Austausch gut ist.

DTan[cerintMhexdark


LiebesLieschen:

ch bin zwar eine Frau, doch besitze ich eine eher männliche Ausstrahlung und Verhaltensweisen. ...

Seit einigen Wochen beschäftige ich mich wieder mit dem Thema, aber aus einem anderen Grund. Ich hinterfrage gerade mein Beuteschema potentiellen Partnern gegenüber und bin immer wieder über mich erstaunt. Mir gefallen z.B. Männer, die eher eine "rücksichtslose" Männlichkeit ausstrahlen.

... Doch indem er sich "rücksichtslos" nimmt, was er möchte... indem er den "Kampf" mit mir aufnimmt und sich nicht abschrecken lässt, wird er interessant für mich. Sprich wir schenken uns nichts während wir einige Bierchen kippen und bowlen. Mir fällt auf, dass es mir Spaß macht ihn mit meinen beiden Seiten (männlich und weiblich) zu überraschen und ihn aus dem Konzept zu bringen.

Nun gut, was ich eigentlich sagen wollte. Solch eine "rohe" männliche Seite hat schon was. Obwohl ich es mir mit einem Menschen wie ihm, im Alltag nicht vorstellen könnte. Das wäre ein ewiger Kampf.

das unterschreibe ich blind ;-D

Du nimmst ihn eben so, wie er ist, als männlich wahr.

Die Frage stellt sich, ob so einer im Alltag tauglich ist, bzw. ob es dann wirklich ein Kampf wäre. Frau kann ja auch mal klein beigeben.

Ein Mann darf nicht ausweichen, wenn die Frau ihn herausfordert, wie auch immer. Dann ist er in meinen Augen unmännlich.

DXanscerin\thedxark


Ich fürchte übrigens - leider, leider! - auch, wie es schon mal jemand hier angedeutet hat, dass die eigentlich eher positiven weiblichen Züge bei einem Mann unter Umständen auch "Erotik-Killer" sein können. So oft ich hier auch von Frauen lese, dass sie sich nichts mehr wünschen als einen Mann, der auch mal offen über seine Gefühle reden kann - zuviel direkter Zugang dazu kann aber wohl auch "entzaubernd" wirken und den Aufbau einer Spannung verhindern. Denn wünschen sich Frauen andererseits nicht auch das Geheimnisvolle, die Herausforderung, die Fassade, die "geknackt" werden will? Was sagt Ihr zu diesem Dilemma und wie geht Ihr ggf. damit um?

das möchte ich verneinen. Ich finde Gespräche über Gefühle sehr wichtig. Als Basis, sozusagen, um dann bei der Erotik die Sau rauszulassen. Das kann man nur, wenn man den anderen genau kennt.

Spannung entsteht von alleine, wenn die Beteiligten sich lustvoll und offen geben, das tun, was ihnen gerade einfällt.

Ich würde keinen Mann "knacken" wollen, nein, danke.

S8. wVallbisixi


@Kleio

Insofern würde es mich einmal interessieren, was Du unter "männlich” verstehst?

Hm.. ich versuche mal absichtlich meine diesbezüglichen Vorurteile sofern ich sie denn erkenne miteinfließen zu lassen:

positiv:

- Direktheit

- technisch/mathematisch/räumliches Verständnis

- Abgrenzungsvermögen/robuste, stabile Psyche

negativ:

- mangelndes Einfühlungsvermögen

- geringe Fähigkeit zur Selbstreflexion

- Profilierungs-, Konkurrenzbedürfnis und Bestätigungssucht

ok, das ist nicht viel, aber ich mach jetzt mal weiter, sonst werde ich heut nie fertig...

Ich kenne sowohl typische primitive Männergespräche als auch Frauengespräche. Ich finde nicht, dass sie einander auch irgendwie nachstehen.

Stimmt natürlich, die ersteren empfinde ich aber als abstoßender, da ist es also nur eine logische Schlussfolgerung das da irgendwie was nicht stimmen kann. Hm... die schon genannte Möglichkeit wäre Neid auf bestimmte männlichen Attribute die mir fehlen, in dem Zusammenhang wäre das allerdings etwas komisch. ;-D Was könnte das in anderem weniger klischeehaften Zusammenhang sein? Das weiß ich eben nicht, die Frage kann ich erstmal also nicht beantworten. Das führt zur anderen Möglichkeit, ich lehne es und somit auch mich selbst ab, eben weil bestimmte männl. Attribute da sind für die ich mich schäme. Auch hier wüsste ich nicht was es sein könnte, verflixt.

Sind es nur Männer, die Du mit diesen Attributen ablehnst oder auch Frauen?

Geht die Ablehnung nur von Dir aus, oder ist sie gegenseitig?

Lehnst Du generell alle Männer ab? Hast Du Freunde, gibt es Männer, mit denen Du Dich gut unterhalten kannst, die Dir sympathisch sind?

Ich glaube dass ich auch Frauen mit solchen Attributen ablehne, das müsste ich aber erst bewusster beobachten - interessante Frage. Ablehnung triffts übrigens nicht völlig, jedenfalls ist es keine umfassende Ablehnung, ich stimme dir da zu was du geschrieben hast, wenn gegenseitiger Respekt trotz der unterscheidlichen Art da ist... aber ich habe schon oft das Gefühl dass die Ablehnung gegenseitig da ist (einfach nur aufgrund der Verschiedenheit ohne besondere Auslöser) und dann auch eine beidseitige, umfassende Ablehnung ist. Ich glaube dabei eher eine reagierende Stellung einzunehmen, mit Sicherheit kann ich es allerdings nicht sagen, auch das müsste ich mal bewusster beobachten.

Meine sozialen Kontakte haben sich in den letzten Jahren ziemlich reduziert (ein paar mal im Jahr), mit den männlichen davon unterhalte ich mich nur noch smalltalkmäßig oder themenspezifisch, über-Gott-und-die-Welt-Gespräche der tiefsinnigeren Sorte habe ich nur noch mit einer langjährigen Freundin. Meine Unfähigkeit neue Kontakte zu knüpfen macht es mir jetzt aber unmöglich zu sagen, ob es vielleicht nicht doch theoretisch möglich wäre - Kommt dazu, ist aber ein anderes Thema. Menschen die mir sympathisch sind gibt es durchaus von beiden Geschlechtern.

Was lehnst Du ab? Dass sie laut grölen, was sie grölen oder beides?

beides, peinlich zuzugeben aber vielleicht sinnvoll um einen besseren Einblick zu geben, ist dabei, dass ich im Vollsuff auch schon laut grölend Passanten angepöbelt habe. Deutet wohl auch darauf hin dass ich irgendeinen Teil unterdrücke. Ist schon eine Weile her, und meine Fähigkeit mir selbst meine Emotionen einzugestehen ist seitdem um einiges besser geworden, hm... vielleicht sollte ich mich als Experiment wieder mal anständig besaufen... ;-D

Wieso: "So will ich nicht sein?" Was ist, wenn man ganz einfach nicht so ist?

Sich abzugrenzen muss nicht unbedingt bedeuten, dass dies darum geschieht, zu zeigen, dass man nie so sein will oder wird, wie andere. Wozu der Vergleich mit anderen? Es kann genauso sein, dass sich jemand seiner bewusst ist und seine Grenzen aufweist.

hm... wär schön wenn ich es auf reine Abgrenzung festlegen könnte, irgendwie wäre es so einfach, zu einfach... :°(

Das verstehe ich nicht ganz? Was machst Du nicht? In Konkurrenzkampf mit anderen Männern treten? Um eine Frau werben?

Ja genau - beides. Und sich selbst ins beste Licht stellen, was irgendwie dazu gehört, ich bin wohl eher so, dass ich meinem Gegenüber erstmal alle meine Macken um die Ohren hau und wenn dann noch keine Staubwolke zu sehen ist, ja dann... ;-D :-/ ok, so geht´s natürlich nicht, das Gegenteil kommt mir nur so unehrlich, manipulierend und falsch vor. Ach das ist doch alles zum heulen. :-(

@all

So, der Beitrag ist zwar an Kleio gerichtet aber tut euch keinen Zwang an, meine Selbstrexflexionsfähigkeit ist glaube ich für heute erschöpft :-/ kann deshalb nicht an mehr Beiträge anknüpfen, obwohl ich gern hätte... bin deshalb ganz froh dass die Diskussion so gut läuft. Werd sie mir mehrmals durchlesen um möglichst viel daraus zu gewinnen. Was ich mir noch wünschen würde sind noch mehr konkrete Lösungsvorschläge zur Versöhnung von männlicher und weiblicher Seite.

Danke für eure Beiträge

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