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Putztick. Psyschologische Ursache?

S,assiZhaxsi hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute!

Ich schreibe heute eigentlich nicht für mich, sondern für eine Freundin um die ich mir etwas Sorgen mache....

Zur Vorgeschichte. Wir kennen uns schon immer, sind mehr oder weniger zusammen aufgewachsen. Ich kenne ihre Familie usw. Vor ein paar Jahren kamen dann Dinge ans Licht, mit denen von uns außenstehenden niemand gerechnet hätte. Nach außen hin waren sie immer eine Bilderbuchfamilie. Wenn man zu Besuch war wirkte alles sehr harmonisch. Es viel nie ein böses Wort usw. Wie ich heute weiß: Alles nur Fassade. Der Vater hat die Mutter und auch die Kinder des öfteren geschlagen. An besagtem Tag kam es dann zum Eklat und der Vater wurde erneut handgreiflich. Nach diesem "Streit" sind beide Kinder ausgezogen. Sie waren inzwischen um die 20. Während sich die eine komplett zuhause abkapselte und bis heute das Haus nicht mehr betreten hat, ist die andere (meine Freundin) in diesem Jahr wieder in das Haus eingezogen. Zwar in eine seperate Wohnung, aber es wird zusammen gegessen usw. Von uns hat dies keiner verstehen können. Meine Freundin redet auch nicht darüber. Manchmal, vorallem wenn sie was getrunken hat, dann erzählt sie manche Dinge. Aber trotzdem verharmlost sie da noch zu sehr, in meinen Augen. Es ist wohl so, dass der Vater die Mutter nach wie vor schlägt, meine Freundin aber nicht anrührt. Die stellt sich dann immer schützend vor die Mutter bzw wenn sie da ist kommt erst gar nicht soweit. Meine Freundin denkt auch irgendwie, dass sie oft zuhause sein muss, damit der Vater der Mutter nichts antut.... Die eigene Schwester hat ihr dringend abgeraten wieder in die "Hölle des Löwens" zugehen und hat gemeint, dass sie sich kaputt machen würde. Ich sehe es ebenso. Wenn man das allerdings anspricht, dann will sie das nicht hören. Ich vermute, dass sie nicht alleine sein kann. Als die beiden damals auszogen wohnten sie zuerst zusammen. Dann nahm sich meine Freundin eine eigene Wohnung, in die sehr bald darauf der freund von ihr mit einzog. Als sie sich von ihm trennte zog sie wieder zurück nachhause....

So. Komm ich nun zur eigentlichen Frage. Meine Freundin hat einen Putztick sondergleichen. Wenn sie in Urlaub fährt putzt sie die komplette Wohnung von oben bis unten, wäscht alles usw. Ok. Noch nichts ungewöhnliches. Kommt sie dann aber nach einer Woche wieder zurück, muss sie wieder alles putzen! Ich mein, es war doch die ganze Woche niemand in der Wohnung, soviel "Dreck" kann sich da nicht angesammelt haben, dass man alles von oben bis unten schrubben muss.... Wenn sie bei mir ist, macht sie mich ständig auf irgendwelchen "Dreck" aufmerksam (Staub auf dem Fernseher o.ä.) mit den Worten: Das gibts bei mir nicht! Und in der Tat. Wenn man bei ihr ist und sie entdeckt irgendetwas, dann wird das SOFORT entfernt! Also Lappen raus und Staubgewischt! Eine andere Freundin hat in der Wohnstube einen Glastisch. Sind wir bei ihr, ist meine Freundin STÄNDIG damit beschäftigt die Flusen vom Tisch zu lesen.... Sie sagt auch selbst, dass sie in der Beziehung sehr extrem ist! Letzte Woche waren wir essen. Niemand hat sich die Gläser angeschaut. Meine Freundin hat sie gleich ins Licht gehalten und gemeint: Oh Gott sind die dreckig!

Ich bringe diesen Putztick irgendwie mit ihrer Vergangenheit bzw ihrem momentanen Leben in Verbindung. Wie seht Ihr das? Gibt es da Parallellen? Wäre es hilfreich für sie, wenn sie mal einen Psyschologen aufsuchen würde? Wäre nett, wenn mir jemand was dazu sagen könnte.

Viele Liebe Grüße

Antworten
LJupo0m49


Wäre es hilfreich für sie, wenn sie mal einen Psyschologen aufsuchen würde?

Auf jeden Fall wäre das hilfreich, nur, wenn man Deinen Schilderungen folgt, wird sie selbst wohl kaum so weit sein, diesen "Tick" als behandlungswürdig einzustufen.

Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass diese Zwangsstörung" Ausdruck/Ventil für Ihre Probleme ist, das würde ein Fachmann (Psychologe) sicher feststellen und auch therapieren können.

Viele Grüsse

Lupo

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