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Gerichtlich bestellter Betreuer

rJabhin3er


hallo nicewoman

was ist wenn Mutter die Betreuung nicht in die Wohnung läßt ?

Sie kommt jetzt schon nicht mehr an Geld ran.

Nicht einmal einen Kontoauszug kann sie mehr ziehen , geschweige auskunft von der Bank über ihr Konto bekommen.

Konten sind gesperrt , sogar die Rechnungen die vom Konto abgebucht werden sollten sind zurückgekommen.Sie hat doch nie irgend welche Probleme mit dem Konto oder mit Geld im allgemeinen gehabt,sich nie was zuschulden kommen lassen.

Was ist wenn sie sich nun partou weigert ?

Wird sie dann eines Tages aus ihrer Wohnung geholt ?

Oder was ist nach dem Gerichtstermin ?

Kommt sie dann überhaupt nochmal nach Hause ?

Oder wird sie von da aus gleich irgendwo hingebracht ?

Was können wir denn jetzt eigendlich noch Ausrichten ?

n2icewofman


Hallo Walther,

so, ich habe eben mit einem Vormundschaftsrichter gesprochen.

Den Kindern Auskünfte zu verweigern ist absolut unzulässig, dir steht ein Beschwerderecht zu und damit auch die Akteneinsicht.

Ich würde hier auch nicht mehr telefonieren, sondern deshalb das Gericht anschreiben, dann hast du schriftlich, was sie dir am Telefon gesagt haben (falls sie dabei bleiben).

Meine Frage nach Rechtsschutzversicherung?

Weiterhin würde ich Kontakt zum Betreuer aufnehmen um mit ihm "an einem Strang zu ziehen", denn Hilfe braucht deine Mutter ja auf jeden Fall.

Lehnt der Kontakte ab, die Gründe erfragen und ggf. beim Gericht einen Betreuerwechsel beantragen.

Wenn deine Mutter ihn nicht in die Wohnung lässt, kann er sie nicht zwangsweise betreten, schon um Kontakt zu ihr zu bekommen, sollte er ein Interesse haben, mit dir zu kooperieren.

Die Bank darf ihr nur dann kein Geld/Auszüge geben, wenn der besagte "Einwilligungsvorbehalt" angeordnet wurde.

Wie schon gesagt, hat der Betreuer ohne den EW "nur" die gleichen Rechte wie deine Mutter, bei ihren Rechten bleibt es wie bisher.

Den Betreuer fragen, warum die Konten gesperrt wurden, hängt vielleicht mit dem EW zusammen, oder es liegt eine Pfändung vor.

Aus der Wohnung holen gegen ihren Willen ist nur auf zweierlei Gründen möglich.

1. durch das PsychKG, wenn sie sich oder andere unmittelbar gefährdet

[[http://www.alzheimer-gesellschaft-bonn.de/recht/psychkg.html]]

2. nach Betreuungsrecht,

dann muss der Betreuer die zwangsweise Unterbringung beim Gericht beantragen, das Gericht beauftragt einen Sachverständigen mit einem Gutachten speziell deshalb.

"Oder was ist nach dem Gerichtstermin ?"

Kann ich nichts zu sagen, weil der Grund des Termins unbekannt ist.

"Kommt sie dann überhaupt nochmal nach Hause ?

Oder wird sie von da aus gleich irgendwo hingebracht ?"

Das eine alte Frau gleich aus dem Gerichtssaal "abgeführt" wird, habe ich noch nie gehört, auch hier gilt ja das PsychKG, es müsste ein Arzt dabei sein, der bescheinigt, dass deine Mutter sich oder andere, jetzt in diesem Moment gefährdet.

Was 2 Tage vorher war, ist uninteressant.

Liebe Grüße

r-ab~ixner


Hallo

Wie wir jetzt rausbekommen haben,hat Mutter schon vor längerer Zeit einen Dipl.Soziologen freiwillig in die Wohnung gelassen ohne sich was dabei zu denken.

Dieser muß wohl ein paarmal bei ihr zu Hause gewesen sein.

Irgendwann hatte sie ein wenig Abgenommen(warum auch immer ), er sah es als Anlaß dieses Weiterzuleiten.

Ihr würde es nicht mehr so gut gehen , er sorge sich um sie , um ihre Gesundheit.( Wie Mutter heut berichtete)

Was können wir ( oder die Mutter) tuen damit Mutter weiterhin ihr Geld bekommt ? Ohne das dass ganze über den Betreuer geht , da sie ja immer noch nicht mit dem Betreuer reden oder sich mit ihm treffen will.

Mutter braucht keinen Betreuer , wie sie immer sagt.Und das sie diesen aber braucht um an ihr Geld zu kommen das versteht sie nicht.( oder will es nicht verstehen )Sie will einfach nicht versuchen mit ihm mitzuarbeiten.

nEic^ewomxan


Ein Diplom-Soziologe? Warum ist der denn zu deiner Mutter?

Oder meinst Diplom-Sozialarbeiter/Diplom-Sozialpädagoge?

Statt direkt zu den Behörden zu rennen, hätte er sich erstmal mit den Angehörigen kurzschließen sollen.

Wenn der von mir schon mehrmals erwähnte Einwilligungsvorbehalt vom Gericht angeordnet wurde, kann deine Mutter nicht ans Geld.

Die Bank darf dann nur Überweisungen und Abhebungen alleine durch den Betreuer durchführen bzw. akzeptieren.

Wie siehts damit aus:

"Den Kindern Auskünfte zu verweigern ist absolut unzulässig, dir steht ein Beschwerderecht zu und damit auch die Akteneinsicht.

Ich würde hier auch nicht mehr telefonieren, sondern deshalb das Gericht anschreiben, dann hast du schriftlich, was sie dir am Telefon gesagt haben (falls sie dabei bleiben)."

Schon an das Gericht geschrieben?

Und hiermit:

"Meine Frage nach Rechtsschutzversicherung?

Weiterhin würde ich Kontakt zum Betreuer aufnehmen um mit ihm "an einem Strang zu ziehen", denn Hilfe braucht deine Mutter ja auf jeden Fall.

Lehnt der Kontakte ab, die Gründe erfragen und ggf. beim Gericht einen Betreuerwechsel beantragen."

Liebe Grüsse @:)

k:inkxade


Hallo rabiner,

ich kann mich den Ausführungen von nicewoman nur anschließen.

Was Du hier beschreibst deutet auf einen Mißbrauch seitens der Behörden und des Betreuers hin.

Wir hatten einen ähnlich gelagerten Fall in der Familie (auch Alzheimer), wurden aber sofort miteinbezogen, weil dies auch der vorgeschriebene rechtliche Weg ist, erst einmal die Angehörigen zu kontaktieren, bevor ein nichtverwandter Betreuer bestellt wird.

Also rechtlich gesehen bist Du in jedem Fall auf der sicheren Seite, solange Deine Mutter nicht vor ihrer Erkrankung! schriftlich einen anderen als Betreuer eingesetzt hat, was hier wohl eher nicht der Fall ist. Deshalb hab ich auch nur einen kleinen Tip am Rande, um langatmigen schriftlichen Kontakt mit der Behörde zu vermeiden, würde ich dort so schnell es geht persönlich vorstellig werden (zu Sprechzeiten oder ggf. nach Terminabsprache).

Wirkt meistens wahre Wunder.

kHinktade


Nachtrag

hab ich vergessen zu erwähnen, Deine Mutter leidet wohl unter einer organisch bedingten Psychose (Verfolgungswahn auch gegen die eigenen Kinder) im Rahmen ihrer Alzheimer-Erkrankung. Müßte eigentlich dem Gericht aus zahlreichen Fallbeispielen bekannt sein, weil sich diese Erkrankung nun mal auch so äußert. Dann zu behaupten, Deine Mutter wäre nicht krank, ist schon dreist. Also nachhaken.

n?iceQwombaxn


kinkade: der Gipfel des Ganzen ist ja der, dass der zuständige Richter ja zwingend eine entsprechende Diagnose vom Gutachter gehabt haben muss, sonst hätte er die Betreuung gar nicht anordnen dürfen.

Und da muss ihm doch klar sein, dass Walhers Mutter in der Einschätzung ihrer Kinder nicht unbedingt realistisch ist, bei ihm doch bekannten Krankheitsbild.

Ein Widerspruch in sich!@:)

niice0womxan


Hallo Walther *:)

Gibt es etwas Neues?

r(a`binxer


Hallo ihr da

Oh Sorry , klar meinte ich Sozialarbeiter,aber im Augenblick bin ich ( wir) auch ein wenig durcheinander.

Habe gestern mit dem Betreuer gesprochen und für Freitag einen Termin ausgemacht wo wir versuchen wollen zusammen etwas zu erreichen.Jedesmal wenn der Betreuer versucht mit Mutter zu reden ( Telefonisch) legt Mutter einfach auf.Ich hoffe das wir einen Ausweg finden werden.

*:)

nzicewxoman


Das ist doch schonmal ein Schritt in die richtige Richtung :)^

wvalt$h`er0x8


Hallo Nicwoman

Wir haben uns mit dem Betreuer getroffen und versucht zu reden.

Aber es kommt da wohl nicht viel bei raus.

Mutter macht jetzt auch noch die Welle,weil sie glaubt das wir ihr einen Betreuer besorgt hätten und deshalb mißtraut sie uns jetzt auch.Jetzt sind wir die Bösen die " hinter ihrem Rücken " sich mit dem Betreuer treffen.

Auf jedenfall will der Betreuer versuchen ( da Mutter ja immernochnicht mit ihm reden will )über uns das Geld an Mutter weiter zuleiten.Was heißt , der Betreuer würde uns gegen Unterschrift das Geld aushändigen was wir dann an Mutter , wiederrum gegen Quittung übergeben können.

Mal sehen ob Mutter sich darauf nun einläßt.Da sie uns nun ja auch mißtraut.

Und der Termin im April ist dazu da zu endscheiden ob sie weiterhin einen Betreuer braucht oder nicht.

Auf unsere Beschwerde, am Landgericht haben wir leider noch keine Stellungsname erhalten.

LG Walther

nYice(womxan


Hallo Walther, hat dich der rabiner wieder umgetauft? :-D

Zumindest ist ja positiv, dass ihr Kontakt zu dem Betreuer habt, aber bezüglich der Gesundheit - dass sie Hilfen zulässt - ist der Zustand ja leider derselbe.

Mit dem Geld ist ja auch schon mal eine gute Lösung.

n>icew1omaxn


da fehlte noch was:

dann hat der Richter wahrscheinlich eine bis April befristete Betreuung eingerichtet.

Worüber hast du dich denn jetzt beim LG beschwert, über die Betreuung als solche oder gegen die Bestellung eines fremden Betreuers?

Das Landgericht wird zunächst die Akte beim Amtsgericht anfordern und dann entscheiden.

Liebe Grüße

wfaWlth?exr08


In unserem Schreiben ans LG ging es darum, das wir die Betreuung unserer Mutter ehrenamtlich übernehmen wollten,(würden).

Sind bis jetzt nicht zu Wort gekommen und haben bis dato auch nichts gehört.

Das Gericht schweigt dazu.

Uns wird jede Auskunft verweigert.

Unsere Mutter zeigte uns ein schreiben vom zuständigen Richter wo steht,dass eine Betreuung bis 2013 festgesetzt wurde.

Der Termin im April soll wohl nur dazu sein,dass man dort prüft ob die Betreuung weiterhin aufrecht gehalten wird ,oder eine neue Betreuung anzusetzen ist , oder gar aufzuhebn ist.

Mutter will einfach keine Betreuung,auch uns nicht.

LG Walther

nkice6womaxn


Hallo Walther,

woher weißt du denn, dass das Landgericht auch jede Auskunft verweigert?

Da bereits das Amtsgericht hier einen groben Verfahrensfehler begangen hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass das LG diesen Fehler wiederholt.

Das LG muss ja erst mal die Akte vom Amtsgericht bekommen, beim LG beschäftigen sich aber gleich 3 Richter/Richterinnen damit und nicht mehr nur einer. Könnte auch sein, dass die eben wegen des bisherigen Ausschluses der Angehörigen am Betreuungsverfahren, den Vorgang wieder an das AG zurückschicken, damit der Fehler korrigiert wird.

Hälst du es denn - bei dem Krankheitsbild deiner Mutter - überhaupt für sinnvoll, die Betreuung selber zu übernehmen?

Wäre ja möglich, dass du dann die ein oder andere unliebsame Entscheidung treffen musst.

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