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Risperdal: Abruptes Absetzen

-218x7- hat die Diskussion gestartet


ich bin zur zeit auf einer tagesdosis von 1 mg risperdal. mir sind die tabletten ausgegangen und mein arzt will mir kein weiteres rezept mehr ausstellen [...]

somit muss ich die medikation gezwungenermaßen unterbrechen bzw. das medikament absetzten. kann es bei dieser realtiv geringen dosis zu irgendwelchen negativen absetzerscheinungen kommen ? ich hoffe, dass mir hier geholfen werden kann.

danke im voraus!

Antworten
-418x7-


Ergänzung:

achja, ich bin nicht psychotisch und war es auch noch nie. mir wurden die tabletten verschrieben, da meine derealisation-/depersonalisationgefühle als vom arzt als "pseudo-halluzinationen" abgestempelt wurden.

Gjrass-Halom


sollte nichts machen, da du auf so einer niedrigen Dosis bist....

ich weiss nicht mal, ob es bei höheren Dosen zu Entzugserscheinungen kommen kann. Aber 1mg sollte problemlos gehen.

-F187x-


gut, das beruhigt mich zuert mal...

L amFalexin


setz es ab....wasn das für ne indikation?

pseudo hallus? jeder psychologe würde bei der indikation von dir die hände über den kopf zusammenschlagen, wenn nicht mal ne psychose vorlag.

-N18f7-


also ich glaube, meine jetztige psychiaterin hat noch nicht mal eine diagnose gestellt!

also kurz zu meiner situation:

- im februar 2006 einen joint geraucht (4. mal insgesamt)

- wirkung zu stark --> panikattacke

- visuelle wahrnehmung verändert; alles "fremd", "anders", " "komisch", "platt", "unscharf"

- kann mich nicht mehr im spigel erkennen --> angst/panik

- zudem noch unbegründete angst

- große angst vor psychose GEHABT

- manchmal (selten) blackouts --> häh? wo bin ich ? was mach ich hier ? ist das alles ein traum ? usw.

die unbegründet angst ist zum glück weg, aber die derealisation/depersonalisation hab ich immer noch. das macht mir alles SEHR große angst.

LCamal2ein


genau denselben gang hatte ich auch...joint geraucht, panik geschoben...

2 wochen später kam schwindel...der blieb dann...ich bin dann irgendwann mal in die klinik.

ich muss sagen, dass ich jetzt seit 5 jahren ein neuroleptikum nehme und es mir aus dem grübeln herausgeholfen hat...

mittlerweile setze ich es ab und ich hätte es schon vor 2 jahren absetzen können.

so wie du schreibst, hört sich das nach meiner diagnose an...

undefinierbar. irgendein mix aus panikstörung und psychotischen zügen, aber doch keine psychose.

mein bericht ist seitenlang aber ne richtige diagnose konnte man nicht stellen.

ich selbst bleib dabei: eine stinknormale panikstörung.

wichtig: verhaltenstherapie

die depersonalisierung/schwindel/komische sichtweise ist ein symptom dieser angst. ein antrainiertes verhalten und muss verlernt werden.

-X1`87-


aber ich kann ganz klar sagen, dass die derealisation/depersonalisation VOR der unbegründeten (möglicherweise doch begründeten ?) angst da war. das grundproblem war die veränderung der wahrnehmung.

ein beispiel wäre, dass orte, die mir bekannt sind, auf einmal ein anderes gefühl bzw. gar kein gefühl erzeugen, wenn ich sie besuche.

vielleicht kann EMDR oder Hypnose helfen, den cannabis-absturz richtig zu verarbeiten. es wird ja immer gesagt, dass derealisation/depersonalisation ein schutzmechanismus vom eigenem körper ist.

ehrlich gesagt habe ich bis jetzt auch garnicht richtig realisiert, was da passiert ist. das muss man doch irgendwie aufarbeiten können, oder ?

L)amaxlein


mhm...

also hast du nicht ne panikattacke beim rauchen bekommen?

sondern tage später erst, oder wie?

-*18K7-


doch, doch;beim rauchen bekam ich ne panikattacke, weil ich mir bewusst wurde, dass ich einen absturz bekomme.

ich unterscheide panikattacken aber von normalen angstzuständen, unter denen ich eine zeit lang auch gelitten habe. ausgelöst wurden die angstzustände meiner meinung dadurch, dass ich durch die derealisation/depersonalisation komplett verunsichert wurde und angst vor weiteren panikattacken hatte. als ich z.b. in nen spiegel schaute und mein spiegelbild nicht wieder erkennen konnte, bekam ich so eine starke panikattacke, dass sich meine optik total veränderte; es war fast so, als ob ich bekifft war; dies aber nur für paar sekunden.

ich hatte durch diese panikattacken sozusagen angst vor der angst.

-?187-


was ich noch sagen wollte: in den ersten tagen nach dem absturz hatte ich hohen blutdruck bzw. herzrasen. hat mir natürlich angst gemacht. hab dann zuerst betablocker dagegen bekommen. ich hab meinem arzt natürlich nichts von meinem konsum erzählt. anschließend wurde dann auf ein anderes herzmedikament (kein betablocker) gewechselt, welches ich aber anfang mai absetzte.

außerdem war ich die erste woche nach dem vorfall extrem müde. ich weiß aber nicht, ob das von dem cannabis oder den betablockern kam.

L3amDaleixn


mhm...also bei mir wars halt so, dass ich ne panikattacke beim rauchen hatte...dann der dauerschwindel kam und dann hab ich die angst vor der angst bekommen und die war dann monatelang konstant.

ich unterscheide das nicht groß, weil dass gefühl einer dauernden panik genau dasselbe einer panikattacke ist.

und von ärzten wird das auch nicht unterschieden. man hat halt ne panikstörung.

link:

[[http://www.netdoktor.at/frage_antwort/angst/depersonalisation_20000426.htm]]

so sehe ich das auch, wies da drinne steht.

die ängste (selbst deine eine panikattacke am anfang) kann solche zustände als ventil hervorrufen. bei dem einen ist es schwindel, bei dem andern depersonalisation, und bei andern übelkeit. es ist ein symptom der angst. eine körperliche auswirkung.

dann lernt man sich dieses symptom an und meist ist es gar nicht mehr da, aber man hat ja gelernt, dass es da ist und da sein "muss". und das verlernen lernt man durch die verhaltenstherapie.

und unterstützend kann man medis geben...aber man sollte erst mit antidepressiva rumprobieren, bevor man auf neuroleptika umsteigt.

wenn das wahrnehmungsbedingte zustände wären und unter hallus einzustufen wären, dann würde es mit einem neuroleptikum weggehen. tuts aber bei dir nicht, oder?

die zustände sind weniger geworden...aber eher deshalb, weil deine ängste weniger geworden sind, du ne therapie machst und man mit der zeit auch entspannter damit umgeht.

weniger aufgrund des neuroleptikums.

LJamalxein


in den ersten tagen nach dem absturz hatte ich hohen blutdruck bzw. herzrasen. hat mir natürlich angst gemacht.

psychosomatische störungen der panikstörung

setz dich am besten mit dem thema panikstörung auseinander...im internet gibts da brauchbare sachen.

-X187,-


aktuelle situation:

also bis jetzt geht es mir gut. ich habe bemerkt, dass ich heute teilweise irgendwie euphorisch war ;-D

meint ihr, da kommt noch was (negatives) ?

Lya~mal2ein


meint ihr, da kommt noch was (negatives) ?

wenn du dich darauf konzentrierst, dann wahrscheinlich.

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