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Extreme Angst vor bevorstehender Blutabnahme

S+axlpetxer hat die Diskussion gestartet


Ich bin hochsensibel in manchen Teilen meines Körpers, am extremsten an dem Ort, wo sie das Blut nehmen (Arm Vene).

Ich habe morgen einen Termin beim Arzt, weil ich vermute, ich habe Diabetes. Natürlich wird er eine Blutabnahme durchführen und das ist meine grösste Angst. Falls Du 1984 kennst: Es ist wie Raum 101 für mich. Vor zwei Jahren hatte ich eine grosse Panikattacke und ich wurde fast Ohnmächtig bevor der Arzt mein Blut nahm. Jedes mal wenn ich schon nur daran denke bekomme ich Erbrechungsgefühle und werde verkrampft und unkomfortabel.

Ich kann physischen Schmerz, wie ein Durchschnittsmensch ertragen.

Ich habe nicht so viel Angst vor Injektionen (jedoch mehr als der Durchschnitt).

Aber ich habe extreme Angst und Panik, wenn jemand Blut von meinen Venen nimmt.

Ich kann die Ursache dieser Phobie nicht identifizieren.

Es kann eine Erinnerung von meiner Kindheit sein, wenn meine Vater blut spendete und ich mit ihm dabei war. Er hatte diese dicken venen die herauslugten von der Haut, und nur die Vorstellung von einer Nadel die durch geht, drin bleibt und wieder rauskommt macht mich so unruhig... ich erschaudere als ich dies schreibe. Ich habe auch Kindheitserinnerungen von Leuten die behaupten Blut spritze von diesen Transportröhren (Venen) wenn sie ein Leck haben. Ich weiss dass das nicht wahr ist, aber die Vorstellung ist immernoch da.

Eine andere Ursache könnte meine schwache psychlogische Widerstandskraft sein. Ich zweifle es sei der Schmerz da ich physischen Schmerz genau so stark ertragen kann wie der Durchschnittsmensch. Nichtdestotrotz habe ich Schwierigkeiten Pillen zu schlucken (ich habe dies nie getan!) oder die blosse Vorstellung einer laparoscopischen Operation. Mir ist es auch überhapt nicht geheuer Kontaktlinsen zu tragen oder eine Operation an meinen Augen durchführen zu lassen. Ich weiss nicht, ob ich andere klinische Operationen auch fürchte.

Eine Verbinung mit dem Unterbewusstsein ist auch möglich.

Es könnte auch keiner dieser Hypothesen sein.

Der Termin mit dem Doktor ist Morgen.

Was kannst Du mir empfehlen um meine Angst/Phobie zu überwinden und die assoziierte Panikattacke? Was soll ich denken wenn der Doktor mein Blut nimmt? Nichts?

Antworten
G/rasF-#Halxm


vielleicht kann ne Schwester dabeistehen und dich in ein Gespräch verwickeln. Wichtig auch: Nicht hinschauen!!

MSonikxa65


Für Diabetes allein würde ein kleiner Stich in den Finger reichen.

LoamZa%l;eixn


mein freund hat auch panik vor blutabnahme.

ich bin beim AIDS test mit hin...hab mit ihm geredet etc.

das hilft.

bin selbst panikpatient und weiss, wie das ist...nur hab ich ne andere phobie.

stell dich dem ganzen. was anderes hilft nicht.

und sprech es beim arzt an, dass du ne spritzenphobie hast. dass du dich hinlegen willst und was man da als ablenkung machen kann.

das is besser als nix sagen und es ist auch nicht peinlich.

M}onixkla6x5


Theoretisch kannst du dir auch ein Diabetestestset aus der Apotheke kaufen und es selber machen, falls das hilft. Dafür reicht wirklich ein kleiner Pieks, Venenblutabnahme ist nicht nötig.

Lmamaklein


aber ich muss sagen, dass ich fingerabnahme viel schmerzhafter und schlimmer finde, weil man wirklich erschrickt dabei...das hass ich...mit venenabnahme hab ich weniger probs als mit finger. besonders wenn dann 2mal in den finger gestochen werden muss, weil beim ersten mal nix rauskam.

:-/

G|ras-HHalxm


ich finds am Finger auch schlimmer...(reimt sich sogar ;-D)

LNamalxein


;-D

M9onik/ax65


Ich glaube, ihm gings nicht um den Schmerz, sondern um die Vene. Das Problem haben übrigens einige Leute.

k-attxi20


Hallo salpeter,

du sprichst mir aus der seele...hab auch den absoluten horror vorm blutabnehmen.

da ich festgestellt hab, dass man da manchmal einfach durch muss, hab ich eine zwar etwas peinliche aber wirksame methode entwickelt:

jedesmal wenn ich geimpft werden muss oder eine blutabnahme bevorsteht unterdrücke ich meine angst nicht, sondern weine laut und hysterisch und jammere so sehr, dass die sprechstundenhilfe draussen mich letztes mal beim gehen gefragt hat ob ich vom arzt entjungfert wurde oder gerade ein kind geboren habe :-)

ist zwar etwas lächerlich für alle beteiligten, aber vor lauter weinen und schlucken und atmen und schluchzen und überhaupt eben leiden merke ich noch nicht einmal den einstich, geschweige denn sonst irgendetwas...

ist das einzige (abegsehen natürlich von hinlegen, letztens wollte mich eine auf nenn drehstuhl setzen hahaha ich bin dreimal durch den raum gerollt bevor die auch überhaupt nur anfangen konnte) was hilft...

gut ist auch, jemanden dabei zu haben der den schwester oder ärzten erklärt, dass du wirklich panik hast. wenn ich selber sage ich hab angst vorm blutabnehmen etc. werde ich meistens nicht sonderlich ernstgenommen.

viel glück und lass mich wissen wie es gelaufen ist...

ps: freu dich auf das gefühl beim rausgehen :-)

dPevnixc


jetzt kommt mein beitrag zwar zu spät, aber beim nächsten mal bestehe einfach darauf, dass sie das blut woanders entnehmen (z.b.am handrücken, wie bei kleinkindern..)

alles gute *:)

Snchnu6ckipxucky


Das habe ich auch

Vor ca. 2 monaten habe ich schon mal etwas dazu in einem anderen Forum geschrieben. Für die Einstellung meiner Medikamente ist der Arzt auf regelmäßige Blutabnahmen angewiesen.

Nach einiger Überwindung bin ich also hin und habe mich stechen lassen - leider hat die Arzthelferin keine Vene getroffen und ich bin ausgetickt und habe die Praxis verlassen. Weil ich keine Tabletten mehr hatte, habe ich deswegen meine Therapie für 3 Wochen unterbrochen, bis ich mich nochmal zum doc getraut habe. er hat mir ne neue packung verschrieben und mir das versprechen abgenommen, 6 wochen später (wenn sich der medikamentenspiegel wieder eingestellt hat) zum facharzt zu gehen.

da war ich gestern - mit Unterstützung meines Freundes.

Leider hat auch diese Arzthelferin nicht gleich getroffen, was wohl auch daran liegt, dass ich auch an dem Arm gezittert habe. Sie wollte wohl n bisschen nachprökeln, aber dann bin ich wieder abgegangen, habe weggezogen.

Ende vom lied: war gestern völlig am ende, habe weiterhin panische angst vor der blutabnahme, schäme mich für mein verhalten...

habe mich heute erst mal telefonisch bei der armen Arzthelferin entschuldigt... sie war auch sehr verständnisvoll etc.

weiß nicht, wie ich das überwinden soll - ich weiß ja, dass es notwendig ist. und ich weiß, dass es ja nur ein kleiner piecks ist, der gar nicht so weh tut, oder man den wenn man will mit einem emla pflaster betäuben kann...

hab ich nen psychischen knall und muss mich behandeln lassen ???

und gibt es eigentlich möglichkeiten die wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass die arzthelferin beim 1. mal gleich trifft? (habe venen, die man im normalfall gar nicht sehen kann)

ich glaube, dass ich mich soweit wieder hinbekomme, dass ich wieder da hingehe, aber dann im wartezimmer geht es immer schon los mit dem zittern und der angst. und wenn sie nicht beim 1. mal sofort trifft, haue ich immer ab ... :°(

habt ihr einen tipp für mich?

lg

t!in'tenf"isSchoerin


Wie´s der Zufall will

War ich grad beim Blutabnehmen (und hab deinen beitrag erst jetzt gesehen). Oh Mann, ich kenn das, schrecklich! Hab das prozedere jetzt 2 Monate vor mit hergeschoben, heute war der ALLERletzte Termin, bevor meine Überweisung (zum zweiten mal) ablief.

Ich mag Nadeln grundsätzlich nicht, aber da lass ich mir lieber zwei Impfungen geben als 1x Blut aus der Vene abzapfen *schüttel*. Das Gefühl, dass da die Nadel in die Vene eindringt und mir dann das Blut rausfließt...mir wird fast schon wieder schlecht. {:(

Ich hab´s jedenfalls so gemacht: Schon beim Reingehen gesagt, dass ich Angst habe und die Gefahr besteht, dass ich umkippe. Die Assistentin war aber so ´ne Forsche, die hat mich nicht bemitleidet, sondern einfach nur kompetent ihre Arbeit gemacht und dabei über den Frühlingsbeginn geredet, während ich gaaaanz woanders hingeschaut habe und ab und zu "mhm" gemacht hab. Das ging dann schon irgendwie (und eh recht schnell).

Aber Mensch, bin ich froh, dass es vorbei ist!

t-inteMnfisxcherin


noch was

@Schnuckipucky

hab ich nen psychischen knall

Nein, das denke ich nicht. Bei mir ist es auch so, dass der erste Versuch sitzen MUSS. Wenn das nicht der Fall ist, breche ich entweder in Tränen aus oder ich laufe weg. Leider kann ich Dir dahingehend keinen weiteren Tipp geben. Wie oben schon erwähnt, mir hilft es eigentlich ganz gut, wenn ich von Anfang an sage, dass ich große Angst habe und nicht versuche, das zu verheimlichen.

Da fällt mir noch was ein: Bei mir wurde mal ein CT gemacht. Als ich erfuhr, dass mir ein Kontrastmittel gespritzt wird, und man dieses beim Einlangen in den Körper spürt (!!!) bin ich völlig in Panik verfallen, zumal man da ja auch noch festgeschnallt ist. Konnte die Untersuchung nur mit Beruhigungstropfen überstehen.

Als durchgeknallt sehe ich mich trotzdem nicht. Oder sollte ich? :=o :-/

SwchnuKck-ipucxky


Naja, so wirklich normal ist ja so eine Reaktion nicht, denke ich zumindest.

Bei mir ist es auch so, dass der erste Versuch sitzen MUSS.

Das Problem daran ist doch, dass es anscheinend - bei mir zumindest - kaum möglich ist, beim ersten Versuch zu treffen (ohne Nachprökeln).

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass fast jede Arzthelferin der Meinung ist, dass sie auf jeden Fall treffen wird und "alles nicht so schlimm ist". Und am Ende treffen sie dann ja doch nicht. Das ist für mich ziemlich frustrierend. Ich sage jedes Mal, dass ich damit ein Problem habe und sie sehen das eigentlich auch an meinem Verhalten, wenn ich in den Behandlungsraum komme und ich habe das Gefühl, dass die Arzthelferinnen der Meinung sind, wenn sie mich nur schnell genug "abfertigen" sei es nicht so belastend für mich, aber genau das Gegenteil passiert, weil sie sich anscheinend so beeilen, dass sie die Vene vorher vielleicht nicht richtig ertasten können oder weil ich so zittere, dass sie nicht treffen können, sie sich aber nicht trauen wenigstens den arm ein bisschen fest zu halten. Aber ich kann doch der Artzhelferin nicht vorschreiben, wie sie ihre Arbeit zu tun hat ... Geschweige denn dass sie a) zeit dazu hätten und b) ich in der lage wäre genau zu sagen, wie ich mir das mit der blutabnahme vorstelle.

Es wäre ja alles nicht so schlimm, wenn ich wüsste, dass ich da jetzt halt noch 1X irgendwie durch muss und dann gut. Ich weiß, dass es von Fehlversuch zu Fehlversuch bei mir schlimmer wird und ich weiß leider auch, dass ich regelmäßig (2-3X im jahr) erfolgreich antreten muss.

schönen abend noch.

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