» »

Depersonalisation. Bitte dringend um Antworten!

Myi!ladyx78 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Leider konnte mir kein Arzt genau erklären, ob meine Symptome nun in meiner "Depression" normal sind oder nicht, deswegen hoffe ich sehr, hier nun doch noch ein paar Antworten finden zu können. Habe zwar vor ein paar Tagen schon hier gepostet, habe aber ledier kaum Antworten zu meinern Fragen bekommen, was in mir schon die Angst aufkommen ließ, dass ich so gut wie alleine mit diesem Problem dastehe.

Wer von Euch kennt die Depersonalisation, hat sie vielleicht schon erlebt, oder erlebt sie noch? Ich bin echt verzweifelt. Mit der Depression kann ich ja noch einigermaßen umgehen, aber IMMER (!!!) das Gefühl zu haben, wie ein ferngesteuerter Roboter durch die Gegend zu laufen ist echt nicht mehr zu ertragen.

Ich fühle mich wie Augen ohne Körper, in meinem Kopf ist nichts los, fühle mich losgelöst, als würde ich gar nicht wirklich existieren, habe keinerlei Gefühlsregungen in mir, ich komme mir unendlich fremd vor und habe keinerlei Zugang zu mir, in keinster Weise.

Es würde mich schon sehr beruhigen, wenn ich hier vielleicht mit jemanden darüber "reden" könnte, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat/macht, da es mich wirklich verzeifeln lässt. Bitte!

Dazu wäre vielleicht zu erwähnen, dass es erst so extrem ausgeprägt ist (hatte es schon vorher, aber nicht so stark), seitdem ich die Medis nehme und es auch als Nebenwirkung von Citalopram/Cipralex angegeben ist (allerdings sehr selten), welche ich beide schon bekommen habe, bzw. Cipralex noch (in Höchstdosis seit gestern) bekomme.

Es wäre lieb, hier etwas mehr zu diesem Thema zu erfahren, bin echt am Ende!

LG

Susanne

Antworten
L<upo104x9


Milady, ich kann leider zu diesem Thema speziell nicht mit eigenen Erfahrungen dienen, habe Dir aber in dem anderen Faden etwas dazu geschrieben.

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/287648/]]

Kann mir wirklich vorstellen, dass Dein Medikamentencocktail da nicht ganz schuldlos ist, zumal die Depersonalisation ja erst nach oder mit der Medi-Einnahme aufgetreten ist.

Viele Grüsse

Lupo

M:iload[yx78


Also,

Wie gesagt, ich hatte das auch schon vorher, jedoch nicht so ausgeprägt, ach ja, und seit heute nehme ich wieder Zeldox weiter, da das Seroquel mich noch mehr runtergezogen hat.

jetzt muss ich doch mal so gut es geht nachdenken.

Am 23.09.2006 war ich beim Neurologen, der hat mir Citalopram und Mianserin in einer sehr geringen Dosis verschrieben (jeweils 10 mg).

Citalopram wurde bis auf 30 mg erhöht. Zwischendurch ging es mir ein wenig besser, aber dann kamen die Angstzustände ganz extrem hervor, deswegen bin ich am 26.10.2006 in die Klinik gegangen. Citalopram bekam ich weiter, das Mianserin wurde abgesetzt und anstattdessen bekam ich Remergil, zusätzlich 2x am Tag Tavor und zum Schlafen eine Eunerpan. Das ging dann gut 3 1/2 Wochen, bis ich am 20.11.2006 auf die Psychotherapiestation wechselte. Seit dem 30.11.2006 wurde das Citalopram abgesetzt und durch Cipralex ersetzt, welches ich seit gestern in Höchstdosis (20 mg) einnehme. Ab dem 07.12.2006 bekam ich dann das Zeldox und seit 2 Wochen noch zusätzlich Zop zum Schlafen. Somit bin ich am Tag bei der im anderen Text aufgeführten "aktuellen" Dosierung. (Cipralex 20 mg, Zeldox 40 mg, Zop 7,5 mg, Eunerpan 25 mg, Remergil 30 mg).

Ich glaub bei mir wurd ziemlich viel gewechselt, vielleciht spielt das alles wirklich eine Rolle, keine Ahnung, jedoch ist es echt ätzend!

LG

Susanne

LCupo0x49


Bin ja weder Arzt noch Apotheker, aber von der Erfahrung her und natürlich abhängig vom Krankheitsbild wird normalerweise entweder mit einem Antidepressiva oder mit einem Neuroleptika oder mit Beruhigungs- oder Schlafmittel behandelt.

Natürlich gibt es Kombinationen, wenn z.B. ein SSRI den Antrieb so steigert, dass es Schlafprobleme gibt, wird abends ein eher sedierendes (trizyklisches) AD hinzugegeben, oder evtl. ein Schlafmittel. Aber doch nicht alles auf einmal - und dann noch in 2-facher Ausfertigung, welches Hirn soll da noch "durchblicken"... ?

Würde Dir wirklich empfehlen, das alles noch einmal mit einem guten Neurologen/Psychiater zu überdenken und zu besprechen.

Viele Grüsse

Lupo

dPodowfienWchexn


Ich muß Lupo zustimmen

Auch ich bin kein Arzt oder Apotheker, aber mit einem bißchen gesunden Menschenverstand kann man sich nur vor den Kopf schlagen!

Welche Deppen von Ärzten sind denn da zu Gange?

LoosW*ochoxs


Hallo susanne!

Wenn ich dienen Beitrag so lese kann ich mich teils selbst wieder darin finden.

Ich hatte das selbe problem,nahm damals auch cipralex.

Ich hatte ein halbes Jahr lang Depersonalisation und manchmal war es so arg dass ich es gar nicht mehr aushielt.alles kam mir irreal vor...ein gefühl sich innerlich zu fragen...bin ich wirklich wach?es war ein gefühl wie wenn ich alles vor mir auf einer leinwand sehe und ich irgendwie herrausgehoben wäre...

paradoxerweise hat mir nur eins geholfen,nicht mehr gegen diesen zustand anzukämpfen sondern ihn zu akzeptieren.

wie gehts dir im moment?

lg los

h"ilflorser_maxnn


hallo milady 78

wurdest du nach 3 jahren erfolgreich behandelt ? wenn ja, welche medis haben dir geholfen ?Wie geht es dir im moment.Bitte um rückmeldung, ich binn selber davon seid 11 jahren betroffen. Vor 1 woche hatte ich vom artzt seroquel 100Mg bekommen, dannach gigs mir noch schlechter, ich habe das gefühl bald mich selber zu verlieren (zu sterben) weil ich mich nicht mehr dagegen währen kann. Bitte melde dich bitte !!!!!!!!!

h8ilf<loser_mxann


es ist sooo schlimm bitte meldet euch Bitte !!!!!!!!!

als ob ich mich aus mir entferne und aus der umgebung,

als ob ich ins unendliche leere falle oder fliege!

dabei verkrampfe ich mich extra, damit ich mich dagegen währen kann oder ich schlage mein kopf ihrgentwohinn

DAs hab ich seit ich 13 jahre alt binn, heute binn ich 24,

doch ich hab das immer noch. ich hab das gefühl wenn ich sterbe,

werde ich mich als seele so grausam hilflos fühlen. Mit 13 jahren hatte ich joint geraucht,

und in der klasse binn ich aus mir geflogen, hab dann angefangen zu schreien,

es ist so schwer das zu erklären!!! Heeelp !!!!!!

S-chlumpmfin:e-HSamxburg


Solche Symptome können auch nach Drogenkonsum (->Joint) auftreten, da sie das Gehirn langfristig schädigen können. Hattest Du die Symptome schon vor dem Joint?

Ich wurde stationär gehen in ein Fachkrankenhaus. Die Medis sind zuviel durcheinander - das geht besser. Ich weiß, wovon ich schreibe, da ich gerade gestern meine Berechtigung auf einen Schwerbehindertenausweis bekommen habe aufgrund mehrerer psychischer Diagnosen.

Medikamente empfehlen würde ich nie, die wirken bei jedem anders.

e|x-pNsycxho


Ich selber kenne die geschilderte Symptomatik nur zu gut, ich hab das auch mal durchmachen müssen nachdem ich es mit verschiedenen Drogen ein wenig übertrieben hab.

Knapp 1 Monat lang hat mich das Gefühl begleitet als ob ich gar nicht richtig da währe, als ob ich irgendwie in einem Traum bin. Wenn ich mit Leuten geredet hab hab ich dabei nichts gedacht, mein Kopf war oft absolut leer von Gedanken, alles lief automatisch ab ohne das ich dazu etwas bewusst denken müsste. Ich wusste nur das etwas nicht stimmt, dass etwas nicht so ist wie es früher war, dass ich nicht der Selbe wie früher war. Es hat sich angefühlt als ob mein Gehirn die Leistung stark heruntergefahren hat, quasi wie im Stand By Modus.

Ich lese hier oft das man es akzeptieren muss, dieses Gefühl. Das hab ich nicht getan. Ich hab mich stattdessen konzentriert, ich hab versucht mich zu erinnern wer ich früher war und was mich ausmacht und ich hab mir selbst klar gemacht das ich etwas dagegen machen muss.

Zum Arzt gehen wollte ich nicht, weil mir klar war das die komplexen neurologischen Zusammenhänge die mit den Symptomen ´verknüpft sind sowieso nicht vollständig verstanden sind, sodass durch medikamentöse Eingriffe die Biochemie im Gehirn nur noch weiter durcheinander gebracht werden kann.

Ich hab versucht das Problem der DP bzw DR zu analysieren und hab festgestellt das es vor allem etwas mit der Konzentration zu tun hat.

Also hab ich angefangen Konzentrationsübungen und Brain Jogging zu machen. Ich meine damit ich hab mich angestrengt meine Umwelt bewusst wahrzunehmen und nebenbei bewusst zu denken. Hab ich z.B. Regen gesehen hab ich über die physikalischen Gesetzmäßigkeiten der Hydrodynamik nachgedacht.

Zusätzlich hab ich meine mentalen Fähigkeiten mit diversen mathematischen Aufgaben trainiert. Wenn das Gehirn bei einer Depersonalisation oder Derealisation tatsächlich im Stand By Modus ist, dann muss man es fordern. Man muss es mit sowas dazu zwingen die Leistung wieder hochzufahren. Und tatsächlich meine Gefühle der Entfremdung reduzierten sich immer mehr. Nach ca 1,5 Monaten waren keine nennenswerten Differenzen mehr zu meinen früheren Ich zu finden.

Ich empfehle Personen welche an DR oder DP leiden, einfach mal zu versuchen das Gehirn durchGeistes übungen wieder zu "reaktivieren".

Viel Glück an alle welche dadrunter leiden, Ihr habt es selber in der Hand wie lange euer Leidensweg ist.

Sainnestxäter


Hallo ex-psycho,

ich teile deine Beobachtungen, vielleicht mit der einen Ausnahme, daß ich nicht von "Standby-Modus", also von zu niedriger Aktivität sprechen würde, sondern eher von zu hoher, aber nicht zielgerichteter Aktivität.

Wenn ich ein Bild davon malen müßte, sähe es etwa so aus: Ein dunkler Raum, und der Mensch darin mit einer Taschenlampe. Wenn er seine Aufmerksamkeit auf etwas lenkt, bewegt er die Taschenlampe, und produziert am gewünschten Ort einen Lichtkegel.

Im Zustand der Derealisation aber ist die Lampe nicht dunkler, sondern heller...es fehlt ihr aber die Linse. Es gibt keinen Lichtkegel mehr, der ganze Raum ist schwach, diffus erleuchtet. Nicht mehr wenige starke, sondern Millionen schwacher Eindrücke, und das Hirn kann nicht mehr differenzieren und verarbeiten.

Aber wie auch immer man sich das selbst vorstellt, deine Schlußfolgerungen teile ich. Es hilft, sich ständig bewußt zu fokussieren, eine neue Linse zu erzeugen.

Das kann man auf kognitive Weise tun, indem man Matheaufgaben löst, programmiert, einen Forenbeitrag schreibt (;-D), aber genausogut auch durch körperliche Arbeit, bei der man nicht allzu viel denken, dafür aber mehr machen muß. Auch kurzzeitige, extreme körperliche Belastung hilft.

Im Prinzip fast egal was man tut, Hauptsache man tut es, und fokussiert sich darauf, lenkt seine Aufmerksamkeit bewußt genau auf das, was man tut.

Aber das hier

Ihr habt es selber in der Hand wie lange euer Leidensweg ist

empfinde ich ziemlich zynisch. Sei froh, daß du es so einfach losgeworden bist ;-)

SPumStum8x6


Hallo zusammen, ich habe die Depersonalisation seit ca. 4 Jahren. Auslöser waren bei mir Veränderungen im Privatleben und eine unglückliche Beziehung. Die Depersonalisation kommt ja meistens nicht einfach so, sondern wird durch ein Erlebnis o.ä. ausgelöst. Meine Therapeutin meinte, dass es bei mir ein Schutzmechanismus ist um nichts und niemanden an mich ranzulassen. Ich habe mich somit selbst 'in Watte gepackt', damit ich nichts mehr richtig spüren und fühlen muss.

k7evin1x80


Hallo zusammen,

entschuldigt die fehlende groß und kleinschreibung. so geht es einfach schneller.

zuerst einmal bin ich froh nachdem ich 12 jahre lang darunter leide (das leider 24 h am tag) und da nie heraus gekommen bin das es solche Foren gibt wie dieses hier. Bis vor tagen ging ich davon aus das ich auf der welt der einzige bin der unter so etwas leidet. Ich war leider bei zig ärzten schon als es Anfing, leider ohne Erfolg.Nachdem ich nun eher aus langeweile dann "alles unwirklich" in google eingegeben hatte konnte ich es kaum glauben. noch nichtmal ein arzt konnte nur den namen dafür benennen. jetzt zu lesen wieviele davon betroffen sind ist toll. bei mir begann es damals mit 17 und das auf einen schlag. ich musste mich zunächst erstmal hinlegen und bleib dann cirka drei tage im bett. zu der zeit habe ich auch leider regelmäßig gekifft. Trotz ununterbrochenem dp führe ich ein normales leben obwohl ich nach 12 jahren immernoch sehr darunter leide. mein studium musste ich leider schmeißen da ich damals dank neuroleptika total weg war. das war die schlimmste zeit meines lebens. Nach 12 Jahren werde ich mich nun erstmals direkt diesem Problem widmen. Ich konnte es kaum fassen. nachdem ich 12 jahre glaubte ich wäre der einzige mit einem nicht erforschtem syndrom hab ich herausgefunden das es an der uni mainz sogar eine spezialsprechstunde zu dem thema gibt. unfassbar !!! scheinbar kommen die leute dort von weit her !!! noch ist mir nicht geholfen aber es ist so schön zu wissen das man nicht allein an einer kompett unerforschten krankheit leidet. der termin habe ich nun am 2.11. mit dem zuständigen arzt habe ich heute bereits telefoniert und er meinte da könnte man gut was machen. unglaublich, das erste mal seit 12 jahren das ein arzt weiß wovon ich rede. auch bei 2 stationären therapien bin ich nur auf unverständnis gestoßen. ich möchste euch auf jeden fall mut machen. ich pack die sache jetzt richtig an. und lasst euch nicht so wie ich eine andere diagnose stellen wenn es nicht so ist. mir wurde gar eine schizophrenie bescheinigt. kann es nun kaum erwarten endlich mit jemand zu reden der damit erfahrung hat.... packt die sache richtig an... immerhin hat das kind einen namen, ich glaube wo es bei mir begann (1998) war das noch nichtmal bekannt...... das ist für mich die einzige erklärung warum selbst nervenärzte unverständnis zeigten...

SJumS}um8x6


@ Kevin180:

Was genau machst du dann jetzt dagegen bzw. wie gehst du das Ganze an?

kSevinn18x0


Wie genau das nun abläuft weiß ich leider nicht. der doc sprach von einem kennenlerntermin und dann 3 weiteren zur Behandlung. Er hat mir übrigens auch ein Buch dazu empfohlen (in engl. Sprache). Das faszinierende ist in dem Buch geht es genau darum. Overcoming-Depersonalization-Feelings-Unreality-Anthony

Als ich vor zwölf Jahren von Arzt zu Arzt gerannt bin konnte man mir noch nichtmal einen Namen dafür sagen. Wie gesagt was der Doc genau mit mir macht kann ich nicht sagen. Schön allein war nur schon das Telefongespräch. Endlich mal einen Arzt zu erleben der genau weiß wovon man spricht.

SUM SUM 86 wie ist es bei dir ? Auch permanent oder geht es zeitweise weg ? mit welchem Alter fing es bei dir an ? Ich habe in anderen Foren gelesen das es häufig mit 17 kommt. War bei mir genauso.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH