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Sychosomatischer Reizmagen mit AD behandeln?

jtuli(67 hat die Diskussion gestartet


Hallo,ich hab schon im Magen_Darm Forum gepostet wegen meinem Reizmagen.Ich hab von meinem Arzt Tavor bekommen,kennt sich jemand damit aus,oder hat Erfahrung mit Medikamenten die bei psychosomatischer Übelkeit eingesetzt werden?Ich meine jetzt aber nicht MCP,Domperidon oder so.Ich hatte schon sämtliche Mittel für den Magen,aber wirklich geholfen hat nichts.Mein Gastroenterologe hat gesagt,dass mein Magen ok ist,er empfahl mir ein "leichtes" Antidepressivum.Ich hatte auch schon einige,z.B.Citalopram,Doxepin und Opipramol.Hat jemand von Euch vielleicht einen Tip was es noch geben könnte?LG

Antworten
L#upo0x49


Ich hab von meinem Arzt Tavor bekommen, kennt sich jemand damit aus, oder hat Erfahrung mit Medikamenten die bei psychosomatischer Übelkeit eingesetzt werden?

Tavor ist ein Benzodiazepin, ein starkes Beruhigungsmittel, dass für eine Dauerbehandlung ziemlich ungegeignet ist, da es abhängig macht (psychisch und körperlich).

er empfahl mir ein "leichtes" Antidepressivum.

Wenn es sowas überhaupt gibt.....

Du hattest ja schon verschiedene Wirkstoffarten.... Wie haben die gewirkt ?

Viele Grüsse

Lupo

j5ul_i6x7


Hallo Lupo

erst mal Danke für Deine Antwort.Mit "leichtem" Antidepressivum meinte mein Gastro,Insidon(Opipramol).Der Effekt war gleich null,beim Trimipramin hab ich etliche Nebenwirkungen gehabt.Das allerschärfste aber war Citalopram,da war mir noch mehr übel wie vorher,und dann hab ich beim Autofahren eine Panickattacke bekommen,sowas hab ich noch nie erlebt,ich hab keine Luft mehr gekriegt,mir haben die Beine gezittert und die Hände,ich konnt grad noch rechts ranfahren.Ich musste die Dinger sofort absetzten.Danach hatte ich erst mal eine Weile echt die Schnauze voll.Leider sind die Beschwerden aber geblieben,vor allem das nächtliche aufwachen mit Übelkeit,und so hat mir mein HA Tavor gegeben,aber nur für sieben Tage,und danach muss man sich was anderes einfallen lassen.Ich hab am Donnerstag einen Termin bei meinem Psychologen,der muss mir was anderes geben,denn so gehts nicht weiter.Es gibt Millionen Medikamente auf der Welt,da wird doch wohl eins dabei sein,das psychische Übelkeit bekämpft.Jedenfalls tut es sehr gut,dass man sich hier austauschen kann und nicht so alleine ist mit seinem Problem @:)

yMohi$mbe


Hallo

Ich habe auch psychosomatische Magenprobleme...bei mir äusert sich das mit Reflux und Atemproblemen.

Ich nehme momentan 250mg Trazodon und 4mg Edronax und habe den Auslöser (Liebeskummer) bei den Teufel gejagt.

Jetzt fühl ich mich so gut wie nie zuvor---Zeit sich neu zu verlieben ;-)))

j!uli6x7


@yohimbe

Herzlichen Glückwunsch,ich freue mich über jeden,dem es besser oder gut geht.Ach wenns doch so einfach wär alle seine Probleme zum Teufel zu jagen,dann gings einigen hier besser.Auf jeden Fall danke ich Dir sehr für Deinen Beitrag und wünsch Dir alles Gute.Ach ja,ich wünsch Dir noch viel Glück beim neu verlieben :)*

Luupo0x49


@ juli67

Das allerschärfste aber war Citalopram, da war mir noch mehr übel wie vorher

Citalopram ist ein SSRI, also wenn er etwas aus der gleichen Wirkstoffgruppe vorschlägt (Paroxetin, Fluoxetin usw.), kannst Du gleich abwinken, zumal es eher antriebssteigernd wirkt.

und so hat mir mein HA Tavor gegeben, aber nur für sieben Tage, und danach muss man sich was anderes einfallen lassen.

Das ist sehr vernünftig und unbedingt einzuhalten.

Es gibt Millionen Medikamente auf der Welt, da wird doch wohl eins dabei sein, das psychische Übelkeit bekämpft.

Am dauerhaftesten ist halt immer noch die psychische Besserung / Gesundung.... (schlauer Spruch, gell?).

Viele Grüsse

Lupo

jLuli6x7


@Lupo

Nein,Du hast ja recht,und ich bin auch dabei etwas zu tun.Leider wird es Frühjahr werden,bis wir endlich intensiv mit einer Therapie anfangen können.Ich bin zwar schon ein Weilchen bei meinem Psychologen,aber der war letztes Jahr so voll mit Terminen,dass es nicht geklappt hat.Ich bin auch nur durch Glück bei Ihm reingekommen,er hat den Ruf bei uns im Umkreis der beste zu sein.Leider konnte er mir halt momentan auch nur so helfen,dass wir verschiedenes an Medikamenten ausprobiert haben.Aber diese ständige Übelkeit macht mich total fertig,wie Du Dir denken kannst,hab ich Haushalt und Kinder,und manchmal denk ich,ich pack das nicht mehr.Übrigens,das Tavor hab ich mich nicht getraut zu nehmen,ist das jetzt dumm oder richtig? @:)

y+odhimbxe


@juli

naja einfach war das überhaupt nicht...mir gings 4 Jahre besch... und von der ganzen Grübelei (das dürfte bei dir auch der Fall sein,oder??) sind noch ganz andere psychosomatische Probleme aufgetreten.

Manchmal ist es gar nicht so leicht das Hauptproblem zu finden...man redet sich sehr oft alles negativ und macht dann Dinge für seine körperlichen Beschwerden verantwortlich,dei es gar nicht sind,

Trazodon ist übrigens ein sedierendes AD,sorgt jedenfalls für keinerlei Gewichtszunahme(wie z.B. Remergil) und wirkt sich auch nicht negativ auf die Libido aus.

Is ja auch was wert.

Gkras--Halxm


Wegen dem Tavor - ich habe was ähnliches, Bromazepam - auch ein Benzodiazepin- und es ist das einzige Medikament, das mir gegen die (psychosomatische) Übelkeit hilft. Antidepressiva/Neuroleptika/etc. haben allesamt nicht geholfen, ebenso wenig wie Therapie.

Ich bekam Bromazepam (bzw. ich liess es mir geben) und boah, das Zeug hat geholfen. Ja, leider hat es das und leider tut es das immer noch.

Rate mal, wieso ich es, obwohl ich von der Abhängigkeitsgefahr WEISS und immer WUSSTE, schon seit September nehme??

weil ich psychisch abhängig bin von dem Zeug. Körperlich schramme ich immer knapp an ner Abhängigkeit vorbei, weil ich ab und an Pausen mache....aber auf Dauer kann das nicht so weitergehen. Weil - kontrollieren kann man das nicht wirklich. :-

Zu Beginn war meine Devise: "Ach, nur diese eine Packung, und nur weil ich Wohnungen suchen muss!" (das fiel mir schwer mir der Übelkeit)

ich fand ne Wohnung - und brauchte noch mehr. Liess mir mehr verschreiben.....

Wenn man einmal gemerkt hat, wie gut das ZEug helfen kann, will man bzw. bei mir wars so - es immer wieder nehmen, entgegen jeder Vernunft.... :-

jYuslix67


@Gras-Halm

Dir auch erst mal lieben Dank für Dein Posting.Ja,ich bin sehr verunsichert wegen dem Tavor,weil ich weiss dass es abhängig macht.Aber dann denk ich wieder,sch........ was drauf,vielleicht gehts mir damit wirklich besser,und andererseits hab ich Muffe wegen der Abhängigkeit,ah,mein Kopf platzt bald von der Vielen Überlegerei.Morgen hab ich eh Termin bei meinem Psychologen,mal schauen was er dazu sagt,was er mir empfiehlt,weil ich hab die Tavor von meinem Hausarzt bekommen.Wenn ich mal fragen darf,wie geht es eigentlich Dir? @:)

j`ulGi6x7


@yohimbe

Ja,komisch,aber das Grübeln gehört auch zu meinem Alltag,egal was man macht.Und vom Gewicht brauchen wir mal glei gar net reden,ich hab jetzt fast ein Jahr mit verschiedenen AD hinter mir,und hab fast 30kg zugenommen,ist das nicht schön?Jetzt kämpf ich gegen mein Gewicht,denn ich hab vor zwei Wochen erfahren dass ich Diabetes TypII habe,und muss Gewicht reduzieren.Das ist doch alles ein Teufelskreis,eins kommt zum andern und so gehts munter weiter @:)

Lrup@o049


@ juli

Übrigens,das Tavor hab ich mich nicht getraut zu nehmen, ist das jetzt dumm oder richtig?

Ich finde es vernünftig. Bin der Meinung, dass so ein Medikament für absolute Notfälle (z.B. akute Angstzustände, Panikattacken) vorbehalten werden sollte und dann auch nur, wenn diese sporadisch auftreten - und nicht regelmässig und/oder andauernd.

Aber dann denk ich wieder, sch... was drauf, vielleicht gehts mir damit wirklich besser

Ganz sicher geht es Dir damit besser, aber was bedeutet das dann ? Wenn Du willst, dass es Dir dauerhaft besser geht (...und wer will das nicht ?), wirst du es auch dauerhaft (lebenslang ?) nehmen müssen - das ist die Logik. Es endet in einer psychischen und körperlichen Abhängikeit, mit der Konsequenz, dass es Dir ohne das Medi immer schlechter gehen wird und die Dosis ausserdem regelmässig erhöht werden muss.

Bei Antidepressiva ist das Prinzip übrigens das gleiche, nur dass die Abhängigkeit nicht so rasend schnell geht wie bei Benzos.

Letztendlich sollten Psychopharmka immer nur ein temporäres Hilfsmittel sein. Das wiederum setzt aber Perspektiven / Alternativen voraus, die zu einer dauerhaften Genesung / Heilung führen können.

Viele Grüsse

Lupo

j0uli6x7


@Lupo

erst mal schönen guten Morgen,

ich denke ich bin auf dem richtigen Weg zumindest was die AD's betrifft.Langfristig gesehen bin ich mir sicher,dass ich mit einer intensiven Therapie besser bedient bin.Es dauert ja auch nicht mehr so lange bis ich anfangen kann,und bis dahin schau ich,dass ich ohne was auskomm.Hattest oder nimmst Du irgendwelche Medis? @:)

L0up)o0z4x9


Hattest oder nimmst Du irgendwelche Medis?

Ich nahm - nach langem zögern - Paroxetin, was (nach anfänglicher Verschlechterung) so nach ca. 3 Wochen zu wirken begann und durch die Verbesserung der körperlichen Symptome (v.a. Schwindel) eine entscheidende Wendung in meiner Misere (hypochondrische Angststörung) herbeiführte. Ein erster Absetzversuch 5 Monate später (während einer psychosomatischen Reha...) scheiterte kläglich an starken Absetzsymptomen, die mangels Aufklärung die Angstspirale erneut in Gang setzten. Also nahm ich das Medi noch 1 weiteres Jahr, um es dann über einen Zeitraum von mehreren (8 !) Monaten ganz langsam auszuschleichen.

Über den ganzen Zeitraum (mehr als 2 Jahre) machte ich übrigens eine Verhaltenstherapie.

*:) Lupo

j ulix67


@Lupo

Oha,Dein Beitrag bestärkt mich immer mehr darin,dass ich s ohne Medis schaffen will.Mir wurde mal gesagt,dass meine psychosomatischen Probleme gekommen sind,weil ich vieles nicht verarbeitet hab,und gewisse Gefühle wie Wut,oder auch Hass,und Trauer in mich reingefressen hab.Wie geht es Dir mit der Verhaltenstherapie?Bringt sie Dir was?Ich glaube,dass man in einer Therapie auch Rückschläge hinnehmen muss,und das ist auch eine Angst von mir.Vielleicht "muss" ich dann was nehmen? @:)

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