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Wird auch psychisch Kranken Haushaltshilfe bezahlt?

IQn-BKog Ni&to hat die Diskussion gestartet


hallo,

ich versuche es kurz zu machen.

Meine Schwägerin leidet seit circa 9 Jahren an einer Bipolaren Störung.

Ich weiß, dass es mind. 10 Jahre dauern kann, bis man seine Krankheit akzeptiert, aber da sie sich die vergangen Jahren allen Therapieansätzen widersetzt hat (nie die Tabletten genommen, aus der Reha stiften gegangen etc..), ist sie mittlerweile an einem Punkt, den ich so gar nicht beschreiben kann....

seit November ist sie im BKH und nachdem die manische Phase (mit extremen Aggressionen und dementsprechender Fixierung) bis lange in den Winter gedauert hat, ist sie nun schon seit Monaten in einer Depri-Phase.

Das Kurzzeitgedächtnis ist nicht mehr funktionsfähig , auch die normale Kommunikation mit ihr ist nicht mehr möglich.

Aufgrund ihrer Aktivitäten in der manischen Phase (Exhibitionismus, Hausfriedensbruch und diverse monetäre Delikte) ist sie nun unter Vormundschaft ihres Mannes.

Dieser ist aber selbst schwer krank (Morbus Bechterew) und man kann sich vorstellen, dass wenn meine Schwägerin demnächst entlassen wird, die beiden Hilfe brauchen könnten.

Wir tun, was wir können, aber es geht um den Alltagskram, wie Haushalt, Einkaufen gehen.

Nun meine Frage (endlich, sorry):

stehen auch psychischd Kranken Haushaltshilfen zu?

Werden diese auch von Amt für Pflegeversicherungen übernommen?

Das frage ich jetzt einfach mal so,

danke,

Antworten
sqanji:.


Hi

Wenn ich es richtig verstehe, ist dine Schwägerin grad im Krankenhaus und soo entlassen werden ?

Ihr bzw der Mann kann sich erstens an den Sozialdienst ium Krankenhaus wenden! Dort können meines Erachtens auch solche Fragen beantwortet werden!

Es gib tkein Amt dür Pflegeversicherung! Alles was mit der Pflegeversicherung zu tun hat, dafür ist dann die Pflegekasse der jeweiligen Krankenkasse zuständig! Um Gelder aus der Pflegeversicherung zu bekommen, muss deine Schwägerin in einer Pflegestufe eingestuft worden sein!

dazu muss bei der Pflegekasse ein Antrag gestellt werden! Dann kommt ein Gutachter zu deiner Schwägerin und schaut, inwie weit deine Schwägerin pflegebedürftig ist.

Da kommt es dann darauf an, wobei deine Schwägerin Hilfe bedarf.....bei der Ernährung , bei der Mobilisatioin und bei der Körperpflege...... mindestens 45 mInuten davon müssen auf die Grundpflege entfallen......das heißt waschen, Zähneputzen etc......

Das erstmal zur Pflegeversicherung.......

Inwieweit deine Schägerin als psychisch kranke Person pflegebedürftig im Sinne des SGB XI ist, kann ich nicht beurteilen.....da habe ich auch wenig bis gar keine Erfahrung

Da könnte der Sozialdienst des Krankenhauses euch behilflich sein!

Lieben Gruss

nric;ewgomaxn


Soweit ich die Rechtslage kenne, wird eine Haushaltshilfe durch die Krankenkasse nur dann gestellt, wenn ein Kind im Haushalt unter 12 Jahren lebt (es sei denn, das Kind ist behindert) .

Nach dem SGB V können die Krankenkassen aber in ihrer Satzung auch anderes festlegen.

Sinnvoll also, einfach bei der Krankenkasse anrufen oder den SD im Krankenhaus um Hilfe bitten, wie sanji schon schrieb.

Wenn deine Schwägerin in den von sanji beschrieben Pflegeverrichtungen keine Hilfe benötigt, sich also selber wäscht, anzieht usw. ist die Einstufung in die Pflegeversicherung schwierig, die berücksichtigen psychische Probleme kaum oder gar nicht.

Einen Antrag auf Einstufung sollte ihr Mann als Betreuer auf jeden Fall stellen.

Ifn-RKog@ Nitxo


Hi,

ich hatte ja schon mal von meiner Schwägerin berichtet.

Leider hat sich bei ihr auch nach monatelangem Krankenhausaufenthalt nicht viel getan;

okay - sie greift die Leute nicht mehr, hält mit ihren Verbalattacken zurück und muß nicht mehr fixiert werden....

was schon ganz gut ist.

Auch darf sie stundenweise nach Hause, auch positiv.

Normale Kommunikation ist mit ihr aber nach wie vor nicht möglich und nun kam eine neue Variante dazu:

sie spricht nur noch im Infinitiv.....

Babysprache....

Das hört sich dann so an:

"nach Hause gehen.... jetzt"..... "will trinken...."

"schlafen will......" .....

uns ist die letzten Jahre aufgefallen, dass wenn Tabletten angefangen haben zu wirken, sich das bei ihr sofort auf das Sprachzentrum ausgewirkt hat, ihre Worte wurden schleppend, schwer verständlich etc...

Aber WAS sie nun sagt, ist voll verständlich, nur spricht sie eben Babysprache - mit allen Besuchern und den Ärzten.

Kann jemand was mit dieser Betroffenheit des Sprachzentrums was anfangen?

Ich weiß vom Studium her, dass das Gehirn selbst eigentlich keine organischen Schäden erleidet...

aber bei meiner Schwägerin habe ich immer den Eindruck, die hardware ist durch die jahrelange Krankheit auch betroffen....

Was meint Ihr dazu?

Freue mich über jeden Einblick!!

n1icEewomaxn


Kann jemand was mit dieser Betroffenheit des Sprachzentrums was anfangen?

ich jedenfalls nicht, da 0-Ahnung von dieser Materie.

uns ist die letzten Jahre aufgefallen, dass wenn Tabletten angefangen haben zu wirken, sich das bei ihr sofort auf das Sprachzentrum ausgewirkt hat, ihre Worte wurden schleppend, schwer verständlich etc...

Siehst du denn einen Zusammenhang zwischen den Medikamenten und der Rückentwicklung der Sprache?

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