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Juleys Chaosfaden

mHori.


Ich kaufe ja nicht die Katze im Sack 

Juley, du kannst dir vorher nie zu 100% sicher sein, ob die Klinik, in die du gehen wirst, dir auf jeden Fall helfen wird. Aber es liegt auch an einem selbst. Ich bin einfach in die Klinik gegangen, die mir meine Krankenkasse genannt hat, bei der eben zum nächsten Zeitpunkt ein Platz frei war und ich habe mir gar keine Gedanken darum gemacht, ob das nun die beste Klinik ist oder nicht. Was macht eine Klinik denn zu einer guten? Ich denke, man kann in jeder weiterkommen, etwas erreichen und für sich mitnehmen.

Ich hatte insg. zwei Aufenthalte innerhalb von 13 Jahren, das zweite Mal vorrangig wegen meiner Darmerkrankung und ich wäre sogar wieder in die damalige Klinik gegangen, wollte aber gerne zu derselben Therapeutin, die inzwischen in eine andere Klinik gewechselt war und dorthin bin ich ihr dann gefolgt. Dort war es dann ebenso erfolgreich und gut wie in Klinik 1 und dort begann ich mich mit meiner PTBS auseinanderzusetzen und machte dann danach daheim ambulant die Traumatherapie. Daher würde ich mich nicht mit solchen Nebensächlichkeiten aufhalten, unbedingt die eine Klinik finden zu wollen. Eine der Kliniken, in der ich war, hatte ich dir auch mal genannt.

pbebb8y


Und wer sagt eigentlich, dass ich in der Klinik gehätschelt werde?!?

Da ich ja auch von Kopf streichen geredet hab...

Du schriebst vor deinem Klinikaufenthalt u.a.:

Mir geht es nicht gut, lasse mich morgen evtl in die Psychiatrie einweisen damit ich etwas zur Ruhe komme.

Ich bin so runter mit den Nerven, hoffe ich kann ab Sonntag entspannen.

das klingt nun nicht nach harter Therapie. ;-D sondern mehr nach Wellness-Urlaub.

Ist aber keine Kritik. Ich finde, eine Krisenintervention sollte dazu dienen, den Patienten zu stabilisieren. Da gibts halt wichtigeres als anspruchsvolle Therapien.

Was ich allerdings kritisiere ist, dass ein Patient 3 Wochen später (!!) wieder vor der Tür steht. (sofern du nun die nächsten Tage dorthin gehen solltest) - DAS ist ganz sicher nicht Sinn der Sache. Von einwöchigen Aufenthalten darf man sicher nicht zuviel erwarten, aber man sollte zumindest erwarten können, dass die Ärzte was dafür tun, dass der Patient nicht gleich wiederkommt.

Ich weiß nicht so Recht, was ich schreiben soll, weil ich das Gefühl habe, dass du immer den Weg des geringsten Widerstandes gehst. Ambulante Therapie: nö, keine Kraft für Suche, psychosomatische Klinik: muss man erst eine finden..., andere Psychiatrie aufsuchen: sind noch vieeel schlechter als die "Stamm-Psychiatrie".

Das Ding ist einfach, dass du nicht willst. Das ist nicht schlimm, weil jeder für sich selbst entscheiden muss, was er möchte. Wenn du deine einwöchigen Aufenthalte gut findest: ok.

Schade ist nur, dass du in meinen Augen leider unglaubwürdiger wirst. Alle Therapeuten anzurufen dauert nicht so lange und wenn man genügend Absagen hat, kann man nach dem Kostenerstattungsverfahren evtl. eine Therapie machen bei einem Therapeuten, der eigentlich nur Privatpatienten behandelt.

Aber dazu muss man halt aktiv werden.

J"ulexy


Guten Morgen!

Ich lebe noch... Bin aber noch ziemlich daneben vom Tavor. Das musste ich einfach nehmen letzte Nacht, obwohl ich es hasse. %:|

Mit der amb. Therapie warte ich jetzt erst mal, was die in der PIA sagen.

E"hemualiger Nuutzker (#o325731)


Ist für eigentlich mal aufgefallen das du immer auf irgendwas warten musst bevor du vermeintlich aktiv werden kannst?

Und ansonsten kann ich Mori nur zustimmen, du machst dich selber von Tag zu Tag unglsubwürdiger.

Ich habe selber seit Wochen schon das Gegühl das das hier der reinen Sufmerksamkeit und Seelenmassage für dich dient. Hilfe und Tipps das sich wirklich was ändert möchtest du dich nicht wirklich.

So kommt es mir jedenfalls seit Wochen vor. Alle tun und machen, zerbrechen dich den Kopf und vor dir kommt ein ja aber und ich hab keine Zeit weil "wichtige" Termine.

Nimm es mir nicht übel aber du selber sägst dir den Ast ab auf dem du sitzt ...

Ejhemal-iger NautzRer (@#325173x1)


Und der Beitrag von pebby trifft es auch ...

mds92


Ja, ich merke es auch zunehmend, dass man ins Leere schreibt. Juley, auf das Problem, dass du immer nur notfallmäßig behandelt und betreust wird, gehst du grundsätzlich nicht ein. Obwohl es von vielen Leuten, die dir helfen wollen, angesprochen wird.

Von dir kommt immer nur ein "ich kann nicht mehr" und dann wartest du einfach weiter.

S8unEfRloweur_x73


Schließe mich mori und Pebby an...

Auf den Punkt gebracht:

1. Du bist zu krank um Dinge aktiv in die Wege zu leiten. Da hilft aber eine Woche Psychiatrie nicht (und erzähle jetzt bitte nicht, dass Du in FÜNF Tagen dort uglaublich viel angehst. Vor dem Hintergrund nochmals die Frage: WAS wendest Du von den in der Therapie gelernten Dingen AKTIV an?!)

Also bleibt nur langfristiger Psychiatrieaufenthalt oder zurück ins betreute Wohnen. Bei dem Hilfe-, Ablennkungs- u. Unterstützungsbedarf den Du hast.

2. Du wechselst mal den Fokus von "mir geht's so schlecht und ich versinke darin" hin zu "okay, mir geht's schlecht, aber ich kann ALLEIN Strategie XYZ probieren und ich kann über Punkt XYZ mal anders nachdenken und ich kann Verhaltensweise XYZ mal ändern". Dazu gehört auch Therapeuten anrufen, Dich bzgl. Kostenerstattung zu informieren. Aber klar, Du weißt jetzt schon, dass es nix wird und Dich niemand nimmt und es eh frustrierend wird. Ja, die Situation ist ätzend, aber bundesweit schaffen es täglich Hunderte von Menschen, sich um einen Therapieplatz zu kümmern.

3. Du lässt alles so, wie es ist. Krise nach Krise, keinerlei Änderung. Wie lange Dein aktuelles Netz das mitmacht, ist fraglich.

WAS hält Dich davon ab, Dinge mal ANDERS anzugehen? Du bist Dir NICHT hilflos ausgeliefert und dieses "Wenn ich aufstehe, passiert etwas" hast DU in der Hand. Was ist mit Skills statt mit "etwas passiert"?!

WERDE AKTIV. Hör' auf, Dich versorgen zu lassen (das ist das, was Du machst: Notfallhilfe zulassen, aber nicht die eigentliche Arbeit machen. In Klinik & Reha flüchten und in besseren Momenten "Spaß haben" wollen. Ja, positive Aktivitäten sind wichtig und ein essentieller Bestandteil einer langfristigen Behandlung. Aber nicht der Hauptfokus.

Liste doch mal konkret auf (für Dich), wobei Du überall Hilfe brauchst. Von kleinsten banalen Dingen (Allagsbewältgung, Esseverhalten) bis hin zum Großen, der Traumabewältigung. Wobei Traumatherapie nicht funktioniert, solange jemand nur passiv konsumiert, statt aktiv an Dingen arbeitet und vermittelte Strategien einsetzt. Und egal wie mies die Kliniken und das betreute Wohnen waren: Ich glaube Dir nicht, dass Du NICHTS gelernt hast. Was ist denn mit den Gruppen in "Deiner" Psychiatrie?

Kurzum:

Das ist so kein Dauerzustand. Und wenn selber aktiv werden etc. nicht geht, dann gehörst Du wieder ins betreute Wohnen. Dann bist Du tatsächlich zu krank für diese Schritte, was dann aber wiederum einen eindeutigen Schritt nach sich zieht.

JVule?y


Ja... Danke ich denke darüber nach.

Muss wohl Montag in die Klinik, mein Betreuer hat mit meiner Ärztin gesprochen.

F2ix undS Foxxie


@ Juley:

Ich lese hier immer mit und es tut mir auch sehr Leid, wie es dir geht. :°_ :°_ :°_ :°_ Aber ich weiß nicht, was ich noch schreiben soll, denn alles wurde hier schon gesagt. Ich sehe es auch wie die Anderen: Du lehnst alles ab, wo du an dir arbeiten müsstest, erwartest nur Hilfe für einen kurzen Moment, wo es möglichst nicht ans Eingemachte geht. Selbst schaffst du es nicht, dir Hilfe zu holen, aber wenn das jemand für dich übernimmt, empfindest du es als persönlichen Angriff. Was soll man da noch schreiben, wenn du für alles 1000 Ausreden findest, warum das jetzt gerade nicht geht? ":/

Überlege mal selbst, wie viele Tage es dir wirklich gut ging, seitdem du aus der Einrichtung draußen bist. Jetzt hast du es noch selbst in der Hand, freiwillig in eine Klinik zu gehen. Wenn das so weitergeht, hast du es in naher Zukunft aber nicht mehr in der Hand!

Was ich auch nicht verstehe: Was zwingt dich im Mai zu diesem Treffen? Ich habe dir schon mal geschrieben, dass deine Eltern sich nicht mehr ändern werden. Sie müssen es auch gar nicht verstehen, warum du diesem Treffen fernbleibst. Mach dich nicht von deinen Eltern so abhängig, du bist erwachsen! Oder hast du Angst, dass sie dann nichts mehr mit dir zu tun haben wollen? Da willst du dich lieber der Situation mit dem Peiniger aussetzen? :-o :-X Dann besser gar kein Kontakt zu den Eltern mehr, als ein schlechter!

LG! @:)

plebRbxy


:)* Alles Gute.

Was ich gestern noch vergessen habe, zu schreiben. Ich finds gut, dass du unabhängig von allem versuchst deinen Alltag zu meistern. Einkaufen, Freunde treffen etc. :-)

Muss bei allem negativen auch mal gesagt werden.

Was sagt deine Ärztin denn? Will sie denn medikamentös nichts ändern? Oder wusste sie gar nicht so genau, wie es dir geht?

J4uleiy


Danke euch für alles @:)

@ pebby

Danke für das Lob |-o

Heute war ich mit meiner Oma und ihrer Freundin unterwegs, war schön.

Meine neue Ärztin kennt mich noch nicht so gut, war erst 1 mal bei ihr. Dann wurde sie krank.

Ich telefoniere später mal selbst mit der Station. Mal sehen, was die dazu sagen.

l8oveabxle<3


Ich habe nun immer alles aufmerksam mitgelesen und konnte nicht wirklich viel dazu schreiben. Muss den Anderen auch Recht geben, aber ich verstehe dich auch. Ich kenne die Situation in der du bist teilweise und verstehe deine Handlungen. Nur wie es alle schon schreiben, nur du kannst was ändern und nur auf dich solltest du dich verlassen, nicht auf andere.

Aber echt toll - wie es pebby schon schrieb - dass du deinen Alltag so meisterst! Das hätte ich vor einem Jahr nicht geschafft - denn heute ist mein Jahrestag ;-D :)^

JCul\ey


@:) :)* Super loveable!

Morgen der letzte anstrengende Termin. Muss in eine andere Stadt fahren zum Transfusionsmediziner. Da wird mir wieder eine Menge Blut genommen %:|

J#ule y


Ich gehe wohl Samstag in die Klinik. In "meine" Klinik. Mal sehen... %:|

m3o|rix.


Das ist dann wieder nur für eine Woche? :-/

Trotzdem alles Gute! :)* :)* :)*

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