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Juleys Chaosfaden

Sailbexr


Juley, es ist dein Faden, du darfst doch hier schreiben, was du magst und wie immer es dir auch geht!

Anscheinend darf man das eben nicht mehr, wie man in anderen Fäden (da fallen mir mindestens zwei oder drei ein) gesehen hat. :-(


Juley: Was für Konsequenzen befürchtest du denn konkret? So wie ich es verstanden habe, sind die Suizidgedanken besser (oder hat sich das wieder verschlechtert?), also was in Richtung Einweisung gegen deinen Willen sollte eigentlich nicht passieren können?

Ich würde übrigens bei den Kliniken, die dir empfohlen wurden, einfach mal unverbindlich für ein Vorgespräch hingehen (habe ich damals auch gemacht und mich nicht für die erste Klinik entschieden, da ich bei der 2. ein besseres Gefühl hatte). Lass dir die Station zeigen und das Therapiekonzept erklären. Stell Fragen. Ich weiss, dass man in grösseren/bekannteren Traumakliniken teilweise ziemliche Wartezeiten hat, muss aber natürlich nicht überall so sein.

Traumatherapie wird übrigens in diversen Kliniken auch in Intervallen angeboten; d.h. dass man für ein paar Wochen dort ist, Therapie macht (ich weiss nicht, ob sich das nur auf die Exposition bezieht oder man z. B. zuerst ein paar Wochen Stabilisierung macht und die Exposition in einem späteren Intervall), paar Wochen zurück nach Hause, dann wieder Exposition. Das hat auch den Vorteil, dass die Aufenthaltsdauer überschaubar bleibt.

Die wichtigste Phase - noch vor irgendwelchen Konfrontationen - dürfte sowieso die Stabilisierung sein. Also dass man all die Übungen wie z. B. Tresorübung, innerer sicherer Ort (oder Alternativen), Anti-Dissozations-Skills so gut wie möglich beherrscht. Alles andere wäre wohl eher schädlich; man sollte auch nicht vom 3-Meter-Brett springen, wenn man noch gar nicht schwimmen kann. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob du diejenige warst, die gesagt hat, dass sie mit dem inneren sicheren Ort gar nicht zurechtkommt? Da wird sich sicher irgendeine andere Lösung finden lassen. Solltest du Schwierigkeiten damit haben, dir was vorzustellen, also so einen sicheren Ort überhaupt vor deinem inneren Augen zu sehen, kann man ihn vielleicht auch nach aussen nehmen, zeichnerisch oder indem man irgendwelche Symbole aufstellt? Da müsste ich mal meine Therapeutin fragen, ob das geht. Ich weiss nur, dass es manchmal schwierig sein kann, überhaupt was zu "sehen" und dementsprechend sind solche Übungen dann kaum zu bewerkstelligen.

Sich behandlungsmässig ausschliesslich auf die Essstörung zu konzentrieren fände ich hingegen nicht so sinnvoll (hattest du, glaube ich, auch nicht vor?), da sie eher ein Symptom sein dürfte. Bringt nichts, wenn du dann zwar besser essen kannst, der SV-Druck dann aber wieder viel grösser wird, weil das Essen als "Ventil" fehlt. Möglicherweise wird das mit dem Essen auch von selbst etwas einfacher, wenn du die Traumatherapie angehst. Oder vielleicht dient die Essstörung auch als Schutz - wenn die so präsent ist, kümmert man sich eher darum als um andere Sachen.

Allenfalls wäre es auch hilfreich für dich, mal mit anderen Therapieansätzen zu arbeiten? DBT hattest du ja genug, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Hast du je mit Anteilen gearbeitet?

JCulxey


Danke euch @:) :)_

Ich mag aber momentan nicht schreiben... %:|

J.uluey


Doch, zu Silbers Beitrag möchte ich ein bisschen schreiben. Du hast Recht, ich habe Probleme mit dem inneren sicheren Ort. Aber noch mehr mit der Tresorübung. Dafür funktioniert bei mir die Bildschirmtechnik.

Und ich möchte, wenn ich in eine Klinik gehe, mich immer nur auf eins konzentrieren. Hab mal DBT & Esstherapie zusammen gemacht, und das ging gar nicht. Das ist viel zu viel. Ich möchte essenstechnisch stabil sein, wenn ich in die Traumatherapie gehe.

Und die Konsequenzen... Ich hab vor allem Angst davor, in ein "richtiges" Krankenhaus zu müssen. Wegen der Essgeschichte. Und auch etwas Angst vor einer Essklinik. Das war so Hölle damals. Beim Essen beobachtet werden und dann jeden Tag die Diskussion, ob ich nun wirklich meine 60% gegessen habe, oder nur 55% %:|

Was meinst du mit "Anteilen"? Sowas wie Teilearbeit? Das kenne ich ansatzweise aber nicht gut.

ä]pfpelch`exn


Beim Essen beobachtet werden und dann jeden Tag die Diskussion, ob ich nun wirklich meine 60% gegessen habe, oder nur 55% %:|

Also in der Klinik am Chiemsee steht gar nicht zur Debatte, wieviel du isst, also ob 60 oder 55%. Da wird nämlich 100% gegessen, vorgegebene Richtmenge, die für alle Patienten gilt, auf die man sich innerhalb einer Woche "hochisst".

Sonst fliegt man nämlich direkt in hohem Bogen wieder raus, durfte ich selbst fast erleben ;-) .

Ist für Dich jetzt wahrscheinlich nicht gerade beruhigend, aber ich denke mir halt auch, wenn, dann halt richtig? Und in der Realität isst man eben keine 55 oder 60%, sondern eben 100%.

P&almen1blatxt


Liebe Juley,

auch ich verfolge deinen Faden schon länger.... und denke, Jeder der hier schreibt oder liest bringt auch seine eigenen Themen mit hinein. Manchmal habe ich das Gefühl, ich kann lesen welche Laune der Mensch gerade hat der dir einen "Tipp" geben möchte....., deswegen, schaue welche Ideen dir helfen und verwerfe alle anderen ;-)

Was mir auffällt, ich erlebe dich "lebensfroher" und ausgeglichener wenn du in Aktion bist, damit meine ich, Freunde treffen..., shoppen und Co.. Vielleicht würde es dir helfen, wenn du dir irgendeine Aufagabe suchst die einfach mal völlig frei von deinen Themen ist.

Den Anspruch, erst die "Essgeschichte" in den "Griff zu bekommen" bevor du eine Traumatherapie machen kannst- erlebe ich ein wenig als Ausrede...., weil die eine Besonderheit mit der anderen ja eng in Verbindung steht. Manchmal hilft es auch dich Zeiten zum "Leiden" einzugestehen- einzuplanen" und den Rest des Tages sich es aber zu verbieten, bzw. sich andere Aufgaben zu suchen, was auch immer... und wenn man bei der Tafel Essen austeilt, Arbeit und Aufgaben gibt es genug.

(Alles meine subjektiven Gedanken ;-))

Einen schönen Tag euch Allen :)*

JBul,ey


Eine sinnvolle Tätigkeit finden ist schon angedacht, z. B. ehrenamtliche Arbeit, aber erst ca. Ende des Jahres.

JjuGley


Warten auf meinen Betreuer... Er kommt zu mir, da ich mich aufgrund des Sturms nicht aus dem Haus traue... %:|

JWul+ey


Er ist immer noch nicht da. Wegen irgendeinem Notfall. Ich hasse warten >:(

Sdilb+er


Essen: Wenn man Traumatherapie macht (also speziell in einer Traumaklinik), wird das normalerweise auch nicht mit anderen Themen kombiniert. Zumindest von dem, was ich gehört habe. Da würde man also am Trauma arbeiten (oder zuerst der Stabilisierung) und nicht nebenher noch am Essen oder sonstigen Baustellen.

Wie gesagt, ich hätte da eher Bedenken, dass du in einer Klinik zwar bzgl. Essen Fortschritte machst, es hinterher vielleicht zu Hause sogar schaffst, normal (ausreichend/"richtiges" Essen) zu essen, es dann aber zu anderen Problemen kommt, die eine Traumatherapie verhindern und um die du dich dann zwangsläufig zuerst kümmern musst.

Ich sehe das ein bisschen so: Stell dir einen Baum vor. Die Wurzeln sind die Kindheit. Wenn dort Traumata stattgefunden haben, sind die Wurzeln nicht so fest im Boden verankert, wie sie sein sollten, vielleicht sind sie auch krank. Der Baum wächst nun also zu normaler Grösse heran, aber wird immer wieder krank und je nach Wetter gerät er gar in Schieflage. Man schneidet an den Ästen rum (Behandlung der Symptome wie Essstörung etc.), das sieht dann zwar vorübergehend besser/gesünder aus, aber mit krankem Fundament ist es schwierig, gesund zu bleiben.

Was spricht denn dagegen, sich mal eine Klinik anzuschauen (unverbindlich)? Allenfalls mit deinem Betreuer zusammen? Da kannst du dann auch konkret nachfragen, wie das mit dem Essen gehandhabt wird.

Mit Anteilen meine ich Persönlichkeitsanteile (nicht Persönlichkeiten im Sinne einer dissoziativen Identitätsstörung, sondern nur Anteile). Da gibts verschiedene Modelle dazu. Ich weiss nicht, wie ich das sinnvoll erklären sollen. |-o

J8u[lexy


Kliniken würde ich mir schon anschauen, nur sind die alle so weit weg... Ich bezweifle, dass mein Betreuer das mit mir machen würde...

Gutes Beispiel mit dem Baum! :)^

Haben in der Kunstthera mal was mit nem Baum gemacht, das erinnert mich gerade daran!

So... War mit meinem Betreuer unterwegs, der hat mir nen ganzen Karton (!!!) Fresubin besorgt. Jetzt muss ich es nur noch trinken... :-/

S@unnflo$werx_73


"Ich werde abwarten"... "vielleicht"... "mal schauen was Person XYZ sagt"... Das ist AKTIV für DEINE Zukunft kämpfen?

Und auch wenn ich jetzt ggf. böse angefeindet werde: Es wäre sehr sinnvoll, den Boden für diese negative Verstärkung zu entziehen. Hier würde wohl jeder Mitschreibende Hilfe bieten, wenn sich bei Dir Veränderungsschritte abzeichnen würden und Du damit kämpfen würdest. Was Du machst, ist einfach nur Schilderungen Deines schlechten Befindens in en Raum zu werfen und bei jeglichem Vorschlag abzuwiegeln und zu relativieren.

Es liegt nur noch an Dir. Aber wenn Du was änderst, entfällt ja die negative Aufmerksamkeit für 1-Satz-Mirgehtesschlecht-Postings. Sorry, aber das ist einfach nur kontraproduktiv. Und wird bspw. in realen Behandlungen auch gezielt unterbunden.

Auf entsprechende Kritik bin ich eingestellt. Hatte ich eh per PN schon mehrfach bei dem Thema.

Und getrennte Behandlung ist nur begrenzt möglich. Man kann bei der Essstörung Traumathemen vermutlich nicht voll ausklammern. Und niemand wird eine Traumatherapie machen, wenn der Patient die Arbeit durch Hungern boykottiert.

Auffällig sind letztlich die extremen Symptomschwankungen... vor ganz kurzer Ziet noch mit Freunden Pizza essen und wenigstens Minimalernährung in Form von Sojamilch und Haerflocken. Jetzt schlagartig nichts mehr und die Klinik hat's doch eher schlimmer statt besser gemacht (dort war Fresubin böse, jetzt wird es als DIE Lösung gesehen. Also noch ein bisschen weniger Normalität... statt normalem Essen erst Haferflocken und jetzt sind wir bei Fresubin.)

J(ulexy


und die Klinik hat's doch eher schlimmer statt besser gemacht

Das stimmt allerdings... :-/

Und: Fresubin ist immer noch böse. Ich sehe es nicht als DIE Lösung. Ich weiß, dass es nicht gut ist, sich davon zu ernähren. Und ganz ehrlich: es schmeckt eklig. Aber was soll ich machen, er macht Druck, weil ich irgendwas zu mir nehmen muss. Ich versuche trotzdem immer mal wieder zu essen. Hab heute schon ein kleines bisschen gegessen.

Ich weiß ja selbst nicht, wie das so schnell jetzt wieder so weit kommen konnte. Früher hat es immer länger gedauert, bis ich so tief in die ES gerutscht bin.

Ich rede nächste Woche auf jeden Fall mit meiner Ärztin. Wenn ich es nicht mehr aushalten sollte mache ich diese Woche noch nen Notfalltermin.

ä2pfeFlchxen


Ich hatte solch eine vielleicht schon ähnliche Situation auch mal mit Sunflower *:) , aber ich finde, sie hat absolut recht. Hatte sie bei mir auch.

Deshalb kam hier ja auch vor ein paar Seiten mein Vorschlag, hier ein wenig runterzufahren, eben, weil ich dies in meinem Thread jetzt schon öfter erlebt habe und es nunmal schon effektiv ist. Zumindest ich empfand es so.

Klar, auf der einen Seite ist es ihr Thread und sie kann schreiben, was sie will, auf der anderen Seite ist es vielleicht sogar teilweise kontraproduktiv, was hier passiert.

Natürlich ist es schwer, es fällt ein Medium weg, auf dem man sich mitteilen kann, wie es in der Realität vielleicht nicht geht, aber ja, es fällt ein Medium weg. Und vielleicht überdenkt man dann mal, was man jetzt tun soll.

Ich kenne einfach beide Seiten. Ich verstehe auch die Argumente, dass man doch hier da sein muss usw., aber dann kommt man als TE auch gar nicht in die Position, dass man spürt, dass alles gerade so nicht weitergehen kann.

Ich habe heute nicht so gute Worte, aber Sunflower hat das schon ziemlich gut formuliert und ich schließe mich ihren wahren, wenn auch harten Worten an :)z .

Juley :)_ :)*

J#uleQy


Ja... Irgendwas in mir weiß ja, dass ihr Recht habt... :-/

p`e^bxby


Manchmal habe ich das Gefühl, ich kann lesen welche Laune der Mensch gerade hat der dir einen "Tipp" geben möchte.....,

Finde ich nun nicht fair den Leuten gegenüber, die sich hier die Zeit nehmen, um zu schreiben, während sie auch "angenehmeres" machen könnten. :(v

Und welche Laune soll man deiner Meinung nach haben, wenn man dabei zusehen muss, wie ein Mensch ins "Nichts" läuft?

SÄMTLICHE Reaktionen hier zeigen nur, dass den Mitschreibern Juley nicht egal ist. Deswegen geben sie eben auch wie du sagst "Tipps" - die nunmal nicht immer nur aus dadadeididu und Kopftätscheln bestehen.

deswegen, schaue welche Ideen dir helfen und verwerfe alle anderen ;-)

Genau, such dir das bequeme raus und vergiss alle anderen, die es gut mit dir meinen. Nein, natürlich NICHT.

Auf entsprechende Kritik bin ich eingestellt. Hatte ich eh per PN schon mehrfach bei dem Thema.

Total daneben, da deine Ratschläge und die Kritik immer sehr angebracht sind. Deswegen von meiner Seite aus mal eine positive Kritik - und öffentlich: weiter so und danke.

und an Juley: rein mit dem Fresubin. Sei einfach froh, dass du es hast. Ist keine Dauerlösung, aber wenn du dir mal keine Gedanken ums essen machen willst, sicher besser als gar nichts zu dir zu nehmen.

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