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Juleys Chaosfaden

H/eyxm


Aber genau das ist Ziel der DBT: sich mehr mit sich und seinen Befindlichkeiten zu beschäftigen.

Genau dieses unachtsame "Ich mach mal hier was, mal da was und dann für den und den was" ist Ursache, dass man Anspannung erst dann bemerkt, wenn man schon im Hochspannungsbereich ist und es quasi zu spät ist.

Man muss auf seine Befindlichkeiten achten, 24/7, um aufkommende Anspannung schon im Ansatz zu erkennen. Das ist Schritt 1.

Schritt 2 wäre der Anspannung was entgegenzusetzen - im weiteren Verlauf der Therapie auch erfolgreich entgegenzusetzen.

Ich finde, Schritt 1 klappt bei Juley doch recht gut: sie ist fähig die eigene Anspannung wahrzunehmen. Viele Borderliner wissen nicht mal, dass sie überhaupt angespannt sind.

An der Einsetzung von Skills kann man arbeiten - aber ich denke hier ist das Hauptproblem, dass Jules nie eine DBT durchgeziehen (konnte).

BPS sind sehr langwierig in der Therapie. Die meisten benötigen jahrelang Therapie, bevor sich was bessert. Meine Erfahrungen mitanderen Borderlinern zeigen: JJules liegt da durchaus im Durchschnitt.

Borderline ist nichts, wo man mal eine Therapie und eine DBT macht und danach geht es einen dauerhaft und langfristig besser.

Erhemaligecr Nut%zer (x#565974)


Irgendwie ist mir entgangen, dass Juley eine BPS hat. ":/

H@e%ym


:-o Hat sie nicht?!

E[hewmaligerp Nutz'er D(#5659x74)


Aber die DBT ist doch speziell für BPS-Patienten? Dachte ich zumindest. ":/

H8eKym


Ja, ist sie. :-/

JQulexy


An der Einsetzung von Skills kann man arbeiten - aber ich denke hier ist das Hauptproblem, dass Jules nie eine DBT durchgeziehen (konnte).

Eine hab ich durchgezogen. 2010. Stationär 3 Monate.

Meine anderen Versuche musste ich leider abbrechen.

Ja, ich hab ne BPS. @:)

H_eyxm


Nur Neugierde: Willst du eigentlich irgendwann noch mal eine DBT machen? @:)

JGuley


Ja evtl. Hab neulich mit der Stationsärztin darüber gesprochen. Aber zuerst muss ich die Sache mit dem Essen in den Griff bekommen.

mearLtinaxchen


Jetzt muß ich mich auch mal hier melden. :)z

Ich lese hier von Anfang an mit und kann nur mit dem Kopf schütteln liebe Juley.Ich schliese mich den Worten von SinaSoundso an da gibt es nichts hinzufügen.Auch möchte ich die Beiträge von mellimaus die sie geschrieben hat hervorheben,ich fand sie am Anfang ein bischen hart aber liebe mellimaus du hast vollkommen Recht hier.Sie schreibt ja auch nichts mehr dazu weil man hier glaube nicht helfen kann und wer sich nicht helfen lassen will muß leider so weiterleben. Eigentlich schade Juley denn du bist ein junger Mensch auch für dich könnte das Leben schön sein wenn man Hilfe will und die auch mal endlich ordentlich annehmen würde.

W&altr9aut1n93x3


Juley,wäre betreutes Wohnen nicht viel besser für dich :)_

Wenn ich das alles so lese :-o und mit dem Essen würde es auch klappen,vielleicht.

F~rau Er`dmäRnnchxen


So, jetzt schreibe ich dir dochmal was in diesem Faden. Ich habe nämlich auch so meine Zweifel, ob dir der Faden hilft. Ich mein, du bekommst hier Tipps und Anregungen... Dann schreibst du wie schlecht es dir geht und "dokumentierst" hier dein SVV und dein Nichtessen bzw. Wenigessen ":/

Schwierig. Ich kann übrigens einiges nachvollziehen, bin selber betroffen. Ich weiß, dass es manchmal schwierig bis unmöglich ist, etwas zu tun, wenn man ganz unten ist. Und auch den SVV Druck kenne ich leider sehr gut. Ich habe aber die Befürchtung, dass das ganze Geschreibe hier eher kontraproduktiv für dich ist. Ich denke ebenso wie einige andere, dass dir zur Zeit nur ein vernünftiger Klinikaufenthalt helfen kann. Egal ob du da Lust drauf hast oder nicht. Wenn du möchtest, dass es dir besser geht, dann muss du AKTIV etwas tun. Siehe auch:

Die Rundumbetreuung hatte ich lange genug, und was hat es mir gebracht? Nicht viel. Ich wollte nur eins: weg aus den Einrichtungen. Eigentlich müsste es mir jetzt besser gehen, hab mein Ziel erreicht: endlich wieder ein selbstbestimmtes Leben.

Und was mache ich draus? Nichts, ich baue nur Mist. Ich bin doch so ein Idiot >:( :°(

Du möchtest sicher nicht wieder monatelang in einer geschlossenen Einrichtung sein oder? Dann nimm besser jetzt in Angriff, freiwillig in die Klink und mit ganzer Kraft an dir arbeiten. Vermutlich wird es dir auch nur "ein wenig" helfen, die Erkrankung ist nunmal schwer - aber immernoch besser als nichts tun und sich in schädlichen Gedanken / Verhalten usw. zu suhlen und das dann auch noch auszuleben und es dann noch im Forum zu schreiben um Aufmerksamkeit zu bekommen. Es wird ein ewiger Kampf sein, aber bessern kann sich nur etwas, wenn du selbst DU SELBST auch etwas tust. Du kannst zu wer weiß wievielen Therapeuten, Ärzten, Betreuern gehen, die alle können dir nur helfen, wenn du selbst dazu bereit bist. Und nachdem ich hier so ziemlich den ganzen Faden gelesen habe, habe ich irgendwie das Gefühl, dass bei dir noch nicht genug Bereitschaft dazu besteht. Was mir auch aufgefallen ist: du hast ein ziemliches Netz um dich herum gespannt, alles Menschen die dir helfen möchten: Betreuer, Ärztin, Krisennotdienst, Klinik, Essberatung, auch der Faden hier im Forum. Viele Erkrankte können das garnicht.. Das ist also schonmal gut, aber viel wichtiger ist es jetzt, die angebotene Hilfe auch anzunehmen und die Menschen nicht nur "um dich rum tanzen zu lassen".

Hast du mal darüber nachgedacht, welchen Gewinn du aus der Krankheit ziehst? Diese Frage hat mir mal eine Therapeutin gestellt - und: wer wäre ich ohne die Erkrankung? Ich bin ganz schön ins Grübeln gekommen, was aber gut war....

Man muss auf seine Befindlichkeiten achten, 24/7, um aufkommende Anspannung schon im Ansatz zu erkennen. Das ist Schritt 1.

Da stimme ich zu, allerdings bin ich auch der Meinung (und so habe ich es selbst in der DBT erfahren), dass man auch noch andere Dinge tun sollte, aber dabei achtsam sein, wie die Stimmung ist und Anspannung rechtzeitig erkennen. Sich bewusst beschäftigen, sich etwas vornehmen und dann auch durchzuziehen. Sei es ein Spaziergang, Sport, malen usw. Zumindest war das bei mir in der ambulanten DBT so. Da musste ich immer am Vortag aufschreiben, welche Aktivitäten ich mir für den nächsten Tag vornehme und am nächsten Abend protokollieren, was ich davon gemacht habe. Wenn man sich den ganzen Tag komplett nur auf seine Stimmung konzentriert - puh, das führt dann doch zur nächsten Krise, weil man in Grübeleien verfällt ":/

Ich finde, Schritt 1 klappt bei Juley doch recht gut: sie ist fähig die eigene Anspannung wahrzunehmen. Viele Borderliner wissen nicht mal, dass sie überhaupt angespannt sind.

Das mag schon sein. Allerdings habe ich bei Juley das Gefühl, dass sie den ganzen Tag nur in sich hineinhört, wie es ihr gerade geht. Und da kommt man schnell wieder in die Anspannung. Ich zumindest.

An der Einsetzung von Skills kann man arbeiten - aber ich denke hier ist das Hauptproblem, dass Jules nie eine DBT durchgeziehen (konnte).

Borderline ist nichts, wo man mal eine Therapie und eine DBT macht und danach geht es einen dauerhaft und langfristig besser.

Nein, das wohl leider nicht. Man muss selbst dauerhaft das Erlernte immer wieder allein umsetzen. Schaffe ich leider auch nicht immer...

Ja evtl. Hab neulich mit der Stationsärztin darüber gesprochen. Aber zuerst muss ich die Sache mit dem Essen in den Griff bekommen.

Meinst du nicht, dass deine Essstörung nur ein Symptom der Borderlineerkrankung ist? Das ist ja auch in hohem Maße selbstschädigend. Ich habe zumindest auch Borderliner kennengelernt, deren Essstörung mit in die DBT eingeflossen ist. Ich glaube nicht, dass du das so trennen kannst. Ich habe eher die Befürchtung, wenn du in die Essklinik gehst und diese nicht auf Borderline spezialisiert ist bzw. die Borderlineerkrankung außen vor lässt... Naja wie soll ich sagen... Du schaffst es vielleicht dann deine Essstörung etwas besser in den Griff zu bekommen, greifst dann aber zu anderen schädigenden Methoden um dir selbst zu schaden... SVV z.B.

Das ist aber auch nur eine Vermutung von mir.

Und was die Medikamente betrifft... Du hast mal was von einem Cocktail aus elf verschiedenen Medikamenten geschrieben. Dass es dir damit nicht gut ging kann ich verstehen. Das war vermutlich etwas zuviel. Jetzt nimmst du nur Seroquel und das so wie ich das verstanden habe auch nicht regelmäßig. Ich möchte keine Medikamente anpreisen, aber ich bin immer noch der Meinung, vernünftig eingestellt können Medis eine gute Hilfe sein. Allerdings ist das auch wieder das Ding mit Hilfe annehmen können / wollen...

moart>ina0chen


Das ist ein guter Beitrag Frau Erdmännchen schliese mich den Worten an.Darf ich mal fragen was DBT heist ich kenn mich da echt nicht aus.

FFrau Erdmyänncxhen


Na klar ;-) Dialektisch-Behaviorale Therapie

Das ist eine spezielle Therapie für Borderline Patienten.

J6ulexy


Sorry, bin gerade ziemlich erledigt.

Zu Waltraut: ins betreute Wohnen gehe ich nie mehr!!

Zu Frau Erdmännchen: ich nehme auch noch Abilify, das nehme ich regelmäßig. Zum Rest kann ich gerade nix sagen. Sorry |-o

Nur so viel: ich habe glaube ich so nen Menschen wie meinen Betreuer nicht verdient. Er hat für alles so viel Verständnis. Dachte echt, dass ich heute Ärger bekomme, wegen so vielen Dingen die ich getan bzw. nicht getan habe (hätte was lesen sollen und so) aber er ist völlig cool geblieben und hat verstanden dass mir sowas im Moment sehr schwer fällt.

F9rauq ErdFmännxchen


Juley, was mich noch interessieren würde:

Hast du irgendetwas, was du mal machst? Hier liest man nur so Sachen wie: ich lieg im Bett, ich bin am Heulen, ich sitze vorm Telefon und will den Krisendienst anrufen, ich muss morgen zum Betreuer, dann zur Ärztin... Gibt es irgendwas womit du dich sonst noch beschäftigst oder dreht sich dein Leben nur noch um deine Erkrankung?

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