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Juleys Chaosfaden

S@iflbeHr


Ich nehme aber an, dass diese Frau einer fremden Person (die Juley zu diesem Zeitpunkt für sie ja ist), deren Arbeitsverhalten sie noch nicht kennt, nicht direkt sehr anspruchsvolle Aufgaben mit viel Verantwortung überträgt. Bisschen ähnlich wie bei denjenigen Sorgentelefonlinien, die ausschliesslich mit Freiwilligen arbeiten - da kann auch nicht jeder ankommen und sofort loslegen, es gibt erst Schulungen, da die Arbeit sonst sowohl für den Hilfesuchenden als auch den Freiwilligen zu riskant wäre.

Ich weiss auch nicht, inwieweit man mit einem Faden im Internet beurteilen kann, welche Aufgaben jemand erledigen kann oder nicht, insofern finde ich so abschliessene Aussagen darüber, was Juley machen sollte und wozu sie angeblich nicht in der Lage ist, etwas bedenklich.

Manchmal ist man, wenn man dann arbeitsmässig was macht, eine andere Person - im positiven Sinne.

Das mit dem Link zum Faden hast du zwar vermutlich nicht ernst gemeint, Frau Erdmännchen (darum der Smiley, oder?), aber auch hier trifft möglicherweise das zu, wovon Heym weiter oben geschrieben hat: Der Thread wird als Ventil benutzt, man schreibt auf, wenn es einem mies geht, man nicht mehr will, nicht mehr kann etc. Die guten Zeiten bekommen wir Leser nur dann mit, wenn sie auch niedergeschrieben werden. Wirklich repräsentativ ist es also nicht.

Die Arbeit würde Juleys Fokus für ein paar Stunden mehr von sich selbst auf andere richten, allzu schlecht kann das nicht sein, oder? Insbesondere, wenn sie dann Erfolgserlebnisse hat. Und falls die ihr zugewiesene Arbeit nicht klappt, gibts sicher noch andere Möglichkeiten.

Jiulyexy


Ich nehme aber an, dass diese Frau einer fremden Person (die Juley zu diesem Zeitpunkt für sie ja ist), deren Arbeitsverhalten sie noch nicht kennt, nicht direkt sehr anspruchsvolle Aufgaben mit viel Verantwortung überträgt.

Ich würde gar nichts annehmen mit (zu) viel Verantwortung. Da kann ich mich schon ganz gut selbst einschätzen.

Sie hat mir z. B. etwas vorgeschlagen wo ich wohl alleine mit einem oder mehreren Behinderten rausgehen müsste. Das habe ich gleich abgelehnt. Im Team ok, aber alleine überfordert mich das total. Auch wenn es total liebe, umgängliche Menschen wären, es kann immer etwas passieren und damit könnte ich nicht umgehen.

m^s92


Wie wäre es mit einem Behinderten im Rollstuhl? Der läuft nicht weg und es fällt dir leichter, die Kontrolle zu haben. Da ich ja selber einen Rolli habe, darf ich so etwas offen sagen. :=o

Und das kann man auch super im Team machen, weil mit Rollis braucht man halt einen 1:1 Betreuungsschlüssel. Oder eine andere Hilfskraft übernimmt mehrere laufende Personen und du bist nur für den Rollifahrer verantwortlich. Da wärst du wirklich eine große Hilfe!

Jmuley


Ja, wie gesagt, im Team kann ich mir sowas sehr gut vorstellen!

Puh ist das mal wieder heiß heute. Wie hab ich das gestern nur geschafft, den ganzen Tag zu shoppen? Ok ich hab ein paar schöne Sachen gefunden (und Oma hat bezahlt ]:D ), aber ich musste mir auch mal wieder den ganzen Tag anhören wie fett ich doch bin >:(

HSeym


Wut nicht in Griff haben würde definitiv anders aussehen. ":/

Wenn dem so wäre, hätte sie unverzüglich diese Frau auch tatsächlich angerufen und sie zur Schnecke gemacht. Hat sie das?

Nein, das alles lief nur in ihrem Gedanken- und Gefühlsleben ab.

Sie hat darum jemand anderes vor geschickt, dir es nicht zu einer Eskalation kommt.

In meinem Augen hat sie sehr richtig, verantwortungsbewusst und auf Folgen bedacht gehandelt. Sie ist ihrem Impuls nicht(!) gefolgt und damit hat sie gezeigt, dass sie die Wut zumindest im Schach halten.kann.

Dass SOE ihren Betreuer vorgeschickt hat, ist in der Tat eine Art von Unselbstständigkeit - aber es ist ihr Recht! Sie hat nicht umsonst einen Betreuer und solange das nötig ist, darf.sie ihn auch nutzen!

Auch ich hab keine Betreuerin oft er mal vor geschickt, wenn es um unangenehme Sachen geht, die mich belastet haben. Ich hab rieeeeßige Telefonier-Angst und sie hat dann eben Termine etc. ausgemacht. Das hatt mich in dem Moment sehr belastet und sie hat mir die Last genommen.

Und wer jetzt auf die Tour kommt: Dann lernst du /lernt es Juley nicht! Das finde ich Bullshit!

Mein Vater war und ist der totale Gegenpol dazu. Er meint ich " muss es einfach nur machen, dann wird die Angst weniger. Er hat mich nahezu dazu gezwungen anzurufen. Folgen: totale Panik, unter Druck gesetzt fühlen, Suizidgedanken wegen der Überforderung und wenn ichs dann doch gemacht habe, dann hatte ich vorm nächsten Anruf ab jetzt mehr Angst als davor. Die Angst wurde so nur verstärkt.

Meine Betreuerin dagegen hat das nicht mit "du musst, du musst, du musst" gemacht, sondern wenn es nicht ging, dann hat sie Ees ohne großes zögern halt unternommen.Daraus habe ich gelernt, dass es nicht schlimm ist, wenn ich es mal nicht schaffe (im Gegensatz zu meinem Vater) und habe auch so immer mehr Angst verloren. Heute habe ich davor zwar immer noch Angst, aber ich bin grundsätzlich dazu in der Lage Telefonate zu führen, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Dicht mache ich dann nur, wenn mein Vater wieder mit seinem Zwang kommt. Dann geht nichts mehr.

Insofern: Juley hat gut, richtig und bedacht gehandelt - genau wie man es in der DBT lernt. Aber das heißt noch lange nicht, Dass sie nie in der Lage sein wird Konflikte zu regeln. :|N

J}ulexy


Danke Heym @:)

Klar könnte ich selbstständiger sein, das weiß ich auch... Aber diese Telefonangst habe ich ja auch (was denkt ihr, warum meine Therapeutensuche mal wieder stagniert? Und da hilft mir KEIN Betreuer!), und ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Zwang nicht so gut hilft. In meiner letzten Einrichtung wurde ich ständig dazu gezwungen, bei Ärzten anzurufen, aufgrund meiner Telefonangst und Arztphobie. Die Arztphobie ist etwas besser geworden, die Telefonangst nicht wirklich. Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen, fremde Menschen anzurufen. Selbst bei Freunden frage ich oft vorher per SMS an, ob ich anrufen darf |-o Will nicht stören und so.

EZhemLalige<r NHutzer =(#565974x)


Wenn dem so wäre, hätte sie unverzüglich diese Frau auch tatsächlich angerufen und sie zur Schnecke gemacht. Hat sie das?

Nein, weil sie die Nummer nicht hatte.

Aber diese Telefonangst habe ich ja auch (was denkt ihr, warum meine Therapeutensuche mal wieder stagniert? Und da hilft mir KEIN Betreuer!),

Sie stagniert, weil es dir nicht wichtig genug ist bzw. der Leidesdruck noch nicht groß genug ist. Ganz einfach.

Fyrau ESrdmän/nchexn


Gut, dass mit dem Link weiterschicken war nicht so ernst gemeint. Wollte nur sagen, dass die Dame vermutlich nicht soviel von dir weiß aufgrund von zwei Gesprächen. Therapeuten wissen auch nur das, was du ihnen erzählst, das sind keine Hellseher ;-)

Ich hab schon verstanden, du möchtest keine Beiträge mehr, wo man Bedenken äußert.. Ist bestimmt ganz gut, wenn du in einem Team arbeitest, denn dann kommt es früher oder später zu kleinen Konflikten. Perfekt zum üben :)^

JUulexy


Sie stagniert, weil es dir nicht wichtig genug ist bzw. der Leidesdruck noch nicht groß genug ist. Ganz einfach.

Nein, weil ich panische Angst vorm telefonieren habe!

J]ulexy


Ich hab schon verstanden, du möchtest keine Beiträge mehr, wo man Bedenken äußert..

So würde ich das jetzt nicht sagen.

EPhema0liger Nut`zerq (#565x974)


Nein, weil ich panische Angst vorm telefonieren habe!

Nein.

Ich habe auch oft panische Angst, das hält mich aber von nichts ab. Ich weiß, dass manche Dinge eben sein mussen, damit es mir langfristig besser geht.

Dir fehlt der Wille und die Einsicht, dass du dich deinen Problemen stellen musst. Nicht nur was telefonieren, sondern auch was das Essen betrifft. Es ist nicht angenehm, deswegen lässt du es bleiben oder verfolgst es nicht konsequent genug. Damit wirst du aber nicht weit kommen.

Ich bemitleide dich nicht wegen deiner psychischen Probleme, sondern wegen deiner mangelnden Selbstreflexion.

JMul[exy


Wie schön, dass du mich besser kennst als ich mich!

EShemaliqger N6utzer` (#56597x4)


Das habe ich nie behauptet. ;-)

S&ilhber


Du scheinst Juley ja durchschaut zu haben, Swanlake. Beeindruckend. Auch die Vergleiche mit dir selbst sind sicher hilfreich und motivierend für Juley. %-| (Ironie)

Man sollte nicht von sich auf andere schliessen; schliesslich hat jeder eine andere Vorgeschichte. Wenn es bei dir funktioniert, sich der Angst zu stellen und du damit langfristig Erfolg hast: Super! Schön für dich, geht auch vielen anderen so, ansonsten hätten Verhaltenstherapie und Expositionstraining keinen so guten Ruf. Leider funktioniert es aber nicht bei allen Betroffenen, warum auch immer.

Ich glaube, es geht auch nicht darum, keine negativen Beiträge mehr zu schreiben - eher um den Tonfall.

J/ulexy


Aber so kommen deine Kommentare rüber.

Mir ist die Therapeutensuche sehr wichtig, aber ich möchte nicht jeden Tag Schweißausbrüche/Panikattacken/Heulkrämpfe bekommen, nur weil ich weiß, dass ich bei einer Thera anrufen muss.

Reicht mir schon, dass ich Montag im Frauen- & Mädchen-Gesundheitszentrum anrufen muss wegen einem Termin wegen der Endometriose. Auch wenn ich weiß, dass mir ein Termin dort sehr helfen kann (und mein Leidensdruck bzgl der Endo ist sehr sehr hoch) hab ich panische Angst davor.

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