» »

Einen geliebten Menschen verlieren

BNianxco hat die Diskussion gestartet


Es ist nicht fair! Es ist ungaublich und ich weiß nicht wie ich es verarbeiten soll.....

Am vergangenen Mittwoch ist ein Mensch, der mir sehr nahe stand, gestorben.

Da weiß man, das der Tot zum Leben dazugehört und trotzdem haut es einen so dermassen um das man nicht weiß wie man diesen Schmerz verarbeiten soll. Die letzten Tage habe ich wie in Trance erlebt und kriege es nicht mehr auf die Reihe den Alltag zu bewältigen.

Warum muss ein lieber Mensch so früh gehen?

Wir haben vor kurzer Zeit noch zusammen gelacht und Blödsinn gemacht, über die Zukunft gesprochen......

Dann muss er schnell, und viel zu früh, sterben!

Er hatte doch eigentlich nur eine Gallenoperation, und dann entdeckt man einen ganz bösen Tumor bei ihm! Innerhalb von ein paar Wochen war alles vorbei.

Ich konnte mich noch nicht mal richtig von ihm verabschieden. Er hat die letzten 2 Wochen im Koma gelegen..

Das ist nicht Fair!!!!

Antworten
aXl'thxea


bianco

es sollte dir ein trost sein das du weist das er trotz des krebses nicht lange leiden musste. das du dich nicht von ihm verabschieden konnstes würde ich nicht sagen, menschen im koma bekommen mehr mit als man als wacher mensch glaubt und seis das sie es "nur" unterbewust aufnehmen.

du wirst einige zeit brauchen dann geht der schmerz und die wut über den frühen tot deines freundes wird dich überkommen, lass dir zeit, trotzdem der tot zum leben eines jeden lebewesens auf der welt dazu gehört ist es für jeden eine schlimme sache wenn jemand seinen letzten weg gegangen ist.

er wird leben in dir, in deinen erinnerungen, nichts und niemand kann dir das nehmen.

trauere aber schau weiter gerade aus, das deine trauer und die wut über den frühen verlusst nicht übermächtig wird.

grüsse und herzliches beileid

althea

BPianxco


Danke!!

Es ist schon ein wenig Trost, das er nicht hat leiden müssen. Haben wir doch alle bis zum letzten Moment gehofft und gebetet. Aber der Tot war stärker. Ja, ich denke auch das er es schon irgendwie gespürt hat das ich da war, ihm Neuigkeiten erzählt habe und ihm immer wieder gesagt habe:,, Wach auf, wir haben noch so viel vor"!

Es ist einfach so unglaublich, unfassbar!!

Immer war er da wenn ich seine Hilfe brauchte......

und ich habe ihm nicht helfen können!

Bleibt mir jetzt nur die schöne Erinnerung an einen Menschen, der was ganz Besonderes war, und das es ihm jetzt gut geht und er nie mehr Schmerzen haben muss.........

Es tut soooo unendlich weh!!!

SQc'hokxo


Bianco

Ich kann Dich so gut verstehen. Mein Vater ist vor etwas über einem Jahr ganz plötzlich gestorben.

Die erste Zeit konnte ich es nicht glauben. Ich wollte nicht wahrhaben, dass ich ihn nie mehr sehen sollte und er mein ganzes Leben nicht mehr mitkriegen würde.

Der Trost, dass er einen angenehmen Tod hatte , hat mich nur bedingt getröstet. Es war zwar gut zu wissen, dass er nicht leiden musste, aber mich hat es fast wahnsinnig gemacht, weil ich ihm noch gerne sooo vieles gesagt hätte.

Es ist so schwer, Dir jetzt wirklich zu helfen, jeder geht doch anders mit seiner Trauer und den dazugehörigen Gefühlen um. Wenn Du magst, schreib einfach wieder, hier sind viele für Dich da und werden versuchen, Dir zu helfen. Lass die Trauer zu, sie muss raus und das ganze muss verarbeitet werden. Und vor allem: Es braucht viel, viel Zeit.

Ich drücke Dich mal ganz feste und wünsche Dir ganz viel Kraft.

Alles Liebe

WEinnyx38


Vor

einem halben Jahr starb Gary, der Cousin meiner Frau, und gleichzeitig einer meiner besten Freunde ganz plötzlich (Schmerzpillen-OD). Er war erst 39. Mann, hat uns das beide umgehauen.....wir sind immer noch tieftraurig darüber. Was uns sehr geholfen hat, ist eine Erinnerungstafel an einer Palme vor unserem Haus. Im Sommer 2001 half Gary mir, diese Palme abzuholen und bei uns einzupflanzen. Inzwischen ist sie gut 6 Meter hoch und vor ihr das von mir handgravierte Holzbrett mit den Worten:

"In Loving Memory To Our Dear Cousin And Best Friend

Gary W. Smith, 1963-2002"

Wir leben übrigens in Florida.

Schau vorwärts, die Zeit wird den Schmerz abklingen lassen, aber völlig vergehen wird er wohl nie.

Alles Gute!

BAia2ncxo


Ich bin....

....schon einige Male im Laufe meines Lebens mit dem Tot konfrontiert worden. Man weiß auch das es einfach zum Leben dazu gehört. Trotzdem ist es unfassbar. Es gibt so viele Momente an denen man denkt, jetzt müsste er kommen, mit uns lachen, erzählen und Blödsinn machen. Da sucht man Trost und muss gleichzeitig trösten. Da ist mein Sohn, der immer fragt warum sein Opa nicht mehr da ist und ob es ihm gut geht und ob er jetzt in unserem Herzen zu Hause ist...

Da versucht man Fassung zu bewahren, um es dem Zwerg zu erklären und er sagt:,, Nein Mama, du hast mir gesagt das der Opa wieder von den Ärzten gesund gemacht wird"! Es gibt so viele Situationen wo man einen dicken Kloß im Hals hat und versucht sich zusammen zu reißen.

Natürlich wird es besser, aber es ist alles noch sehr frisch. Das kam alles sehr,sehr schnell. Wir bekamen erst am Mittwoch Morgen gesagt wie schlimm es wirklich um ihn steht und 2 Stunden später starb er. Das ging alles viel zu schnell!!!!!!!!!!

k-a"lee


Letztes Jahr im Oktober hat sich mein damaliger Exfreund umgebracht. Wir hatten unsere Beziehung zwar zu diesem Zeitpunkt beendet, trotzdem war er für mich meine große Liebe; der Mensch, der als einziger "meine Seele berührt" hatte.

Das schlimme ist, dass ich es erst nach 2 Wochen erfahren habe, als die Beerdigung schon vorbei war, und bis jetzt nicht weiß warum er das getan hat.

Die ersten Wochen war ich wie gelähmt und hatte solchen Schmerz und Trauer in mir, dass ich nicht fähig war an irgend etwas anderes zu denken. In meinen Kopf haben sich kranke Gedanken geschlichen, ob es ein Zeichen ist, díesem Menschen den ich so sehr geliebt habe, der seinem Leben ein Ende gesetzt hat, zu folgen; in einem Buch las ich, dass man im Tod den Mensch wiedertrifft, den man am meisten geliebt hat...

Immerzu hatte ich sein Bild vor meinen Augen und musste immer an die glücklichen Erinnerungen denken, die ich mit ihm hatte.

Und vor allem fragte ich mich, warum dieser wunderbare Mensch, der so jung war und noch so vieles in seinem Leben vorhatte, einfach weg ist und nie wieder kommt; warum ich ihm so vieles nicht gesagt habe, und warum ich mich von ihm nicht verabschieden konnte..

Auch jetzt, wo fast ein Jahr vergangen ist, ist der Schmerz noch da. Es gibt kaum einen Tag, an dem ich nicht an ihn denke und ich glaube auch, dass er in meinen Erinnerungen immer da sein wird.

Das wichtigste ist, dass man sich zwar der Trauer und des Schmerzes bewusst ist, aber nie darin versinkt.

Die Zeit heilt alle Wunden, so ist es wirklich. Ich wünsche dir alle Kraft, den Schmerz zu verarbeiten. Rede mit Freunden oder deiner Familie darüber, und vergrabe dich nicht in Trauer.

Deine Katharina

DTa0niel xCH


Hallo zusammen,

meine Schwester sarb an Leukamie. Zweimal hatte sie ihn besigt, bei dritten mal nicht mehr. Ich verstehe dich, Bianca, mit der Trance. Ging mir auch so. Die Zeit wird dir helffen. Dieser Mensch hat dich im Koma noch gespürt und gehört. Er musste aber gehen und egal wie gross dein Schmerz ist, er ist noch immer bei dir und zwar in dir. Deine Erinnerunge werden dir Trost spenden. Es braucht Ziet, nimm dir diese Zeit. Weine um ihn. Lass die Gefühle loss. Nach eine Zeit stehst du wieder auf und wirst dein Leben vortsetzen. Du bist noch hier, geniess es.

Für die Trauer wünsche ich dir, Bianca, viel Kraft und sehr gute Freunde, die dir durch diese Zeit helfen können.

Mein herzliches Beileid und alles Gute.

DanielCH

B$ianxco


@Kalee

Danke für Deine Aufmunternden Worte.

Dein Beitrag hat mich sehr erschüttert. Du weißt sicher wie das ist, gerade wenn man so sehr trauert,ist ,an empfänglich für solche Beiträge. Was Du durchgemacht hast, oder noch durchmachst, kenne ich auch. Allerdings ist es schon über 20Jahre her. Da gab es einen jungen Mann, der der mich sehr gut leiden konnte und wohl auch eine Beziehung mit mir wollte. Ich war sooo jung und er war irgendwie, obwohl wirklich sehr Nett, so garnicht mein Typ.Ich hab ihm einen Korb gegeben. Ein paar Tage später war er Tot, und ich habe mich so unenedlich Schuldig gefühlt. Das war furchtbar. Eine guter Freund von ihm hat mir dann in einem Gespräch meine Schuldgefühle zerstreut. Der junge Mann hatte Depressionen, was ich bis dahin nicht wusste. Trotzdem hat mich das sehr umgehauen..........

Auch Dir wünsche ich nur das beste und das Du mit Deiner Trauer um Deinen Exfreund zurechtkommst.

Gruß

BRiadnco


Daniel

Auch Dir lieben Dank!

Sicher, ich habe schon eine Menge Leute die mich unterstützen und mir Trost geben. Selbst mein kleiner Sohn, er ist 5, hat heute etwas sehr tröstendes gesagt:

,,Mama, du brauchst nicht traurig sein, der Opa ist jetzt bei dem lieben Gott und weil der in uns und in unseren Herzen ist, ist der Opa jetzt auch in unseren Herzen und wir werden ihn immer lieb halten."

Ist schon sehr erstaunlich wie Kinder das verpacken.

Wir, alle Hinterbliebenen, halten fest zusammen und helfen uns Gegenseitig. Ich denke das ist schon der richtige Weg!

Einen lieben Dank an alle die mir helfen meinen Schmerz zu verarbeiten!

W]in&ny38


Das

ist es, was wir definitiv alle tun müssen, so schlimm es auch klingt; mit der Situation fertigwerden. Darin verbeíßen macht alles nur noch schlimmer. Wie schon oben erwähnt wurde, wird die verstorbene Person immer, für alle Zeien mit dir sein, und du mit ihr. Der Verstorbene hat nicht die Absicht, dich schlecht fühlen zu lassen; der Verstorbene wird eher traurig sein wenn er dich so zerstört sieht. Er will, daß du vorwärts schaust auf das was wenigstens DU noch vor dir liegen hast. Wenn du traurig bist wird er für dich weinen, wenn du glücklich bist wird auch er glücklich sein.

Ich weiß, es tut weh, und du siehst die Person immer noch leibhaft, als wenn sie jetzt gerade nach Hause kommen sollte......das ist die schwerste Phase und das braucht auch seine Zeit; nimm sie dir und alles wird am Ende gut sein, glaube mir.

Viele liebe Grüße, wir alle fühlen mit dir.

Bmi3an\co


Winny.....

.... ist wohl eines der Gefühle die uns am längsten beherrscht. Du hast so Recht, man darfsich dieser Gefühle bewusst sein, sich aber nicht von ihnen leiten lassen. Er wollte sicher nicht das wir alle so in unserem Schmerz ersticken. Hatte er doch so viel Lebensfreude und so viele Pläne. War er doch immer für uns alle da, und hat immer ein offenes Ohr gehabt für unsere Probleme und wenn man nicht weiter wusste, hatte er immer einen Rat für uns.

Ich war gestern mit meinem Sohn schwimmen und unweigerlich viel mir unser letzter Spanienurlaub ein, was hatten wir Spass zusammen. Haben Tränen gelacht und uns des Lebens gefreut.

Können wir das alles auch ohne ihn erleben?

Wir haben einen wunderschönen Text für die Trauerkarte gewählt. Ich werde ihn hier in den nächsten Tagen niederschreiben.

Ales ewiges Andenken an einen Menschen den wir alle so sehr geliebt haben.

M-urmFelkaVtze


Verluste sind eine ungewünschte Begleitung unseres Lebens

Wir haben gerade eine schwere Zeit, September 2002 Onkel Luper,November 2002 mein Schwager (39),März 2003 mein Schwiegervater (64). Es tut immer noch so weh, der Gedanke an den Verlust, einfach unwiederbringlich. Trauerprozesse dauern sehr lange und werden unser Leben immer wieder aufs neue begleiten. Die folgenden Zeilen schrieb ich für meine Schwester, die Ihren Lebenspartner mit erst 39 Jahren an einem Herzinfarkt zu Hause verlor. Er starb in den Armen meiner Schwester und meines Mannes. Diesen Tag möchten wir gerne ungeschehen machen, doch der Tod gehört zum Leben.

Jede Minute die wir trauern, bringt uns dem Leben ein Stück näher.

Geweinte Tränen erleichtern Deine Seele und öffnen mit der Zeit den Blick für das Schöne welches Dich umgibt, auch wenn Du es jetzt noch nicht sehen kannst.

Nimm Dir die Zeit um zu klagen, schreien oder auch mal wütend zu sein, es wird jeder der Dich liebt verstehen und die Geduld haben den Schmerz mit Dir zu teilen , egal wie lang diese Phase dauern mag.

Menschen die wissen was VERLUST bedeutet, werden bedingungslos da sein wenn Du Sie brauchst. Scheue Dich nicht nach Hilfe und Halt zu fragen, Du wirst niemanden stören. Du würdest genauso da sein, wenn Dich jemand in seinen schwersten Stunden braucht.

Und dennoch gibt es Tage, Stunden und Augenblicke die niemand mit Dir teilen kann. Es sind die kleinen, glücklichen und intimen Momente die nur Du in Deinem Herzen tragen und festhalten wirst. Diese Erinnerungen kann Dir niemand wegnehmen, auch nicht die Zukunft.

Die Wunden sind noch sehr frisch, der Gedanke an Heilung erscheint

einem wie Hohn! Wie kann so ein tiefes Loch jemals zu einer

verblassenden Narbe werden, die irgendwann nicht mehr

so sehr schmerzt?

Die Fragen nach dem WARUM und WESHALB stellen sich

jeden Tag so viele Menschen auf dieser Welt! Jetzt haben wir

noch keine Antworten, aber eines Tages,….

Dann,

wenn wir uns alle wieder sehen!!!!!!

Tanja-Renee´Winkler im Januar 2003

W~inony3x8


Tanja-Renee.....

tolle Worte; dem ist nichts, absolut nichts hinzuzufügen......

BJiaMnco


Murmelkatze......

das sind wirklich sehr schöne Worte...........

Manchmal denke ich das es einem guttut, das fühlende niederzuschreiben. Oder so wie hier im Forum, sich Menschen die man garnicht kennt, anzuvertrauen. Es hilft einem doch etwas, das erlebte zu verarbeiten.

Am kommenden Donnerstag den 26. wird mein geliebter Freund beigesetzt.

Ich hoffe, das nach diesem Tag, der nochmal allen Schmerz in einem hochkommen lässt, langsam der Alltag zurückkehren kann.

Die Erinnerung an ihn wird uns begleiten und uns vieleicht auch etwas Kraft geben weiterzumachen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH