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Schluckangst

Zeat{oic(hxi


Hi Locke009, hi mystery6,

von blendend war leider nie die Rede ^^ Und ich kann dir auch nicht sagen weshalb ich mich in einer Phase befinde in der es mir etwas besser geht als sonst. Zumindest was das Schlucken betrifft. Die Rahmenbedingungen habe ich dir ja genannt. Die Athmosphäre spielt denke ich eine sehr wichtige Rolle. Genau wie das Befinden im Allgemeinen. Das heißt die Stimmung, das Erlebte zu dem Zeitpunkt, etc. Heute z. B. ist es wieder etwas schlimmer geworden. Abends ist es sowieso eher katastrophal wohingegen es morgens fast sehr gut funktioniert.

Der berühmte Kloß im Hals. Wieso sind wir nur so sensibel? Diesen Kloß empfindet jeder einmal. Und wenn körperliche Ursachen (Schilddrüse, Reflux, HWS-Beschwerden) ausgeschlossen wurden kann es nur psychogen sein. Meine Physiotherapeutin hat mir von einem Nerv im Halsbereich erzählt der gereizt sein kann und dann so ein Gefühl auslößt. Wenn ich weiß wie das therapiert wird sage ich euch natürlich sofort bescheid.

Bin auch noch in psychotherapeutischer Behandlung. Ist leider nicht sehr erfolgreich. Stecke seit langer Zeit in einer Phase in der ich nicht weiterkomme. Von Psychopharmaka rate ich natürlich auch ab. Mittel die zu Testzwecken verabreicht werden von denen wenige Erkenntnisse vorhanden sind. Mysteriöse Wirkmechanismen und unbekannte Nebenwirkungen. Das kann nicht gut sein. Ich kann mich genauso gut besaufen. Dann vergesse ich meine Probleme auch für einen gewissen Zeitraum. Nur weiß ich im vornerein das ein Kater auf mich wartet.

Ich habe natürlich nichts gegen Medikamente für akute Zustände. Beruhigungsmittel sind ein Segen für die Menschheit. Doch sollte man natürlich nicht täglich zur Packung greifen sonst hat man ein weiteres noch viel schwieriger zu lösendes Problem.

So, @Locke009: Patentrezepte hat hier wohl niemand für dich. Uns geht es genauso wie dir. Wir suchen verzweifelt Hilfe und wenden uns an Foren, da uns im Real-Life bisher noch niemand helfen konnte. Es kann viele Ursachen für Schluckstörungen geben. Da ich dich nicht kenne kann ich dir auch schlecht etwas raten außer, dass du zum Arzt gehen solltest.

Wie alt bist du denn?

Hast du psychische Probleme?

Oder sogar einen Unfall?

Leidest du unter weiteren Symptomen?

Nimmst du Medikamente?

Solche Beschwerden können, wie oben erwähnt, von ganz vielen "Orten" herkommen. Reflux, Stroma, Halswirbelprobleme, etc. Ganz selten ist es eine echte Schluckstörung. Denn die entstehen nur durch Verletzungen oder Erkrankungen des Gehirns. Und das würde sich noch ganz anders bemerkbar machen.

Und das Sprichwort "etwas nicht schlucken wollen" ist ein sehr altes und sehr weises Sprichwort...

Alles Gute euch beiden und sonstigen Lesern.

Z.

G8lamourmxaus


Ich denke, dass ist ein Angsbewältigungsmechanismus;

eine Umleitung (fachsprl. Konversion) in einen physischen Zustand.

Hast du Angst, dass du dich unter "sozialer Beobachtung" nicht unter Kontrolle hast,

also etwas Peinliches und Unvorhergesehenes passieren könnte ?

Viele Grüße *:)

mByst%erxy6


hey,

@ glamourmaus:

ich weiß jetzt zwar nicht, an wen deine frage gerichtet war, aber ich antworte dennoch: ja, wenn ich unter menschen bin, habe ich sehr oft angst, dass ich mich blamieren, ausgelacht usw. werden könnte. Genauso ist es mit dem Essen. Wenn ganz viele Luete dabei sind, esse ich noch langsamer und vorsichtiger. Dieses noch langsamere Essen macht mich noch mehr fertig (Wieso ess ich nur so langsam verdammt, was denken die Anderen bloß von mir?...) und dann geht gar nix merh. Panik, Schweißausbrüche.. manchmal könnt ich echt nur durchdrehen...

ZUatoi8chxi


@ mystery6:

Klingt nach klassischer Panikstörung. Deine Reaktion ist auch verständlich. Therapie dürfte eigentlich sehr gut anschlagen!

@ Locke006:

Hi,

klingt interessant. Hast du die Therapie "nur" wegen dem Kloß begonnen?

Du kannst also ganz normal essen?! Danach hast du einen Kloß im Hals und du musst dich richtig übergeben oder wird dir übel oder so? Wenn du dich wirklich übergeben musst dann würde ich mal zu einem Internisten oder besser Gastroenterologen gehen. Der kann sich mal deinen Magen anschauen. Wie gesagt - auch Reflux ruft Kloßgefühl hervor!! Die aufsteigende Magensäure (manchmal merkt man es nicht mal) reizt den Kehlkopf und Rachen und dann ist tatsächlich ein Kloß im Hals. Natürlich steckt nichts in deinem Hals. Denn dann würdest du nur noch rumhusten!

Thema Psyche. Früher konnte ich es mir auch nie vorstellen, weil ich einfach dachte, die Leute denken ich würde mir das einbilden. Aber die Psyche ist etwas "schlauer"! Z. B. durch ständigen Stress und Anspannung kann es passieren das deine Muskeln so angespannt sind, das dieses KloßGEFÜHL ensteht. Das Gefühl ist real es ist keine Einbildung. Die Psyche hat einfach großen Einfluss auf den Körper. Auch bei Angst ist es ganz normal das dieses Gefühl entsteht. Beobachte doch mal, ob zuerst Angst auftritt oder zuerst der Kloß. Oder ob du an den Kloß denkst und er sehr schnell mit der Angst auftaucht. Durch Lernprozesse kann das ganz automatisch entstehen obwohl es keinen Grund für den Kloß gibt.

Machst du Sport? Wenn du in der HWS-Region zu wenige Muskeln hast und dein Kopf nicht richtig gestützt wird kann es auch sein, dass dadurch Missempfindungen im Hals entstehen. Hast du Zahnprobleme? Knirschst du mit den Zähnen? Auch das verspannt extrem die Halsmuskulatur!

Außerdem habe ich schon erwähnt das es einen Nerv im Hals gibt, der, wenn er gereizt ist, ein Kloßgefühl hervorruft. Leider weiß ich noch nicht näheres. Meine Therapeutin hat es kurz angeschnitten und ich werde mich nächste Woche genauer erkundigen und euch hier Bescheid sagen.

Noch eine Frage zu deiner Atemnot. Wie genau äußert sie sich? Ist das Ein- oder Ausatmen schwer? Hört man pfeifen oder ist die Atmung normal geräuschlos? Oder ganz anders? Musst du dann husten oder hustest du extra? Löst sich dann in Lunge oder Hals etwas oder ist es trockener Husten (wenn Husten vorhanden ist)?

Ist dein Bauch oft angespannt? Hast du nur beim Essen Atemprobleme oder auch wann anders? Und wann sind deine Beschwerden besser? Am Tag? Am Mittag? Am Abend? Nachts? Oder unterschiedlich?

Hast du denn Probleme mit Eltern oder sonst welchen Menschen? Gefällst du dir selber oder bist du im Moment eher unzufrieden? Bis auf die Kloßbeschwerden?!

Sorry, das ich dich so ausquetsche. Musst natürlich nicht antworten. Nur auf das was du willst! Oft hilft es einem wenn man sich solche Fragen mal selber beantwortet. Dann kann man Auslöser entdecken und achtet bewusst auf die Umwelt und nicht nur auf das Symptome welches ja nur ein Ausdruck von einem Problem ist (Problem kann natürlich auch eine Krankheit sein, aber wenn die Ärzte dich durchgecheckt haben dürfte alles O. K. sein!).

Ich freue mich natürlich auch wenn du mir antwortest. Wir könnten schauen ob Gemeinsamkeiten vorhanden sind. Vielleicht rührt unser Problem von der gleichen Ursache her!

Hoffentlich macht es dir nichts aus, aber ich werde meine Antwort öffentlich posten und dir als PN schicken!?? Es sollen viele sehen das sie nicht alleine sind. Du siehst ja wie hilfreich es für uns sein kann! Was zu privat ist kann man natürlich über PN klären.

In diesem Sinne alles Gute weiterhin.

Bis dann.

Z.

mdystexry6


hey ihr,

seit es mir wieder etwas schlechter geht und ich diesen dämlichen kloß wieder im Hals habe, habe ich auch mal wieder angefangen mich wie ne Bekloppte zu räuspern. ohne geht irgendwie nicht. mach das vor und nach jedem Bissen, auch wenn ich nix essen. es ist soo nervig!

Nur das Schlimme ist, dass ich seit einigen Std. aufeinmal ganz merkwürdige Schmerzen im unteren Halsbereich links bekommen habe und hab jetzt Angst, dass diese durch das ständige Räuspern gekommen sind. Das soll ja auch nicht so gut sein für die Stimme/Stimmbänder.

Halsschmerzen, also so gewöhnliche aufgr. von Erkältung z.B. und Heiserkeit habe ich nicht. Nur diesen komischen stechenden Schmerz im Hals unten links. hab den beim räuspern und beim Schlucken. Mach mir jetzt Sorgen :(

kennt das zufällig irgendwer von euch?? :(

Z?atosichi


Hi,

@ Locke

Hab im Moment wenig Zeit. Ich werde dir vermutlich morgen nochmal ausführlicher antworten.

@ mystery

Klar kenn ich das Räuspern. Geht mir gerade genauso. Die Beschwerden bei mir sind auch wieder extrem. Esse kaum etwas und mache mir ziemlich krasse Sorgen deswegen, weil ich mir kein Gramm mehr leisten kann!

Wegen den Schmerzen würde ich mir keine Gedanken machen. Du hast es richtig erkannt: Räusper ist sehr schlecht für die Stimmbänder. Aber das dauert bis die kaputt sind. Du hat ja auch Ruhephasen. Und die Schmerzen werden ruck zuck weg sein!

LG

Z.

Lhocnke00x9


Hallo Ihr Alle :)

Wenn ihr wieder dieses Klos gefühl im Hals habt , tut mir mal bitte einen gefallen und fühlt am Hals ob dieser verkrampft ist ! ? ! ? Besonders unterm Kiefer ! Würde mich mal interessieren wie das bei euch ist ! Bei mir ist er verkrampft und wird durch leichtes massieren wieder ein wenig lockerer und dieses gefühl lässt ein bisschen nach :)

Lg

MGuc5ki94


An alle Leidensgenossen

Habe ziemlich am Anfang schon mal hier mitgeschrieben und war dann sehr enttäuscht, dass hier keiner mehr schrieb.

Durch Zufall merkte ich jetzt, dass hier wieder reger Kontakt ist. Suuuuper.

Also was ich habe kennt ihr ja.

Es ist total schlimm und das schon seit bestimmt 4 Jahren. Halte mich mit tonnenweise Schokolade über Wasser, was mir natürlich niemand ansieht. ]:D ]:D ]:D

Jede Einladung die ja zwangsweise mit Essen zusammenhängt ist der Horror. Wenn andere dabei sind kann ich schon gleich gar nichts essen.

Zuhause mümmel ich meistens noch abends kalt mein Mittagessen.

Es ist so schrecklich, Dazu kommen auch die Atemproblem, das ich nicht durchatmen kann. Das belastet einen so bis zur Panik.

Das schlimmste ist, dass ich halbtags berufstätig bin und keiner darf es merken. :=o :=o :=o

Ich sag euch die Tage sind eine einzige Qüälerei :°( :°( :°(

mRan]dLy2x8


ich auch :-(

Hallo! Ich habe meine Schluckangst jetzt 2 Jahre ignoriert, aber jetzt ist mein Baby 5 Monate alt und es darf einfach nicht so weitergehen.

Also, meine Geschichte:

Bis vor 10 Jahren hatte ich keine Ängste. Es begann damit, dass mir tagelang schlecht war. Ich hatte Helicobacter, der wurde behandelt. Schlecht war mir immer noch, habe daraus die Brechangst entwickelt (habe aber seit über 12 Jahren nicht gebrochen)

Es folgten Zwänge, wie Herd usw. kontrollieren bevor ich die Wohnung verlasse.

Später bekam ich extrem Schwindel (habe mich reingesteigert als mein freund 1 Monat im Ausland war).

Hatte immer viel Stress auf Arbeit, habe dadurch auch körperliche Beschwerden bekommen.

Jedenfalls habe ich mich auf Arbeit vor 2 Jahren am Tee verschluckt aber so, dass ich keine Luft mehr bekam. Das habe ich aber gleich wieder vergessen. Dann ist mir das nochmal passiert-dachte dann schon öfter dran. Dann das Trauma: Blöd wie ich bin hab ich versucht während des Autofahrens (selbst!) eine Tablette zu schlucken. Dabei hab ich wieder keine Luft bekommen, dachte ich muss sterben, war allein, musste anhalten und irgendwie klarkommen, das war der Horror. Und auch der Auslöser für meine Schluckangst.

Mal gibt es gute Tage mal schlechte. Kann nur schluckweise trinken, und manchmal gar nicht. Essen ebenso, kaue sehr lange. In der Öffentlichkeit ist es am schlimmsten. Mir ist das total peinlich, ich bin doch nicht balla balla. Habe mir jetzt endlich einen Hausarzttermin geholt und lasse mich zum Psychologen schicken, alleine schaffe ich das nicht mehr.

Gibt es jemanden der dieses Problem überwunden hat? WIE ??? ??? ??

Liebe Grüße *:)

Mrucuki94


Hallo Mandy, das würde mich auch interressieren, ob es jemand überwunden hat.

Ich habe mich noch nicht mal verschluckt und schlechte Erfahrungen mit Essen gemacht.

Die ganze Misere fing vor 10 Jahren an , auch mit Atemproblemen als mein Opa starb.

Hat wohl alles mit meiner Kindheit und meinen Eltern zu tun. War schon 3 mal 1 1/2 Jahre bei einem sehr guten Psychologen. Konnte da mal alles erzählen, aber gebracht hat es leider nichts.

Chem. Medis nehme ich aber nicht, denke immer es wird wieder besser ]:D ]:D ]:D

m|ys2tiery6


hey ihr,

wie schön,dass sich noch mehr (zurück)gemeldet haben *:) freut mich zu lesen. :)

ich würde soo gern zum psychologen, krieg aber keinen termin, weil die alle so ausgebucht sind und mich deshlab nur auf die warteliste setzen konnten (6-8 monate!! :-o)

Ich überleg aber, da immer u immer wieder anzurufen u zu fragen, weil manchmal denk ich,es geht gar nicht mehr bei mir. in solch einem "Notfall" müsste man dann doch eigtl. schneller an einen Termin kommen, oder nicht?!

ich war auch bei ärzten, bei denen zusätzlich zum Namen auch "Psychologie" beistand, doch diese wollten mir alle Antidepressiva andrehen und haben mich nicht wirklich verstanden. Aber Psychopharmaka lösen mein Trauma nicht!!! ich bin mir ziemlich sicher, dass ein "echter" Therapeut mir helfen könnte.

Es ist so schrecklich, Dazu kommen auch die Atemproblem, das ich nicht durchatmen kann. Das belastet einen so bis zur Panik.

@ Mucki:

Dieses Atemproblem belastet mich im Moment auch wieder soo extrem. Das ist mitunter echt das Schlimmste und macht alles noch unerträglicher!

Jedesmal,wenn ich Essen im Mund hab und es endlich runterschlucken will,muss ich vorher 100x Luft holen (hab dabei natürlich angst, dass mir beim Luftholen Essen ine Luftröhre kommt). Daraufhin wird mir (logisch) etwas schwindelig und ich kann überhaupt nicht mehr durchatmen. Das nervt soooo! :(

Naja, ich hör dann mal auf. Freu mich auf weitere Nachrichten von euch! :-)

LG @:)

Zhato[icxhi


Hi,

@ Locke

sorry, hat etwas länger gedauert. Bin momentan alles andere als gut drauf und die Schlucksache ist auch wieder 'ne reine Katastrophe.

Also deine Beschwerden klingen interessant. Vor allem das mit dem Erbrechen. Bei mir ist es nicht so. Ob die Beschwerden durch Erbrechen verschwinden, kann ich leider nicht sagen, da ich es noch nicht probiert habe. Aber ich wöllte es auch nicht testen ehrlich gesagt. Habe eher Angst davor. Was würde passieren wenn du nicht erbrichst? Also es einfach mal aushälst oder eine andere Lösung suchst?

Ich denke ich bin einfach viel zu angespannt beim Essen. Sobald ich kaue, also etwas im Mund habe, gerät meine Atmung außer Kontrolle. Ich muss dann ständig räuspern und stoßartig Luft "rauspusten" was mit einem Stimmgeräusch verbunden ist. Hört sich komisch an ich weiß. Ist es auch! Dadurch verspanne ich noch mehr und traue mich nicht mehr normal einzuatmen. Dann habe ich das Gefühl das Essen bleibt im Hals stecken und wegen der komischen Atemweise wird mir extrem schwummerig im Kopf und meine Ängste verstärken sich natürlich. Der Kloß ist dann nach dem Essen auch noch vorhanden. Und das Spiel geht weiter: Husten, räuspern, falsche Atmung. Es dauert manchmal Stunden bis ich wieder normal "leben" kann. Abends ist es natürlich am allerschlimmsten...

Kein Sport und Rauchen ist natürlich wirklich nicht so das Wahre. Aber ich bezweifle stark, dass die Symptome daher kommen! Hast du mal auf die Spannung deines Bauchs geachtet? Speziell in den schlechten Momenten?

Deine Atemnot kommt also von der Angst bzw. der Anspannung? Nicht direkt von dem Kloß im Hals? Also es bringt auch nichts wenn du etwas trinkst oder so?

Ich möchte nochmal sagen, dass es ziemlich warscheinlich ist, dass unsere Beschwerden psychogen sind! Deine Geschichte bzgl. des Stresses zu Hause also, dass du dich allein gelassen fühlst etc. sprechen sehr dafür. Ganz ehrlich: mir geht es exakt genauso!!!

Eine andere Frage die du nicht mir beantworten musst. Einfach dir selber: Kannst du dein Herz nicht öffnen oder willst du es gar nicht? Jedem musst du ja nicht dein Herz ausschütten, aber es gibt doch sicherlich Menschen mit denen du dich sehr gut verstehst oder? Mein Tip wäre es zu lernen, das du deine Gefühle äußerst und sie nicht mehr versteckst oder unterdrückst. So was kann auch mächtige Anspannung hervorrufen und wenn man die nicht richtig verarbeitet macht evtl. der Hals Beschwerden. Es ist offensichtlich: du willst so nicht weitermachen!?!

Jetzt weißt du zumindest, dass viele das Problem kennen und sogar selbst darunter leiden.

Ach so - noch etwas zur Anspannung unter'm Kiefer. Bei mir ist die Anspannung ziemlich genau rechts und links unterhalb des Kehlkopfes. Ich spüre es auch mit den Händen wenn ich Schlucke. Interessant ist es auch, wenn man sich beim Schlucken im Spiegel beobachtet. Man kann einige "Fehler" entdecken. Nenne wir es lieber falsche Angewohnheiten.

@ Alle

Wow, wir haben Zuwachs bekommen. Das freut mich auch :-) Natürlich ist es schade, dass es Menschen gibt die unter sowas leiden, aber als Leidender ist es doch erleichternd zu wissen kein Rad ab zu haben! Bzw. nicht der einzige damit zu sein.

Mich interessieren eure Atembeschwerden. Vor allem die Ursache. Also, ob sie durch einen Fremdkörper im Hals verursacht wird oder durch Anspannung des Bauches. Bei mir ist es zweite Annahme, denn der Fremdkörper würde ja extremen Husten auslösen und das ist bei mir nie der Fall. Lediglich der berühmt berüchtigte Kloß sowie ein anderes Gefühl von etwas was da nicht hingehört. In etwas der Kehlkopfregion. Ich traue mich, wie oben erwähnt, bewusst nicht richtig einzuatmen. Mein Bauch bzw. mein Zwerchfell (?) blockiert dann irgendwie.

Habe übrigens mal recherchiert. Habe ein anderes Forum entdeckt und da hat eine Frau gepostet, dass sie den Kloß wegbekommen hat, indem sie Urin gegurgelt hat jeden Morgen...ich erspare mir einen Kommentar! Jedoch möchte ich eins loswerden: wer weiß, wer weiß?!?!?!

Darf ich noch fragen, ob ihr Frauen oder Männer seid? Habe gelesen, dass 2/3 der an Phagophobie(?)-Leidenden Frauen sind. "Nur" 1/3 sind Männer. Zu der Minderheit gehöre ich auch.

Freue mich auf euere Rückmeldungen und wünsche eine angenehme Zeit.

LG

Zatoichi

mVystkeryx6


Hey,

ich muss mal wieder schreiben :°( seit gestern geht gar nix mehr. Ich hab ANDAUERND ein Fremdkörpergefühl im Hals. Ein HNO-Arzt schickt mich nach Ostern zu einer Strahlenuntersuchung, um auszuschließen, dass die Schluckbeschwerden bei mir organischer Natur sind.

Kann seit gestern nix anderes mehr essen als Joghurt oder Weißbrot :°( Bin auch etwas erkältet im Moment. das erschwert alles noch zusätzlich :°(

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Hallo,

ich habe lange gesucht und nicht geglaubt, dass es noch andere betroffende Menschen gibt, die die Schluckangst nachvollziehen können....bis ich auf dieses Forum hier gestoßen bin! Ich heiße Stefanie, bin 1989 geboren und leide seit meinem 14. Lebensjahr unter einem Kloßgefühl, hinzukommender Atemnot und Schluckangst. Natürlich nicht von heute auf morgen.. es hat sich über die Jahre (mittlerweile 7) immer weiter verschärft, es kamen auch weitere Angstzustände und Depressionen hinzu. Natürlich gab es zwischendurch auch bessere Zeiten, wenn es die nicht gäbe, hätte man die Hoffnung ja schon längst aufgegeben! Aber es gibt immer wieder genug Gründe, sich am Leben zu erfreuen, auch wenn man in Angelegenheiten was das Essen betrifft oft sehr stark eingeschränkt ist.

Ich hatte schon als kleines Kind ab und zu irgendwelche Ängste und auch schon vor dem Verschlucken, was ich damals aber gut allein bewältigt habe, indem ich anfing an eine gute Fee oder Gott zu glauben, der mich beschützt. Das hat dann auch geklappt. Mit 12 Jahren ging es mir blendend, ich hatte meine Kindheitsängste überwunden und fühlte mich stark... zu meinem 14. Geburtstag bekam ich eine feste Zahnspange, aber nicht nur das, sondern auch einen Gaumenbogen aus kleinem Metalldraht, welcher am oberen Gaumen (innen) festgemacht ist..meine Zunge kam ständig daran, schon das Leerschlucken viel schwer und Essen (feste Nahrung) blieb natürlich daran hängen... so hat sich im Verlaufe mein Essverhalten immer mehr verändert..hinu kamen starke Nacken und Kieferverspannungen durch die Zahnspange.

Als meine Oma in diesem Jahr auch noch gestorben ist (sie war eine enge Bezugsperson) fing das Kloßgefühl dann richtig an und eine lange, sehr lange reihe von Arztbesuchen... und schlimmen Abenden und vor allem Nächten...

Ich möchte fürs erste erstmal nicht weiterschreiben..

nur sagen, dass ich euch verstehen kann..ich kaufe selber nur Suppen, joghurt, apfelmus, kartoffelbrei usw...bin sehr stark im sozialen Kontakt eingeschränkt und natürlich auf Arbeit...

Was die ganze Sache schlimmer macht: je länger man sich nicht traut, etwas bestimmtes zu essen!!!! Wenn ich gestern Weißbrot gegessen habe, denke ich mir: heute gehts auch, da ich es gestern hinbekommen habe...aber wenn ein paar tage dazwischen liegen, wird die Angst immer größer sich zu verschlucken...dann lieber doch nur einen Joghurt...obwohl man ja sogern etwas anderes essen möchte...

Momentan bin ich in logopädischer Behandlung (Schlucktraining und Zungenmuskulatur stärken) und bekomme Physiotherapie.

In psychologische Behandlung werde ich mich wieder begeben,...denn Depressionen sind bei dieser Angststörung mit inbegriffen =( man sieht andere ständig und problemlos essen...das nagt an der seele...

Ich wünsche euch allen hier im Forum viel Kraft!!! Wir packen das!

Liebe Grüße

Steffi

jEohan.nWes_m


Hallo zusammen,

ich hab leider auch das gleiche Problem und das schon seit vielen Jahren. Es gibt immer wieder Momente, da geht es etwas besser und dann geht fast überhaupt nichts mehr. Am schlimmsten ist es immer, wenn andere Leute anwesend sind, weil man dann den Eindruck hat, die konzentrieren sich nur noch auf mich und alle kriegen mein Problem mit und reden hinter meinem Rücken darüber. Ich hab mir sehr viele Gedanken über diese Thematik gemacht und finde es sehr erleichternd, dass hier die Möglichkeit ist, sich auszutauschen. Im Alltag kann man nämlich mit kaum jemand darüber sprechen, selbst wenn man sich mal jemandem anvertraut hat dann kann der andere das selten nachvollziehen.

Das ist eine klassische Phobie, eine irrationale Angst vor etwas, was 99% der Menschen keine Probleme bereitet. Wo kommt das her frage ich mich? Ist das wirklich nur so ein blödes erlerntes Muster? Auf jeden Fall wird dieses Muster durch ständiges Bestätigen immer stärker, aber was ist die Ursache, die dem zugrunde liegt. Warum entwickeln diese Angst nur so wenige Menschen aber warum hat sie uns dann so fest im Griff? Ich glaube, das ist wie ein Virus, wenn es dich einmal infiziert hat dann trägst du diesen Gedanken in dir und du musst irgendwie lernen, damit umzugehen. Aber noch mal zu der Ursache. Ich würde mal vermuten, alle Leute, die von der Phagophobie betroffen sind sind sehr sensible, feinfühlige Menschen. Sie machen sich Gedanken über sich und das Leben. Es ist eine Mischung verschiedener gängiger Ängste, die da in einen Topf gepackt werden. Die Angst vor dem Sterben, die Angst vor Kontrollverlust, in diesem Zusammenhang die Angst, dem eigenen Körper nicht vertrauen zu können, die Angst, nicht genug Luft zu bekommen oder nicht schnell genug Hilfe zu bekommen (hier schreiben ja einige, dass sie im Flugzeug besonders Probleme haben- das kann ich auch bestätigen), also hat das eine klaustrophobische Komponente. Mich würde mal interessieren, wie es mit Aufzugfahren mit euch aussieht. Ich hab da auch Probleme und wenn man sich dann noch vorstellt im Aufzug was Schlucken zu müssen macht es echt unangenehm.

Ich fände es mal aufschlussreich wenn die Leute hier aufzählen, welche Faktoren die Angst schlimmer machen und welche Faktoren die Angst verringern. Also Eingesperrtsein fernab von jeder Hilfe macht es schlimmer, wie sieht es aber aus in der Notaufnahme im Krankenhaus zu essen, wo Hilfe jederzeit vor Ort ist. Beruhigt das? Wenn jeder mal so einige Faktoren aufzählt können wir vielleicht ein gemeinsames System darin erkennen und uns gegenseitig helfen. Das wäre sehr schön! Und für die Zwischenzeit macht euch bewusst, euch kann objektiv gesehen nichts passieren. Diese Angst ist absolut irrational, aber gerade deswegen bereitet sie uns ja solche Probleme.

Viele Grüße

Johannes

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