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Schluckangst

Zpato[ichi


Hallo Johannes,

nun, bei mir wird die Angst durch reale Symptome getriggert. Deshalb würde ich es nicht ganz auf die Psycho-Schiene schieben. Das Essen geht nun mal oft nicht richtig runter - zumindest empfinde ich es so. Außerdem habe ich dieses Gefühl in der Lunge als wäre was drinne. Es ist aber nie was drinne. Wenn ich huste ist alles frei. Vl. mal etwas Schleim im Rachen, aber das ist ja klar.

Das Gefühl wird besser, wenn ich aufrecht sitze bzw. ein Hohlkreuz mache. Dann ist aber das Problem, dass ich nicht richtig in den Bauch atmen kann - also Zwerchfellatmung. Als würde ich gegen einen Widerstand atmen.

Wenn das Globusgefühl auftaucht, blockiere ich von Bauch bis Brust vollständig aus Angst etwas falsches einatmen zu können.

Was die Angst verringert? Nun ja, Symptomfreiheit verhindert natürlich schon mal die Angst. Außerdem sind bei mir die Symptome oft besser wenn ich in Bewegung war. Im Gegensatz dazu schlimmer wenn ich ständig auf dem Schreibtischstuhl hocke. Trotz des Wissens darüber, erst Recht zu Wissen, das ich ja niemals was aspiriert habe, verschwindet die Angst nicht.

DESHALB gehe ich davon aus, dass es

1. eine unentdeckte organische Ursache haben muss (meine Ideen als Laie wären Zwerchfellbruch und/oder Muskelverspannungen an Hals und allgemein Oberkörper) oder

2. psychische Konflikte dafür verantwortlich sind, also die Angst nur ein Ausdruck dafür ist die man so nicht behandeln kann wenn die Wurzel nicht gefunden wurde.

rRech9e]rcxhe1


Guten Tag,

wir suchen eine Person im Alter von 25-45 Jahren, die unter Schluckangst (Phagophobie) leidet und sich bereiterklären würde, sich für einen TV – Beitrag mit der Kamera begleiten zu lassen. Wir möchten dadurch die Problematik der Krankheit an die breite Öffentlichkeit herantragen. Falls Sie unter dieser Krankheit leiden oder jemanden kennen, der auch unter der Phagophobie leidet, wenden Sie sich bitte an uns über folgende E-Mail-Adresse:

rtlrecherche@gmx.de

gHerex24


Hallo...

Wie ich gesehen habe, bin ich nicht alleine mit diesem Schluckverhalten...was mich sehr beruhigt.

Ich bin jetzt 24 Jahre alt und habe dieses Problemm seit einem Jahr... habe 15 kilo abgenommen, durch diese ganze sache. es fing bei mir an das ich mich bei einem Bonbon verschluckt habe ich konnte nicht mehr atmen nicht mehr Schlucken, und mein Sohn neben mir und wusste nicht was machen. Ich war aber völlig ruhig in diesem moment, doch danach fing alles an. Ich bekomm Zytomekalie- Virus mein Hals war entzunden und ich konnte bei jedem bissen spühren wo was ist. Ich verschluckte mich dauernd bekam panikattacken. Dann konnte ich gar nicht zu mir nehmen alle machten sich sorgen und dachte ich sei magersüchtig und meine erklärungen wurden nur belächelt. ich habe eine sehr starke form diese Krankheit sogar jedes essen ,suppe, muss durch ein sieb.

Vor einem halben Jahr was ich bei einer Verhaltenspsychologin ich konnte immer mehr essen sogar Brot,lasagnie, Teigwaren ich wurde immer sicherer bis ich mich wieder bei Brot versckluckt habe und hängen blieb. Ich bin wieder am anfang. Ich hatte durch di Geschichte einen extremen Kalium Mangel bekommen was lebensgefährlich ist.Jetzt ernähre ich mich von bananenshake, jogurt. Ich habe auch nicht abgenommen sonder zugenommen. Es ist wirklich traurig mein Sohn und mein Mann essen am Tisch und ich schaue zu obwohl ich am liebsten alles essen möchte. sogar wenn ich etwas im Mund habe denke ich ich könnte ersticken...wirklich schlimm ich möchte kämpfen doch ich weiss nicht wie ich bin wie bessen von dieser Angst. Mein sohn konzentriert sich auch auf den Hals obwohl ich versuche nicht anmerken zu lassen.ich denke niemand wo diese krankheit kennt kann sich wirklich vorstellen wie man sich fühlt.ah Ich habe auch Angst wenn ich zähne putze das eine Borsten abbricht und stecken bleibt. Ich denke wie mehr man Angst hat wie schlimmer wirds. durch meine Psychologin bearbeite ich ein buch wie man mit Angstörungen umgehen kann.ich möchte ändlich wieder essen gehen können wieder dick sein und gesund als schlank und krank ;-) früher war ich ein vielfrassund ass alles ich möchte wieder so sein wie früher und nicht schweissausbrüche und panikattaken bekommen bloss meim essen so wie suppe usw. Ich würde gerne euch fragen die es schon hinter sich haben wie habt ihr das bekämpft, wie seit ihr das losgeworden. ich würde mich sehr freuen für einen Erfahrungsaustausch ;-D vielen dank

Liebe Grüsse gere24

S3ternTchen_m89


Huhu gere,

mir geht es ähnlich bis fast genauso!! Es gibt tatsächlich Leute, die das gleiche Problem haben, obwohl man es sich kaum vorstellen kann…für alle Leute ist das Essen ja so normal! Selbst wenn sie sich verschlucken, denken sie nur kurz danach einmal daran, um es im nächsten Augenblick wieder zu vergessen! Angefangen hat es bei mir damals auch durch verschlucken einer Zuckerschote..und danach Panik…und ich hatte eine feste Zahnspange, wo das Essen zusätzlich immer hängen blieb!

Es wurde ja nicht von heute auf morgen soo schlimm, dass ich fast alles durchsieben musste bzw. pürieren..mit der Zeit eben…(mittlerweile hab ich das Problem 7 Jahre-mal besser mal schlechter)..es stehen nur Joghurt, Suppen, Kartoffelbrei, Toast evtl…auf dem Programm…

Es ist wirklich traurig mein Sohn und mein Mann essen am Tisch und ich schaue zu obwohl ich am liebsten alles essen möchte. sogar wenn ich etwas im Mund habe denke ich ich könnte ersticken...

Jaa genauso geht es mir auch..ich habe früher sooo gerne gegessen …war/bin normalgewichtig.. meine mum und mein dad essen auch sehr gerne. Zuschauen macht einen total fertig und depressiv..jaaaa selbst der kleinste krümel im Mund,…

Du musst dir bewusst machen, dass der Schluckakt ja eigentlich ganz von selbst abläuft…wurden bei dir schon organische Dinge von einem Arzt ausgeschlossen? Also funktioniert dein Schluckakt wirklich normal? Dann ist es nur die Erwartungsangst/Panik die einem den Hals zuschnürt und auch verschlucken lässt…Versuche dich erstmal nicht so unter Druck zu setzen! Auch gerade in Zeiten, wo es eh viele psysische Belastungen für einen gibt, wird es wieder schlechter……

Was habt ihr denn genau in der Verhaltenstherapie gemacht? Siehst du, es ging ja schon wieder besser!

Wünsche dir viel Kraft

Sternchen, 21

s?un]shinxey


das problem ist das man zu stark auf das schlucken und den hals fixiert ist.............mein tip dazu, ablenken beim essen, ich habe zeitweise unterm arbeiten gegessen, immer wieder einen bissen..........irgendwann vergisst man wieder permanent darauf fixiert zu sein, ich denke ich bin davon geheilt, hatte das problem jahrelang.........wünsche euch alles gute :)*

Sfte}rntche.n_89


Hey sunshiney,

was heißt denn jahrelang? Jaaa es wird einfach zur Gewohnheit, dass man sich zu sehr darauf konzentriert!!! Find es klasse, dass du es geschafft hast! Sicherlich auch in kleinen Schritten ???

Kannst du jetzt wieder alles essen, oder wie ist das ???

:)^ :)*

LG

s~uns?hieney


hallo sternchen, 6 jahre hatte ich diese angst.........eigentlich esse ich alles wieder, nur manchmal denke ich kurz, das könnte gefährlich werden ;-D aber wie gesagt das sind kurze gedanken, klar geht das nur in kleinen schritten und es gibt auch anfangs immer wieder mal rückfälle, dafür hab ich jetzt tausend andere ängste, bin angstpatient, aber das ist ein anderes thema %-|

s4iennna25


Hallo zusammen,

habe jetzt schon ne weile mitgelesen und mir tut es gut, dass es noch andere gibt, die das gleiche problem haben, auch wenn es natürlich umso schöner wäre, wenn wir es alle erst gar nicht hätten ;-) mir geht es sehr ähnlich wie gere24. ich bin 25 jahre alt und habe diese angst seit fast 2 jahren. angefangen hat es nicht mal damit, dass ICH mich verschluckt habe, sondern dass ich dabei war, als ein anderer am essen schier gestorben ist. das hat sich irgendwie so stark in mir reingebrannt, dass ich seitdem mit dieser schluckangst lebe- mal besser, mal schlechter.

morgens klappt es wie bei vielen von euch besser, ansonsten ernähre ich mich nur von pürriertem und joghurt etc. habe leider auch viel abgenommen.

ich bin in psychologischer behandlung, nur leider bringt es nicht sehr viel. zum einen kennen wenige diese "krankheit" und zum anderen denke ich, ist es -zumindest bei mir- zu einer art gewohnheit geworden, eine art "antrainiertes essen". damit meine ich, dass ich durch die angst verlernt habe richtig, also unbewusst und automatisiert, zu schlucken.

ja dieses beobachten von anderen leuten, die normal eine fettige, leckere pizza in sich reinstopfen, ist manchmal unerträglich und so unfair. es ist doch einfach nur essen, warum kann ich es nicht mehr?! denkt man da.

was ich auch denke ist, dass dieses hals-fixiert-sein mitschuld ist. dieses ständige mund ausspülen, schlucken, räuspern- ja kein krümel im mund lassen, man könnte sich ja verschlucken!...

ABER, und das sag ich mir immer wieder: jede angst lässt sich besiegen, also können auch wir eines tages wieder annährend normal essen!!! :)

mein nächster schritt ist die logopädie. sobald ich einen termin hab kann ich berichten ob es was bringt.

bis dahin alles gute und viel trinken bei der hitze und minearlstoffe und vitamine zu euch nehmen ;-)

sienna

m%yyst%eryx6


Hey ihr,

ich wollt mich auch mal wieder zu Wort melden!

Erstmal Willkommen an alle "Neuen" hier, die sich auch schon seit Jahren mit dieser schrecklichen Angst "Phagophobie" leben und sich irgendwie durchs Leben "quälen".

@ sienna:

angefangen hat es nicht mal damit, dass ICH mich verschluckt habe, sondern dass ich dabei war, als ein anderer am essen schier gestorben ist

ist dieser jemand wirklich daran gestorben, also dadurch, dass er am Essen erstickt ist?

omg, naja so erging es mir ja selber vor ca. 8 Jahren. Da bin ich auch tatsächlich fast erstickt, weil mir eine ganze Schogette in die Luftröhre kam. Wenn ich nru daran zurückdenke, könnte ich sofort wieder Panik kriegen.

Ich habe auch von jemandem gehört, dass ein sehr guter Freund mal beim Essengehen abends an irgendwas erstickt ist, also bekam erst keine Luft usw. Gestorben ist er aber wohl letztenendes daran, dass er dadurch einen Schock erlitten und sein Herz es nicht mehr mitgemacht hat... grausam so etwas...

Aber wir dürfen nicht an so etwas denken. Eigentlich sollte und ist Essen etwas Wundervolles, es ist lebensnotwendig und JA, eigentlich sollte es selbstverständlich sein, normal essen zu können! Aber durch unsere ganzen Ängste blockieren wir uns selber daran und "verlernen" dieses "Normale" Essen total.

Ich bin nun auch schon seit einer Weile bei einer Logopädin in Behandlung. Hatte gestern meine 7. Sitzung dort und es war das 3. oder 4. Mal, wo wir mit Essen "geübt" haben. Manchmal will es einfach nicht so klappen. Meine Logop. sagt auch immer, ich solle mir so langsam abgewöhnen, jeden Bissen mit Wasser/Säften runterzuspülen, da ich endlich wieder lernen und es schaffen soll, auch mal ohne Flüssigkeit das Essen runterzuschlucken. Also noch läuft es ziemlich naja. Aber ich hoffe wirklich, dass es bald endlich bergauf geht. Die Logo hat mir auch wirklich etwas Angst genommen, denke ich, ich räsuper mich auch nicht mehr so oft wie noch vor einer Weile.

Man muss auch viel Geduld mit sich bringen und das Allerwichtigste: WILLEN! Man muss es eben wollen und auch etwas dafür tun, dass es wieder besser wird! Von alleine wird es wohl kaum von heute auf morgen aufeinmal klappen!:(

Aber irgendwann werden wir alle es hoffentlich schaffen und wieder ganz normal wie alle anderen essen können, ohne uns überhaupt Gedanken darüber machen zu müssen!!!!

Liebe Grüße

gTetre224


Hallo ;-)

Ja bei mir wurden schon viele Untersuchungen gemacht...bei mir läuft der Schluckverlauf ganz normal,bei trinken verschlucke ich mich nie...Es ist einfach der Teufelskreis im Kopf der mich unterdrückt ;-) Die Angst von der Angst, nochmals diese hilflosigkeit zu erleben. Obwohl in der Regel bei essen wenn man sich verschluckt im grunde wieder alles aus hustet. Doch ich bin zu fest gefahren. Ich beschäftige mich mehr oder wendiger den ganzen Tag mit dem Hals. ich bin völlig eigeschränkt im Leben. Bei meiner Verhaltenstherapie habe ich gelernt mit der Angst zu reden es belächeln zu sich stehen...ich bekam soviel mut da ich immer mehr versuchte...habe alles aufgeschrieben was ich mehr zu mir genommen habe...doch als ich bei einer Psychiaterin war da ich noch zum ganzem misst generalisirte Ängste habe, hat sich bei mir wieder verschlechtert. Mein Mann unterstützt mich auf jede art und weise, und für ihn ist es nit einfach alles zuzusehen, ging mit mir zu jedem Arzt und psychologin. damals als wir zusammen kamen war ich gesund war sehr attraktiv, mein Mann ist für mich ein Traummann sieht gut aus ist Spanier seine Ex ein Model, da denke ich immer, ich würde au gerne wieder normal sein, freude am Leben am Essen ohne Kummer und Sorgen, und das er villeicht einmal ein normales leben, Leben möchte... Und ich bin so dankbar das er mich schätzt so wie ich bin obwohl wir nicht mehr zusammen essen gehen können zu weit weg gehen da ich zuhause essen muess... mein Sohn ist trotz meine probleme ein fröhliches Kind...puhhh bin ich dankbar obwohl er auch ängstlich ist.. dank für eure Antworten

Ich bin so froh das ihr die gleiche Verhalten zeigt bei stückchen im Mund wie ich...hihi

Das mit der Therapie wie ihr sie beschreibt hat doch mit sprechen zu tun ,was macht man dort genau ???

Eine Frage habt ihr manchmal auch Kreislaufprobleme oder sonstige Körperliche Probleme ???

ah Ich lerne mit einem Buch meine Ängste unter Kontrolle zu bringen ist super damals hat es mir geholfen jetzt muss ich wieder daran arbeiten..... :)^

Bis bald *:)

S\ternchxen_89


Für alle Betroffenden:

Es ist wunderbar, dass es ein Forum wie dieses gibt und vor allem diese Beiträge zur Schluckangst!! Nirgendwo sonst findet man etwas zu UNSEREM Problem..wer kennt schon Phagophobie? Oder kann sich unter "Schluckangst" wirklich etwas vorstellen?

Ich bin der Meinung, wir sollten uns noch mehr verständigen und austauschen (DA WIR NUN MAL SOO WENIGE SIND)..auf der einen Seite zum Glück, dass nicht mehr Menschen davon betroffen sind, jedoch ist es sehr schwer irgendwo Hilfe zu finden.

Was haltet ihr von einer SELBST-HILFE-GRUPPE? Wir haben alle mehr oder weniger Erfahrung in der Psychotherapie..so wie ich gelesen habe, waren schon einige in Verhaltenstherapien, oder sogar beim Logopäden, um das Schlucken zu üben! All diese Erfahrungen könnten wir auch mal nicht virtuell austauschen, sondern im realen Leben!

Wir könnten uns gewisse Ziele setzen, und berichten ob es funktioniert hat, uns in schwierigen Zeiten beistehen und gemeinsam unsere Angst besiegen!

Denkt drüber nach! Wie ich gelesen habe, sind die meisten hier auch noch ziemlich jung (also denke ich mal auch flexibel- man muss sich ja nicht oft treffen!). Die Frage wäre, wo ihr alle so herkommt und ob man dann eine gute Übereinkunft für einen Ort finden könnte! Es muss ja nicht oft sein – viermal im jahr, dreimal, zweimal, selbst ein einmaliges jährliches Treffen mehrerer Betroffener wäre doch mal was :)= :)^

SSternc\hen_8.9


achso das wurde hier schonmal erwähnt:

[[https://springerlink3.metapress.com/content/w745003w87417109/resource-secured/?target=fulltext.pdf&sid=qdoxywj2awflae55s215loex&sh=www.springerlink.com]]

hat das jemand gekauft ??? Ich bin am überlegen...

Vuarix80


hallo zusammen,

wieviele doch dieses problem haben....das hätte ich nicht gedacht.

ich war immer ein sehr spontaner mensch, bin oft übers we weggefahren, oder hab viel unternommen, aber nun ist alles anders.....

kurzversion meines letzen jahres:

ich habe seit letztes jahr 31.7.2009 diese angst.

ich habe mich abends an einem stück pizza verschluckt, bin panisch aufgestanden, in den flur gerannt, habe nach luft gerungen, mich im spiegel gesehen.....panik panik panik, mein freund hat mir auf den rücken gehauen usw und irgendwann bekam ich wieder luft. keine ahnung, ob ich das stück runtergeschluckt habe oder es ausgespuckt habe, da kann ich mich nicht mehr dran erinnern.

an dem abend hab ich nichts mehr getrunken oder gegessen.

am nächsten morgen wollte ich bei meinen ellis frühstücken, machte mir ein brot und bin dann mit meiner mom u den hunden rausgegangen, wollte unterwegs essen. habe abgebissen, aber ich konnte es nicht runterschlucken... blockade!!!

ab da fing es an... ich hab den ganzen samstag nichts mehr gegessen und getrunken.

sonntag wollte ich dann ein glas wasser trinken...panik kam hoch...konzentriert...blockade, direkt ausgespuckt, die angst war zu groß das wieder das gleiche passiert wie mit der pizza....

habe ab dann nur noch pudding (nur bestimmte sorten, die eine bestimmte konsitenz haben) gegessen.

habe meiner mom usw erstmal nichts gesagt, wollte nicht das sie sich sorgen macht.

bis ich zusammengeklappt bin u es mir absolut mies ging.

bin weiter arbeiten gegangen...es war so schwer nichts zu trinken u essen auf arbeit....

eine woche später sind wir zu grillen eingeladen worden...bin mitgegangen u habe einfach gesagt, dass es mir vom magen her nicht gut geht, deshalb esse ich nichts.

naja, zwei stunden später als ich mir eine zigarette angemacht habe wurde mir soooo schlecht, das dies meine letzte war. (ich habe 15 jahre geraucht und ca ne big box am tag). aber ich hatte auf einmal solche angst, dass ich an diesem rauch ersticke und das er in die falsche röhre gelangt. das ist er einzige positive nebeneffekt... :-(

ich hatte dann bis ca januar ungefähr 10kg abgenommen, ich hatte nur noch 49kg gewogen. mittlerweile wiege ich fast wieder 60kg ;-)

habe viele höhen u tiefen in diesem jahr jetzt erlebt (mehr tiefen), und auch viel viel ausprobiert. ich habe immer gedacht, ich bekomme es alleine in den griff...

z.b.

-gesprächstherapie (privat bezahlt, in der 5.stunden meinte die dame, dass ihr das ganze doch eine nummer zu gross ist, ich sollte mir doch lieber jem. anders suchen)

-wingwave (viel geld ausgegeben (fast ca 1000eu, leider hat es nicht geholfen)

-hypnose (bei zwei verschiedenen, hat leider nicht geholfen, nur mein geldbeutel ist um sehr viel geld geschrumpft, 1. ca 500eu, 2.etwas über 2400eu)

-selbsthilfebücher über angst (haben mir nicht bei meinem problem geholfen)

-klopftherapie -eft- (hat einbildungsweise ein wenig geholfen, man muss dran glauben, aber wenn man nicht so recht weiter kommt, dann verläuft es sich im sand... war zumindest bei mir so)---kann sowieso bei allem nur von mir selbst erzählen, wie es bei anderen hilft usw das weiss ich nicht u kann ich nichts zu sagen, ich kann nur von meinen erfahrungen erzählen!

-handauflegen (geistesheilung) bei einem heilpraktiker (zuuu viel geld....ca 600eu, hat mir nicht geholfen)

sooo das wars erstmal....

naja, wie gesagt, nichts hat geholfen....

bin dann vor nem monat ca zusammengeklappt u habe hyperventiliert, dort im krankenhaus habe ich dann einen arzt kennengelernt, er kommt aus italien und ist nur ein jahr hier in deutschland. ihm habe ich mein problem geschildert und er sagt, dass er in der nähe eine ärztin kennt, die mir helfen kann.

einen monat später hatte ich dann einen termin bei ihr.

sie ist sehr sehr menschlich und sagte, dass sie mich versteht (die erste person überhaupt) und das sie solche patienten schon hatte und diese können wieder ganz normal essen und trinken.

ich musste so weinen!!! sie hat mich in den arm genommen, das war ganz toll von ihr!

sie hat gesagt, dass ich jetzt erstmal meine eigene biografie aufschreiben soll und das ich thai chi u ergotherapie machen werde.

UND: ich soll in ca 2-3 monaten in eine psychosomatische klinik (klinik zum heiligen geist in frankfurt) für ca 3 monate. sie selber hat dort mal gearbeitet und kennt die ärzte und die arbeitsweisen dieser. sie sagt dort wird mir geholfen. dort waren schon öfters solche patienten.

diese klinik ist mit einem normalen krankenhaus zusammen gekoppelt, ist in so einem fall besser....man ist abgesicherter falls mal was passiert.

aber wie wir ja alle wissen ist es nur KOPFSACHE und ein BLOCKADE!!!

also: man kann wieder gesund werden, es kann einem geholfen werden!!!

es wird ein langer harter weg, aber es lohnt sich!!

ich war in dem jahr sehr niedergeschlagen....habe viel geweint, schlechte laune gehabt und irgendwie depressiv.....

aber es wird...!!!!

habe auch immer einen trockenen mund, wird zeit das ich wieder normal trinken kann....das macht mich auch immer sehr fertig.

mein problem ist auch noch:

es hat sich so eingespielt dass ich nur essen kann wenn ich geschlafen habe und jemand in der wohnung ist.

also ich stehe morgens auf : mittlerweile kann ich morgens

1-2 scheiben stuten mit butter und fleischwurst essen

1 grießpudding

1 dani sahne pudding pistazie

1 süße welle (himbeer)

1 süße welle (waldmeister)

ENDE, an guten tagen bekomme ich noch etwas vom trinkpäckchen runter...ansonsten war es das erstmal.

dann kann ich erst wieder essen wenn ich mich nachmittags wieder hingelegt habe.

mittlerweile kann ich dann zb. kartoffeln mit soße, kartoffeln mit spinat, kartoffeln mit möhren u soße, nudelsalat oder kartoffelpürree essen.

meine mutter macht dann während ich schlafe das essen damit es noch warm ist wenn ich wieder aufstehe.

einfach so zwischendurch geht das mit dem essen bei mir gar nicht, da ist die angst viel zu groß.

natürlich habe ich auch sehr viel angst vor dieser klinik, das es alles doch nicht hilft usw aber diese gedanken versuche ich nach hinten zu schieben....warum sollte mich meine ärztin anlügen, da hat sie nichts von.

natürlich hat nicht nur dieses pizzastück damit zu tun....das war wohl nur der auslöser für sachen, die ich nicht mehr schlucken will....aber das sind sachen die davor passiert sind....bei mir weiss ich das mir oft der boden unter den füßen weggerissen wurde, sei es durch trennungen oder tod...ich habe verlustängste und diese sind sehr enorm....

so, ich hoffe das wir uns hier gut austauschen können und uns unterstützen können.

es gibt wenig ärzte die mit unserem problem vertraut sind, bis wir an die richtigen geraten vergeht ZU VIEL zeit :-(

ich kann euch nur raten, ruft / email oder kontaktiert sonst wie psychiater, schildert euren fall und fragt ganz genau ob sie solche fälle oder ähnliche schonmal hatten und diese kuriert sind. wenn nicht, dann sucht weiter.

man möchte ja auch kein versuchskaninchen sein....

wenn jemand interesse hat mit mir per pn / email kontakt aufzunehmen, dann scheut euch nicht, denn ich würde mich freuen.

gemeinsam aufbauen, sich stärken usw find ich gibt ziemlichen halt.

bis dahin....

ich wünsch euch alles gute!!! :-)

lg

vari

ps: im nachhinein sehe ich, dass meine "kurzversion" doch sehr lang geworden ist..... ;-)

V:arix80


ahh mir fällt grad noch ein:

logopädie und massagen hatte ich im februar noch ausprobiert....hat mir aber leider nicht geholfen, die logopädin hat mir zwar alles gut erklärt, aber das wars....sicher hab ich mich dadurch trotzdem nicht gefühlt und die massagen waren zur entspannung ansich für den moment ganz nett.

achja, ich weiss ja nicht wie es euch so geht u wie ihr denkt, aber ich habe manchmal das gefühl, dass ich die kontrolle über ich selbst verloren habe und auch mir nicht mehr vertraue. und ich finde wenn man sich selbst nicht mehr vertraut, wie soll das dann auch funktionieren? ich habe zb angst das mein schluckreflex manchmal einfach einsetzt.... .....alles nur kopfsache, organisch usw ist bei mir alles in ordnung, war ja auch schon beim hno arzt, beim internisten und vor ca 2 wochen bei meinem endokrinologen, weil ich vor 4 jahren die halbe sd rausbekommen habe, aber nein....es ist alles in ordnung.....es ist nur kopfsache!!!

lg

vari

s=iennax25


hallo :)

ich bin auch echt überrascht wie viele es mit dieser krankheit gibt. zuerst möcht ich sagen, dass ich die idee sich mal zu treffen -wenn irgendwie möglich- gar nicht schlecht finde. zumal es ja irgendwie nur wir selbst sind die uns anscheinend wieder heilen können. schon echt hart! es gibt soviele krankheiten, aber diese hier, die wenn ich sie jemanden versuche zu erklären, eigentlich ganz logisch ist, kennt kein mensch. nicht mal ärzte! mein hausarzt hat auch erst ganz typisch auf essstörung=magersucht getippt. schade. aber woher soll ers auch wissen, bevor ich mein erlebnis hatte, war mir das ja auch alles unbekannt. und weil ich es einfach nicht glauben konnte, dass es (wie sternchen schon sagt) rein gar nichts über phagophobie gibt, hab ich mich mal im amerikanischen netz schlau gemacht und bin total happy wie viel (im vergleich zu uns) es tatsächlich gibt!!! dort heißt es:

choking phobia, oder choking fear

eating fear

fago phobia,

traumatically acquired conditioned dysphagia,

posttraumatic eating or feeding disorder,

(childhood) onset eating disorder und

food avoidance emotional disorder.

da gibt es sogar einen kleinen film über einen mann (find ich grad nicht mehr)

aber super ist folgender artikel: EMDR treatment of children and adolescents with a choking phobia

in den usa gibt es sogar ärzte die darauf spezialisiert sind :(

@ mysetry6:

nein, die person ist nicht daran gestorben.

@ vari80:

ich kann auch morgens, nach dem schlafen, am besten essen. stopf mir da auch alles mögliche rein, weil umso später desto schlimmer. das deutet allerdings auf ein stressabhängiges symptom hin, morgens bzw nach dem schlafen sind wir am entspanntesten und im laufe des tages belastet uns immer mehr.

du hast schon so viel ausprobiert und nichts hilft, krass. ich habe jetzt auch schon mehrmals was über hypnose in dem zusammenhang gelesen, aber das klappt ja anscheinend auch nicht...

@ sternchen:

ja das buch hört sich gut an, hab ich mr auch schon überlegt :-)

ich bin mir bei mir mittlerweile echt sicher, dass der grund daran diese sache mit der selbstkontrolle verlieren ist. wir vertrauen unserem eigenen köper nicht mehr, also warum dann dem schluckreflex.

ganz wichtig ist aber auch folgende unterscheidung: wenn wir phagophobie bekommen, dann meist durch einen bestimmten auslöser (wir ersticken am essen etc.) aber die gründe sind andere. irgendwas "können wir nicht schlucken". ändern wir dann dementsprechend irgendwas in unserem leben (ich hab damals zB mein studium abgebrochen) gehen die syptome meist weg (oder werden besser) wenn es dann aber wieder kommt bzw wieder schlimmer wird, dann hat es nichts mehr mit den gründen zu tun!!! gekommen ist die krankhet wg unseren persönlichen gründen (ein "normal stabiler psychischer mensch" würde nach einmal verschlucken das erlebnis wieder vergessen) aber wenn die krankheit wieder kommt, muss man diese unabhängig von den damaligen gründen sehen. sie ist da, hat aber nicht damit zu tun, dass wir immer noch probleme oder sonst was haben. ich hoffe ihr kapiert was ich mein ":/

bei mir, wie bei den meisten, wird das schlucken manchmal besser, dann wieder schlechter. als es bei mir fast weg war, war ich so was von glücklich und in dem moment weiß ich noch wie ich mein problem damals dann als lächerlich empfand. als ich wieder schluckangst bekam, hab ich mich gefragt, was in gottes namen macht mich denn schon wieder in meinem leben unglücklich? mein studium hab ich gewechselt ich war mit allem zufrieden und ein ganz normaler mensch aber diese schluckangst kam wieder. mein psychodoc hat mir dann diese unabhängigkeit psychischer ängste erklärt. nur weil diese schluckangst wieder kommt, heißt das nicht, dass ich wieder was in meinem leben ändern muss. so, ich hoffe, das ich jetzt bisschen klarer :-)

sucht keine probleme, wo es keine gibt, genießt euer leben, diese angst geht weg!! versucht wenn ihr nichts esst auch nicht daran zu denken, ihr stellt euch selber unter druck. es reicht schon beim essen (was oft genug ist) mit der angst konfrontiert zu werden! das leben kann nicht nur auf diese angst reduziert werden.

noch etwas positives :-) : mein psychdoc meinte auch noch, dass diese angst eine der "gesündesten" ist. ein mensch mit einer anderen angst meidet diese, bis er nicht mehr kann, aber dann ist es oft zu spät, bzw sehr sehr schwierig, weil sie schon so fest verankert und fortgeschritten ist. phagophobie aber kann ja gar nicht gemieden werden. diese angst wird deshalb verhältnismäßig extrem früh bekämpft und die chancen auf 100prozentige heilung sind deshalb (auch wenn wirs nicht glauben können) extrem hoch (er meinte sogar ganz sicher).

ich finds echt super, dass es dieses forum gibt, wir schaffen das :)^

wünsch euch alles gute.

viele liebe grüße!!

sienna

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