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Vergewaltigt von meinem Freund

KNleio


Rahjas Gnade

Größtenteils sehe ich es auch so, was die Vorverurteilung betrifft und jetzt kommt natürlich das ABER, aber das hier ist für mich eine Lappalisierung:

Bei einer "Vergewaltigung" sehe ich das ähnlich: Von einem geliebten Menschen bewusst verraten zu werden, ist doch viel schlimmer, als körperliches/sexuelles Unbehagen bei einem Missverständnis zu empfinden.

Wenn sie sich vergewaltigt fühlt, dann ist es so. Fertig. Punkt. Daran geht kein Weg vorbei. Das Gefühl vergewaltigt worden zu sein, ist ganz sicher nicht damit zu umschreiben, dass es ein körperliches/sexuelles Unbehagen ist.

Umgekehrt sollte eben auch keine Frau mit dem Wort Vergewaltigung in den Raum schmeißen, ohne konkret zu werden, was sie denn genau damit meint, denn sonst entstehen eben solche mehr oder weniger hahnebüchernen Vermutungen, weil einfach Informationen fehlen und die Phantasie nunmal bei vielen Menschen groß ist.

Allerdings gibt es nun einmal aber auch Frauen (sicher auch Männer), die sich durch gewisse Handlungen ihrer Partner überfahren fühlen und dort, wo Du oder ich mit einem nein, mit Empörung, Wut oder eben einem für den Partner klar entlichen Abweisung reagieren würde, sie derart überrascht sind, dass sie nichts sagen. Das ist eben eine sehr dramatische Situation für das Opfer (aus ihrer Sicht), denn es wird sich immer als Opfer fühlen, der Täter nicht, weil er sich keiner Schuld bewusst ist, weil es gar nichts zu erkennen gab oder ihm nicht genug Einfühlungsvermögen zur Verfügung stammt. Das ist z. B. sehr oft bei Jugendlichen der Fall, ob es nun ums Küssen oder aber auch das erste Mal geht. Viele Mädchen fühlen sich nachher schmutzig, dreckig, weil sie eben nicht nein sagen, obwohl sie zuerst wollten und Mitten drin aber ein klares nein fühlten, sie aber nichts sagen. Ich hoffe nicht, dass es Väter gibt, die dann ihren Töchtern sagen würden, dass es doch eine sexuelle bzw. körperliches Unbehangen ist. Genauso aber können sie nicht hergehen und Vergewaltigung schreien, weil es zumindest juristisch keine war. Der Vater wird sich in der Regel mit der Tochter hinsetzen und sie wird schmerzlich lernen, dass sie in Zukunft etwas sagen muss, tun muss, damit sie sich nicht mehr so fühlt. Das aber geht nur dann, wenn sie ihre Töchter ernst nehmen darin, dass sie sich nun einmal vergewaltigt fühlen.

RFahhjas [Gnad|e


Das ist z. B. sehr oft bei Jugendlichen der Fall, ob es nun ums Küssen oder aber auch das erste Mal geht. Viele Mädchen fühlen sich nachher schmutzig, dreckig, weil sie eben nicht nein sagen, obwohl sie zuerst wollten und Mitten drin aber ein klares nein fühlten, sie aber nichts sagen.

Und ist das dann die Schuld der Jungs? Wieder die Anforderung: Männer sollen Gedanken lesen. Ich bin der Meinung, auch Frauen müssen wissen, was sie wollen bzw. nicht wollen und das dann klar kommunizieren. Wenn sie das nicht können, dann müssen sie es lernen. Vielleicht ist der Weg dahin von unangenehmen Erfahrungen gekennzeichnet, aber das ist dann das, was ich mit "körperlichem/sexuellem Unbehagen" gemeint habe. Diese Mädchen tun sich keinen Gefallen, wenn sie sich für "vergewaltigt" halten, obwohl ihre Freunde sie vielleicht innig lieben und keine Ahnung hatten von dem "klaren Nein", dass da so plötzlich "mitten drin" aufgekommen ist.

Der Vertrauensbruch, der Verrat, der mit einer Vergewaltigung einhergeht und sie so traumatisch machen kann, existiert nur bei einer Absicht des Vergewaltigers. Es gibt keine "unabsichtliche Vergewaltigung". Wenn es ein Kommunikationsproblem war, dann war es eben keine Vergewaltigung. Kein Vertrauensbruch. Kein Verrat. Sich dann eine solche Opferrolle zuzuschreiben, ist ganz sicher nicht hilfreich. Fair dem Partner gegenüber ist es dann jedenfalls nicht.

Ich stimme aber zu, dass es realistisch betrachtet wohl in allen Fällen durch eine bessere Kommunikation hätte verhindert werden können, und dazu gehört natürlich auch die Rücksichtnahme des Mannes.

Ich hoffe nicht, dass es Väter gibt, die dann ihren Töchtern sagen würden, dass es doch eine sexuelle bzw. körperliches Unbehangen ist.

Den Satz hab ich jetzt nicht verstanden.

Uyrsuli~nax1


Es gibt aber auch genug Männer und Leute im Allgemeinen, die kein "Nein" verstehen wollen, selbst wenn es mehrmals gesagt wurde.

RYahja*s Gnaxde


Kleiner Nachtrag an Kleio

das hier ist für mich eine Lappalisierung

Vielleicht bist du über den Begriff "Unbehagen" gestolpert, den ich verwendet habe. Damit meine ich nicht, dass das schlechte Gefühl schwach oder vernachlässigbar ist, sondern dass es sich um ein unangenehmes Erlebnis handelt, das aber niemand mit absichtlicher Gewalt verursacht.

GTras-OHalxm


ich finde es ehrlich gesagt sehr heftig, dass hier Aussagen wie "hast du denn nicht nein gesagt? Dann bist du schon irgendwo selber schuld" kommen...

Mal davon gehört, dass man in so Situationen eben NICHT mehr nein sagen kann? Weil man wie gelähmt ist? Warum wehren sich so viele Opfer gar nicht erst? Weil sie zu blöd sind? Wohl kaum..

unabhängig davon, ob es jetzt ein Missverständnis war (obwohl ich ja finde, dass man das vorher mit dem Partner absprechen sollte, was er von solchen "Überfällen" mit Fesselspielen etc. hält!) oder eine bewusste Vergewaltigung - der Threaderöffnerin geht es schlecht und das reicht auch schon. Da ist es schlussendlich egal, ob der Freund es nicht so gemeint hat bzw. das nicht beabsichtigt hat - denn sie muss ja jetzt damit umgehen können.

@ Violeta:

Zum weiteren Verhalten...ich würde schon mit ihm das Gespräch suchen und ihm auch sagen, wie es dir gegangen ist und dass es für dich sehr schlimm war. Du allein kannst beurteilen, ob es ein Missverständis gewesen sein könnte oder nicht. Wie es dann weiter geht...würde ich von deinem Gefühl abhängig machen.

R.ahjaHs Gnxade


Da ist es schlussendlich egal, ob der Freund es nicht so gemeint hat bzw. das nicht beabsichtigt hat - denn sie muss ja jetzt damit umgehen können.

Ich finde es aber nicht egal, ob da eine Absicht war oder nicht! Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das einer betroffenen Frau egal ist! Es ist doch ein ganz anderes Empfinden, wenn einem absichtlich etwas angetan wurde vom eigenen Partner!

GIraLst-Haxlm


Man kann es auch als Übergriff empfinden, wenn der Partner einem sagt, dass es wirklich nicht so gemeint war bzw. dass ihm das nicht bewusst war...

H9erxmit


Wobei manche Menschen immer gerne die Fakten verdrehen.

K3leQi@o


Rahjas Gnade

Den Satz hab ich jetzt nicht verstanden.z]

Ich meinte, dass wenn eine Tochter ihrem Vater erzählen würde, was die TE hier erzählt, er hoffentlich zu ihr nicht sagen würde, dass es körperliches/sexuelles Unbehagen aufgrund eines Missverständnisses sei, sondern er hoffentlich ihre Gefühle respektiert.

K)leio


Gras-Halm

Da ist es schlussendlich egal, ob der Freund es nicht so gemeint hat bzw. das nicht beabsichtigt hat - denn sie muss ja jetzt damit umgehen können.

Das sehe ich auch so. Wenn sie es als Vergewaltigung empfindet, dann ist es ganz egal, ob er es so gemeint hat oder nicht. Sie musste einmal da durch und das ist es, womit sie dann auch fertig werden muss.

RVahjasH Gnxade


Ich meinte, dass wenn eine Tochter ihrem Vater erzählen würde, was die TE hier erzählt, er hoffentlich zu ihr nicht sagen würde, dass es körperliches/sexuelles Unbehagen aufgrund eines Missverständnisses sei, sondern er hoffentlich ihre Gefühle respektiert.

Du meinst, er sollte ihre Gefühle nicht bagatellisieren, sondern ernst nehmen? Das würde ich für einen Vater für selbstverständlich halten. Zum Begriff Unbehagen hatte ich ja um 0:03 schon eine Klärung nachgeschoben.

Wenn sie es als Vergewaltigung empfindet, dann ist es ganz egal, ob er es so gemeint hat oder nicht.

Okay, vielleicht diskutieren wir aneinander vorbei. Ich meine, sie würde es sicher nicht als Vergewaltigung empfinden, wenn sie es selber für ein Missverständnis halten bzw. ihm glauben würde, dass es keine böse Absicht war.

Das ist jetzt vielleicht ein weit hergeholtes Beispiel, aber stellt euch mal vor, ein Vibrator hätte eine Fehlfunktion und würde euch schmerzhafte vaginale Elektroschocks verpassen. Und jetzt stellt euch mal vor, euer Partner würde das absichtlich mit euch machen. Kein Unterschied für euer Empfinden?

RFavhjas GWnaxde


Man kann es auch als Übergriff empfinden, wenn der Partner einem sagt, dass es wirklich nicht so gemeint war bzw. dass ihm das nicht bewusst war...

Ja, aber nur, wenn man ihm nicht glaubt!

GHras-|Halm


Ja, aber nur, wenn man ihm nicht glaubt!

nicht zwingend. In dem Moment, als es geschah, hat sie sich ja vergewaltigt gefühlt - klar kann sie im Nachhinein vielleicht erleichtert sein, wenn er ihr sagt, dass er es wirklich nicht mit Absicht gemacht hat bzw. nicht böse gemeint hat. Das ändert aber nicht zwingend etwas an den Gefühlen, die während des Aktes da waren...

Zumindest könnte ich mir das vorstellen. Gefühle sind nun mal Gefühle...

GTrasO-Halm


Gute Nacht! *:)

VXiolexta 88


Ich habe alle Antworten gelesen und ein paar davon haben mir wirklich geholfen. Ich schreibe keine Details zum Geschehen, weil ich das nicht noch mal alles wiederholen möchte. Die Erinnerung daran plagt mich noch genauso wie seit dem Moment :°(

Ich werde ihn nicht anzeigen, ich liebe ihn noch immer. Meine beste Freundin ist der Meinung, dass er nichts Falsches gemacht hat, weil ich seine Freundin bin und ich ihn liebe. Ich versuche ihr zu glauben. Ich bin nicht schwanger und froh darüber. Aber ich versuche ihn zu verstehen, er hat heute schon geschrieben, warum ich mich nicht mehr melde. Ich habe ihm mal gesagt, dass ich aus Liebe zu ihm alles für ihn machen würde. Vielleicht hat er das so verstanden, dass er mit mir dann alles was er will machen kann. Ich glaube, ich bin selbst schuld daran :°(

Ich danke euch für eure schönen Antworten, ich bin noch zu jung, um zu wissen, was ich jetzt machen soll.

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