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Meine Mutter hat paranoide Schizophrenie

S4. walQlisxii


Hallo Dalma

Hab bei der Gruppe ein Buch in die Hand gedrückt bekommen um zu verstehen was die Krankheit bedeutet etc.

Ich brauch dieses blöde Buch nicht, ich will es garnicht verstehen, ich will ganz einfach nur in Ruhe leben.

Sehr verständlich. Kapier ich auch nicht warum die einem gleich ein Fachbuch darüber geben. :-/ Macht so ein bißchen den Eindruck als wüssten sie selber nicht so recht wie einem da geholfen werden kann.

Ich mein, wenn man keinen Groll hegt, überhaupt das Ganze schon mehr oder weniger hinter sich gelassen hat und dann für die letzten Fragen noch Interesse hat mehr über Shizophrenie zu wissen... oder wenn sich die Persönlichkeitsstörung gerade erst anfängt auszudrücken, man als Nahestehender sozusagen überhaupt noch Kraft hat... ja da mag das vielleicht unter Umständen was bringen aber so als generelle Hilfelektüre??

Ich habe mich dann nur gefragt ob man warten will bis es eskaliert ?

Ja das ist leider wirklich so. Sie müssen für sich oder andere eine Gefahr darstellen, und die Einschätzung ob das zutrifft ist wohl die ausgeklügelte Methode des Abwartens. :-| Als es um die Einweisung ging hat mich die Betreuerin gefragt ob sie vor Gericht anbringen darf dass meine Mutter bei einem ihrer Ausraster mal gewalttätig wurde. Ohne das (+ die Einschätzung dass sie sich selbst was antun könnte) hätte die Einweisung gar nicht geklappt. Obwohl sie für wirklich jeden der nur kurz mit ihr zu tun hatte unumgänglich und ganz offensichtlich nicht "bei Verstand" war.

Dass sie kaum dass sie wieder draußen war die Medikamentation wieder abgesetzt hat und überhaupt nicht mit ihrer Betreuerin kooperiert ist anscheinend völlig wurscht. Jetzt ist es wohl wieder so dass sie erstmal regelrecht ausflippen muss bevor das einen Arzt auch nur in Ansatz interessiert. :-|

Ausserdem muss ich Recht geben wenn man sagt die Kinder wären "robuster". Was bleibt einem denn auch übrig ?

Hm, naja, also ich weiß net ob ich so robust bin. ;-D ... Gerade "sozialen Stress" halte ich eigentlich überhaupt nicht aus. :-/ Aber vielleicht stimmts sonst recht häufig, könnte ich mir schon vorstellen - traumfaengerchen scheint auch sehr stark zu sein und hatte seit der Kindheit die Konfrontation mit der Schwierigkeit ihrer Mutter... ich bin da etwas in einer anderen Lage als ihr, gab zwar einige Sache wo meine Mutter "anders" war, aber was meine Kindheit betrifft bin ich was sie betrifft schon zufrieden. (die komische Formulierung weil ich meinen Vater von der Aussage ausschließen muss)

Natürlich könnte ich aufhören mich dem entgegenzustellen, aber dann würde ich wahrscheinlich genauso enden wie meine Mutter.

Was meinst du mit "...mich dem entgegenzustellen..."?

Ich kann mir jedenfalls gut verstellen wie du dich zu Zeit fühlst :°_ ...kann dir nur raten nicht zu warten bis dich alle Kraft verlässt. Wenn keine Besserung in Aussicht ist, und das ist ohne Medikamente wohl unwahrscheinlich, ist es vielleicht sinnvoll dir zu überlegen wann genau dieser Punkt:

Ausziehen habe ich eigentlich als allerletzte Möglichkeit in Betracht gezogen.

erreicht ist. Schließlich kostet ein Umzug ja auch nochmal Energie...

Auf jeden Fall wünsch ich dir eine ordentliche Portion Kraft für die harte Zeit gerade. :)*

@:) *:)

Nachtrag zu meinem Beitrag von gestern...

ähm ... da muss jetzt net unbedingt näher drauf eingegangen werden. (|-o ... vielleicht sollte ich das das nächste Mal erst emotionsexplodieren und dann schreiben. :-/ ... Hm wär zumindest toll wenn das ginge ;-D aber egal, das kann mir jetzt noch so peinlich sein, hat mir wohl trotzdem gut getan |-o :-p *michselbstverarsch* ;-D)

*:)

S{. wa.lli0sii


gestern! %-| ... ich meine natürlich... den letzten halt. *grummel*

DYalmxa


Mit "nicht mehr entgegenstellen" ist einfacher gesagt "aufgeben" gemeint.

Ich kann und will das Ganze hier nicht mehr "ertragen" müssen.

Es ist doch anscheinend viel einfacher sich fallen zu lassen und dann abzuwarten bis andere das Leben für einen in die Hand nehmen.

Ich meine damit auch es einfach nicht so stark an einen heranzulassen, was aber in manchen Situationen garnicht anders geht.

Ich bin aber nur nach aussen hin stark und ich weiss eben nicht wie lange ich das noch schaffe.

Vielleicht kommt eines Tages der Zusammenbruch und meine grösste Angst dabei ist wie meine Mutter zu enden.

DWalmxa


Gleich ist es bei mir soweit.

Ich sitze hier und bin nur noch am zittern und hab keine Ahnung was ich machen soll.

Ein Satz hat gereicht und ich könnte sie glatt...

Ich kann einfach nicht mehr.

e!ine m5otivXiertxe


@ dalma:

:°_ :°_

Möchtest du ein bisschen mehr dazu schreiben? Was ist denn passiert? Und warum ziehst du nicht aus? Hast du nicht geschrieben, dass du eine Beziehung führst und ein Kind hast? Kannst du nicht mit denen anderswo in Frieden leben?

Ich weiß, das lässt sich leicht sagen, ist sicher nicht so einfach. Ich selbst bin mit 18 ausgezogen und dann um die halbe Welt. Es war vor allem Flucht und heute habe ich weder irgendwo Halt noch eine stabile Beziehung, obwohl ich mir nichts auf der Welt mehr wünsche. Mein nächster Umzug in einen anderen Teil Deutschlands ist wohl kaum zu vermeiden und ich weiß beim besten Willen nicht mehr, wie ich dazu noch die Kraft aufbringen soll. Hab mich heute Morgen krankschreiben lassen, weil ich auch einfach nicht mehr kann, doch wie es jetzt weitergehen soll, weiß ich nicht... {:( *:)

D+almxa


Danke für deine Antwort.

Ich habe mich an dem Tag mit meiner Schwester unterhalten und sie ist der Meinung das ich mich da auch immer etwas hineinsteigere. Klar, im nachhinein ärgere ich mich selbst darüber. Im Moment halte ich es wirklich so, das ich das garnicht an mich ranlasse. Ausserdem solle ich mit meiner Mutter sprechen, wenn mir etwas garnicht passt, aber genau das mache ich ja seit Jahren und ändern tut sich nichts daran. Vielleicht immer so 1-2 Wochen und dann ist alles beim alten.

Mein Mann und ich sind gerade am nachdenken auszuziehen. Aber ich will das wirklich als letzte Möglichkeit in Betracht ziehen. Habe halt immer noch die Hoffnung das sie jetzt durch das Aufbauprogramm der Betreuerin andere Leute kennenlernt und dann ihr eigenes Leben führt.

So wie ich meine Mutter verstanden habe, hat sie Interesse an einer Art Tagesklinik, wo sie selbst kocht und ein bisschen was arbeiten kann. Ich denke wenn das wirklich was wird, dann habe ich sie nichtmehr den ganzen Tag um die Ohren und die Situation entspannt sich automatisch. Ich hoffe ja auch stark das ich selbst bald eine Arbeitsstelle finde und dann wäre ich ja auch den ganzen Tag nicht da.

Was treibt dich denn von dem Ort weg wo du gerade wohnst ?

Gibt es da keine Art von Selbsthilfegruppe ? :)*

tqr/aumfaeVnge}rchexn


liebe wallisii

ich wollte mich nur für deinen beitrag bedanken. er hat mir wirklich geholfen! es ist schön, dass du mir gesagt hast, dass ich stark sei (!! ganz glauben kann ichs ja wirklich noch nicht..) bis jetzt hat es mir nie was gebracht das zu hören, weil es nie jemand war der weiß von was er spricht. außern pychologe, aber der ist ja trotzdem was anderes irgendwie.

naja es ist nun so, dass ich mein abi weiter mache. aber ich musste eine radikale veränderung machen. ich bin ausgezogen. weg von zuhause. 140 km entfernt wohne ich jetzt bei meiner cousine, tante und onkel.

ich schätze, das ist ein großer fortschritt ;-D naja..aber trotzdem nicht wirklich leicht. habe jetzt auch ein schulwechsel hinter mir und weiß nicht wirklich wie das wird mit neuen leuten.. vllt ist es das normale, aber es ist schwer, dass dort kein schwein ;-) meine mutter kennt und mich deswegen vllt auch besser kennt.

aber es wird schon klappen.

das tolle hier ist, dass es uns gegenseitig kraft gibt hier zu sein und man sich endlich verstanden fühlen kann.

grade geht es mir eigentlich überhaupt nicht so gut, aber naja was auch immer es ausmacht, das leben ist trotzdem oft noch gut zu einem!

Se. wall)isixi


Hallo Traumfaengerchen *:)

Danke für den Dank @:)

Freut mich sehr dass du die Möglichkeit hattest auszuziehen und jetzt sogar bei anderen Familienmitgliedern wohnen kannst. Und das mit der neuen Schule und den Leuten... wie du sagst: Wird schon klappen. :)^ ... Ich tue mich etwas schwer mit fremden Menschen, aber in der Schule (war an vielen Schulen) hat immer jemand beschlossen dass er sich mit mir anfreunden will - ich glaub das geht dort gar nicht anders. :-D ;-)

...ich stark sei

genau, sag ich doch ;-D hihi, ne, ich denk mir schon dass du das nicht so glauben kannst aber es stimmt trotzdem :-p für mich ist das völlig logisch...

Und ich sag's dir ganz ehrlich und gnadenlos, ... ich bewundere dich für deine Stärke und deinen Antrieb. :-) Das erzähl ich jetzt nicht nur einfach so um dir Mut zu machen, oder um mich einzuschleimen, oder aus sonstigen komischen Motivationen - es ist einfach eine Tatsache. Dass du die Schule trotz allem so durchziehst, dass du deine Kindheit, die Umzüge und den Psychoterror ausgehalten hast ... ich kann mir die Stärke die dafür nötig ist nicht mal vorstellen!

grade geht es mir eigentlich überhaupt nicht so gut, aber naja was auch immer es ausmacht, das leben ist trotzdem oft noch gut zu einem!

Worum es auch geht (vllt hilft dir darüber zu schreiben?) ich wünsche dir dass es dir bald wieder besser geht... und dass du dir die schöne Einstellung am Ende des Zitats bewahrst! :)^ (muss gestehen seit der ganzen Geschichte konkurrieren bei mir Sarkasmus und Optimismus etwas *schiefgrins*)

P.S. ich bin übrigens ein Typ ;-D (find's aus nur vermuteten Gründen aber immer sehr gute-Laune-fördernd wenn mal falsch geraten wird :-D ;-) )

@:) *:)

M?annxn


Wenn man schizophren ist und in der akuten Phase dieser Krankheit, dann kann man nicht von dem Kranken erwarten, dass er/sie so handelt, wieer /sie handeln würde, wenn er/sie gesund ist.

Denn wenn man schizophren ist, dann ist man in der akutgen Phase der Krankheit auf einem anderen Planeten.

Wenn du wissen willst wie Schizophrenie ist, dann gibt dir eine große Menge einber harten Droge, wie z.B. LSD.

Denn wenn man schizophren ist passiert im Gehirn das Gleiche wie nach der Einnahme von harten Drogen.

Man ist verrückt und labbert Schwachsinn bis hin zum totalen Realitätsverlust, wie z.B. der Glaube Jesus zu sein oder von Außerirdischen verfolgt zu werden.

Wenn man erfolgreich behandelt wurde, ist man wieder normal und zurechnungsfähig und meistens auch wie vorher.

Wenn man also schizophren ist und in der akuten Phase dieser Krankheit, dann kann man nicht von dem Kranken erwarten, dass er/sie so handelt, wieer /sie handeln würde, wenn er/sie gesund ist.

Viel Glück noch

Sd. w-aLllixsii


Hallo Mannn

Falls dich der Faden ärgert bitte ich dich um Entschuldigung.

So einfach wie du es beschreibst ist es mit unseren Müttern nur leidern nicht da der Wille zu einer Behandlung nicht, oder nicht lang genug vorhanden ist. Das, und die Auswirkungen der unbehandelten Krankheit, nehmen uns als Kinder(!) der Erkrankten mehr mit als wir leider verdauen können und deswegen ist dieser Faden sehr von negativen Emotionen geprägt - das ist möglicherweise für jemand Aussenstehenden sehr unangenehm zu lesen und schwer nachzuvollziehen.

Für mich ist es aber sehr wichtig gewesen (und ist es vielleicht noch ein paar Mal) hier über das Nicht-zurecht-kommen mit der Situation reden zu können.

Ich denke jeder von uns musste sich überwinden hier überhaupt schlecht über die eigene Mutter zu reden und soweit ich das einschätzen kann ist jeder hier beim Versuch die Ausraster und Co einfach wegzustecken bis ans Ende gegegangen. Die Kraft geht aber halt leider irgendwann aus...

Solltest du am Ende gar selbst an Shizophrenie erkrankt sein bitte ich dich nochmals vielmals um Entschuldigung und versichere dir dass es absolut nicht in meinem Interesse ist jemand mit den Beiträgen hier zu verletzen. Dass die Gefahr leider trotzdem besteht ist mir bewusst, ich hoffe auf Verständnis... verstehe aber wenn das zuviel verlangt ist.

g+wendoXlynxn


@ Shalyda

Deine Mutter "ärgert" dich nicht mit Absicht. Sie sagt auch solche Sachen, die dich verletzen, nicht mit Absicht. Ich hab auch ein schizophrenes Familienmitglied und jede Menge Literatur drüber gelesen. Leider sind die, die dem Kranken am nächsten stehen, auch genau diejenigen, gegen die sich die Aggressionen richten. Das darf man in dem Moment einfach nicht auf sich beziehen. Ich weiß, das ist schwer. Aber man darf nicht vergessen, dass von der kranken Person nichts "Normales" zu erwarten ist.

Sxhajlyd.a


Hallo ihr lieben,

es ist lange her, dass ich hier war - aber wie gesagt, ich werde immer mal wieder hier her finden, und das auch gerne (in Anbetracht der Umstände relativ gerne eben).

@ gwendolynn

Das meine Mutter mich nicht absichtlich "ärgert" ist mir bewusst. Es geht auch viel weniger darum was sie tut (ob absichtlich oder unabsichtlich ist dabei sekundär), sondern vielmehr geht es mir in meinen Beiträgen darum wie ich selbst mit ihrer Krankeit und der damit verbundenen Belastung zurecht komme. Das ich sie für ihr Verhalten nicht gänzlich Verantwortlich mache sollte auch klar gestellt machen. Jedoch mache ich sie dafür Verantwortlich, wenn sie ihre Medis absetzt - wohl wissen dass sie krank ist - und meine Oma und ich wieder einmal mit ihren Ausbrüchen zu leben haben. Ich denke, "nur" weil jemand krank ist hat er oder sie nicht das Recht sich zu benehmen wie die Axt im Walde, schon gar nicht, wenn der jenige ganz genau weiß was dagegen zu tun ist. Denn in Zeiten in denen sie Ihre Medis nimmt ist sehr wohl in der Lage klar zu denken und zwischen "richtig" und "falsch" zu unterscheiden.

@ all:

Anschließend an das oben geschriebene möchte ich auch gleich meinen "Stand der Dinge" berichten:

Ich hätte nie gedacht, dass es doch so viele gibt, die mein Schicksal teilen. Ich weiß noch nicht mal, ob ich darüber lachen oder weinen soll. Bei meiner Mutter ist es so dass sie nun seit Monaten ihre Medis nimmt (länger schon als je zuvor). Ich habe ihr bei der letzten Klinikeinweisung (Februar 08) ganz klar gesagt: "Ich kann und will Dich nicht dominieren. Es ist so, dass Du selbst für Dein Leben sorge zu tragen hast. Du bist alt genug, Du weißt um Deine Krankheit und weißt auch, dass Du anhand der Medikamente ein normales Leben führen kannst. Du musst für Dich entscheiden, ob Du mit oder Medikamente und dessen Konsequenzen leben möchtest. Aber genauso wie Du dies entscheiden kannst, kann ich für mich und mein Leben entscheiden, dass ich einen Kontakt mit Dir, solltest Du Dich für ein Leben ohne Medis entscheiden, ablehne und nicht mehr gewillt bin zu führen."

Das war für mich in diesem Moment der beste Weg. Fast schon hätte ich mir gewünscht, sie würde die Medis wieder absetzten - auch wenn es böse klingt. Komischerweise - sie nimmt die Medis - und ich KANN sie nicht mehr an mich heranlassen. Ich merke wie sehr sie sich bemüht, auch um ihre Enkelin, allerdings kommt sie mir immer vor als wäre sie eine tickende Zeitbombe. Wenn sie in meiner Nähe ist bekomme ich regelrechte atemschwirigkeiten und Druck auf den Ohren, so sehr wehre ich mich gegen sie innerlich.

Sie hat es zu verantworten. Sie hat es geschafft die Liebe ihres Kindes (mir) zu vernichten. Ich habe nicht mal mehr Mitleid mit ihr.

Ich hoffe euch allen hier geht es gut im Moment und ich würde mich freuen wieder von euch zu lesen.

Ganz liebe Grüße

Shalyda :)*

S*. waul[lisxii


Hallo nochmal

ich kann mal wieder äußerst gut nachvoll ziehen was du fühlst *schiefgrins* mir geht es genauso. Ich hab zwar keinen Kontakt aber ich hab sie mal getroffen beim einkaufen und kurz mit ihr geredet. (war heftig - fühl mich grad net in der Lage es genauer zu schildern) Da hab ich auch vorsichtig zu verstehen gegeben dass ich so schnell keinen Kontakt haben mehr kann. Ich hatte sehr das Gefühl sie sei ständig in Gefahr wieder abzustürzen, umsomehr da sie sich im Gegensatz zu deiner Mutter weiterhin für gesund hält und entsprechend auch keine Medikamente nimmt. Ich war mir nicht sicher ob das nicht nur einfach meine Angst ist, aber ein Freund von mir (meine Mutter und meine Kumpels haben sich früher recht gut verstanden) hat sie auch mal gesehn und überlegt ob er sie ansprechen soll sich dann aber dagegen entschieden weil sie so seltsam wirkte. Eine Freundin meiner Schwester hat ihr haargenau das gleiche erzählt, also wollte sie auch ansprechen und hat's dann wegen dem Eindruck den meine Mutter scheinbar nicht nur mir vermittelt nicht getan.

Bei dem zufälligem Treffen mit ihr hab ich jedenfalls deutlich gemerkt, unabhängig davon wie erfolgreich sie ihre Krankheit im Griff hat (verschlimmernd natürlich dass mein Eindruck war sie hat die Krankheit nicht wirklich im Griff), ich kann sie nicht mehr ertragen. Ich hab Angst und ich hab jede Menge Wut und ich kann das alles nicht zurückstellen. Schon beim schreiben kommt da auch wieder geballt schlechtes Gewissen darüber dass ich das nicht kann. Aber es geht nicht, schon die Vorstellung mit ihr Kontakt zu haben ist unerträglich. Da kommt soviel schlechtes Gefühl dabei hoch, v.a. dieses Selbst-zurücknehmen dass sie ja nicht ausflippt und das ertrage ich nicht mehr. Als ich mit ihr sprach fühlte ich ganz deutlich wie ich mich reduzierte, meine Emotionen gewaltsam unterdrückte und regelrecht auf der Lauer war vor Gefahr.

Sie hat es geschafft die Liebe ihres Kindes (mir) zu vernichten.

Ja das ist bei mir irgendwie auch so, blöderweise ist in mir das tiefe Verlangen das wieder tun zu können, augenverschließend davor dass es ein Bild ist dass ich mir dabei von ihr vorstelle und nicht im mindesten die Realität. Verdränge ich dieses Bild spüre ich nur Ablehnung, auch wegen Kleinigkeiten die man einfach als Charakterzüge von ihr bezeichnen kann ohne dass diese etwas mit der Shizophrenie zu tun haben. Das war vermutlich einfach zuviel, dieser Ausnahmezustand damals und die Tatsache dass ich den solang ertragen hab hat sie mir selbst als normalen Mensch so schrecklich unerträglich gemacht dass ich große Zweifel habe dass das in irgendeinerweise zu ändern wäre. Ich kann froh sein wenn ich schaffe ihre Leistungen als Mutter (das ist auch in meinem Sinne, denn diese Leistungen existieren in meinem Fall) schaffe anzuerkennen, dafür muss ich komplett zwischen früher und heute differenzieren, es ist mir nicht möglich sie als Person als Ganzes wahrzunehmen. Nur irgendwie sehne ich mich nach diesem früher und da bin ich wieder mal in der Lage feststellen zu müssen es macht Sinn Teile von mir abzutöten denn ich quäle mich ja nur selbst damit, aber ob das Abtöten nicht auch irgendwie Schaden verursacht..?

Wenn sie in meiner Nähe ist bekomme ich regelrechte atemschwirigkeiten und Druck auf den Ohren, so sehr wehre ich mich gegen sie innerlich.

glaub ich dir :°_ ich hab in der Zeit als sie hier bei mir wohnte ein echt blödes Bauchgefühl entwickelt und einen spürbaren Knubbel im Solarplexus gefühlt, hab gedacht ich hätte ein Magengeschwür, anfangs hab ich da sogar nicht grad unwillig gedacht, naja, vllt sterb ich ja bald (;-D find ich inzwischen megawitzig, auch wenn das vllt nicht nachvollziebar ist, bin da etwas komisch was derartige Erheiterungen betrifft) - als sie weg war bin ich zum Arzt der gab mir für ne Woche Tabletten dann war's wieder weg.

ich hoffe euch allen hier geht es gut im Moment

ganz allgemein betrachtet, ja @:) Was diese Sache betrifft, hm... es ist eine fette Wunde und sie verheilt irgendwie nicht wirklich. Ich hab langsam die Nase voll von solchen Wunden meiner Seele. *wütend, aber hilflos aufn Tisch hau* (;-D also nicht wirklich, mir wär nur irgendwie danach :-() Meine Schwester hat's auf therapeutischem Weg versucht aber wieder abgebrochen und ich wüsste auch nicht wie mir ein Therapeut da helfen könnte, ich befürchte die rationale Seite kann ich genauso gut selbst bewältigen aber ob ich das emotional jemals schaffe zu verarbeiten steht sowas von in den Sternen dass es mich nicht wenig mutlos macht, da bin ich sogar optimistischer das Scheißen-bauen meines Vater erfolgreich verheilen zu lassen und das war auch net ohne. *seuftz* ... hm, so negativ will ich den Beitrag net beenden. Also ähm... (verdammt ;-D) *rauspress* das Leben ist auch so nicht schrecklich, gewissermaßen schön wenn man hier und da mal kurz die Augen verschließt, man muss ja net immer auf Hardcorekonfrontation mit sich selbst sein, oder? *schiefgrins* ;-D (hoho, ich überschäume ja vor Optimismus ;-D) egal, mehr ist bezüglich der Geschichte mit meiner Mutter grad net drin, ... oder doch ein bißchen noch :)z - ich bin wirklich sehr froh dass ich meine Schwester habe mit der ich darüber reden kann, geteiltes-Leid-Prinzip, durch die Verbundenheit zu ihr ist das natürlich noch ein wenig direktere Erleichterung als hätte ich nur diesen Faden (der aber auch sehr erleichtert hat und immer noch erleichtert wie z.B. heute)

lg

*:) @:)

D]al^mxa


Erstaunlich wieviele Gemeinsamkeiten sich da doch auftun.

Einerseits ist es die Mutter die da vor einem steht, aber man kann sie als solche nicht mehr betrachten. Die Gefühle spielen total verrückt.

Genau dieser Zwiespalt ist es doch der uns mitunter so zu schaffen macht.

Mit der Situation im Moment komme ich ganz gut klar, da der Abstand wirklich notwendig war. Aber man kann nicht ganz aus seiner Haut heraus. Das ganze große Problem ist ja wie gesagt, das man als Kind weit mehr betroffen ist als alle anderen. Den Weg zu finden alles nicht mehr so stark an sich heranzulassen ist der schwierigste Teil. Denn man will ja trotz allem demjenigen helfen, auch wenn man es wohl garnicht kann.

Obwohl meine Mutter im Moment ihre Medikamente zu nehmen scheint, hab ich so ein komisches Gefühl. Jedes Mal wenn sie aus ihrer "Schiene" ausbricht, schiebe ich das auf die Krankheit und befürchte das Schlimmste.

Ich hoffe aber mal das Beste und wünsch euch was :)*

fXi+lizx70


hallo leute

ich habe die ganzen seiten hier z.t. eher überflogen, aber es tut gut zu sehen daß man nicht alleine ist;

teilweise geht´s mir vielleicht besser als manchen von euch, meine mutter wurde -merkbar- schizophren als ich ca 13 jahre alt war, mit 17 bin ich von zuhause weg, internat, stud-wohnheim, und seit 10jahren wohne ich beruflich bedingt über 200km entfernt, also habe ich nich so den engen kontakt zu meiner mutter;

aber, man telefoniert ja doch regelmäßig miteinander, und da ist mein eindruck daß es in letzter zeit echt immer schlimmer wird, mittlerweile darf ich nicht mehr heimkommen weil daheim ja alles verseucht ist und das kann sie mir nicht zumuten. abgesehen davon daß diese erklärung wohl nur jemand verstehen kann der erfahrung mit schizophrenie hat (selbst meine tante, die von der erkranung weiß, kapiert die welt meiner mutter nicht, und es ist mir nahezu unmöglich sie ihr verständlich zu schildern); ichweiß daß meine mutter mich damit "aus liebe" nicht mehr zuhause haben will, aber es tut trotzdem weh;

und dann kommt halt noch dazu, meine eltern leben zusammen, und mein vater wollte mich halt schon auch mal daheim sehen, und er tut mir schon total leid, ich weiß ehrlich nicht wie er es mit ihr zusammen aushält, sie fahren nie weg (meine mutter weigert sich mit dem auto zu fahren), außerdem kann man sich mit ihr kaum in der öffentlichkeit zeigen ohne auf irgendein seltsames verhalten gefaßt zu sein, sei es daß die sonne zu hell scheint, irgendwelche schatten irgendwo sind, sie deshalb schimpfend die straßenseite wechselt oder einfach aufspringt und im zug einen neuen platz einnimmt (können schon mal 5 platzwechsel in 30 min sein); mein vater spricht nicht wirklich darüber, weder mit mir noch mit meiner tante (seiner schwester), aber ich kann mir nicht denken daß er nicht darunter leidet;

ich frage mich natürlich auch schon mal insgeheim was werden soll wenn er nicht mehr auf meine mutter "aufpassen" kann, klingt wohl hart und egoistisch bis zum es geht nicht mehr, von da bin ichfroh hier zu sehen daß ich nicht die einzige bin die dieser krankheit wohl nicht dauerhaft gewachsen ist; denn ich kann mir nicht vorstellen daß ich mit meiner mutter zusammenleben könnte, und ob man sie wirklich ganz alleine leben lassen könnte dauerhaft, da bin ich mir nicht so sicher;

thema therapie: fehlanzeige bei meiner mutter, sie hat mal vorübergehend medis genommen, aber eher mal ein bisschen, dann abgesetzt, dann wieder mal ein paar tabl. eingeworfen, dann pausiert.....wirklich gut eingestellt (allerdings mit nebenwirkungen) war sie mal für allerhöchstens 1 jahr, seit jahren nimmt sie gar keine medis mehr, hat null krankheitseinsicht, und da sie nicht aggressiv ist ist halt auch nix mit zwangseinweisung (und, ja, ich verstehe wenn ihr über zwangseingewiesene mütter froh seid, ich wäre es mittlerweile auch, dann würde sie wenigstens behandlet werden)

ja, ich wollte es mir einfach mal von der seele schreiben, es weiß außer meiner tante und deren familiy niemand von der krankheit, selbst meine beste freundin, die sonst ja alles weiß :)z, weiß das nicht, also kann ich auch mit niemanden darüber reden;

@ mannn:

ich verstehe das schon, was du schreibst, und so sehe ich es auch bei meiner mutter, nur, kannst du mir sagen wie man kranke zu einer behandlung bewegen kann? ich weiß daß sie in einer eigenen welt lebt wo fremde personen sich in ihr befinden und ihr dinge antun, aber gerade weil sie von der "richtigkeit" ihrer welt überzeugt ist und keine krankheitseinsicht hat weiß ich nicht wie ich an sie rankommen kann daß sie mal medis nimmt; ich denke mit einer therapie müßte doch auch sie sich besser fühlen ???

lg

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