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Meine Mutter hat paranoide Schizophrenie

SM. wailclixsii


Hallo *:)

Gerade im Moment schaffe ich es kaum meine Gefühle unter Kontrolle zu haben.

:°_

Und dann immer wieder dieser Satz: Ich merke das ich am gesund werden bin, ganz sicher !

ja kann mir das Gefühl dabei echt prächtig genau vorstellen, meine Mutter meinte als ich sie mal traf, brauchst dir keine Sorgen machen ich bin total gesund. Oder sowas in der Art, ich hab nur betreten und/oder skeptisch geschaut und hab dann gleich gemerkt oh das war schon zuviel da regt sich was nur mühsam beherrschtes in ihr. Da wird einem bei solchen Aussagen eine so extrem vorsichtige Sensibilität abverlangt die man kaum aufbringen kann, schon allein aufgrund der eigenen Hoffnungslosigkeit diesbezüglich und Angst vor einer neuen akuten Phase.

viel Kraft weiterhin :)*

@ girasoli

hoffe ich hab dich nicht vertrieben mit der Bemerkung dass die Konfrontation mit dem Thema unangenehm wäre, hab so ein bißchen das Gefühl - aber da müsstest dir echt keine Gedanken drum machen es entscheidet ja jeder selbst und eigenverantwortlich reinzulesen wenn der Faden mal wieder hochkommt.

g'iras+oli


@ s.wallisii

nein, hast mich nicht vertrieben........aber trotzdem danke.... @:)

meine Mutter meinte als ich sie mal traf, brauchst dir keine Sorgen machen ich bin total gesund.

meine fügt gerne noch hinzu: das ist doch normal, dass es einem mal schlecht geht, das hat jeder. neulich wollte sie mir tatsächlich weismachen, sie habe im tv gesehen, dass jeder nachts depressionen hätte. es wäre ganz normal, dass man, wenn man nachts aufwahcht, depressionen hat. hätte ein arzt im tv gesagt.

da könnte ich.........!!!

S'. wanllissii


nein, hast mich nicht vertrieben

ok, da bin ich froh :-)

viel Kraft an alle :)*

Sghalxyda


Hallo smile-4-me,

danke für Deinen Ansatz, aber um ganz ehrlich zu sein habe ich keinerlei Interesse daran mehr Lösungsansätze für meine Mutter zu suchen, zu organisieren oder gar zu intervenieren.

Sie hat eine Betreuerin, eine Putzfrau, regelmäßige Artz-Besuche... ich bin raus. Und dafür habe ich lange und hart gekämpft.

Ja, es ist mir egal wie sie wohnt und es ist mir auch egal was sie für Anfälle hat oder auch nicht mehr - und ja, für diese Gefühle hasse ich mich. Dennoch geht die Liebe zu mir selbst inzwischen über diesen Hass, daher mein "Standing" und meine klare Abgrenzung dieser "Sache" betreffend.

Ist sie "normal" darf sie sich bei mir melden - dreht sie wieder durch, darf sie das auch - allerdings dann ohne mich. Ich kann und will sie nicht dominieren - sie ist alt genug, sie WEISS was für eine Krankheit sie hat, wie diese sich äußert, was sie damit den Menschen in ihrem Umfeld antut - vorallem aber weiß sie, was sie dagegen zu tun hat (Medikamente nehmen). Wie sie ihr Leben gestaltet, ist ihre Sache.. Ich kann für mein Leben aber genauso entscheiden - und dass habe ich insofern, dass ich dieser Krankheit gänzlich aus dem Weg gehe.

Ich habe auch so schon mehr als genug zu verarbeiten was sie und ihre Ausbrüche / Krankheit angeht.

Ich hasse sie nicht - ich liebe sie nicht - ich kann nicht sagen was ich ihr gegenüber fühle - es ist zu undefiniert, dass ist der Tenor unserer gesamten "Mutter / Tochter" beziehung - Undefiniertheit.

Aber ich danke Dir wirklich für den Ansatz, das Verständnis und den Beitrag.

Lieben Gruß,

Shalyda

cJhimxi


Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, es ist noch jemand hier?!

Es ist echt verblüffend, wie ähnlich eure Mütter und meine Mutter sind... teilweise dachte ich, ihr beschreibt meine Situation!!!

Ich bin auch nur durch Zufall hier gelandet, weil mein schlechtes Gewissen mich ziemlich fertig gemacht hat und da dachte ich, ich guck mal, obs noch andere so ergeht, wie mir...

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll - dass meine Mutter extrem ist, wusste ich schon immer, aber dass sie krank ist, ist mir erst vor ein paar Wochen klar geworden! Bei ihr wurde zwar schon mal von einer Psychiaterin (bei einem Gutachten wegen einer Gerichtsverhandlung) Paranoia festgestellt, aber sie war so davon überzeugt, dass diese Psychiaterin bescheuert ist, dass ich daran auch nicht geglaubt habe. Allerdings hat sie damals noch 600 km von uns entfernt gewohnt, weil ich mit 16 schon ausgezogen bin, weil ich sie nicht mehr ertragen wollte! Dumm von mir, dass ich sie vor vier Jahren in unsere Nähe geholt habe, weil ich irgendwie dachte, dass sie durch das Alleinsein immer bekloppter wird. Dass sie schon öfter fast unsere Ehe zerstört hat, mich seit ich ausgezogen bin (ich bin jetzt 29) vielleicht an fünf Tagen nicht angerufen hat (sonst täglich mehrmals - bis zu 15 Mal waren drin), ständig hier einfach vor der Tür stand und auf der Straße häufig anfängt, Ballett zu tanzen (das ist ihre "Show"), hab ich nicht als krank eingestuft, sondern als "so ist sie halt"... als sie aber vor ein paar Wochen so richtig heftig in die Erziehung unserer Tochter eingegriffen hat war für mich ein Punkt überschritten und ich hab mich an den ´Sozialpsychiatrischen Dienst gewendet um mich zu informieren, was man mit so einer Person machen kann... dort hieß es direkt, Kontakt abbrechen - fand ich zwar da noch etwas heftig und ich habs nochmal mit Reden probiert, aber nach einer Woche wurden die Grenzen wieder überschritten und ich musste handeln... meinen Kindern zuliebe, denn ich wollte ihnen diese Eingriffe von dieser Person ersparen! Nun reagiere ich seit ganzen 4 Wochen nicht auf ihre Anrufe, habe meine Handynummer geändert und jetzt auch die Festnetznummer, weil die jeden Tag mehrmals angerufen und mir "heiße" Ansagen auf dem AB hinterlassen hat! Einen Psychologen hab ich mir auch gesucht und hab schon zwei Sitzungen hinter mir... alle unterstützen mich und sagen, dass ich das schon längst hätte tun sollen! Wenn ich nicht an sie denke und sie nicht sehe ist eigentlich auch alles ok, aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass sie so einfach aus meinem Leben verschwindet - dafür hat sie mich die letzten 29 Jahre viel zu sehr in Besitz genommen... ich weiß auch nicht!

Wie war das denn bei euch? Sind eure Mütter auch schon immer krank gewesen? Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass die mal normal war! Bei meiner Geburt hatte sie irgendwann keinen Bock mehr und hat angefangen, herum zu hüpfen und Ballett zu machen - ich wär fast drauf gegangen und wurde mit nem Notkaiserschnit geholt! In den Kindergarten durfte ich nicht gehen, weil SIE ja dann mit mir nicht mehr zum Spielplatz und in Schwimmbäder hätte gehen können (obwohl ich gerne gegangen wäre...)

Ich hör mal lieber auf - es wird zu lange :=o

Ich hoffe jedenfalls sehr auf antworten - irgendwie hört es sich jetzt gar nicht so krank an, aber ich hab ja auch noch nicht alles erzählt :°(

Lieben Gruß

chimi

S6chwNarze[s Bluxt


@ chimi

Ist deine Mutter in psychiatrischer Behandlung und bekommt Medikamente? Hat sie einen gesetzlichen Vormund?

c<himxi


@ schwarzes blut

nein, die leute vom sozialpsychiatrischen dienst sagten, dass das nicht so einfach wäre. da ihrer seits auch null einsicht für ne krankheit ist, geht sie auch zu keinem arzt. es wundert mich, dass sie zum sozialpsychiatrischen dienst gegangen ist, nachdem ich sie da gemeldet habe. die sagten mir über das gespräch nur, dass sie ihr eine adresse gegeben haben... ob sie sich da meldet bleit offen - sie hat jedenfalls meiner schwiegermutter unter anderem erzählz, dass die mitarbeiter vom sozialpsychiatrischen dienst ihr gesagt hätten, dass ICH so krank sei, mein mann nicht der richtige für mich wäre und sie sich ja sooolche sorgen um mich machen würde... wenn das nicht so krass wäre, was die über mich erzählt könnte man ja drüber lachen...

S$c_hqwarSz$es BlSut


da ihrer seits auch null einsicht für ne krankheit ist, geht sie auch zu keinem arzt.

Das genau ist ja das problematische an dieser Erkrankung. Meine ältere Schwester hat diese Diagnose seit ihrer Jugend. Seit ungefähr 10 Jahren hat sie eine vom Gericht gestellte Betreuerin. Vielleicht machst du dich mal kundig. Ich denke deiner Mutter sollte dringend geholfen werden und sie sollte medikamentös eingestellt werden.

cahHimi


ich mache morgen nochmal nen termin beim sozialpsychiatrischen dienst und frage dort nochmal nach - vielleicht sagen die mir noch was! wobei die mir sagten, dass man da mit medikamenten gar nix machen könnte... ich kenn mich da ja nicht aus ???

es muss wohl erst richig was passieren, biss man sie einweisen kann - das haben sie mir gesagt... toll, darauf will ich eigentlich nicht warten - ich versuch es jetzt mit dem kontaktabbruch - vielleicht erledigt sich das ja von allein, wobei ich das nicht glaube :-/

cehsimi


@ all

was haben eure mütter denn gemacht, dass ihr sie oder dass sie eingewiesen wurden?? meine mutter hat nun meinem mann schriftlich gedroht, dass sie ihn "zerfleischen" will - reicht sowas denn nicht? meine mutter ist unberechenbar und der mann vom sozialpsychiatrischen dienst sagt immer nur, dass man sie nicht zwingen kann und sie würde keine gefährdung darstellen...

ich hoffe sehr auf antworten - bin langsam ratlos :°(

KIest|rexl


@ chimi

Ich verstehe deine Angst und deine Verzweiflung. Zwar ist es nicht meine Mutter, die unter der Krankheit leidet, aber mein großer Bruder. Er hat - trotz einer Zwangseinweisung und zeitweise medikamentöser Behandlung - keinerlei Krankheitseinsicht. Was mir auch kaum Hoffnungen macht: andere hier haben ja auch berichtet, dass ihre Mütter nach MEHRMALIGEN Behandlungen immer wieder rückfällig werden und die Medikamente absetzen oder Therapien abbrechen. Ich fürchte, es ist ein ewiger Teufelskreis und es wird nichts getan, bis irgendwer unrettbar zu Schaden kommt.

Mein Bruder (irgendwie ist er in diesem Faden der erste Mann mit Schizophrenie, glaube ich *schief grins*) hat sich nun zum ersten Mal seit langem wieder klar geäußert und zwar in der Hinsicht, dass er meine Mutter "an die Wand nageln", also kaputtmachen, will. Er wohnt seit Abschluss seines Studiums wieder bei meinen Eltern und schon eine Weile davor hat sich die Krankheit angeschlichen. Deswegen ist es auch so leicht für ihn, meine Mutter in den Wahnsinn zu treiben und weit ist er nicht mehr davon entfernt.

Ich weiß, es klingt egoistisch und es ist das viel besprochene schlechte Gewissen ... aber ich bin so schrecklich froh, dass ich nicht mehr zu Hause wohne und auch das noch hautnah miterleben muss. Seine Anrufe und die meiner Mutter reichen mir. Meine Schwester und ich haben versucht, was wir konnten, ohne uns strafbar zu machen. Wir haben ihn zu einer Therapie überredet (er verstieß gegen die Regeln und wurde dann für sechs Wochen zwangseingewiesen) und haben immer wieder Lösungen für ihn gesucht oder für meine Eltern, die total hilflos sind. Doch sobald die sechs Wochen um waren und er auf einen Reha-Platz warten musste, setzte er nach einer Weile die Medikamente ab.

Mittlerweile ist er wieder so wie vor der Therapie. Und wenn meine Mutter mir erzählt, was er sich schon wieder Neues ausgedacht hat, um sie zu terrorisieren, verspüre ich so eine unglaubliche Wut auf ihn ... als wäre er nicht mehr mein Bruder. Noch schmerzhafter ist es allerdings, an früher zurückzudenken. Wie er war, als er noch "gesund" war. Die Einsicht, dass er nie mehr dieser Mensch sein wird ... Ich kann gar nicht beschreiben, wie schrecklich das wehtut und dass ich ihm nicht helfen kann.

Meine Mutter ist seit ich sie kenne wegen Depressionen in Behandlung, also auch nicht sehr belastbar und labil. Sie ist auch sehr passiv, was irgendwelche Lösungsvorschläge betrifft. Noch scheut sie sich, das Amtsgericht einzuschalten wegen einer erneuten Einweisung oder einem Betreuer, aber das sind einfach Dinge, für die ich mich nicht auch noch aufopfern kann. Wenn ich das alles zu sehr an mich heranlasse, heule ich nur noch jeden Tag, aber davon wird auch nix besser.

Danke fürs Zulesen, ich will es erst mal dabei belassen.

Auf jeden Fall wollte ich mich bedanken, dass es diesen Faden gibt. Es hat mich schon ein wenig erleichtert, zu sehen, dass auch andere diese Schuldgefühle und Hilflosigkeit verspüren.

Alles Gute für euch :)*

g]iraso`li


also ich bin mir sicher, dass meine mutter sich niemals in behandlung begeben würde. sie hat kein problem (lt ihr, logo!).

durch meine therapie seit nun fast 1 jahr habe ich gott sei dank einen super beistand. der thera hilft mir immer wieder, die dinge im richtigen licht zu sehen. auch wenn das manchmal hart ist.

dass ich ihr z.b. NULL helfen kann. sondern nur mir selbst.

dass meine grenze zu wahren normal und GESUND ist und nicht egoistisch. und dass es nicht gesund ist, sich in die "spielchen" (oder soll ich sagen sch...) mitreinziehen zu lassen.

es tut so unglaublich gut, dass 1 jahr lang 2x die woche zu hören. und es hilft tatsächlich.

MIR. denn ich habe verstanden, dass ich nur mich ändern kann.

ich habe übrigens schon in vielen büchern gelesen, dass borderliner (wie meine mum) sich fast nie in behandlung begeben, bzw. diese meist abbrechen. es gehört zum krankheitsbild, dass sie niemandem vertrauen, und daher auch keine thera annehmen können. oder sie haben null krankheitseinsicht, dann bringt natürlich eine thera sowieso nix. :°( traurig, das alles.

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