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Kurzer, schmerzfreier Suizid?

G:rlas-Haxlm


Muss man denn gläubig sein? :-)

und auch als "Ungläubiger" kann man im Leben schöne Dinge sehen, ebenso wie man als Gläubiger auch vielleicht mal die schönen Dinge nicht mehr sieht...

sFmil0e-4-1me


und vor allem den Schöpfer übersieht oder nicht erkennen könnt oder wollt.

Ashanti, ich weiß nicht, ob du in eine gläubige Familie hineingeboren wurdest und damit aufgewachsen bist. Vielleicht ist das für dich selbstverständlich. Und bei anderen ist es häufig so, dass es heftige Schicksalsschläge sind, wo sie zum ersten Mal nach Gott fragen. Die meisten haben ja Bekehrungserlebnisse und dann sieht man die Welt mit anderen Augen. Ich hab früher auch immer gelacht, wenn ich von Leuten gelesen habe, die so schrieben wie du. Es ist einfach eine ganz andere Welt, die man so wirklich erst nachvollziehen und bestätigen kann, wenn man persönliche Erlebnisse mit Jesus hatte. Dann bekommt das alles auf einmal einen Sinn und wirkt nicht mehr lächerlich.

@gras-halm

Nein, natürlich muss man nicht gläubig sein, um auch die schönen Dinge im Leben zu sehen. Und du hast Recht, auch viele Christen verkennen schöne und wichtige Dinge, oft auch gerade aufgrund ihres Glaubens. Das sind dann oft gesetzliche Christen, die meinen, sie dürfen dies, das und jenes nicht. Aber es ist einfach so, man sieht die Welt mit anderen Augen als Christ. Alles was passiert bekommt einen ganz anderen Bezugspunkt, alles was vorher Leid war relativiert sich in Anbetracht der Tatsache, dass jeder Einzelne Teil eines viel größeren Planes ist und dass sein Dasein einen Sinn hat. Die Primäraufgabe eines Christen ist Gemeinde zu bauen und zu erhalten, in Liebe für sich selbst und andere tätig zu werden. Praktisch ein Licht zu sein, so wie Jesus unser Licht ist. Ja, das hört sich schon wieder so schnulzig und überzogen an :-) Aber mit diesem Fixpunkt und dieser Aufgabe bekommt das Leben einfach einen ganz anderen Sinn und ja, das ist erfüllend.

Und es relativiert das subjektive Leid, weil man Liebe gibt und empfängt und weil man weiß, dass diese Welt nur eine Zwischenstation ist.

l)-st


eher frage ich mich "werde ich je ein Leben führen können, wie es mir gefällt"

Ich für meinen Teil habe diese Frage nahezu aufgegeben...

Es gibt immer wieder mal Momente der Freude, aber wenn die anderen mit der Zeit immer mehr überwiegen, zerdrücken sie diese Momente und hängen wie ein Schatten über Allem, einfach weil man weiß, dass sie mit Wucht wieder kommen werden.

Muss man denn in Allem einen Sinn sehen? Muss es tatsächlich einen Gott oder andere "höhere Macht" geben? Was, wenn alles um uns herum nur Einbildung ist und man ganz auf sich allein gestellt ist?

Darf man wirklich nicht über sich selbst entscheiden, wenn man einfach nicht mehr will... und das Ziel des Lebens im Endeffekt der Tod ist - warum wird man dann angefahren, wenn man sich über eben diesen Gedanken macht?

Nur weil die Gesellschaft das als Tabuthema sieht?

Muss man ernsthaft gegen seinen Willen leben, nur weil die Gesellschaft das so will? Ich mein... allein kämen wir vermutlich niemals auf die Idee, dass es einen Gott gibt. Würden wir uns dann drum scheren? Ich denke nicht.

Nein. Ich glaube, dass ich viel zu viel denke. Aber das gehört nicht hierher....

L2amal8ein


@ i-st

Ich mein... allein kämen wir vermutlich niemals auf die Idee, dass es einen Gott gibt. Würden wir uns dann drum scheren? Ich denke nicht.

ich denke nicht, dass dem so ist. in jedem volk, selbst in jedem urvolk gibt es götter. der mensch ist leider mit der selbstreflektion gestraft/gesegnet. der drang danach, den sinn zu finden resultiert daraus. selbst wenn man dich als säugling auf einer einsamen insel ausgesetzt hätte, würdest du überlegen, warum du da bist. ok, wenn dem so wäre, wärst du natürllich auch geistig zurückgeblieben und somit hättest du gar nicht den geistigen horizont, darüber nachzudenken, aber das sollte man mal beiseite stellen.

der mensch sucht sich immer irgendwas höheres, um seine existenz zu rechtfertigen.

atheist - christ - ich bin im moment keins von beiden. ich bin auf der suche im moment. und kann mich nicht entscheiden. mal sehen...

ACshGaAnti2x9


exakt. oder wie begründet man, dass ein Mensch, der andere umbringt und missbraucht, lange sein Leben weiterleben darf, während jemand, der anderen viel hilft und Gutes tut, an einer qualvollen Krankheit stirbt? Vermutlich mit der fadenscheinigen Begründung "dann war er im früheren Leben eben ein Verbrecher"...ja, nee, ist klar..

kann mit der Bibel auch nichts anfangen...

Genau das ist es. Ja, die Welt ist ungerecht. Es passieren soviele Dinge, die wir so nicht erleben oder annehmen wollen. Kriege, Verbrechen und andere Gewalttaten, gegen die wir als Menschen machtlos dastehen. Letzendlich gibt es das Bild des bösen Menschen und das des Opfers. Wenn jemand auf diese Welt was schlechtes tut, auf eine Art und Weise dem anderen schadet und hier auf dieser Welt entkommt und dadurch juristisch nicht bestraft wird bis zu seinem Tod, was glaubt ihr? Glaubt ihr etwa, dass er im Jenseits auch entkommen kann? NEIN !!! Es wäre schlimm, wenn es anders wäre. Wie könnt ihr euch mit den (ungläubigen) Gedanken zufriedenstellen, dass die Ungerechtigkeit auf dieser Welt ohne Konsequenzen bleiben wird? Wie könnt ihr das mit eurem Verstand vereinbaren? Wie könnt ihr mit diesen Gedanken so Hoffnung schöpfen und zufrieden weiterleben? Das ist das Schöne am Glauben, zu wissen, dass die bösen Leute auf dieser Welt, die ihr Unwesen treiben konnten und aus irgendeinem Grund nicht bestraft wurden, im Jenseits nicht mehr entkommen werden und ihre Strafe mehr als Einbüsen werden. DENN DAS GIBT ES DAS RELIGIÖSE GESETZ. WENN DIE AUF DIESER WELT DEM JURISTISCHEN GESETZT ENTKOMMEN, WERDEN SIE SPÄTESTENS IM JENSEITS FÜR IHRE UNTATEN ZU RECHENSCHAFT GEZOGEN UND BESTRAFT.

Ggrasm-Hxalm


Dazu müsste man an ein Jenseits glauben - und das tue ich nun mal nicht. Und mit meinem Verstand kann ich das gut vereinen, wieso auch nicht??

sgmile-.4-mxe


DENN DAS GIBT ES DAS RELIGIÖSE GESETZ. WENN DIE AUF DIESER WELT DEM JURISTISCHEN GESETZT ENTKOMMEN, WERDEN SIE SPÄTESTENS IM JENSEITS FÜR IHRE UNTATEN ZU RECHENSCHAFT GEZOGEN UND BESTRAFT.

Ashanti, man bekommt ein bisschen dein Eindruck als würdest du nur glauben, weil du irgendeine Art von Rache willst. Ist dir so etwas passiert, dass dir jemand etwas angetan hat und er dafür nicht bestraft werden konnte? :-/

Sorry, wenn ich mal so direkt frage.

A[shan[ti29


gut, aber wenn du deine meinung in den raum schmeisst und es als absolute wahrheit darstellst, musst du damit rechnen, dass gegenargumente kommen.

wenn du in deinem ersten beitrag geschrieben hättest, dass es deiner meinung nach so und so aussieht und es eben glaubenssache ist, dann wärs ok gewesen.

ich habe mich eher daran gestört, dass du deine meinung als absolut darstellst:

Mit Gegenargumenten rechne ich immer. Es ist hier ein Diskussionsforum, sonst würde hier keiner mit keinem diskutieren.

Wieso störst du dich daran so? Es gibt im Glaube nicht sowas wie ungefähr, einwenig etc. Glaube ist was fest eingeprägtes. Entweder man glaubt oder man glaubt nicht und ich gehöre nun mal zu den Gläubigen.

AIs3hanOti29


Ashanti, man bekommt ein bisschen dein Eindruck als würdest du nur glauben, weil du irgendeine Art von Rache willst. Ist dir so etwas passiert, dass dir jemand etwas angetan hat und er dafür nicht bestraft werden konnte?

Sorry, wenn ich mal so direkt frage.

Warum? Reichen dir nicht die ganzen Ungerechtigkeiten, die in der Welt so geschehen? Warum muß man sich erst dann an irgendwelchen Ungerechtigkeiten stören, wenn man selbst betroffen ist - würde dies nicht für Egoismus sprechen? Stört es dich nicht, wenn du wieder mal in den Nachrichten hörst, dass aufgrund eines Attentates wieder mal so und soviel unschuldige Menschen ums Leben kamen? Stört es dich nicht, wenn du wieder mal hörst, dass ein Kind mißhandelt oder von eigenen Eltern umgebracht worden ist?

t:obIbyx3


Langsam glaube ich zu verstehen, warum manche fanatisch glauben (wollen): Es ist so wunderbar beruhigend, sich einen Rachegott vorzustellen, der irgendwann alles, was mir nicht in den Kram paßt, was mir ungerecht erscheint, mit seiner strafenden Hand ausmerzt.

Es ist so wunderbar einfach, alles, was wir nicht erklären können (oder wollen?), mit dem Wirken eines überirdischen Wesens rechtfertigen zu können. Auch so kann man sich das Weltgeschehen zurechtbiegen. Man muß nur fest genug glauben, dass man glaubt und alles wird gut. Prima !!!

S2tnraxuch


Ich selber glaube an Inkarnation und Karma... aber man muss diesen glauben nicht projizieren. Viele Menschen die sterben wollen haben Probleme die lösbar sind auch wenn sie unlösbar erscheinen. Überlegt euch mal... seid ihr mit dem Wunsch gebohren worden zu sterben? Wodurch wurde er ausgelöst?

lz-st


Stört es dich nicht, wenn du wieder mal in den Nachrichten hörst, dass aufgrund eines Attentates wieder mal so und soviel unschuldige Menschen ums Leben kamen? Stört es dich nicht, wenn du wieder mal hörst, dass ein Kind mißhandelt oder von eigenen Eltern umgebracht worden ist?

Mich jedenfalls trifft es nicht. Ich schaus mir an. Und ich seh die Bilder. Und meistens ist es mir egal. Oder ich hoffe, dass ich irgendwann mal mittendrin bin. Der Verstand sagt mir, dass es für die Betroffenen was Schlimmes ist, das wars aber auch schon...

Und ehrlich gesagt glaube ich nicht von mir, dass ich deswegen ein schlechter Mensch bin. Ich sprechs halt nicht (mehr) aus, weil die wenigen Male, wo ichs getan hab, die Reaktion absolut verständislos war.

Überlegt euch mal... seid ihr mit dem Wunsch gebohren worden zu sterben? Wodurch wurde er ausgelöst?

Er ist da.... solang ich mich erinnern kann, wenn ich mal drüber nachdenke. Er ist da und wächst mit mir. Und möglicherweise schneller als ich.

Entweder man glaubt oder man glaubt nicht und ich gehöre nun mal zu den Gläubigen.

Da ist ja auch nichts gegen einzuwenden... Bloß ists meiner Meinung nach übertrieben und scheint, als müsste man ebenfalls dran glauben, wenn gewisse Dinge bzw. Sätze komplett in Großbuchstaben niederschreibt, was ich normalerweise als "geschriebenes Schreien" verstehe...

Ich für meinen Teil kann es zwar nicht nachvollziehen, wenn jemand derart gläubig ist, aber akzeptieren. Und umgekehrt sollte es genauso sein, was ja Diskussionen nicht ausschließt.

p;h.oebxe


In der Bibel steht, dass Gott uns Lasten zum Tragen gibt, die aber nie schwerer sein werden als wir tragen können.

ehrlich gesagt..frage ich mich manchmal ..wieso die einen gebeugt gehen müssen..und die anderen wie leichte federn durchs leben gehen dürfen.. :-/

s+mile-m4-me


ehrlich gesagt.. frage ich mich manchmal.. wieso die einen gebeugt gehen müssen.. und die anderen wie leichte federn durchs leben gehen dürfen..

Hmm, erstmal denk ich, dass man von außen immer leicht sagen kann "Dem geht das Glück ja hinterher". Das ist nur unser subjektiver Eindruck, wieviel Realität dahintersteckt und ob diese Person nicht auch oft oder lange gebeugt gegangen ist, das wissen wir gar nicht. Und ich bin überzeugt davon, dass jeder im Leben mal schwer zu tragen hat. Aber bei einem geb ich dir Recht, einige trifft es auch objektiv gesehen härter als andere.

Aber als Christ -und dieser von dir zitierte Spruch ist ja aus der Bibel- hat das alles seinen Sinn. Als Christ glaubt man daran, dass Gott einen Plan für jedes einzelne Leben hat, ein Lebensziel, eine Berufung. Hürden und Schwierigkeiten dienen dazu uns an ein Ziel zu führen. Denn die bringen Erkenntnisse, führen uns auch näher an Ziele und lassen uns unser Potential entdecken. Ohne Herausforderung entdeckt man vor allem sein Potential nicht. Menschen neigen ja eher dazu, sich zu wenig zuzutrauen und machen oft vor selbstauferlegten Grenzen halt. Ohne die Herausforderung würde uns oft nicht bewusst werden, wozu wir eigentlich fähig sind.

Und dann bekommt dieser Vers aus der Bibel auch wieder seinen Sinn. Uns werden Prüfungen, Herausforderungen auferlegt, um uns an ein Ziel zu bringen. Um uns voranzubringen. Es steckt einfach gerade in Leiden viel Erkenntnis, das ist so meine Erfahrung. Es ist hart in den Momenten, Monaten, Jahren, in denen man dem ausgesetzt ist. Aber wenn ich zurückschaue, dann sehe ich, dass ich gerade an Krisen gewachsen bin und mich das stark gemacht hat. Nur manchmal hat man das Gefühl, es geht über die eigenen Kräfte, das kommt auch vor. Aber letztlich liegt es in unserer Hand, wie wir das betrachten, was uns passiert, wie wir es bewerten und ob wir uns führen lassen wollen.

p4hoexbe


Und dann bekommt dieser Vers aus der Bibel auch wieder seinen Sinn. Uns werden Prüfungen, Herausforderungen auferlegt, um uns an ein Ziel zu bringen.

wo steckt der sinn..das ein kleines kind missbraucht und misshandelt wird?? -das ist eines meiner lieblingsthemen..ich bin selbst aus dem katholischen glauben ausgetreten..weil der mit zu vielen zwängen zusammen hängt.. ich bin der meinung, dass gott gut und ohne zwang ist.. gott straft nicht -und gott ist nicht böse -und schon garnicht will er uns böse lasten aufbrummen.. DAS alles geschieht..weil Gott uns menschen einen freien willen mitgegeben hat..und nicht, weil er uns testen will.

das ist meine meinung..ich erhebe keinen anspruch auf richtigkeit ..es ist nur meine eigene meinung.

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