» »

Kein bock mehr auf nix

F%alkerns~chwiSnge hat die Diskussion gestartet


hallo Leute. Ich hab keine Lust überhaupt irgendwas zu machen. Alles in meinem Leben ist scheiße. Es war schon immer scheiße. seit ich geboren bin bekomme ich i-wie bloß Streit von meinen Eltern mit und das ist immer noch so. also meine Mutter streitet mit meinem Vater immer wegen unserer Verwandschaft und so und wegen so scheiß Beziehungsgeschichten whatever. hier kurz ausschlaggebende Punkte im meinem Leben :-( bedenkt dass alle 2 wochen Brüllerei und Krieg zwischen meinen Eltern herrscht, zudem gehen auch möbel, geschirr und andere Gegenstände dabei kaputt. Darunter ungefähr 5 Glastüren und 3oder4Handys, kein Witz)

-als ich ungefähr 6jahre alt bin komm ich ins zimmer meiner schwester (18) und seh wie sie sich die Nadel gibt. Seitdem is sie nie wieder von den Drogen weggekommen. bis heute nicht. wir wissen seit ein paar Monaten nichtmal genau wo sie im Moment ist. wird schon von der Polizei gesucht.

-seit ich 7 bin, wohnt meine oma bei uns (Pflegefall) ihr könnt euch ja denken was für eine Behinderung das für eine 6köpfige Familie ist

-als ich 9 bin, bringt meine junkie-schwester ein kind zur Welt, was im moment bei uns wohnt (vlt. auch für immer), da meiner schwester das sorgerecht entzogen wurde

-mit 10 erfahre ich, dass mein Vater eine Affäre mit einer anderen Frau hatte und muss ansehen wie meine Mutter mit Messer auf meinen Vater losgehen will

-heute erfahre ich von Lehrern, dass ich in da schule (gym 8. Klasse) praktisch ausgeschissen hab, weil ich "zu faul bin um zu lernen"

Ja aber, dass ich in der schule ausgeschissen hab wusst ich auch schon vorher. vlt. kann ich ja im Halbjahr auf die Real wechseln.

jo jetz bin ich 13 und ein verbittertes hässliches etwas. Ich will nix mehr machen außer durch meinen pc und meinen wenigen Freunden die Welt um mich herumzuvergessen. ich hab zwar nur 2 Freunde, sind dafür aber gute und wenn ich die nich hätt dann wär ich warscheinlich schon längst weg von der welt. Am liebsten würde ich einfach tot umfallen. Weg von allem Dreck hier auf Erden. Hier is alles scheiße, außerdem will ich wissen was danach kommt.

Ich weiß ned warum ich das überhaupt hier geschrieben hab. Hatte einfach das Bedürfnis dazu

:-|

Antworten
s5m4iled-4R-me


Hallo Falkenschwinge @:)

Ja, es ist sehr krass was du bisher erlebt hast, ich kann dir einiges davon sehr gut nachfühlen. Meine Eltern haben sich in ihrer Ehe auch nur gezofft. Das fing mit meiner Geburt an und hörte zum ersten Mal so richtig auf als ich 25 war. Da hatte es nochmal einen Höhepunkt erreicht, weil meine Ma eine Affäre hatte. Als das dann ausgestanden war, da war mehr oder minder zum ersten Mal Ruhe.

Ich hatte als Kind auch immer Angst, dass sie sich an einem der x-tausend Wochenenden, an denen sie sich zofften und nicht wenig Alk tranken, erstechen, erwürgen oder sonstwas machen. Als Kind versteht man viele Zusammenhänge einfach nicht, du siehst nur was passiert und kannst es nicht einordnen. Und keiner erklärt dir was los ist. Als ich als 5jährige nachts von dem Brüllen wach wurde und erstmal im Bett gezittert hab, bin ich dann irgendwann immer runter, total verängstigt und verzweifelt. Hab mich zwischen die beiden gestellt, geheult und das was dann immer kam "Ist doch alles in Ordnung, geh wieder ins Bett". Die Angst, dass sie sich gegenseitig was antun, die war aber immer da, wirklich bis zum letzten krassen Streit, den sie hatten. Vor 2 Jahren.

Es ist schon mal gut, dass du zwei gute Freunde hast. Kannst du mit ihnen auch über das was zu Hause passiert reden? Die Welt um dich herum vergessen...ich schätze, so ging es deiner Schwester auch und dann fing sie wahrscheinlich irgendwann mit den Drogen an. Du siehst wohin das führt. Jedenfalls nicht dazu, dass sich deine Probleme lösen und schon gar nicht dazu, dass du glücklich sein kannst. Im Gegenteil, damit begibst du dich in einen Teufelskreis aus noch mehr Verzweiflung und noch mehr Bitterkeit.

Aber es gibt auch immer einen anderen Weg, glaub mir. Ich hab auch schon verdammt viel scheiße mitgemacht. Das Zeug mit meinen Eltern, die Zeit als meine Oma pflegebedürftig wurde und meine Ma sie zig Jahre lang gepflegt hat und dabei kaputt ging, was entsprechende Auswirkungen hatte in der Zeit. Mobbing in der Ausbildung und vorher teilweise auch in der Schule. Es hat mich ehrlich gesagt selbst gewundert, dass ich diesen ganzen Schmerz nie betäuben wollte. Ich hab noch nicht einmal in meinem Leben geraucht, ich war noch nie voll und sonstige Drogen interessieren mich nicht mal im Ansatz.

Man kann das alles bewältigen, wenn man sich nicht aufgibt und wenn einem bewusst ist, dass es sich lohnt für ein zufriedenes Leben zu kämpfen, denn man hat nur eins. Dass du das jetzt gerade vielleicht nicht so sehen kannst ist verständlich. Aber wirf das was du hast jetzt nicht weg. Es gibt immer einen Weg.

Ich glaube, du könntest Unterstützung jetzt ganz gut gebrauchen. Wie kommst du zu Hause denn ansonsten klar, wie fühlst du dich wenn du da bist?

F,alkensch&winxge


Erstmal vielen Dank, dass du zurückgeschrieben hast. Sowie du deine Kindheit beschreibst ist es bei mir auch (gewesen). Mittlerweile ist es mir egal ob sie sich irendwie zoffen. Diese Angst, wenn sich meine Eltern streiten ist schon seit einiger Zeit nicht mehr da. Außer es is was ernsteres.

Ja mit meinen Freunden könnte ich schon über sowas reden, aber ich möchte sie nicht damit belasten, dass sie meinen ich würd mir was antun oder sowas. Hab ich in nächster Zeit auch nicht vor. Ja du hast warscheinlich recht mit meiner Schwester und im grunde kann ich sie auch verstehen. Aber ich verabscheue sie dafür, ich hasse sie dafür, sie ekelt mich an, vorallem weil sie ihr Kind bei uns abgeschoben hat und sich für ein Drogenleben auf der Straße entschieden hat. Drogen, Alkohol und sowas interressieren mich nicht. Ich find das eklig. Und ich bin nicht so schwach, dass ich mich auf das Niveau herabsetzen würde. Gemobbt werde ich nicht. Bin in einer relativ sozialen Klasse.

Mich nerft eigentlich alles wenn ich zuhause bin. Gibt nur wenige Glücksmomente mit meiner Familie. Wir sind einfach so viele Leute und vorallem meine Nichte (das kind meiner schwester) geht mir auf die Nerven. Ich würd auch nich sagen, dass wir arm sind. Eher so durchschnittlich.

Vor ein paar wochen hab ich einen Hund bekommen und bin sehr froh darüber. Ich komm jetz öfter raus und so.

Ja ich glaube auch dass es sich lohnen würde für ein zufriedenes Leben zu kämpfen. Ich habe auch Wünsche und Träume, nur sie hören sich für mich so unerreichbar an, dass ich glaube sie nie erreichen zu können mit der Lage in der ich mich befinde. Ja es gibt immer einen Weg. Aber stell dir vor, alle wege, die dir zur Verfügung stehen sind steil und holprig, weder geteert noch gepflastert und zusätzlich musst du noch einen Karren voll schwerer Steine ziehen.

Ich glaube nicht, dass man nur ein Leben hat. Würde mir unlogisch erscheinen. Dass etwas zu nichts wird oder nichts zu etwas kann ich mir nicht vorstellen. und woher sollte das etwas denn kommen wenn es vorher nichts war? Versteht jetz warscheinlich keiner außer mir wenn er das liest.

s5mileB-4-me


Hallo du!

Aber stell dir vor, alle wege, die dir zur Verfügung stehen sind steil und holprig, weder geteert noch gepflastert und zusätzlich musst du noch einen Karren voll schwerer Steine ziehen.

Ich finds immer wieder krass, wie schnell einen das Aufwachsen in solchen Bedingungen dazu bringt realistisch und irgendwie leider auch schneller erwachsen zu werden. Schon irgendwie hart, dass du das mit 13 so treffend ausdrückst. Aber ich kenn das auch muss ich sagen, so wie du es beschreibst hab ich es auch schon recht früh gesehen.

Aber ich verabscheue sie dafür, ich hasse sie dafür, sie ekelt mich an, vorallem weil sie ihr Kind bei uns abgeschoben hat und sich für ein Drogenleben auf der Straße entschieden hat.

Kann ich gut verstehen, dass du diese Gefühle hast. Als meine Ma damals so richtig viel und öfter getrunken hat, dann im Rausch oft sowas von fiese Dinge zu uns gesagt hat und sie einfach nur so wie ein Wrack war, total am Ende...ja, ich hab mich auch vor ihr geekelt und auch heute fällt es mir noch schwer sie zu umarmen. Da kommen oft Erinnerungen hoch. Aber weißt du, nicht jeder Mensch ist so stark bzw. jeder von uns kann einer Überbelastung zum Opfer fallen. Sucht ist dann eine Art von Flucht, man macht das aus purer Verzweiflung heraus. Auch wenn sie dich anekelt, ich glaube du kannst dir ganz gut vorstellen, warum es bei ihr so kam. Und auch bei ihr ist nichts verloren. Vielleicht kommt sie bald an den Punkt, an dem sie sieht, dass sie den Absprung davon schaffen muss. Und es gibt auch viele, die das schaffen.

Ich habe auch Wünsche und Träume, nur sie hören sich für mich so unerreichbar an, dass ich glaube sie nie erreichen zu können mit der Lage in der ich mich befinde.

Gib das alles nicht auf, nicht deine Träume und auch nicht deine Wünsche! Das was dir jetzt noch so weit weg erscheint kann sich schneller erfüllen als du glaubst. Und wenn du erstmal unabhängiger von deinen Eltern und deinem Zuhause bist, wenn du dich durchgekämpft und es geschafft hast, dann hast du sehr gute Voraussetzungen, um dir das zu erfüllen, was du dir wünschst. Es mag sich für einige abgedroschen anhören, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, wenn man sich nicht hat unterkriegen lassen, wenn man nicht aufgegeben und es dann geschafft hat, dann ist man tatsächlich stärker als vorher. Man lässt sich nicht mehr so leicht von etwas umstoßen. Vielleicht machst du dir zwei Dinge klar: 1. du musst nicht für den Rest deines Lebens so leben, du kannst schon jetzt anfangen für deine Zukunft zu arbeiten und das zweite ist, in dem was du jetzt erlebst steckt wie gesagt auch jede Menge Potential. So doof sich das jetzt auch anhören mag.

Ich schau auch manchmal auf meine harten Jahre zurück und wundere mich immer wieder, wie ich das geschafft habe. Und ich sehe, wie es immer wieder aufwärts ging, auch wenn ich nicht damit gerechnet hatte. Es kommt ganz arg auf deine persönliche Einstellung zu den Dingen an, ob du ihnen einräumst, dass sie dich runterziehen oder ob du die Herausforderung immer wieder annimmst. Das ganze Leben ist eine einzige Herausforderung, der man sich immer wieder neu stellen muss.

Ich glaube nicht, dass man nur ein Leben hat. Würde mir unlogisch erscheinen. Dass etwas zu nichts wird oder nichts zu etwas kann ich mir nicht vorstellen. und woher sollte das etwas denn kommen wenn es vorher nichts war? Versteht jetz warscheinlich keiner außer mir wenn er das liest.

Doch, ist schon verständlich, was du meinst! Ich hab als Christ da ein bestimmtes Bild dazu. Jesus sagt wir werden das ewige Leben haben und trotzdem denke ich, dass dieses Leben im jetzt und hier in dieser Welt etwas einzigartiges ist. Auch wenn meine Seele oder was auch immer nach meinem Tod weiterleben sollte. Dieses Leben ist eine riesige Chance! Leider lassen wir uns immer wieder von gesellschaftlichem Druck oder Erwartungen runterziehen. Aber im Grunde könnte das Leben wirklich toll sein. Jeder ist wirklich seines Glückes Schmied, vergiss das nicht @:) Du entscheidest, du hast die Macht in deinem Leben und das ist wichtig! Was um dich herum passiert kannst du nur begrenzt beeinflussen und es ist auch nicht primär deine Aufgabe würde ich sagen.

Jetzt hast du ja doch schon so ein paar positive Dinge genannt, dass du gute Freunde hast, einen Hund, so dass du öfter rauskommst und dass du in einer guten Klasse gelandet bist.

Und ich bin nicht so schwach, dass ich mich auf das Niveau herabsetzen würde.

Ehrlich, ich glaube du wirst das schaffen. Du bist nicht auf den Kopf gefallen und du machst den Eindruck als ob du weißt was du willst. Glaub mir, es werden Jahre kommen, in denen du froh darüber sein wirst, dass du stark geblieben bist, so schwer es auch manchmal war :)*

F4alk0enSschwixnge


Danke. Du hast mir wieder ein bisschen mehr Mut geschenkt. Vielen Dank für das Wissen, dass ich nicht der einzige bin dem es so wie mir geht/ging. Und vielen Dank, dass du dir die Zeit dazu genommen hast mir zu schreiben. Wie viele sind hier im Forum angemeldet? Du warst die einzige unter Hunderten vlt. sogar Tausenden, die mir hier geholfen hat.

*:)

s`milXe,-4&-me


Freut mich, dass es dir ein klein bisschen besser geht. Ja, es tut ganz gut zu merken, dass man mit manchen Dingen nicht allein ist. Eine frühere Freundin von mir, die hat ähnliches mit ihren Eltern erlebt, nur dass da noch eine Scheidung hinzukam und ihre Mutter später dann wieder jemand anderen geheiratet hat, mit dem sich die Kinder überhaut nicht verstanden haben. Ich als ihre Freundin hab natürlich oft mitbekommen, was bei ihren Eltern abging. Und so fühlte ich mich damit auch nicht so allein bzw. wusste, dass es woanders auch so abging.

Wieviele hier im Forum angemeldet sind, das weiß ich nicht. Einige Tausend vielleicht. Es gibt einfach Themen, dazu weiß man nichts zu sagen. Ich finde die Leute hier sehr hilfsbereit, nur manchmal betreffen einen einige Themen nicht und dann ist es auch besser nichts zu sagen oder? :-)

Fkalken?schwxinge


Es gibt einfach Themen, dazu weiß man nichts zu sagen. Ich finde die Leute hier sehr hilfsbereit, nur manchmal betreffen einen einige Themen nicht und dann ist es auch besser nichts zu sagen oder?

Ja du hast recht. Ich durchkämme hier auch öfters die Foren und finde sehr viele Themen sehr interressant weißt aber nichts was ich dazu beisteuern könnte.

F!alke[nschw)inge


muss mich verbessern:

Ich durchkämme hier auch öfters die Foren und finde sehr viele Themen sehr interressant, weiß aber nichts was ich dazu beisteuern könnte.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH