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Der Borderline-Faden

H!app#yMalxli


Es geht ja nicht um richtig oder flasch... Es gibt Argumente die für und welche, die gegen die einnahme von Medikamenten sprechen... Und meiner Meinung nach (oder vielleicht sogar noch eingegrenzter: in meinem Fall) denke ich, dass die Einnahme von Medikamenten Vorteile (für mich) mit sich bringt...

...

Das was alice miller schreibt ist schon richtig... Ich denke, dass sie in diesem abschnitt vor allem die arbeit mit dem inneren Kind meint (so habe ich das verstanden).

Bei mir ist es so, dass ich im Moment eigentlich gar keinen Kontakt mit meinem Innie haben will... Es lässt sich natürlich nicht vermeiden, aber im Moment bringt es mich immer in Schwierigkeiten... :-/

BZordie/Girl


Wie meinst du das, dass dich dein inneres Kind immer in Schwierigkeiten bringt? Magst du das vielleicht näher erklären?

H9app3yMaAlli


Na ja, ich habe den eindruck, dass es immer genau das gegenteil von dem will, was ich will... Außerdem lässt es mich nicht an sich ran... Keine Ahnung, wie ich das erklären soll...

Ich glaube das liegt mitunter auch daran, da ich das innie im Moment nicht aktzeptieren kann... Ich will mich auf mich konzentrieren...

B6ordi4eGirl


Kann es sein dass du das Kind in dir abblockst aus Angst? Bin momentan auch in so einer Situation wo ich lieber alles verdränge und einfach nur funktioniere weil ich Angst vor der Vergangenheit hab. Aber irgendwie kann man nicht jetzt als Erwachsener dranstehen und sich ums hier und jetzt kümmern wenn in einem drin das kleine, traurige und einsame Kind sitzt und noch immer leidet.

HjappyZMal9lxi


Ja, wäre gut möglich, dass ich es abblocke... aber ich will es halt im Moment auch nicht...

B@ordie/Gixrl


kann ich verstehen. *drückdichmalganzlieb* oft hat man auch nicht die Kraft dazu weils ja schon wahnsinnig anstrengend ist.

G6ro*ssie


Vielen Menschen gelingt es, sich vor den Erinnerungen an ihre schreckliche Kindheit zu schützen, indem sie Medikamente wie etwa Antidepressiva einnehmen. Aber diese berauben uns unserer wahren Emotionen, und die logischen Reaktionen auf die Misshandlungen des Kindes können nicht ausgedrückt werden. Genau diese Tatsache hat aber die Krankheit ausgelöst.

Tut mir leid, aber das halte ich schlichtweg für falsch!

Nicht die Medikamente schützen mich vor Erinnerungen, sondern mein Unterbewusstsein. Als ich keine Medis genommen habe, konnte ich mich genauso wenig erinnern wie jetzt auch, aber wenn ich es mal wieder mühsamst versucht habe, bekam ich relativ schnell Angst und mein Körper reagiert einfach zum Selbstschutz damit, dass er dann wieder blockiert. Es ist halt auch so, dass mich Gefühle der Angst und Verzweiflung dann überrennen, daher finde ich es sehr sinnvoll, diese mit Medis ein bißchen zu kontrollieren, um überhaupt die Möglichkeit zuhaben, weiter nachzuforschen ohne zu blockieren und eine Therapie zu machen, ohne Angst vor Gefühlsausbrüchen zu haben, die dann nicht mehr aufhören...Das heißt nicht, dass ich diese Gefühle nicht spüre, aber mit den richtigen Medis kann ich mich schneller wieder beruhigen und den Alltag einigermaßen bewältigen. Ohne Medis führten solche Ausbrüche oftmals dazu, dass ich tage- oder wochenlang krank war und mein Körper alle Kraft brauchte, um wieder halbwegs belastbar zu sein...so kann man dann auch eine Therapie nicht weiterführen, sondern muss halt erst mal wieder stabilisieren.

Natürlich muss das jeder für sich entscheiden, ob er Medis nehmen will, aber gibt es denn überhaupt Kliniken, die ohne arbeiten? Kann ich mir nicht vorstellen!

Was das innere Kind betrifft, weiß ich beim besten Willen nicht, wie ich das erreichen soll ???

Wie schafft ihr das nur ???

p6hoebxe


das innere kind ist schwer zu erreichen -ich habe es immer verprügelt wenn ich früher rankam..und heute ..lass ich es links liegen...aber mit viel geschick und überzeugungskraft habe ich es geschafft dieses kind ab und an mal auf den arm zu nehmen ...es einfach nur mal anzusehen ..wie es klein und hilflos vor mir steht..und immer nur murmelt..ich habe schuld..ich bin hässlich...ich bin zu nichts zu gebrauchen..ich bin dein feind..aber -es kann auch sooo hilflos sein -so dass der beschützereffekt einsetzt und ich es einfach in den arm nehmen konnte..aber es war mir dann fremd..es war so, als nähme ich ein anderes kind in den arm. habe mal mit fotoprogramm ein bild gebastelt ..wo ich das kind und die erwachsene frau zusammen gebracht habe..weiß gerade nicht wo es ist..sonst würde ich es zeigen.

versucht es so einfach mal ..gaaaanz langsam -so hat es mich mein therapeut gelehrt -ganz langsam sollte man den kontakt zulassen -es erst einmal nur ansehen ..und im laufe der zeit einfach nur gegenüber sitzen lassen..und überhaupt nichts machen -lasst euch einfach zeit.

es gibt noch ein buch -mit arbeitsbuch "Aussöhnung mit dem inneren Kind" von Erika J. Chopich und Margaret Paul.

-

habe mal ein paar seiten rausgesucht:

[[http://www.therapeuten.de/therapien/inneres_kind.htm]]

[[http://www.zentrum-fuer-psychosynthese.de/das_innere_kind.html]]

p}hoe`be


Kaum jemand zweifelt daran, dass da ein Kind in uns existiert, das viele Seiten hat. Da sind seine positiven Seiten wie Spontanität, Begeisterungsfähigkeit, Staunen, Neugier, Lebendigkeit und auch die Fähigkeit, ganz in der Gegenwart sein zu können. Leider treten diese positiven Aspekte dieses Kindes in uns nicht mehr so häufig in Erscheinung, vor allem wenn diese Eigenschaften bereits während unserer Kindheit nicht richtig gelebt werden durften.

Vertrauter sind dagegen die weniger erfreulichen Merkmale des Kindes in uns. Unser "inneres Kind" ist auch das Symbol für unsere Verwundbarkeit, unsere Angst, verletzt und zurückgewiesen zu werden. Es steht für unsere Sehnsucht nach Liebe, nach Anerkennung, nach der Bestätigung, das wir o.k. sind, so wie wir sind. Kinder, die wenig Anerkennung und Liebe erfuhren, haben dadurch als Erwachsene auch meistens ein geringes Selbstwertgefühl. Daraus resultiert ein Nachholbedarf mit dem Verlangen, diese Anerkennung und Liebe jetzt als Erwachsener von anderen in Beziehungen und Partnerschaften zu bekommen, was zu Beziehungsproblemen führen kann.

Wer aber ist als Kind nicht häufig verletzt worden, durch Missachtung, Liebesentzug, negative Bewertungen bis zu Beschimpfungen? Da sind noch die Wunden solcher Verletzungen, die jemand anders nur ganz leicht durch kritische Worte zu berühren braucht, um wieder ihren Schmerz zu spüren. Da ist die Angst davor, zurückgewiesen zu werden und nicht liebenswert zu sein. Aus dieser Angst heraus tun häufig Menschen überwiegend alles das, was andere von ihnen erwarten, nur um diese Zurückweisung mit Liebesentzug zu vermeiden. Das wiederum führt dann zur Abhängigkeit vor allem von Partnern. Klammern an den Partner kann zum Ausdruck dieser Angst werden, was der schnellste Weg zum Ende einer Beziehung bedeuten kann. Dadurch wird wiederum das Bild von sich selbst, nicht liebenswert, nicht gut genug zu sein, bestätigt. Ein Teufelskreis! Wer sich mit diesem inneren Kind überwiegend identifiziert, hat es schwer, wirklich erwachsen zu werden und sich wie ein erwachsener Mensch zu verhalten.

e[xplkösixon


Ich habe jetzt ein ganz krasses Buch ausgeliehen bekommen.Den titel schreibe ich lieber nicht, denn ich glaube, wer estwas schwach in dieser Beziehung ist, den geht es wie mir.- Nicht gut.- Aber es ist so wahnsinnig spannend, da geht es um "multiple Persönlichkeiten" und da frage ich mich einfach nur: ist es nicht bei mir ähnlich, eben mit diesem "inneren Kind". Wie z. B. schaffe ich es sonst, dass ich, obwohl total wütend auf mich, voller Haß-und- Sv- Gedanken, dann, wenn ich vielleicht gerade da Besuch bekomme, oder eines meiner Kinder kommt, ganz normal zu tun?

Ich erinnere mich, dass ich mir als Kind in unserem Haus auf dem Dachboden in einer kleinen Ecke, eine Höhle gebaut hatte. dort bestrafte ich mich immer irgendwie, aber dann hörte ich mich immer sagen: " so ....... jetzt läßt du dir nichts anmerken und bist gefälligst freundlich, also los, gib dir Mühe".Genauso verhalte ich mich heute noch. Ja, ist das nun das ängstliche Kindm in mir, oder eine Andere? Während des Lesens des Buches war ich wieder richtig in die Situation von damals versetzt. Und diese Erinnerungen sind mir jetzt, nach sehr vielen Jahren, gekommen.

pChoebxe


also -ich nenne sie immer "eine andere" -weil ich abgespalten bin von dieser person ..nur langsam und selten kann ich einen bezug zu meinem inneren kind herstellen -es ist verdammt schwierig.

BJordieG(irxl


Nicht die Medikamente schützen mich vor Erinnerungen, sondern mein Unterbewusstsein.

Solange du trotz Medis noch Zugang zu dir selbst hast ist es okay. Du achtest auf deinen Körper, ich finde das sehr gut.

Ich denke nicht dass es Kliniken gibt die ohne Medis arbeiten aber die Enscheidung Medis zu nehmen sollte jeder für sich treffen dürfen. Und genau das habe ich in der Tagesklinik nicht erlebt, ich wurde jeden Tag zugelabert dass ich Medis nehmen soll.

Mir persönlich haben Medikamente nichts gebracht, ich hatte nur Nebenwirkungen obwohl ich sie 2 Monate genommen hatte. Mein Körper wehrt sich enorm gegen Medikamente, sowas hab ich noch nie erlebt und auch noch nie von jemandem gehört aber es ist Tatsache.

Von einer einzigen Remergil hatte ich einen Kreislaufzusammenbruch und konnte zwei Tage nicht aufstehen weil mir übel und schwindelig war. Keiner hat mir das geglaubt. Als ich früher Drogen genommen hatte war das aber genauso. Der eine hat ne ganze Ecstasy Pille geschluckt und ich nur ne viertel und war trotzdem voll drauf. Ich bin seelisch und körperlich äußerst sensibel :°(

e$xlplösxion


BordigGirl- da bist du einesteils zu beneiden und auf der anderen Seite zu bedauern.Bei mir schlägt wieder gar nichts an, es sei denn ich nehme es fast schon in "Unmengen".

G'rowssixe


Bordiegirl

:°_ :°_

Vielleicht wären ja homöopathische Mittel was für dich?

Klar, wenn du nur Nebenwirkungen hast oder die Wirkung zu stark ist, macht es überhaupt keinen Sinn, im Gegenteil!

Aber das kann ich gut vorstellen, dass da die meisten Ärzte nicht locker lassen und dir auch einfach nicht glauben wollen, dass du es nicht verträgst...

Der Arzt von meinem Mann hat neulich gesagt: "Was ich Ihnen geben kann, sind bloß Ratschläge. Was ich auf ein Rezept schreibe, ist mir völlig egal, ich kann Ihnen nur ein Medikament empfehlen, nehmen müssen Sie es. Sie entscheiden, ob sie es nehmen und ob es hilft oder nicht. Sie entscheiden, welche Ratschläge Sie beherzigen, es ist Ihr Leben! Ich bin nur Ihr Berater, ich habe nichts davon, ob Sie ein Medikament nehmen oder nicht! Im schlimmsten Fall müsste ich Sie mal irgendwann einweisen, aber mich kostet das nur 2 Minuten, eine Unterschrift, Sie kostet das mehrere Monate Ihres Lebens! Wenn Sie nun sagen, der spinnt doch, was ist das für ein Arzt, ist es Ihre Entscheidung, ob Sie wiederkommen. Ich möchte Ihnen helfen, aber wenn Sie das nicht wollen, helfe ich jemand anderem! Ihre Entscheidung..."

Fand, diese Worte hatten zwar irgendwie etwas sehr hartes, von wegen "mir kann das alles egal sein", aber es hatte auch etwas befreiendes, dass man eben nichts muss, dass einem nichts aufgedrängt wird, sondern man immer auch "nein" sagen kann. Ich finde, man fühlt sich sonst manchmal so machtlos, man soll dies nicht tun und jenes lieber lassen, und immer brav die Medis schlucken...aber wir tun es nur für uns und wenn wirs lassen, ist es unsere Entscheidung, aber auch unsere Konsequenzen, die nur wir tragen müssen!

GDrosxsie


phoebe

Ich weiß überhaupt nicht, wie das anfangen sollte, wie ich mir das vorstellen kann. Ich meine, fühlst du in dich rein, also ist das Kind in dir drin? Oder sitzt es dir gegenüber? Stellst du dir dich als Kind vor oder ist es einfach irgendein Kind? Oder hat es eine völlig andere Erscheinung?

Könnte es helfen, sich dabei ein Foto aus der Kindheit zu betrachten? Oder sollte man etwas tun, was man als Kind gerne gemacht hat? Oder lieber etwas, was man ganz und gar nicht gerne gemacht hat?

Ich kanns mir überhaupt nicht vorstellen....

Aber ich habe auch noch nicht in deine Links reingeguckt... :=o

Mach ich gleich mal...

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