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gescheiterter Selbstmord und die folgen. . .

TQomToxm321 hat die Diskussion gestartet


Sorry vorweg, hatte zuvor wohl im falschen Forum diesen Text gepostet.


Hallo meine Freundin (beide frisch verliebt aber noch keine Beziehung) hat sich die Pulsadern aufgeschnitten (wegen vielen schicksalschlägen). Liegt nun im KH.

Nun habe ich innerlich irgendwie Angst was auf einen hinzukommt.

Ersteinmal möchte ich gerne wissen. Wie wird sie Therapiert, Wielange muss man damit rechnen das sie fort ist. Ab wann "dürfte" man mit ihr in Kontakt treten? Sorry ich kann mir diese Fragen nicht beantworten und habe auch nicht den Kontakt zu den ärzten..

Meine größte Angst ist eigentlich, liebt sie mich vllt. nicht mehr nach so einer harten Situation? Können Gefühle aufeinmal durch krasse Lebensumstellungen schwinden?

Wie geht man mit sonen stark Suizidgefährdeten Menschen um?

Antworten
LLich'tchetnx3


Hallo!

also ich kann mir vorstellen, wie du dich fühlst.

Als ich mit meinem Freund zusammenkam (auch nich frisch) kam ich in die Psychiatie wegen Ritzen usw. eine Woche lang. Er kam trotzdem, mit einer Rose zu mir in die Psychiatrie, was ich auch so, nicht vergessen werde x:) weil wer macht das schon? Meine Gedanken waren, was denkt er von mir? ich sitz hier in der Klapse.

Das er mich besucht hat, hat mir sehr geholfen und mich aufgebaut.

Am besten ist du bist bei ihr, macht sie Glücklich, dass wird ihr scher helfen. Unsere Beziehung war am Anfang so unheimlich, wir haben so viel durchgemacht,( ich habe auch Antidepressiva genommen usw.) also es war echt hart... nunja, mir geht es jetzt nach 3 Jahren besser, ich fühle mich wohler, ich mache sowas eigentlich auch nicht mehr, und wie werden in 3 Monaten heiraten :)*

Ich denke mal durch ihren Selbstmord ist sie in der geschlossenen, und muss sicher 2-3 Wochen dort bleiben, da ihre Selbstmordgedanken akut sind. Evtl wird sie dort auch therapiert.

Wichtig ist auch, dass du mit ihr spricht, erzähl ihr von deinen Gedanken, weil evtl denkt sie auch das du jetzt nichts mehr von ihr wissen willst.

Viel Glück.

ThomTnom32x1


Danke für deinen Erfahrungsbericht :-)

Immoment herrscht Kontaktsperre für Familie und co. Danach möchte ich auch gerne hin, sie soll wissen das ich zu ihr stehe. Nur genau diese Zeit macht mich ängstlich das sie die Liebe vllt. verliert, weisste was ich mein?

Nach welchem Zeitraum durfte dich dein Freund besuchen? Und wie war die Zeit danach, als du wieder zuhause warst?

LHichtchxen3


Also, ich weiß leider nicht genau, ich war zwar in der Psychiatrie aber nicht in der geschlossenen (eine K-Schwester hat mir geholfen, weil eig. hatte ich auch akute Selbstmordgedanken) deswegen konnte er sofort kommen. (aber ich würde sagen so 1-2 Wochen, es kommt drauf an wie sie sich dort "benimmt", die müssen ja sehen, ob sie stabil ist oder nicht.)

Aber eins weiß ich noch in der Zeit, denkt man über vieles nach. Und man will eigentlich auch, dass jemand da ist.

Deswegen denke ich nicht, dass sie in dieser Zeit die Liebe verliert, weil dort is man einsam, oder sie hat so viele Probleme das sie momentan einfach nicht daran denken kann (auch wenns hart klingt) das kommt immer auf die Person drauf an %-| also bei mir wäre es eher so, dass ich mehr an die Person denke, und will das sie da ist.

Aber wie schon gesagt, wenn das ein Thema für dich ist, und ihr redet gerade darüber würde ich das mal so ein wenig Ansprechen.

Gerade bei leuten mit psych. Problemen, ist es immer so eine Sache!!! sie denken oft pessimistisch! und sprechens auch nicht an.... deswegen würde ich an deiner Stelle mit ihr über das Thema reden, dass sie sieht das du sie Liebst und dir diese Situation nichts aus macht.

TPomTovm3211


Ok mal sehen was man nach der Kontaktsperre bereden kann. Wie ist dein Freund mit dir umgegangen? Was hat dir geholfen und was wiederum nicht?

SJunrabVbit


Ich kann das zum Teil nachvollziehen. Bei mir wars zwar nicht die Freundin, sondern mein Vater. Aber das ist eine verdammt schwierige Situation... ich wusste bei den ersten Besuchen auch nicht, was ich sagen oder machen sollte. Ich habe ihn aber jeden Tag besucht, war auch sein einziger Besuch in dieser Zeit (wegen der Begleitumstände), und hab gemerkt das es ihm immer sehr gut getan hat. Wir haben allerdings nie über den Selbstmordversuch an sich gesprochen, sondern eher über die Zukunft, wie es jetzt weitergeht etc.

(Ich hatte damals auch versucht, über die Ärzte Hilfe zu bekommen, aber die haben sich 0 für mich (oder andere Angehörige) interessiert. Ein Arzt fing sogar an mich zu beschimpfen als ich um Hilfe bat, schliesslich hatte ich seine heilge Mittagspause erwischt... ich hab inzwischen meine eigene Meinung über "Psychologen"... )

Ich denke auch, das es positiv ist wenn du sie besuchst. Es bringt ihr ein Stück normalität. Vielleicht schämt sie sich am Anfang, ich würde "das" Thema nicht sofort anschneiden. Vielleicht eher erstmal auch auf die Zukunft konzentrieren... aber vielleicht spricht sie das Thema ja auch selbst an. Ich wünsche euch beiden viel Glück!

:)*

L%ichtcxhen3


Ja stimmt, dass Thema an sich sollte man nicht ansprechen, sondern lieber sie.

Mach so alsob nichts wäre, rede und lach mit ihr.

Vielleicht redet sie auch mit dir darüber....

Die situation, wird natürlich sehr komisch sein, weil in ihrem Leben hat sich nach so einem Besucht dort, schon ein wenig verändert. Zumindest war es bei mir zum Teil so, weil ich damit meinen Eltern gezeigt habe "Mir gehts nicht gut!" weil eltern ja meistens denken, die machen nur Show.

Was mir geholfen hat, kann ich dir so leider nicht sagen, dass du kommst ist für sie sicher schon einmal eine Hilfe. @:)

T]omTgom\32x1


Danke für die schönen Worte. Über das Thema Selbstmord, werden wir von alleine nicht ansprechen, denn die Vergangenheit soll und muss finde ich ruhen.

Aber was ich bedenke, was passiert nunmal danach. Während der Therapie wird sie ja denke ich mal auf das neue Leben drauf vorbereit. Auch wenn sie quasi in Unseren Augen gesund ist, besteht trotzalledem immer noch Suizidgefahr?

Laich_tychxen3


ich hatte früher mehr als 5 Suizidversuche, man lernt das leben eigentlich erst schätzen, wenn man etwas schlimmes erkebt hat, ich hatte ein Autounfall... und nun habe ich selber herausgefunden, dass ich viel zu sehr Angst habe vor dem Tod.

Du denkst zu sehr an die Zukunft, treff dich erst mal und schau wie es ist. Am Ende ist alles viel besser als du denkst.

Die Gefahr das nochmal soetwas passiert, kann natürlich sein, solange es ihr nicht besser geht. Vielleicht bekommt sie jetzt auch Medikamente (oder nimmt sie schon?) und wenn du dir später nicht sicher bist, würd eich einfach in einem ruhigen Moment mich hinsetzen und sie fragen, wie es ihr geht, oder das du dazu noch sagst, dass du Angst hast um sie du dir sorgen machst, und auch nicht möchtest das sie das nochmal macht. Mach ihr klar, dass es jetzt auch DICH gibt!

und das sie in dem Sinne auch an dich denken muss....

Aber wenn man eine Therapie anfängt wird es manchmal besser, am besten is, wie gesagt du redst dann einfach mit ihr.

Mein Freund fägt mich immer, wie es mir geht (innerlich) wegen dem Ritzen, und auch allgemein, und dann sag ich ihm gut oder schlecht.

Letztens habe ich ihn angesprochen, dass ich wieder Antidepressiva nehmen will, weil ich momentan einfach meine Gefühle selber nicht verstehe.

Reden ist wirklich sehr wichtig! auch wenn du viell. Angst hast, das sind sachen die muss man einfach wissen.

S^chweRsterS+S


Als ich mir mal die Pulsadern aufgeschnitten habe, wurde ich "therapiert" indem ich in eine geschlossene Psychiatrie kam. Dort bekam ich Unmengen an Medikamenten und durfte 2x die Woche eine Beschäftigungstherapie machen.

Ich war dort 6 Monate.

Kondakt durfte die ersten 2 Wochen niemand mit mir haben.

Ich habe damals niemanden geliebt, nur meinen geliebten Kater, weswegen der Selbstmordversuch mir auch schwer fiel, also würde ich sagen, dass sie dich trotzdem noch lieben kann.

T'omTo)m321


Gute Tipps Danke.

Ihre Eltern durften Sie besuchen und ich durfte mit ihr telefonieren, sie hörte sich ganz normal an wie immer nur am Abend ist sie dort ausgetickt. Jetzt herrscht besuchverbot. Als ich mit ihr geredet habe, hat man deutlich mitbekommen, dass sie es nicht sieht das sie "krank" ist und dass man ihr helfen kann.

Sie wird die Therapien mitmachen nur leider glaube ich, dass sie innerlich sowieso was ganz anderes denkt.

Ich habe mich erschrocken das sie rüberkam als sei alles in Ordnung aber dann wiedrum doch nicht durch das austicken. Solange sie das alles nicht einsieht, kann ihr nicht geholfen werden. Das macht mich sehr traurig.

Denn wenn sie so nachHause kommt, oh man wie soll das denn weitergehen -.-

Gibt es private therapien von zuhause aus? Oder was kann man noch machen wenn es keinen Erfolg gibt..?

Das ist alles so scheiße, die ungewissheit.

TnomMTom!32x1


Sie hat die Therapie abgebrochen. Ist nun zuhause und hat bei sich einen Psychologen gefunden der sie nun täglich Therapiert.

Mal schauen obs besser funktioniert.. .

BMar%celoxneta


@TomTom321

Istt zwar nur so ne Anmerkung am Rande, aber solltest du mal wieder das Gefühl haben, dass sie Selbstmordgedanken hat, hilft meist folgendes: In Kliniken und ähnlien Einrichtungen wird mit kurzfristigen Lebensversprechungen gearbeiter. Das heißt: macht sie Andeutungen, lass dir die Hand darauf geben, dass sie es in den nächsten 2 Stunden nicht machen wird. Nach Ablauf dieser Frist wieder. Dann für die Nacht. Es ist für Selbstmordgefährdete leichter, kurzfristige Versprechen abzugeben, dass sie sich nicht umbringen werden. Diese können sie meist einhalten. So könnt ihr heil über einen schwierigen Tag/durch eine schwierige Nacht, auch wenn sie danach baldmöglichst mit ihrem Therapeuten darüber reden sollte.

Bparcel|oneta


Nachtrag

Wäre eine Tagesklinik vielleicht eine Lösung für sie? Da kann sie zuhause schlafen.

cFli^n5iquxe


@ SchwesterSS

nach meinem selbstmordversuch (tabletten) kam ich zu nem normalen arzt, der fragte mich, KOMISCHERWEISE: "warum haben sie das getan?" haha, der typ glaubte auch noch was ich darauf antwortete("ich weis nicht, es tut mir soooo leid"...)

war 2mal beim psychologen, omg der mensch war so SCHEI**e, tut mir leid - da hab ich mehr Menschenkenntniss als er! ich hab ihn von vorn bis hinten belogen, da ich mich für meine wahren probleme bis in den boden schämte. hat ers rausgefunden? nein! svv dieselbe story.

@ TomTom321:

bitte tu mir nen gefallen und schau dass sie nen Psychologen bekommt zu dem sie auch wirklich vertrauen hat, ich denke auch du solltest mit ihm reden, schaden kann es nie. Aber wirklich: Es muss ein mensch sein dem sie Vertraut und der sie auch "versteht" (sie muss unbedingt das gefühl haben verstanden zu werden!).. keine person redet über probleme mit jemanden, der sie nicht versteht.

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