» »

Angststörung, oder doch etwas anderes?

L5ebku8cheng/ewuxerz hat die Diskussion gestartet


Ich weiß bald nicht mehr weiter: Ich habe jeden Tag Angst, dass ich sterbe!!!!!!

Am besten fang ich von vorne an:

Vor 1 1/2 Jahren hat alles angefangen, ich war bis dahin ein fröhlicher lebenslusteiger Mensch. Heute ist davon nicht mehr vorhanden. Damals begann es auf einmal: Anfang meiner Semsterferien-ich war wieder daheim. Mir wurde bei einer Autofahrt aufeinmal schwindelig und hatte dass Gefühl gleich zusammenzubrechen. Ich musste anhalten und mich abholen lassen-von da an fing alles an. Seid dem bin kein einziges mehr Auto gefahren, weil ich Angst davor hatte, dass es wieder kommt. Zuerst dachte ich, dass das vom Rauchen kommt und habe somit promt aufgehört, doch es wurde immer sc hlimmer. Ich hatte ständig einen Schwindel im Kopf und das Gefühl, als wenn ich nicht richtig da wäre. Ich lag abends im Bett und wollte nicht schlafen, da ich Angst hatte dass ich nicht mehr aufwache!!!! ( das geht heute auch noch so).Ich ging also zum Arzt-dieser meinte nur dass ich mehr Sport treiben soll. Zurück an meinem Studienstandort wurde es nur noch schlimmer-ich traute mich nicht mehr aus dem haus. Also ging ich nochmal zum Artz, weil ich mittlerweile das Gefühl hatte einen Gehirmtumor zu haben. Nach mehreren Untersuchungen, meinte er dass ich eine leichte Schilddrüsenüberfunktion habe (durch eine Zyste) und dass es wohl psychischer Natur seien muss. Seid dem bin ich in einer Therapie, die aber nur sehr schleppend vorran geht. Letzen Sommer ging es mir auch etwas besser, bis zum Herbst. Es hat wieder alles von vorne angefangen. Auf einmal wieder so eine Panikatakke.

Das schlimmst ist, dass ich dadurch immer wieder nach unten gedrückt werde und nur noch am weinen bin, weil ich immer Angst habe, dass ich irgendeine Krankheit habe. Ich habe Angst vor einem Herzinfakt: Dauernd zieht es- den ganzen Tag hab ich leichte Schmerzen im Arm und im Rücken. Sobald ich etwas über eine Krankeit lese hab ich das Gefühl, dass ich genau auch diese Schmerzen habe. Ich trau mich schon gar nicht mehr zum Arzt zu gehen, weil ich glaube, dass der mich sowieso nicht mehr ernst nimmt. Seid Anfang des Jahres hat nun meine Mutter den Kontakt zu mir abgebrochen ( Ich glaube das liegt an ihrem neuen Mann der sie sehr stark manipuliert) und ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll. Ich glaube dass es mir die mehr besser gehen wird.

Nach meinenem letzten Panikanfall, meinte mein Arzt, dass ich an einer Angststörung leide? Aber kann ich dass glauben? Ich habe so viele körperliche Symptome, vorallem die Schmerzen im Arm- das Herziehen, stechen im Brustkrob, manchmal Taubheitsgefühle im Gesicht, kalte Hände und Füße,oft ein Benommenheitsgefühl im Kopf, Sehstörungen, Müdigkeit, rückenschmerzen, Kieferschmerzen( als wenn man den ganzen Tag die Zähne zusammenbeißen würde), ständige Nervösität und Traurigkeit....

Was soll ich nur tun? Kommt das alles nur vom Kopf ??? ?

Ich zieh mich immer mehr zurück? geh kaum noch weg?

Kennt das jemand?

bitte hilft mir

lg

Antworten
V)exeb


Lebkuchengewuerz

Ja, das kann alles vom Kopf kommen. Die vielen verschiedenen Beschwerden sind typisch für eine Angststörung! Ich denke, du solltest ein Psychopharmakum nehmen, wenigstens eine Zeit lang. Natürlich muss das ein Arzt bestätigen und verschreiben.

Ich nehme an, du bist gründlich untersucht worden und nichts wurde gefunden. Die Psyche kann dir aber nahezu jedes Symptom "vorspielen". Geh zu einem Arzt, der gleichzeitig auch eine Psychotherapieausbildung hat, nicht um nochmal eine Therapie anzufangen - du hast ja schon eine laufen - sondern weil der sich mit Angststörungen auskennt.

Ich bin zu 99% sicher, dass du körperlich völlig gesund bist, aber das nützt dir nichts, denn du wirst dich an das eine Prozent hängen! Stimmts?

Also geh nochmal zum Arzt und frage ihn nach einer medikamentösen Unterstützung. Die, denke ich, ist angezeigt.

Gute Besserung! @:) :)*

L_ebkuc/hengewuxerz


danke für die Antwort

Hallo Veeb,

erstmal danke für deine schnelle Antwort. Ich habe letztes Jahr schon Medikamente bekommen, ich habe aber nur die Hälfte der dosis genommen, die mir verschrieben wurde, weil jedesmal nach der einnahme angst hatte, dass ich sie nicht vertrage( das hab ich bei jedem medikament). ich habe die medikamente dann zu weihnachten abgesetzt.

in der therapie finde ich kommen wir nur schleppend voran, denn schließlich habe ich immer diese Schmerzen. Sie sind zwar nur leicht-aber sehr sehr unangenehm und rauben mir meine komplette Lebensfreude. Deswegen glaub ich oft, dass es doch nicht vom Kopf kommt. sondern vielleicht etwas mit dem herzen ist, da ja komischerweiße der arm immer weh tut. Und dann ist immer so ein leichtes ziehen in der Herzgegend, als wenn etwas platzen würde.

Es wurden nur 2 normale ekg´s gemacht, wo nichts aufälliges zu finden war. aber ständig höre ich meine puls und habe das gefühl als wenn er unregelmäßig wäre.

wenn es vom kopf kommt, warum dann auf einmal? ich war früher sehr glücklich-dachte ich

glg

Vmeexb


Lebkuchengewuerz

Das ist alles typisch, vor allem das mit dem Herzen. Ein normaler gesunder Mensch hat bis zu 1000 solche Unregelmäßigkeiten im Tag, nur merkt er das gar nicht, weil er es nicht beobachtet.

Psychopharmaka können natürlich mal Nebenwirkungen haben, besonders am Anfang. Sind sie heftig (Durchfall oder andere heftige Beschwerden) muss man eventuell das Medikament wechseln. Das aber ist allein Sache des Arztes.

Es war falsch, nur die halbe Dosis zu nehmen und noch falscher, dieses Medikament einfach abzusetzen. Man muss da "herausschleichen", wenn man die Einnahme beenden will, aber NUR in Abstimmung und nach Vorschrift des Arztes. Das können Wochen sein!

Oft wirken solche Medikamente erst nach einer gewissen Zeit. Lass dir die Wirkungskurve mal von deinem Arzt zeigen. In den ersten 14 Tagen kann sich sogar eine scheinbare Verschlechterung ergeben, aber das ist harmlos. Nach spätestens 3 Wochen wirst du spüren wie es dir Zug um Zug psychisch besser geht. Und denk daran: Das Medikament und die Dosis kann nur der Arzt festlegen. Lasse dir seine Wirkungsweise erklären, dann weißt du, dass es nicht von heute auf morgen geht und vor allem: Halte dich streng an die Dosis, die der Arzt dir empfiehlt und sprich mit ihm, wenn dich etwas beunruhigt. Setze es aber auf keinen Fall selbständig ab.

Ich vermute, ein Paroxetinpräparat würde dir gut tun (wirkt nach 2 bis 3 Wochen), aber ich bin kein Mediziner. Frage deinen Arzt und sein Wort gilt, wenn er was Anderes sagt. Ich habe nur Erfahrung damit am eigenen Leibe. Vielleicht beruhigt dich das: Ich hatte vor 5 Jahren solche Rhythmusstörunge, dass mein Herz zeitenweise nur noch stolperte. Blutdruck: 240/125 !!! War alles die Psyche, und weil ich in meiner Umgebung Todesfälle erlebte, habe ich mich immer mehr reingesteigert. Nach wenigen Wochen Behandlung war alles weg. Ich nahm das Medikament 8 Monate lang, streng nach ärztlicher Vorschrift und konnte dann über 5 Wochen "herausschleichen", d.h. die Dosis ganz langsam reduzieren bis auf 0.

Vermutlich gibt es irgendwelche Dinge (und das ist nur eine VERMUTUNG), mit denen du nicht fertig geworden bist und sie verdrängt hast. Das beeinflusst auch die Hormonproduktion im Gehirn, bringt sie u. U. aus dem Gleichgewicht und das äußert sich dann in körperlichen Beschwerden wie du sie beschreibst: Da gibt es nichts, was es nicht gibt. Und ich weiß wie sehr man darunter leidet. Medikamente können deine Gehirnaktivitäten wieder ins Gleichgewicht bringen und du gewinnst deine Lebensfreude zurück. Wenn du gleichzeitig eine Therapie machst, kann das nur gut sein. Es dauert halt ein wenig, weil es nichts ist wie Kopfweh: Man wirft eine Tablette ein und nach einer halben Stunde ist es weg. Aber das Ziel der wiedergewonnenen Lebensfreude ist es doch wert!!

Und nicht vergessen: Nichts Medizinisches selbst entscheiden ohne Rücksprache und Genehmigung durch deinen Arzt!!

Du schriebst was von "Studienort", also bist du noch jung! Mensch (junger Mann oder junge Frau, ich weiß es nicht) du hast noch über 50 Jahre Leben vor dir!!

L=adyremvma7x9


hallo,

ich kenne das, genau das gleiche, bei mir war es eine depression obwohl ich mehr unter den Ängsten und der angst vor krankheit hatte. Ich mußte Antidepressiver nehmen und gegen diese scheiß Gefühl des krankseins noch Neuroleptiker. ich war damals für ein paar Wochen in einer Klinik gewesen (für pychatrie). Die haben mich richtig eingestellt und nach ein paar Wochen war ich (fast) gesund. Das geht vorbei, aber nur wenn du dir helfen lässt

Viel Glück *:)

PS: Veep hat dir schon eine tolle antwort gegeben

L`ebkucheingehwuexrz


danke für eure antworten.

ich habe fast ein jahr paratoxin genommen und mein neurologe meinte, dass ich versuchen soll zum anfang des jahres es abzusetzten, was ich auch liebend gerne gamacht habe. vorher hatte ich schon andere tabletten genommen( weiß jetzt leider nicht wie sie heißen), die mir aber gar nichts gebracht hatten. meine therapeut fand es auch gut, dass ich sie absetze. ich galube, dass sie denkt dass ich mit meiner Mutter schon früher probleme hatte und meine gefühle verdränge-ich weiß nicht ob das so stimmt und hab angst, dass nicht der richtige weg ist. wie habt ihr denn eure ängste-bzw depression überstanden?

wie gesagt das schlimmste ist die angst, dass ich etwas anderes habe und das geht nicht aus meinem kopf, bei jedem ziepfen und drücken denk ich, ich muss sterben-wovor ich eine riesige angst habe. und da mit stänig etwas weh tut, wie zB der linke arm, denk ich an herzinfakt und trau mich kaum noch irgendwo hin. mein ganzes leben ist seid 1 1/2 jahren total eingeschränkt.

lg

LSadyQemxma79


Also ich bin mir zu fast 100 % sicher das du nicht krank bist. Du hast zwar den schmerz aber der kommt von der Seele. Es gibt einen Namen für deinen Zustand; Hypochondrie. und das ist nicht nur eine Floskel aus dem Volksmund sondern eine echte Krankheit, die, wenn man sie richtig behandelt sehr gute Heilungschansen hat. Am besten (soweit ich weiß) hilft die Verhaltenstherapie. Ich kann dir nur ans Herz legen in eine Klinig für Pychatrie zu gehen. Dan sieht die Welt in 2-3 Monaten (-/+) besser aus.Du wirst medikamentös eingestellt und hast therapiestunden in sachen Verhaltenstherapie. Deine gesundheit muß dir das wert sein.du wirst wieder gesund aber nur wenn du hart an dir arbeitest und (das lernst du in der Verhaltenstherapie) deine Symtome ignorieren lernst.Das schaffst du aber nur in einer Therapie. Der Neurologe hilft dir da auch nicht mehr weiter

Viel Glück und halt mich auf den laufenden

LYaCdye;mma79


Übrigens in der Klinik werden sie dich auch erst mal auf Herz und Nieren testen ob du etwas hast.Organisch meine ich, nur danach können sie mit der Therapie anfangen.

V-eeb


Du hast geschrieben, du hättest nur die halbe Dosis genommen, vielleicht war das zu wenig? ICH denke - aber feststellen kann das nur dein Therapeut mit deinem Arzt - dass es vielleicht in der tat mit dem problematischen Verhältnis zu deiner Mutter zusammenhängt. Immerhin schriebst du, sie habe nun den Kontakt zu dir abgebrochen. Das ist ja schon eine schwerwiegende Sache.

Je mehr du schreibst, desto mehr bin ich überzeugt, dass du deine Psyche heilen musst und nicht deinen Körper. Über den zeigt deine Psyche dir nur, dass etwas mit ihr nicht ok ist.

Ein "Kochrezept" für das Überwinden von Depressionen und Ängsten gibt es leider nicht. Wie Andere das geschafft haben, ist nicht hilfreich, weil es sich um DEINE Psyche handelt, nicht meine oder Ladyemmas. Meine Ängste waren eher hypochondrischer Natur, was sie bei dir zwar auch sind, aber der Grund ist ein anderer. Ich habe sie erst überwunden, als genau das eintrat, wovor ich immer am meisten Angst hatte: Ich wurde ernsthaft krank (mit über 60) und musste ins Krankenhaus. Das klingt für dich sicher paradox und genau deshalb kann man das nicht einfach übertragen.

Feste Ratschläge kann ich dir nicht geben, das wäre verantwortungslos, da ich weder Mediziner noch Psychologe bin. Nur diesen Rat: Sprich mit Arzt und Therapeut, was weiter zu tun ist und vor allem: Richte dich danach und setze nicht eigenmächtig Dosierungen fest.

Und versuche dir klar zu machen, dass du NICHT körperlich krank bist, gerade wenn es zwickt, egal wo. Wenn es dich unsicher macht, gehe zum Arzt. Es ist typisch für Angststörungen, dass, wenn man mit einer Beschwerde fertig geworden ist, es dann plötzlich anderswo anfängt zu zwicken. Wenn du die Signale deiner Psyche an einer Stelle verstopfst, sucht sie sich eben ein anderes Ventil. Gerade das zeigt, dass nicht dein Körper krank ist.

Lass nicht locker! Du bist der Einzige, der sich öffnen kann und dir die Chance zur Heilung deiner Psyche geben. Sieh hin wo das Problem ist, auch wenn das Hinsehen unangenehm ist und erzähle es dem Therapeuten. Dafür ist er da und nichts sollte dir peinlich sein. :)*

Vxeexb


Als ich geschrieben habe, kannte ich die beiden letzten Beiträge von Ladyemma noch nicht. Vieles was wir dir beide sagen klingt doch sehr ähnlich, vor allem, dass du körperlich gesund bist.

Ob ein Klinikaufenthalt nötig und hilfreich ist, lass deinen Arzt und deinen Therapeuten entscheiden.

L+eb^kuchTengGe4wuerz


hallo,

danke für eure aufbauenden worte. heute habe ich wieder so ein komisches gefühl in der brust und im arm.

in eine klinik möchte ich auf gar keinen fall!!!!!!!!!!!!!

ich brauch nur noch ein jahr für mein studium und will mir das nicht kaputt machen.

Veeb ich hoffe, dass es dir wieder besser geht.

ich habe mir letzte woche ein buch über progressive muskelentspannung gekauft. habt ihr davon schonmal was gehört? was haltet ihr davon-ich hab gelewen, dass das gut bei angst sein soll. nächste woche geh ich wieder zur therapeutin.

vielen dank für eure hilfe :-)

Vueeb


Lebkuchengewuerz

Ja, mir geht es prima, seit Jahren. Mit Ausnahme einiger altersbedingter Beschwerden, aber schließlich bin ich 66: Da steht mir das zu. ;-D

Und du schaffst das auch!!!!

heute habe ich wieder so ein komisches gefühl in der brust und im arm.

Vergiss es: Du bist pumperlgesund - körperlich. Wenn dein Kopf das auch glauben würde, wäre das "komische Gefühl" auf einmal weg.

LTadye4mma79


@:)

Lsebkucohenge%wNuerxz


das freut mich, dass es dir gut geht. hoffe das ist bei mir auch bald so-manchmal hab ich das gefühl, dass es nie wieder besser wird und dann bin ich richtig am verzweifeln. :°(

T~hunxder7


Hallo Lebkuchengewürz

Ohne jetzt die anderen Antworten durchgelesen zu haben, kann ich dich vielleicht erleichtern wenn ich dir sage, dass ich mich ziemlich genau so gefühlt habe. Deine Symptome (Schwindel, nicht ganz da sein, Schmerzen, ja ich hatte sogar Monate lang Durchfall) kenne ich alle auch - und kein Arzt konnte etwas finden. Ich bin wirklich von A bis Z alles was es an Fachärzten gibt abgelaufen - von MRT bis Magenspiegelung - Fehlanzeige.

Erst als ich begann zu akzeptieren, dass es evtl. doch psychischer Natur ist (was man sich in der Situation aber beim besten Willen nicht vorstellen kann da man sich ja tatsächlich schlecht fühlt) begann ich mich wieder besser zu fühlen. Nicht von heute auf morgen, aber schrittweise. Ich begann auch mit Sport und besserer Ernährung (3x wöchentlich eine halbe Stunde laufen). Ich denke dadurch ist mein Körper jetzt auch nicht mehr so anfällig für meine psychischen Probleme, welche ich immer noch habe.

Kopf hoch, das wird schopn wieder! ;-)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH