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Die Arbeit mit dem Inneren Kind

p{hoebxe hat die Diskussion gestartet


Wie das nichtbeachtete innere Kind in unser Leben wirkt.

Kaum jemand zweifelt daran, dass da ein Kind in uns existiert, das viele Seiten hat. Da sind seine positiven Seiten wie Spontanität, Begeisterungsfähigkeit, Staunen, Neugier, Lebendigkeit und auch die Fähigkeit, ganz in der Gegenwart sein zu können. Leider treten diese positiven Aspekte dieses Kindes in uns nicht mehr so häufig in Erscheinung, vor allem wenn diese Eigenschaften bereits während unserer Kindheit nicht richtig gelebt werden durften.

Vertrauter sind dagegen die weniger erfreulichen Merkmale des Kindes in uns. Unser "inneres Kind" ist auch das Symbol für unsere Verwundbarkeit, unsere Angst, verletzt und zurückgewiesen zu werden. Es steht für unsere Sehnsucht nach Liebe, nach Anerkennung, nach der Bestätigung, das wir o.k. sind, so wie wir sind. Kinder, die wenig Anerkennung und Liebe erfuhren, haben dadurch als Erwachsene auch meistens ein geringes Selbstwertgefühl. Daraus resultiert ein Nachholbedarf mit dem Verlangen, diese Anerkennung und Liebe jetzt als Erwachsener von anderen in Beziehungen und Partnerschaften zu bekommen, was zu Beziehungsproblemen führen kann.

Wer aber ist als Kind nicht häufig verletzt worden, durch Missachtung, Liebesentzug, negative Bewertungen bis zu Beschimpfungen? Da sind noch die Wunden solcher Verletzungen, die jemand anders nur ganz leicht durch kritische Worte zu berühren braucht, um wieder ihren Schmerz zu spüren. Da ist die Angst davor, zurückgewiesen zu werden und nicht liebenswert zu sein. Aus dieser Angst heraus tun häufig Menschen überwiegend alles das, was andere von ihnen erwarten, nur um diese Zurückweisung mit Liebesentzug zu vermeiden. Das wiederum führt dann zur Abhängigkeit vor allem von Partnern. Klammern an den Partner kann zum Ausdruck dieser Angst werden, was der schnellste Weg zum Ende einer Beziehung bedeuten kann. Dadurch wird wiederum das Bild von sich selbst, nicht liebenswert, nicht gut genug zu sein, bestätigt. Ein Teufelskreis! Wer sich mit diesem inneren Kind überwiegend identifiziert, hat es schwer, wirklich erwachsen zu werden und sich wie ein erwachsener Mensch zu verhalten.

Antworten
pUhoe be


Die Arbeit mit dem inneren Kind

Den "inneren Erwachsenen" entwickeln.

Die folgenden Affirmationen zum "inneren Kind" sind wichtige Schritte auf dem Weg:

Ich nehme es an, so wie es ist.

Ich gebe ihm Wertschätzung und Anerkennung

Ich lasse Gefühle, Ängste des inneren Kindes zu, indem ich versuche, sie aus Distanz wahrzunehmen.

Ich nehme seine Verwundbarkeit und den Schmerz an und verdränge ihn nicht

Ich erforsche seine Wünsche und Sehnsüchte und tue möglichst viel was ihm Freude macht.

Ich vermeide anklagen, beschuldigend, kritisch dem inneren Kind gegenüber zu sein

Ich sage meinem inneren Kind, dass es das Gute verdient.

Die beiden Autoren des vorgenannten Buches schlagen vor, dem "inneren Kind" einen "inneren Erwachsenen" gegenüber zu stellen. Das ist nicht einfach, sondern ein längerer Prozess. Die Arbeit mit dem inneren Kind, Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen, ist auch wieder mit Angst verbunden. Es bedeutet, Kritik erfahren zu können, wenn man Fehler macht. Und dann ist das Kind wieder da mit seinen Erfahrungen von Kritik. Darum ist es um so vieles angenehmer, das zu machen, was andere sagen, die man dann verantwortlich machen kann, wenn etwas daneben geht. Am Anfang dieses Prozesses muss daher die Entschlossenheit stehen, wirklich erwachsen werden zu wollen. Ich kenne nicht wenige, die das gar nicht wollen.

Wenn diese Grundhaltung immer mehr umgesetzt werden kann, so wird sich folgendes allmählich verändern. Statt dass anerzogene Glaubensmustern mich beherrschen, können neue Wahrheiten in mir auch zu heilenden Kräften werden. Frei nach Chopich/Paul könnte das konkret folgendes bedeuten.

Bisherige Glaubensmuster bzw Glaubensätze

(solange "das innere Kind" nicht angenommen wird)

Ob ich glücklich bin, hängt weitgehend von anderen ab.

Am besten ist es, Gefühle und die Bedürfnisse nach Liebe und Schmerz wegzuschieben. Es gibt so viele Möglichkeiten, den Kontakt mit meinem "inneren Kind" (mir) zu vermeiden

Neuem und Veränderungen stehe ich überwiegend ablehnend gegenüber, bleibe bei dem, was ich kenne, und gehe keine Risiken ein.

Andere sind für meine Gefühle verantwortlich und ich bin für ihre Gefühle verantwortlich.

Mich selbst glücklich zu machen ist egoistisch und daher falsch.

Die innere Wahrheit des Erwachsenen

(wenn "das innere Kind" angenommen wird )

Ich bin für mein Glück und Wohlbefinden selbst verantwortlich.

Ich bin bereit wahrzunehmen, was in mir vorgeht: Gefühle, Schmerz, Bedürfnisse, Träume, Sehnsüchte, Freude und nehme das alles so an.

Ich bin offen für Neues, Kreativität, Veränderungen in meinem Leben.

Ich habe die Macht und die Kraft, für mich selbst zu sorgen und Verantwortung hierfür zu übernehmen.

Ich darf neugierig, verspielt, albern, spontan, lebendig, sensibel, und, und......sein.

Wer sich so allmählich auf den Weg zum wirklichen erwachsenen Menschen begibt, wird immer mehr unabhängig vom Wohlwollen und der Zuneigung anderer. Das bedeutet nicht, dass man sich darüber nicht mehr freut. Man erkennt aber, dass man weder physisch noch psychisch umkommt, wenn die Lebenssituation es nötig macht, für sein Wohlergehen selbst sorgen.

Als Hilfe für diesen Weg zum 'Erwachsenen' gibt es Literatur wie unten noch einmal aufgezeigt. Einfacher und intensiver ist es ein Seminar "inneres Kind" zu belegen, um mit anderen gemeinsam diesen Prozess zu beginnen und dabei auch Erfahrungen austauschen zu können.

Informationen zum Seminar "Inneres Kind" ( Wochenend-Workshop )

Voträge v.Hans Piron zum "Inneren Kind" Raum Köln / Bonn / Koblenz / Neuwied

Literatur:

Erika J. Chopich und Margaret Paul "Aussöhnung mit dem inneren Kind"

Verlag Hermann Bauer, Freiburg im Breisgau

weiterführende Literatur aus dem Bereich der Psychosynthese:

In dieser Website erklärt der Artikel zur Psychosynthese den Begriff der Teilpersönlichkeiten.

Assagioli, Roberto: Psychosynthese. Handbuch der Methoden und Techniken (rororo transformation) 1993, Frankfurt a. M.

Ferrucci, Piero: Werde was du bist (rororo transformation) 1986, Frankfurt a. M.

pkhoebxe


Die Vorstellung des "Inneren Kindes" wird je nach Therapieform mit unterschiedlichen anderen inneren Elementen verbunden, wie beispielsweise: "Innerer Erwachsener", "Innerer Regisseur", "Hilfreiche Wesen", "guter, sicherer Ort". Gemeinsames Ziel dieser Ansätze ist es, seelische Wunden aus der Vergangenheit und Gegenwart zu heilen, falsche oder dysfunktionale Glaubensmuster/Lebensmuster zu erkennen, Probleme selbstverantwortlich und selbstkompetent zu lösen sowie liebevollen Umgang mit sich selbst und anderen zu bewirken.

p/hoebxe


Innere Kind Das Innere Kind

"Um wirklich erwachsen sein zu können, brauchen wir unser Inneres Kind."

Nämlich als intuitiven Ratgeber, kreativen Ideenspender, glückvolles Energiebündel. (P.Bartning)

Das "Innere Kind" ist ein symbolischer Ausdruck für den Teil unserer Psyche, in dem unsere tieferen Empfindungen, "Bauchgefühle" sowie unsere Vergangenheit wohnen. Es beeinflusst maßgeblich unseren Alltag, seine Gefühle und das (Un-?) Wohlsein.

Beispielsweise blicke ich tief in Gedanken um meine (Arbeits-)Probleme aus dem Fenster, und plötzlich bemerkt mein Inneres Kind, wie schön die Sonne auf die Bäume scheint, und freut sich - ich fühle mich glücklich! Und die Probleme erscheinen mir nun viel leichter. (Obwohl "objektiv gesehen" sich an den Problemen ja nichts geändert hat, ist durch den Kontakt zum Inneren Kind eine Kraft aufgebrochen, mit dessen Hilfe ich dann sogar die momentane Situation besser meistern kann.)

Ein andermal bin ich bei der Arbeit innerlich "verquer" (mein Inneres Kind hat "keine Lust"), aber ich schiebe es beiseite, da die Arbeit ja getan werden muss. Abends bin ich ausgelaugt. (Kontaktabbruch zu meinem Inneren kostet viel Kraft. Es hätten vielleicht wenige Sekunden der Kontaktaufnahme genügt, dann hätte durch die Verbindung innere Kraft fließen können, und ich hätte meine Arbeit sogar beschwingt fortsetzen können.)

Ich kann lernen, aus dem Inneren Kind Kraft, Kreativität und überfließende Lebensfreude zu schöpfen - oder ich ignoriere es und schneide mich damit ab von meiner eigenen Lebendigkeit, kann dann energielos, depressiv, zwanghaft, ruhelos, süchtig, ... , werden. Diese Abgeschnittenheit von der eigenen Lebendigkeit / vom Inneren Kind ist vermutlich bei den meisten Menschen die Regel. So wie es z. B. Eugen Roth in seiner prägnanten Weise ausdrückt:

Ein Mensch schaut in der Straßenbahn der Reihe nach die Menschen an.

Jäh ist er zum Verzicht bereit auf jede Art "Unsterblichkeit".

Durch das Abgeschnittensein können sich manchmal sogar psychosomatische Symptome entwickeln. Denn:

was würden Sie tun, wenn Sie in einer lebenswichtigen Angelegenheit nicht gehört werden? Sie würden sicherlich immer vehementer sich bemerkbar machen wollen, z. B. mit Fäusten an die Tür hämmern, damit Ihre Nachricht endlich beachtet wird.

So auch das Innere Kind – es "hämmert" dann durch Symptome "an die Tür", z. B. durch unbegründet scheinende starke Gefühle (beispielsweise durch Ängste), oder durch Körpersymptome. Damit wir es endlich hören, damit es endlich beachtet wird – und uns endlich beschenken kann!

Büchertipp: Die Kraft der Dankbarkeit

Dass unsere Psyche verschiedene "Teile" hat, ist Alltagserfahrung. Oft drücken wir das z. B. so aus: "Mein Verstand sagt mir..., aber mein Gefühl sagt was anderes." Oder, wie Goethe es formulierte: "Zwei Seelen, ach, in meiner Brust!" (Wobei es sogar weit mehr als nur 2 "Seelen" gibt.) Viele Menschen kennen solch innere Gedanken, ja sogar innere Dialoge. Manche sorgen sich allerdings, ob dies auf eine gespaltene Persönlichkeit hinweisen würde - aber es geht um normale innere Prozesse. Und da klingt es einleuchtend, dass möglichst alle diese Teile in eine Richtung streben sollten. Denn nur dann sind wir mit uns "eins", fühlen uns "ganz", und müssen nicht mehr teilweise gegen uns selbst kämpfen.

Um (wieder) zu dieser Einheit mit sich selbst zu kommen, müssen aber oft besondere "Umgangsmöglichkeiten" mit diesem Teil der Psyche erlernt werden. Denn sicher hat jeder schon die Erfahrung gemacht: das Innere Kind unterliegt nicht unserer Willenskraft, sondern hat eine Eigengesetzlichkeit.

Das Modell des "Inneren Kindes" beschreibt verschiedene Wege, um mit sich selbst heilvoll umzugehen und zu dieser "Einheit" oder "Aussöhnung" zu kommen. (Wenn der Ausdruck "Inneres Kind" zu befremdlich erscheint: es ist nur ein symbolhafter Name. Und es geht um das freie Fließen der seelischen Energie zwischen allen psychischen Instanzen - um "Kontakt" zu allen seinen inneren Teilen.)

Manche Menschen haben noch (oder: wieder) ein inneres Sehnen nach ihrem Inneren Kind

"Hiermit erkläre ich öffentlich meinen Rücktritt vom Erwachsensein. Ich habe beschlossen, die Bedürfnisse einer Sechsjährigen zu leben. Ich möchte zu McDonald‘s gehen und denken, es handle sich um ein Viersternerestaurant. Ich möchte kleine Stöckchen über eine frische Lehmpfütze segeln lassen und kleine Wellen mit Steinchen machen. Ich möchte denken, dass Smarties besser sind als Geld, weil man sie essen kann. Ich möchte unter einer großen Eiche liegen und an einem heißen Sommertag mit meinen Freunden einen Limonadenverkauf betreiben.

Ich möchte zu einer Zeit zurückkehren, als das Leben einfach war. Als alles, was ich kannte, Farben, Rechentafeln und einfache Schlaflieder waren, was mich aber nicht gestört hat, weil ich nicht wusste, was ich nicht wusste, und darüber auch nicht besorgt war.

Was ist mit der Zeit geschehen, zu der wir glaubten, das Schlimmste, was uns passieren könnte, wäre, dass uns jemand unser Springseil wegnimmt und uns als Letzten in die Handballmannschaft wählt?

Ich möchte wieder einfach leben.

Ich möchte nicht, dass meine Tage aus Computerabstürzen, Bergen von Akten und deprimierenden Nachrichten bestehen. Ich möchte an die Kraft eines Lächelns, einer Umarmung, eines netten Wortes glauben, an Wahrheit, Frieden, Träume, und an die Kraft, die davon ausgeht, im Liegen Rauschgoldengel in den frischen Schnee zu formen.

Ich möchte wieder sechs sein."

(Anonym, aus dem Internet) (Zitiert nach "Psychologie heute 4/ 01, Seite 20)

Mein Kommentar dazu:

So verständlich dieser Wunsch ist, besteht er doch aus Verweigerung. Und mit Verweigerung enthalten wir uns etwas vor, logisch. Nämlich in diesem Beispiel: die wunderbaren Kräfte des Erwachsenen!

Sehnen wir uns vielleicht deshalb manchmal nach einem "Nur-Wieder-Kind-Sein-Wollen", weil wir als Erwachsene uns den Zugang zu unserem inneren Kind verweigern und uns dann natürlich dieser so wertvolle Teil fehlt? Ich glaube: wenn wir kein ausgewogenes Zusammenspiel zwischen unserem Erwachsenen und dem Inneren Kind leben, kommt oft der Wunsch nach einer Radikalkur, wie im obigen Zitat beschrieben. Mitunter kommt der Wunsch nach völliger Änderung recht unversehens in der berühmten "Mitte des Lebens" - midlife ! Und wird dann oft so radikal gelebt, dass es nicht nur anderen schadet, sondern auch einem selbst.

Ein ausgewogenes Zusammenspiel vom Erwachsenen und Inneren Kind ist wieder lernbar - in einer "Beziehungsheilung" oder, mit untenstehendem Buchtitel ausgedrückt: in einer "Aussöhnung".

Wege zur Heilung des Inneren Kindes

Heilung entsteht, wenn wir uns auch mit diesem Teil der Psyche, mit dem Inneren Kind, wieder anfreunden und mit ihm in selbstverständlichem Kontakt bleiben.

Zum Anfreunden braucht es vor allem erst einmal Zeit. Zeit mit dem Inneren Kind – d. h. Zeit für sich selbst. Dabei wird es dann im Wesentlichen um zwei Bereiche gehen:

a) um das gegenwärtige Innere Kind,

b) um das Innere Kind, das sich gerade an seine Vergangenheit erinnert.

zu a): Manchmal muss man es erst wieder herausfinden lernen, manchmal weiß man es schon: was will ich / brauche ich im Moment "wirklich"? Z. B.: Nichtstun? Lesen? Spaziergang? Gesellschaft?

Es geht um die momentanen sowie um die längerfristigen wahren Bedürfnisse.

zu b): "Erinnern an die Vergangenheit" bedeutet beim Inneren Kind zumeist, dass Gefühle sich melden. Diese können sich auf uralte Erlebnisse beziehen, die ich vielleicht schon längst "abgehakt" wähnte. Oder es kommen mitunter auch nur Gefühle ohne konkrete Verbindung zu früheren Ereignissen.

Sich mit diesem Inneren Kind anzufreunden bedeutet dann, dass ich diese Gefühle zulasse, sie also fühle und dabei annehme. Denn das Schlimmste für ein Kind ist weniger, etwas Traumatisches erlebt zu haben, als vielmehr: damit allein gelassen zu sein. Niemanden zu haben, der mit-fühlt.

Und dadurch, dass nun endlich jemand mit fühlt (nämlich der "Erwachsene"), geschieht Heilung.

zu beidem, a) und b): Um den inneren Prozess zu beginnen, helfen die unten genannten Bücher. Zum Vertiefen des neuen Weges reicht das jedoch oft nicht aus. Deswegen gebe ich detaillierte Anleitungen (die weit über das in den Büchern Beschriebene hinausgehen) für die eigene Arbeit mit dem Inneren Kind zuhause. In immer größer werdenden Abständen biete ich dazu fachliche Wegbegleitung für diese Alltagserfahrungen mit den inneren Kind an. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Gefühle zu stark werden oder wenn der innere Prozess stockt.

Diese Wegbegleitung kann in Einzel-, Paar- oder Gruppengesprächen stattfinden. Gruppen sind erfahrungsgemäß sehr hilfreich zur Unterstützung.

Dieses Beschäftigen mit seinem Inneren Kind lässt innere Einheit, Heilung von Vergangenem und damit Zufriedenheit und Glück in der Gegenwart finden, siehe nachfolgenden Abschnitt.

Erfahrungen auf dem Weg zur Heilung des Inneren Kindes

Mit Erlaubnis der Betreffenden gebe ich hier authentische Erfahrungen wieder, die teilweise schon nach wenigen Wochen Innerer- Kind- Arbeit gemacht wurden.

"Ich hätte nie gedacht, dass sich so viel ändert! Es lebt sich anders - ausgeglichener! Ich erlebe jetzt ein wohliges Gefühl statt innerer Verlassenheit, immer wieder spürbare Wärmeimpulse" (Frau, 52 Jahre)

[durch den Kontakt mit dem inneren Kind bekam ich] "....ein überwältigend kribbeliges Gefühl einer quasi undefinierten Freude, man könnte es auch grundlose Freude nennen. [Es] erfüllte mich zunehmend ein Gefühl positiver Unruhe, Aufbruchstimmung, Bereitschaft in neue Richtungen zu denken, einfach mal Türen aufzustoßen und zu sehen was sich dahinter für mich verbergen könnte..." (Mann, 39 Jahre )

© Herr Peter Bartning,

p1hoe.be


nächste these

Das Innere Kind und sein Spiegelbild

Sie kennen das sicher.

Sie reagieren auf Menschen, die Sie an etwas erinnern. Sei es nun etwas an Ihnen selbst oder etwas in der Vergangenheit. Oftmals laufen diese Reaktionen so unbewusst ab, dass sie wenig steuerbar sind. Es kann auch passieren, dass Sie sich im Nachhinein nicht mehr erklären können, warum Sie so reagiert haben.

Wissen Sie, wie das passiert?

Ich möchte Ihnen das "Innere Kind" vorstellen. In jedem Menschen lebt es. Es hat viel erlebt, ist geprägt worden und hat gelernt, sich in dieser Welt zurechtzufinden.

Leider nehmen viele Menschen dieses Innere Kind nicht voll wahr. Sie haben zwar manchmal die Ahnung, dass es etwas gibt, das Ihnen bestimmt Gefühle vermittelt, aber in den wenigsten Fällen wird Ihnen voll bewusst was mit Ihnen passiert.

Jeder Mensch hat in seiner Kindheit Erfahrungen gemacht, die ihre Spuren hinterlassen haben. Aufgrund der verschiedenen Erfahrungen bildete das Kind Strategien aus, um mit der Welt zurechtzukommen. Es fand Lösungen, um mit Eindrücken und Erlebnissen umzugehen, und es verfeinerte seine Strategien durch neu erworbene und erlernte Fähigkeiten.

Dieses Kind hat im Laufe seiner Entwicklung Überzeugungen gewonnen über sich und das Leben. Es entwickelte ein Gefühl dafür, welchen Wert das Leben und seine Begebenheiten haben.

Diesen Werten versucht es gerecht zu werden. Anfangs noch einer sehr kindlichen Ideologie folgend und später dem Erwachsenen entsprechend vernünftig und durch den Verstand gesteuert. Das Kind hat allerdings längst seine Überzeugungen als richtig befunden und handelt weiter danach. So kommen Verhaltensweisen zustande, die nicht immer der Situation angepasst sind.

Sicher kommt Ihnen das bekannt vor.

Ich bin meinem Inneren Kind begegnet, wir haben uns bekannt gemacht und Erfahrungen ausgetauscht. Ich habe viele seiner Überzeugungen überprüft, habe sie danach sortiert, ob sie noch aktuell sind oder nicht, ob sie Sinn machen oder sich zu meinem Nachteil auswirken.

Das Bild meines Inneren Kindes wurde dadurch deutlicher und klarer.

Ich habe gesehen, dass jeder Mensch ein inneres Bild in sich trägt, eine Überzeugung über sich selbst und das Leben. Meist ist es das Kind, das mit Gefühlen darauf reagiert, die aus der Vergangenheit herrühren und in der Gegenwart oftmals als hinderlich empfunden werden.

Mit dem Inneren Kind wieder in Kontakt zu kommen, es zu verstehen und mit einbeziehen zu können, ermöglicht, auf Situationen bewusster zu reagieren.

Auch Kinder haben ein inneres Kind, das ihnen selbst nur noch viel näher ist. Dem Kind diesen Kontakt zu ermöglichen, ja bewusst zu unterstützen, kann viele Defizite ausgleichen.

A.G.

Das geliebte und das ungeliebte innere Kind

Das ungeliebte innere Kind...es macht sovieles was wir manchmal nicht verstehen aber es hat immer ein wichtiges Ziel. Es möchte sich nämlich schützen vor weiteren Erfahrungen. Es hat Angst davor eine Erfahrung des "Nicht-Liebenswert-Seins" zu machen. Es hat Angst zurückgewiesen oder zurechtgewiesen zu werden, es sucht nach BEstätigung und Annahme im Aussen und wird so abhängig von den äußeren Bewertungsmassstäben. Es zieht sich zurück in die Einsamkeit und weil diese so gar nicht auszuhalten ist, sucht es sich Dinge und Menschen um diese Einsamkeit zu füllen: mit Drogen, Arbeit, Fernsehen, Schlaf, Sex, Lebensmitteln Geld usw.

So wird das Kind zum Kontroleur seiner Umwelt. Es ist vielleicht angepasst, anpassungsbereit und extrem liebenswürdig aber diese Anpasssung ist trügerisch. Sie entsteht nämlich aus einer falschen Überzeugung heraus. Sie möchte nämlich die anderen manipulieren. Was sie von einem halten hängt davon ab, wie gut diese Rolle gespielt wird. Es ist nicht authentisch, es macht etwas um Aufmerksamkeit zu bekommen.


Das Kind fühlt sich geliebt

Damit das Kind sich geliebt fühlt, ist zunächst einmal eine Entscheidung des inneren Erwachsenen notwendig.

Diese Entscheidung besteht in einem liebevollen Annehmen der eigenen inneren Schmerzen und der inneren Freude und der bewussten Wahl, dafür auch die Verantwortung zu tragen. Nicht Schutz, Isolation und "endlich Ruhe" sondern Verbundenheit und Kontakt zu sich sind die Folge der liebevollen inneren Haltung. Dieser wichtige Schritt, zu entscheiden, wie wir mit unserem Inneren umgehen stellt die Weichen für alles andere im Leben.

Diese Form, sich selbst Liebe zu geben wirkt im Aussen weiter.

Stehen wir so verbunden in unserem Inneren in Kontakt, dann können wir neugierig und erwartungsvoll dem Leben entgegentreten. Wir können uns dann erlauben zu experimentieren, Fehler zu machen, zu scheitern, wir können uns erlauben unsere Freude zu zeigen, ihr Ausdruck verleihen und sie so mitteilen. Auch traurige, wütende und neidische Impulse können so integriert werden. Weil wir wissen, dass wir im Grunde eine traumhafte Schöpfung im Abenteuer des Lebens sind. Nicht Zweifel, sondern Gewissheit über das eigene Sein bestimmen die Gedanken. Wir nehmen Erfahrungen nicht mehr so persönlich, können von uns absehen, wenn ein Mensch uns respektlos entgegentritt.

V.N.

S!and,duexne


In dir lebt ein inneres Kind

Hallo phoebe,

deine Beiträge zum Thema "inneres Kind" sind ausführlich und

sehr gut zu verstehen.

Ich beschäftige mich seit zwei Jahren mit meinem inneren Kind

und habe dadurch erfahren was Vernachlässigkeit und Mißachtung

bedeutet.Es gibt viele,viele Menschen,die wissen garnicht das

innere Kind zu schätzen und anzunehmen und wissen zum Teil auch nicht einmal das es in uns ist,immer bei uns ist und ein Teil von uns ist.Jeder von uns hat zwei verschiedene Perönlichkeitsaspekte: den Erwachsenen und das Kind.Wenn diese beiden Teile jedoch in Kontakt miteinander sind und zusammenarbeiten,entsteht ein Gefühl der Ganzheit.Es ist sehr wichtig das innere Kind klar und positiv wahrzunehmen.

Hast du dein inneres Kind kennengelernt?...würde mich mal interessieren.

Liebe Grüße Avalonia

pChoexbe


ja -ich lernte es in einer therapie stunde kennen -und wollte mir garnicht vorstellen, dass ich mit dieser person etwas zu tun haben wollte -ich hatte große lust es immer und immer wieder zu verprügeln -so nach und nach lerne ich mich immer besser kennen -aber so weit bin ich da noch nicht. ich muss es immer mal wieder in einen geschlossenen raum sperren..denn sonst halte ich das nicht aus. -aber ich bleibe dran.

[0Mar*tienchexn]


Danke phoebe.

Darüber wollte ich schon immer mehr erfahren. Vielen Dank! :)*

plhoxebxe


martienchen

hast du auch schon erfahrung mit der arbeit an dir?? :)*

[(Mart&ieunchxen]


Naja...sagen wir mal..ich arbeite dran, dran zu arbeiten. :-D

Nicht so leicht. Weißt Du ja sicher...ich werde hier gerne einen neuen Versuch starten! Danke dafür! Bis Montag...bin leider total in Hetze!

Alles Liebe für Dich, Phoebe. :)*

p`holexbe


alles liebe auch für dich @:) @:) @:)

ohhh jaaaaa, es ist wirklich sehr schwer ..ich arbeite schon jahrzehnte dran.. 8-) *:)

K~errxy2


Die Arbeit mit dem inneren Kind ist für mich mittlerweile keine Arbeit mehr, sondern ein Selbstverständlichkeit. Wir sind zu einer Einheit verwachsen.

Angefangen habe ich mit Übungen und nun ist es wie gesagt so selbstverständlich, dass ich keine Übungen mehr brauche. Erforderte aber Kontinuität am Anfang und dann - nach einigen Monaten - wurde der Umgang wie er jetzt ist.

Bleibt am Ball!!:-) :-) :-)

BOord)ieGixrl


inneres Kind

@Kerry2

Ich fände es schön wenn wir darüber sprechen wie wir vorgehen wenn wir das innere Kind aufsuchen. Das ist, denke ich, für die meisten hier das grundlegende Problem weil sie gar nicht wissen wie man das angeht.

Ich hatte schon öfters Kontakt zu meinem inneren Kind aber nie wirklich intensiv. Vor ca. einem Jahr bin ich mal ausgerastet und habe extreme Verzweiflung in mir gespürt. Dann bin ich zusammen gesackt und saß zusammengekauert auf dem Boden. Ich habe ganz intensiv gespürt wie ich plötzlich dieses kleine Kind war dass dem Streit der Eltern ausgeliefert war und total verängstigt war. Es war so schrecklich das zu fühlen, es war so real. Ist euch sowas auch schonmal passiert?

Gestern hatte ich ein gutes Erlebnis. Ich denke man kann so an sein inneres Kind kommen. Man stellt sich eine Situation aus der Kindheit vor. Dann versucht man ganz genau nachzufühlen wie man sich damals gefühlt hat. Meistens weint man dabei. Und dann kann man jetzt als Erwachsener zu dem inneren Kind sprechen. Man tröstet es und sagt so Dinge wie "du bist jetzt in Sicherheit, das was deine Eltern getan haben war schrecklich und du darfst wütend und traurig sein, ich bin jetzt immer für dich da und beschütze dich".

Also was besseres ist mir noch nicht eingefallen |-o

Danach hab ich mich aber schon besser gefühlt. Hoffe das war irgendwie verständlich :-)

p.hoexbe


Man tröstet es und sagt so Dinge wie "du bist jetzt in Sicherheit, das was deine Eltern getan haben war schrecklich und du darfst wütend und traurig sein, ich bin jetzt immer für dich da und beschütze dich".

DAS finde ich sehr gut!!!!! :)*

K<lei0o


phoebe

:)D Schönes Thema. :-D :)^

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