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Erkennt ihr euch hier wieder?

d>e LSäc"hsixn hat die Diskussion gestartet


Heute habe ich die grundlegendste, größte Ursache meiner Angst-/Panikattacken herausgefunden. Ich war mir noch nie so sicher wie jetzt!!! Sicher gibt es mehrere Faktoren, die dabei eine Rolle spielen, einige habe ich auch schon rausgefunden... Aber das wichtigste ist mir heute durch einen Zeitungsartikel klargeworden. Es liegt an Bindungsstörungen in der Kinheit. Ich schreibe euch mal die einzelen Bindungsstile auf u. ihr könnt mir mal eine Rückmeldung geben, ob ihr euch da wiederfindet:

Beim "anklammernden Bindungsstil" haben Menschen Angst vor Trennung und suchen deshalb um jeden Preis Nähe. Dafür sind sie zum Beispiel bereit, sich selbst für ihren Partner aufzugeben und ordnen ihre eigenen Interessen den seinen unter. Hintergrund: Betroffene wurden als Kind in ihrem Erkundungsbedürfnis nicht ausreichend bestärkt. Stattdessen erfuhren sie von ihren Eltern übermäßige Verbote und Kontrolle. Ihnen wurde die Welt als gefährlich vermittelt

Das trifft echt 100 % auf mich zu!

Den "abweisenden Bindungsstil" hingegen entwickeln Menschen, die als Kind kaum körperliche Nähe erfahren haben und deshalb aus Selbstschutz schon früh beschließen mussten, niemanden zu brauchen und allein zurechtzukommen.

Zum "ängstlich-vermeidenden Bindungstyp" wiederum zählen Menschen, die sowohl Angst vor Nähe als auch vor Trennung haben. Dabei handelt es sich um das unsicherste Bindungsverhalten. Ursache: Eltern solcher Kinder waren in ihrem Verhalten unberechenbar, haben sie mal verwöhnt, mal links liegen lassen. So konnten sie kein sicheres Vertrauensverhältnis aufbauen. Noch als Erwachsene haben sie Probleme, in Beziehungen zu vertrauen.

Das Fehlen von Nähe im ersten Lebensjahr kann sich nicht nur in Beziehungsproblemen zeigen, sondern später auch in seelischen Störungen. Denn wenn Nähe nicht erfahren wurde, entsteht bei den Betroffenen ein Spannungszustand. Um diesen nicht aushalten zu müssen, greifen sie häufig zu Suchtmitteln - wie Alkohol und Tabletten - oder auch zu Essen. Ihnen ist dabei vielfach nicht bewusst, dass sie eigentlich jemanden bräuchten, der sie in den Arm nimmt. Andere wiederum entwickeln Kauf- oder Sexsucht. Doch auch unspezifische Symptome wie ständiges Unwohlsein, Schlafstörungen u. Antriebslosigkeit können ein Signal für unerkannte, unbehandelte Bindungsstörungen sein. Ebenso sind Ängste, Panikattacken oder Phobien (etwa Agorasymptomatik, also die Angst davor, auf die Straße zu gehen) nicht selten Ausdruck für negative Bindungserfahrungen. Bei Betroffenen lässt sich oft ein anklammernder Bindungsstil feststellen, der durch die Vermittlung übersteigerter Angst seitens der Eltern bedingt ist. Auch hinter Depressionen, Aggressionen oder einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (emotional-instablile Persönlichkeit) kann unsicheres Bindungsverhalten stecken. Doch was tun, wenn man merkt, dass man Schwierigkeiten mit Beziehungen hat? Diese Menschen können zum Beispiel durch eine Bonding-Psychotherapie ihren bisherigen Bindungsstil korrigieren.

"Bonding" wird leider nicht von den Kassen übernommen. In Bonding werden in Gruppen Rollenspiele gemacht, wo man lernt seinen Bindungsstil zu korrigieren. Auch ich habe mit meinem Thera schon darüber gesprochen gehabt, doch wenn man nicht an der eigentlichen Ursache - den Bindungsfehlern - arbeiten kann, ist es schwierig, die Probleme wieder los zu werden.

Es gibt ein Buch dazu von Psychiater Karl Heinz Brisch: "Bindungsstörungen". Erschienen im Klett-Cotta Verlag. In diesem Buch wird gut lesbar u. anhand lebendiger Fallbeispiele Ursachen, Symptome u. Behandlung von Bindungsstörungen beschrieben. Es ist zwar ziemlich teuer - aber ich denke, die Investition lohnt sich vielleicht. Ich werde mir es auf alle Fälle kaufen.

LG!*:)

Antworten
EurdbeKere23


....ich bin dann eher der ängstlich-vermeidende Typus

SvalamCe


Auf mich treffen nur diese Sätze aus jedem "Bildungstyp"-Beispiel zu:

haben Menschen Angst vor Trennung und suchen deshalb um jeden Preis Nähe.

aus Selbstschutz schon früh beschließen mussten [...] allein zurechtzukommen.

Noch als Erwachsene haben sie Probleme, in Beziehungen zu vertrauen.

Ich wäre also eine Mischung aus allen Beispielen.

AAzulcena1


Hallo Sandy @:)

Das trifft am ehesten auf mich zu

"ängstlich-vermeidenden Bindungstyp"

Spannungszustand. Um diesen nicht aushalten zu müssen, greifen sie häufig zu Suchtmitteln - wie Alkohol und Tabletten - oder auch zu Essen.

:-/

Im Moment trinke ich fast kein Alkohol, aber es gab Zeiten, da habe ich täglich getrunken. Tabletten :-/ Essen :-/

unspezifische Symptome wie ständiges Unwohlsein, Schlafstörungen u. Antriebslosigkeit k

:-(

Ängste, Panikattacken oder Phobien (etwa Agorasymptomatik, also die Angst davor, auf die Straße zu gehen)

Menschenmengen :-/

Naja, vielleicht sollte ich mir das Buch kaufen.

Gibt es nur 3 Typen?

Eltern solcher Kinder waren in ihrem Verhalten unberechenbar, haben sie mal verwöhnt, mal links liegen lassen

Das kann ich aber nicht von meinen Eltern behaupten

Stattdessen erfuhren sie von ihren Eltern übermäßige Verbote und Kontrolle. Ihnen wurde die Welt als gefährlich vermittelt.

Das trifft meiner Meinung auf meine Eltern zu :-)

*:)

die Szächsxin


Hallo!

Danke für eure Rückmeldungen!

@ Salame:

Sicherlich gibt es auch Mischtypen. Ich will sicher auch nicht alles auf meine Eltern schieben u. ihnen Vorwürfe machen. Doch vieles liegt nun mal in unserer Kindheit zugrunde... Mir war auch - bevor ich diesen Artikel gelesen habe - schon klar, dass meine Eltern mich nicht gerade zu einen selbstbewussten Menschen erzogen haben, sondern eher zu einem ängstlichen Menschen... Und: Es gibt ja auch keine "Gebrauchsanweisung", wie man ein Kind erzieht. Ich habe selbst eine Tochter u. weiß, wie schwer das ist...

@Azucena:

Gibt es nur 3 Typen?

In dem Artikel stand nur was von 3 Typen...

Eltern solcher Kinder waren in ihrem Verhalten unberechenbar, haben sie mal verwöhnt, mal links liegen lassen

Das kann ich aber nicht von meinen Eltern behaupten

Ich denke, es gibt auch Mischtypen...

Betroffene wurden als Kind in ihrem Erkundungsbedürfnis nicht ausreichend bestärkt. Stattdessen erfuhren sie von ihren Eltern übermäßige Verbote und Kontrolle. Ihnen wurde die Welt als gefährlich vermittelt.

Das trifft auch auf meine Eltern zu... Dann bist du wohl eher ein Mischtyp... Vll. liegen auch die Ursachen bei dir woanders... So genau kann man das ja nicht alleine erkennen. Bei mir ist es aber ganz klar, da ich immer schon sehr ängstlich war...

LG!*:)

e.M4andxy


Hallo,

ich bin eher der

"ängstlich-vermeidende Bindungstyp"-trifft voll auf mich zu.

Meine Eltern haben mich materiell verwöhnt. Ansonsten war ich viel alleine auf mich gestellt und habe wenig körp. Zuwendung erhalten. Hätte mir viel mehr Zuwendung erwünscht.

*:)

AlzuBcen0a1


meine Eltern(besonders mein Vater) haben mich mit Süssigkeiten und Fanta verwöhnt, Als Kind habe ich zum Frühstück Fanta getrunken :-/

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