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Angst vor rückfall in die depression

SHmexik hat die Diskussion gestartet


nach langem zögern habe ich mich hier mal angemeldet um, wenn auch anonym, mit anderen sprechen zu können.

ich weiß nicht einmal ob ich will das andere mein geschreibsel lesen sollen aber ich denke das es für mich wichtig ist das mal für mich aufzuschreiben und zu sortieren.

wo fange ich an?

ich hatte seit mitte 06 deppresionen die dann im dez 06 in einem suizidversuch gipfelten, woran sich ein längerer auffenthalt in der psychatrie anschloss (im vergangen jahr in zwei etappen insgesamt 5 monate).

ich habe in dieser zeit zumindest zum teil gelernt mit der depression umzugehen und konnte diese auch wohl überwinden.

womit ich noch zu tun habe ist meine soziale phobie bzw die panikstörung. auch in der schule (ich mache abi 11. klasse) lief es wieder deutlich besser. ich dachte es wäre alles vorbei...

seit einigen wochen habe ich jedoch wieder meine suizidgedanken (noch nicht sehr konkret aber ich habe trotzdem angst) und auch wieder mehr oder weniger starke schlafprobleme (ich muss eig um 7 aufstehen, trotzdem schreibe ich nachts um 2 hier im forum).

das hat mich dazu gebracht mal nachzudenken und zu rekapitulieren. und ich habe festgestellt das ich nichts aus den kliniken mitnehmen konnte, sobald ich wieder zu hause war war ich wieder in den alten verhaltensmustern drin die mir solange eine trügerische sicherheit gegeben haben.

kurz gesagt ich habe angst wieder einen rückfall in die depression zu erleiden.

ich habe auch kaum möglichkeiten darüber zu reden. bei meiner familie habe ich zu starke hemmungen das mitzuteilen und personen oder gar freunde im "realen leben" kennenzulernen bin ich nicht wirklich fähig. (alle versuche dazu sind gründlich schiefgegangen sodass ich mich nicht mehr traue neue versuche zu starten).

zur zeit schiessen wieder die gedanken wild durch den kopf, ich glaube zwar ich habe die hälfte vergessen die ich eigentlich schreiben wollte, aber besser als die andere hälfte auch noch in mich rein zu fressen....

gruß smeik

Antworten
Giras-?Halm


Hallo! *:)

Ich kann deine Angst sehr gut nachvollziehen - habe selber die Diagnose "Rezedivierende depressive Störung" - und natürlich ist da in den Phasen, wo ich nicht depressiv bin, immer mal wieder die Angst da, dass es wieder von vorne losgeht. :-

Bist du in ambulanter Therapie? Wenn nein, wäre das überlegenswert. Bzw. es wäre sogar sehr wichtig. Weil - Klinik ist gut und schön und kann einem viel bringen- aber man ist halt währenddessen relativ abgeschirmt von der Umwelt, ist nicht dem Alltag ausgesetzt.

Deshalb fände ich es wichtig, dass du jetzt, wo du wieder in deinem normalen Alltag bist, eine Unterstützung hast, jemandem, dem du dich anvertrauen kannst und mit dem du über deine Gefühle reden kannst, ohne Angst haben zu müssen, dass du dabei auf Unverständnis stösst. Jemand, der dir Hilfestellungen und Tipps geben kann, wie du mit deinen Symptomen klarkommst, solange sie noch da sind.

Was allenfalls auch überlegenswert wäre, wäre ein Medikament. Ich sehe Medikamente immer als Krücke an. Heilen können sie nicht; aber sie können einem den Alltag erleichtern. Depressionen und Ängste werden damit nicht wie weggeblasen sein - aber dafür hat man ja dann die Therapie.

Sjm\eik


ambulante therapeuten sind nen thema für sich %-|

mit meinen bisherigen tiefenpsychologen habe ich zwar meistens nette gespräche geführt und konnte wohl auch mal ein wenig frust rauslassen aber das gefühl das es mich vorranbringt hatte ich nicht...

ich denke mit einem guten verhaltenstherapeuten könnte ich schon einiges anfangen aber die wenigen die es in meiner nähe gibt sind mind auf ein jahr ausgebucht was mich gleich davon abschreckt mich dort anzumelden.

ich will nicht wieder in die klinik :-(

medis nehme ich noch ein (zur zeit cipralex und lamotrigin) aber wie du gesagt hast nur die alleine bringen mich nicht vorran...

GAras-lHalm


Ach, Mist, die Wartezeiten... :-

Ich würd trotzdem mal versuchen, mich auf die Wartelisten setzen zu lassen - manchmal springt auch mal jemand ab und man hat den Platz schneller. Und notfalls kannst du immer noch absagen, wenn es soweit ist. ;-)

Welche Dosen hast du denn bei Cipralex und Lamotrigin?

Hast du das Gefühl, Cipralex hilft dir? Weswegen kriegst du das Lamotrigin, hattest du extreme Stimmungsschwankungen oder geht es eher darum, den depressiven Episoden vorzubeugen?

Scmeik


cipralex 10 mg

und lamotrigin zur zeit 125 mg, ziel sind 200 mg. (ja ist eigentlich zur vorbeugung)

SHm/eik


also helfen.

hm ja damit bin ich schonmal aus der depri rausgekommen (nur damals noch mit zyprexa, was ich aber glaube einen eher geringen einfluss auf die stimmung hatte)

G7ras-xHalm


Unterschätz Zyprexa - bzw. Neuroleptika allgemein - mal nicht. Mir hat Seroquel (auch ein Neuroleptikum) damals viel, viel besser geholfen als mein Antidepressivum.

Lamotrigin hatte ich selber auch, 150mg. Half gut. Bekam es wegen Stimmungsschwankungen.

Sdand-aFmali#a


Hallo Gras Halm:

Nach langer Zeit möchte ich mich wieder zu diesem Thema melden. Ich habe die Diagnose wie Du. Reziedievierende Depression. Das geht jetzt schon 10 Jahre lang so. Ich habe gerade wieder einen Klinikaufenthalt von 5 Monaten hinter mir. Ich hahbe schon sehr viele Medikamente während dieser langen Zeit ausprobiert. Leider hat nichts mehr so richtig geholfen und so haben sie bei mir eine Elektrokrampftherapie durchgeführt. Bis heute geht es mir besser bis auf einige körperliche Symptome. Ich wurde auf neue Medikamente eingestellt,unter anderem auch auf Lithium. Ich habe leider mit einigen Nebenwirkungen zu kämpfen, die mich sehr belasten. (Gewichtszunahme,Geschmacksbeeinträchtigugen,Schlafstörungen) um nur einige zu nennen. Ich habe ständig Angst,dass sich mein Zustand wieder verschlimmert. Nun habe ich noch eine Frage:hat jemand auch schon Erfahrungen mit Lithium gemacht ??? ?

Sandamalia

G,rasH-Halxm


Hallo! *:)

Nein, Lithium habe ich nie gekriegt - da hätte ich mich auch gegeg gewehrt, eben wegen den Nebenwirkungen..es gibt mehrere Antieptileptika, die man auch als Stabilisator bzw. Phasenprophylaktikum verwenden kann. :-

S\andoamalia


Ein Neuroleptikum nehme ich auch noch Olanzapin heißt es.Ich weiß auch nicht, ob das gut ist so viele Meikamente einzunehmen.

Gkras-{HalUm


naja, es erhöht sich bei den Kombinationen natürlich auch das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen. Aber manchmal geht es einfach nicht anders...ich hatte teilweise auch verschiedene Kombinationen...2 Antidepressiva, ein Antiepileptikum, ein Neuroleptikum... :- wenn ich das Gefühl hatte, wieder stabiler zu sein, hab ich nach Absprache mit dem Arzt eines der Medikamente reduziert.

Span#damhalixa


Darf ich fragen wielange Du schon Depressionen hast?

Gvra=s-Ha*lm


Bald 5 Jahre...

SFmexik


für mich hat der "spaß" vor knapp 2 jahren angefangen. wenn ich euch höre, 5 jahre, 10 jahre depris dann macht das nicht gerade mut...

gott ich bin 19, ich will irgendwann wieder leben, während ich zur zeit froh bin wenn ich meinen alltag ohne hilfe von aussen geregelt bekomme :(v

G)rasU-Haxlm


@ Smeik:

Bei mir hat es auch mit 17 angefangen. Aber - lass dich um Himmels willen nicht davon desillusionieren, wenn du hörst, dass andere schon länger dran leiden. Bei mir war es z.B. so, dass ich erst nach anderthalb Jahren überhaupt Hilfe geholt habe. Und natürlich kommt es immer darauf an, was hinter den Depressionen steckt, was der/die Auslöser sind, etc...bei mir kommt noch anderer Kram hinzu, Angststörungen, Persönlichkeitsstörung, sowas halt.

Ich hab letztens hier im Forum auch gelesen "ich hab seit über 20 Jahren eine Angststörung.", da hab ich mir auch erstmal gedacht, scheisse, ich will nicht nochmal 15 Jahre mit dem Scheiss leben!! Aber - wieso sollte ich das denn überhaupt so lange haben??

Das ist bei jedem anders. Halt dir das vor Augen. Nicht mit anderen vergleichen - das bringt dir nichts!

Wer weiss, vielleicht geht es dir bald viel, viel besser und dann blickst du zurück auf diese Zeiten, wo es dir scheisse ging, und sie erscheinen dir ganz weit entfernt. :)^ Blöde Floskel, aber ich find sie grad angebracht: Kopf hoch!!

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