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Die Macht des Unterbewusstseins

FMlCashx87 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

also ich (20) möchte Euch einige wichtige Fragen stellen. Ich bin wie schon erwähnt, 20 Jahre alt und ein recht lebenslustiger Mensch, vielleicht sogar etwas chaotisch. Schon als Kind war ich immer etwas Hyperaktiv

und verwöhnt. Aber, bitte nicht falsch verstehen, ich lebe mit meiner Mutter schon 18 Jahre in einer winzigen 1.5 Zimmer Wohnung und finanziell geht es schlecht. Also das vorneweg.

Ich habe schon als Kind (mit 12 Jahren) des öfteren mit "Positiven Denken" angefangen. Weil mir das meine Mutter schon beigebracht hatte.Auch mein Marathonläufer Onkel, erzählte mir Sachen von 1.000 und einer Nacht.


Heute mache ich das jeden Abend. Ich sage meinem Körper was ich geändert haben will. z.B. möchte am nächsten Morgen keine müden Augen mehr haben. Was schließlich auch gelingt. Aber das erst nach Jahre langem Training. Ich kriege meinen Körper unter Kontrolle, spüre jeden Herzschlag und spüre jede einzelne Strömung die durch mir fließt. Auch verspüre ich Gefühle ganz anders. Viel extremer und intensiver. Zum Beispiel, wenn ich mich verliebe, oder der Liebeskummer der im nachhinein vorprogrammiert ist.


für Anfänger

Wie werden meine Befehle umgesetzt ?

1. (geschlossenen Augen). Ich starte quasie erst einen Code mit den Zahlen 333,222,111. (zahlen laut aussprechen)

2. dann öffnen sich quasie die Türen zur Unterbewusstseins Ebene

3. Jetzt habe ich die Macht, durch Befehle, mich zu ändern.

4. Ich sage deutlich was ich geändert haben möchte, beispiel "keine Schmerzen am re. Kniegelenk."

5. Anschließend noch einen Sicherheitscode, damit missbrauch nicht ausgenutzt wird. Als in dem Fall ein

Code aussprechen z.B. 345 65 877. Am Ende werden quasie die Türen geschlossen.


Klar, hört sich witzig an. Aber das muss man sich eben bildlich vorstellen. Für mich ist das ein Kinderspiel. Später habe ich gelernt dies nur mit Gedanken zu steuern. Was auch gelingte.


für Profi's

Jetzt bin ich dabei was schwieriges zu lernen, das einmal auszusprechen und es somit VORPROGRAMMIERT ist. Ich muss nix machen. Es ist in meinem Gehirn gespeichert und es wird ebend so durchgeführt.

Frage:

Wer von euch kann sowas realisieren ?

Findet ihr es schwachsinnig ?

Mein neustes Projekt was ich durch führen möchte ist, mir einzureden, dass ich noch ein Stück wachsen möchte. Mit der bestimmen Zufuhr an "Calcium und Magnesium, sowie weitere Stoffe, die ich täglich, durch frische Lebensmittel zu mir nehme, müsste sowas machbar sein ? Ich treibe jeden 2. Tag sport und trinke viel Wasser. Möchte nämlich auch meinen Schädel wachsen lassen.

Haltet mich ruhig für verrückt, bin aber so, sehr zufrieden mit meinem Leben, auch wenn ich nicht ALLES erreichen kann.

Antworten
F'lash\87


...

T#inchexn6


Hört sich interessant an. Schade das ich das nicht kann, dann würden meine Schmerzen vielleicht auch endlich mal weg gehen.

U=ltjio[ang3elWi


Stell doch deine Frage vieleicht mal bei [[www.hypnose-lernen.de]]

k=enkoxu


Mit Verlaub: Aber deine Mutter hat dich auf einen seltsamen Film geschickt. Wenn du in einem Kloster aufgewachsen wärst, wo man den Zöglingen beibringt, sich täglich selbst zu kasteien, würdest du das auch tun. Warum diese Autosuggestions-Methode bei dir funktioniert, liegt auf der Hand: Du konditionierst dein Gehirn durch Wiederholung. Hirnforscher wissen, dass Verhaltensmuster, die immer und wieder begangen werden, auch die neuronalen Verknüpfungen im Gehirn entsprechend verändern und darauf spezialisieren. Du kannst wohl dein Schmerzempfinden beeinflussen, wie das auch in Asien zu irgendwelchen Festen geschieht, wo sich Leute Schwerter und Haken durch die Backen treiben, erzielst damit also bestimmte Effekte. Ob dein "Training" aber zu einer gesunden Entwicklung deiner Psyche beiträgt, ist fraglich. Konditionierung hat auch immer etwas mit Abstumpfung zu tun. Ich selbst halte dich nicht für verrückt, aber für zwanghaft.

FSlas9h8x7


@ Tinchen6

Natürlich kannst du das. Das können im Prinzip fast alle Menschen (außer seel. behinderte), nur musst du eben daran glauben. Zudem gehört noch Training. Fang doch mal klein an.

Lass dir selber einreden (durch die Anfänger Methode, die ich geposted habe),

dass du für einen kurzen Moment, keinen Schmerz verspürst. Du musst das fühlen.

Verstehst du ? Einfach nur mit deinem Finger diesen Bereich kurz berühren, und dir

sagen lassen "ich habe hier in diesem Bereich, keine Schmerzen mehr !!!"


@ Ultioangeli,

danke für den Link @:)


@ kenkou

Nun ja, meine Mutter hat mich zu nichts gezwungen. Damit das klar ist.

Sie hatte mir einfach nur kurz erklärt, wie das funktioniert, und seit dem her

haben wir nie darüber gesprochen. Sie weiss bis heute nicht, dass ich mit

solchen Psycho krams am Hut habe. Habe mir vor nicht langem, ein Buch

gekauft. "Die Macht Ihres Unterbewusstseins" von Dr. Joseph Murphy.

Ich bin eigentlich kein wirklich guter Leser, denn nach einigen Seiten, wird

mir schnell langweilig und dann höre ich meistens auf. Weil ich immer auf

der Hut bin und nach was neuem Suche. Also ein typischer Fall für Aufmerksamkeit defizit Syndrom

Du hast zu einem gewissen Punkt recht. Hin und wieder bin ich dadurch,

etwas desorientiert.

kOenxkou


Also damit du mich nicht falsch verstehst, ich halte dich keineswegs für verrückt oder stumpf. Du beschäftigst dich mit einer Sache, die dich interessiert. Und darüber kann niemand pauschal urteilen. Wenn ich sage, ich halte das für zwanghaft, ist das nur meine sehr begrenzte Meinung, basierend auf sehr wenig Information. Schließlich kenne ich dich nicht persönlich und habe nur das bisschen Text zur Verfügung, das du hier geschrieben hast. Niemand kann dir sagen, ob etwas gut oder schlecht ist. Wenn eine Sache dich interessiert, inspiriert oder was auch immer, dann ist das gut so. Ob du bei einer Sache am Ball bleibst oder es sich später nur als eine Phase entpuppt und dich dann für ganze andere Sachen interessieren, ist zunächst zweitrangig. Ich wollte eigentlich nur ausdrücken, dass es unter Umständen manchmal nicht gut ist, sich mit einer Sache auf eine fast schon manische oder bessesene Art auseinanderzusetzen. Gerade wenn man vom Typ her eigentlich das Unbeständige liebt.

Wenn eine Person mit einer derartigen Charaktertendenz nach übernommenen Mustern vorgeht, besteht immer ein wenig das Risiko, dass diese ihre natürliche Unbefangenheit einbüßt - vor allem wenn es darum geht, Eigenes zu entdecken. Insofern ist es nicht schlecht, dass du ein "neues Projekt" ausprobierst. Das zeugt davon, dass du eine Art Experimentierdrang hast. Ich finde nur dieses Vorgehen nach festen Mustern etwas einschränkend für deine vielleicht viel größere Kreativität, die du ohne Perfektionismus unter Umständen viel besser und ungezwungener entfalten könntest. Das ist aber nur meine Ansicht. Da draußen gibt es eben tausende solcher Bücher und Leitfäden, wie man dies oder jenes angeblich besser erreichen kann. Es gibt Leitfäden dafür, wie man beruflichen Erfolg hat, Leitfäden für bessere Beziehungen, Leitfäden dafür wie man schlagfertig ist, etc. Aber all das wurde von einzelnen Menschen ausgedacht. Jeder von denen denkt, er habe hier ein tolles Lebensrezept. Doch da jeder Mensch seine völlig individuellen Bedürfnisse und Persönlichkeitsstruktur hat, ist es unmöglich dass es so etwas gibt wie ein funktionierendes Muster für alle.

Stell dir einfach mal vor du selbst wärst Autor eines solchen Buches und würdest deine unabhängig entwickelten Techniken und Methoden anderen Leuten mitteilen. All diese Leute, die diese Bücher schreiben, können von Natur aus im Prinzip nicht mehr als du und wissen auch nicht mehr in dem Sinn, als dass sie auch in keiner anderen Welt leben und mit Sicherheit nicht die Weisheit haben, alles zu begreifen. Ich meine damit, dass du schlicht und einfach dein eigener Lehrmeister sein kannst. Es ist gut, sich von anderen inspirieren zu lassen und Dinge, die für einen nützlich sind, in sein Handeln zu integrieren oder für die eigenen Zwecke abzuändern. Doch im Grunde genommen bist du selbst das kreativste Wesen, das du kennst. Du formst dein Handeln und niemand anderes. Und wenn du eben so veranlagt bist, dass du ständig nach etwas Neuem auf der Suche bist, ist das keine negative Eigenschaft. Es ist dein Wesen. Niemand zwingt dich, bei einer Sache zu bleiben. Ich selbst kenne diesen Konflikt nur zu gut. Als ich noch jünger war, dachte ich immer, ich müsste mal etwas zu Ende bringen, mal bei einer Sache am Ball bleiben, Beständigkeit entwickeln. Vor allem wird einem das auch immer wieder von anderen Leuten vorgehalten, die nichts anderes kennen.

Aber es gibt auch andere Formen sein Leben zu führen und Interessen auszuleben - selbst wenn das Interesse darin besteht, alles nur für eine gewisse Zeit und nicht dauerhaft auszuprobieren. Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut, nach einer Beschäftigung zu suchen, wo "man endlich mal zu Potte kommt"t. Aber irgendwann habe ich bemerkt, warum das nie klappte. Ich suchte mir immer Dinge heraus, wo man zu einer Art Endprodukt oder Meisterschaft gelangen musste, um "erfolgreich" zu sein. Doch der lange Weg dahin hat mich immer gelangweilt. Und irgendwann merkte ich dann, dass es um den Erfolg gar nicht geht. Ich gab dann meiner Natur nach und tat einfach immer das, worauf ich gerade Lust hatte. Wenn ich dann mittendrin das Handtuch warf, hatte ich kein schlechtes Gewissen mehr. Interessanterweise bildeten sich so mit der Zeit meine eigentlichen Interessen von ganz allein heraus. Ich merkte, welche Dinge ich automatisch ohne groß Nachzudenken immer wieder mit Freude tue. Auch ich lese zum Beispiel nicht gern, weil mir das Medium Buch einfach nicht liegt. Dafür schaue ich aber unheimlich gern wissenschaftliche Dokumentationen im Fernsehen an oder bediene mich Hörbüchern. Und hin und wieder passiert es dann doch, dass ich ein Buch lese. Meist ganz spontan, so dass ich erst hinterher bemerke, dass ich es verschlungen habe. Ganz einfach deshalb, weil ich mir nicht vorgenommen hatte, es zu Ende zu lesen. Auch entdeckte ich das Reisen als gute Möglichkeit, meiner unbeständigen Natur ständig neue Eindrücke zu liefern. Wenn ich unterwegs bin, dann bin ich meistens nie länger als 2 Tage am gleichen Fleck. Ich muss permanent in Bewegung sein, den Raum durchschreiten, Neues sehen. Dieses scheinbar flatterhafte Verhalten hat unterm Strich auch eine Komponente der Beständigkeit: Ich habe gelernt, loszulassen.

Du bist sehr jung und hast du noch viel Zeit, deinen persönlichen Weg einzuschlagen. Es ist egal womit du dich beschäftigst, solange du nicht irgendwo unfreiwillig steckenbleibst. Probiere alles aus, wonach dir ist. Dein Drang nach immer Neuem ist kein Hindernis, sondern ein Motor für deine Entwicklung - und damit eine Quelle kreativer Lebensgestaltung. Zweifle nicht an dir. Es gibt nichts zu verlieren.

Fjlash8x7


Hey kenkou,

einen wirklich schönen Text, hast du geschrieben. Musste ihn mir nochmal durchlesen, damit ich dir informativ antworte.

Also bessesen bestimmt nicht, aber ich erhoffe mir dadurch mein Leben zu verändern oder zu verbessern. Ich bin mit meinem jetzigen Leben eigentlich unglücklich. Hatte nämlich vor 2 Jahren einen Sportunfall gehabt, beim Fußball spielen, bin ich mit dem Knie umgeknickt. Dabei habe ich mir das Kreuzband sowie das Innenband kaputt gerissen. Meniskus war zwar auch beschädigt, aber nur minimal. Jedenfalls, habe ich nun 5 Knie Op's hinter mir, also 5 Narkosen in einem Jahr. Es ist zwar jetzt alles in bester Ordnung, aber dennnoch bin ich dadurch etwas ruhiger geworden.

Allerdings ist das nicht mein wirkliches Problem. Ich bin leider mit meinem Aussehen nicht so ganz zufrieden. Es werden mir zwar einige Komplimente von Mädels gemacht, aber die nehme ich absolut nicht ernst.

Ich gucke mich desöfteren im Spiegel an. Meine Nase z.B. finde ich viel zu groß. und irgendwie finde ich mein Kin etwas zu spitz. Ich fand mich früher, noch vor dem Sportunfall, um einiges hübscher. Vielleicht war ich eben selbst in mich verliebt ? Und habe rumfantasiert ? Jedenfalls erhoffe ich mir, wie gesagt, durch diese Übungen, mich zu verändern. Meine Mutter sagt immer: " Du musst dich selber akzeptieren, denn du bist eben einmalig" naja so ungefähr jedenfalls... Ob das ein Motevierspruch ist, dass kann ich jetzt nicht beurteilen, aber fakt ist, meine Mutter ahnt, dass ich mit mir selber nicht zu frieden bin.

Du hast einen solch langen Text geschrieben, ich weiss nicht, wie ich anfangen soll. Ob ich den wirklich verstanden habe ? Als du meinst, ich habe keine wirkliche Beschäftigung für mich gefunden ? Das kann durch aus sein. Eigentlich beschäftigte ich mich mit fast allen Sachen, die mich interessieren. Nur muss man auch wollen. Aber wie gesagt, das mit dem zu Ende bringen, ist immer eine Sache. Ich beende fast nie, eine Sache. Nur wichtig sachen vielleicht. Aber Projekte werden nur schwer bei mir beendet. Leider. Mir fehlt noch die Konsequentheit.(hoffentlich richtig geschrieben)

Das mit dem "steckenbleiben", ich habe das Gefühl, dass ich momentan schon steckengeblieben bin. Ich meine jetzt im psychischen Sinne. Körperlich vielleicht sogar auch. Wer weiss. Aber das muss alles von alleine kommen. Nicht ? Aus Fehlern lernt man.

Übrigens bin ich ohne meinen Vater aufgewachsen. D.h. meine Mutter und ich wir leben schon seit meiner Geburt alleine. Hatte bis zu meinem 18. Lebensjahr keinen Kontakt mit ihm.

[,schnap^pdracphxen]


für mich klingt das nach einem sehr großen kontrollbedürfnis das du da hast und es kommt in technologie-fantasien daher...

wer aber glaubt sich wie eine maschine einfach umprogrammieren zu können, wird früher oder später enttäuscht werden, das funktioniert so nicht ;-)

ich finde das alles klingt schon ganz schön verschroben... "wachsen lassen" kann man sich nur in die breite ;-)

k)enkxou


@ flash87

Je jünger man ist, desto mehr beschäftigt man sich noch mit seinem Aussehen. Ich fand meine Nase und andere Dinge auch nicht toll früher. Ich fand trotzdem immer wieder eine Freundin. Heute ist es mir zudem egal, ob hier oder da ein Makel ist. Außerdem: Wenn dir Mädels Komplimente machen, bist du mit Sicherheit nicht hässlich. Also von daher ist das ein Faktor, über den du dir keine Gedanken machen musst. Die Sache mit dem Sport verstehe ich sehr gut. Ich hatte damals die gleiche Situation, musste wegen Schmerzen meinen Sport an den Nagel hängen. Daran hatte ich lange zu knabbern. Aus heutiger Sicht wundere ich mich darüber, denn inzwischen fand ich andere Dinge, die mir mehr Spaß machen.

Als du meinst, ich habe keine wirkliche Beschäftigung für mich gefunden ? Das kann durch aus sein. Eigentlich beschäftigte ich mich mit fast allen Sachen, die mich interessieren. Nur muss man auch wollen. Aber wie gesagt, das mit dem zu Ende bringen, ist immer eine Sache. Ich beende fast nie, eine Sache. Nur wichtig sachen vielleicht. Aber Projekte werden nur schwer bei mir beendet. Leider. Mir fehlt noch die Konsequenz.

Ich wollte sagen, dass man sich nicht zu etwas pressen bzw. zwingen sollte. Wenn es einem schwer fällt, Dinge zu Ende zu bringen, ist das nicht unbedingt ein Mangel an Konsequenz oder Disziplin. Es ist vielleicht einfach nur die falsche Beschäftigung oder man stellt zu hohe Erwartungen an sich selbst. Ich selbst bringe nichts zu Ende, was einen projektartigen Charakter hat. Dabei rede ich nicht von alltäglichen Dingen, die man nebenher erledigt (z.B. Kochen, Waschen, Putzen, Überweisungen tätigen), sondern von eben jenen Beschäftigungen, Interessen, Hobbies oder wie man das nennen mag. Jene Dinge also, durch die man auf eine Art innere Erfüllung abzielt, durch die man sich weiterentwickelt und einen Zuwachs an Lebensfreude hat.

Wenn man sich in diesem Zusammenhang nur Dinge vornimmt, um eine Vorstellung zu erfüllen (wie man gern wäre, weil das Bild davon irgendwie toll rüberkommt), dann läuft man Gefahr, seine eigene Natur zu übersehen. Es gibt viele Menschen, die gern das oder das können wollen, weil sie ein Bild davon im Kopf haben, wie toll es doch wäre, das oder das zu können. Man denke nur an die unzähligen Jugendlichen, die davon träumen, ein Popstar zu sein. Das ist natürlich ein extremes Beispiel. Aber es gibt z.B. auch Leute, die ihren Beruf aus dem gleichen Prinzip verfehlen:

Da wird einer auf Biegen und Brechen Webdesigner, weil er so ein Bild davon im Kopf hat, dass es modern, kreativ und irgendwie "cool" ist, wenn man diesen Beruf hat - in Wahrheit aber muss er sich dazu zwingen, sich mit all der Materie auseinanderzusetzen, die dazu notwendig ist. In Wahrheit liegt ihm viel mehr die handwerkliche Arbeit und er schraubt gern an Autos. Doch weil er denkt, es sei nicht so cool Kfz-Mechaniker zu werden, zwingt er sich zu etwas anderem.

Oder da ist einer, der hat ein klein wenig Talent für ein Instrument, hat hier und da mal Komplimente dafür bekommen. Und dann denkt er gleich, er muss Profimusiker werden, weil das irgendwie toll in seiner Vorstellung wirkt. In Wahrheit aber müht er sich nur ab und hat keine tiefe Leidenschaft dafür. In Wahrheit liest er massenweise Bücher über Physik, doch weil er lieber zu den "Künstlern" gehören will, blockiert er sein eigentliches Interesse.

Oder da gibt es jemanden, der unbedingt Pilot werden will, weil er im Fernsehen mal gesehen hat, dass Piloten ein hohes Ansehen haben und dieses träumerische Bild vom Fliegen im Kopf hat. In Wahrheit aber bockt ihn bereits der Aufnahmetest dafür keinen Meter. Und eigentlich hat er eine große Gabe mit Menschen umzugehen und hat großen Spaß daran, anderen etwas zu erklären. Doch weil er als Schüler immer dachte, dass Lehrer Arschlöcher sind, hat er den Gedanken an diesen Beruf gestrichen.

Es gibt aber auch Leute, die interessieren sich für alles, aber für nichts richtig, tauchen also nirgends tiefer in die Materie ein. Auch dieses vermeintliche "Nicht-Talent" kann eine Gabe sein. Oft findet man solche Menschen in Berufen, die eben jene Eigenschaft brauchen, dass man Dinge nur oberflächlich aufsaugt, dafür aber irgendwie verknüpfen kann - z.B. Veranstaltungs-Organisatoren, Hotel-Manager, Berater, Reiseführer, und und und...

In jedem Fall aber kann man nicht einfach beschließen: "Ich werde das und das und damit werde ich glücklich." Das kann man nie genau wissen. Und so ist das eigentlich immer mit Interessen jeder Art. Man wächst eher hinein als dass man es beschließt. Interessen kristallisieren sich heraus, zweigen oftmals unerwartet von anderen Interessen ab. Sich etwas vorzunehmen ist gut, es aber zwanghaft zu Ende bringen zu wollen ist für die innere Zufriedenheit nicht unbedingt auch fruchtbar. Versuche doch mal darauf zu achten, welche Dinge du regelmäßig ohne Zwang mit Freude tust, auch wenn diese Dinge noch so simpel sein sollten. Es sagt dir auf jeden Fall viel über deine Grundeigenschaften, deine eigene Natur, z.B. ob du geschickt mit den Händen bist oder ob du mehrere Dinge zur gleichen Zeit tun kannst ohne den Überblick zu verlieren, etc. Die wahren Talente, die man hat, äußern sich im Grad der Ungezwungenheit, mit der man sie ausführt.

Letzteres Beispiel habe ich übrigens bewusst gewählt. Denn so bin ich beispielsweise. Ich kann immer nur eine Sache gleichzeitig tun. Ganz egal, was die moderne Welt an Flexibilität verlangt - ich halte mich an meine Natur. Ich brauche zwar ständig das Neue, aber ich erledige trotzdem alles immer nur nacheinander und nie gleichzeitig. Alles andere bringt mich aus der Ruhe. Und ich lebe viel zufriedener, seit ich meiner Natur nachgegeben habe. Andere hingegen müssen das genau anders herum machen, weil sie sich sonst langweilen.

Ich denke, dass es schief geht, wenn man sich nach einem Muster verändern möchte, dass nicht in der eigenen Natur liegt. Meine eigene Erfahrung ist: Alles, was man zu seiner Entwicklung braucht, hat man schon von Geburt an mit auf den Weg bekommen. Es geht nur darum, das Wertvolle seiner eigenen Natur nach und nach zum Vorschein zu bringen. Ausprobieren, Hinfallen, Fehler machen, mal stecken bleiben, sich wieder aufrappeln, verzweifelt sein, euphorisch sein, pessimistisch sein - das gehört alles zu dieser Entwicklung dazu. Richtige Entscheidungen trifft man manchmal nur deshalb, weil man vorher falsche getroffen hat. Deshalb experimentiere herum, wie es dir beliebt. Aber lass locker, wenn du merkst, du zwingst dich. Das heißt nicht, dass man nicht manchmal auch Disziplin braucht. Doch vom Grundsatz her sollte man in seinem Handeln wohlfühlen, dann liegt man richtig. Da du noch so jung bist, sind Zweifel ganz normal. Das mag für dich etwas schwieriger sein als für andere, da du ohne Vater keine väterliche Führhand hattest/hast. Hast aber trotzdem nichts zu verlieren.

F[lams>hx87


Wenn man glaubt, erreicht man alles ...

k enkxou


Wenn man glaubt, erreicht man alles ...

Klingt für uns im Wohlstand geborene immer so schön. Aber erzähl das mal den Menschen, die in Slums geboren werden und trotz größter Bemühungen und Hoffnungen nicht aus dem Elend herauskommen. Da kannst du noch so viel glauben, es hilft nichts - es tröstet höchstens. Das Leben ist zu komplex, um dauerhafte Kontrolle darüber zu erlangen.

Frlasqhx87


Ja, allerdings kann ich nichts dagegegn tun. Hilfe anbieten, vielleicht ? Trotzdem muss man in der Hinsicht einfach mal weg schauen und egoistisch bleiben. Leider =/

Jedenfalls wollte ich noch erwähnen, dass es klappt ! Denn ich habe ne Pollenallergie (Heuschnupfen) gegen die Erle und Erdnuss, die ich seit meiner Kindheit habe. Jedenfalls erfolgt sie anfang Mai, nur 3 Wochen. Dann ist alles vorbei. Was sich dabei ergibt ? Meine Nase juckt und es kullern Tränen runter.

Jetzt habe ich versucht dagegen anzukämpfen, in dem ich es unterdrücke. Da ich die Kontrolle über meinen Körper erlernt habe, ist mir das natürlich gelungen !!!

Ich habe keinerlei Syptome spüren können. Keine juckende Nase oder dergleichen. Und wie gesagt, ich bin so weit, das ich mir da nichts "einreden" muss, nein ... ich muss das fühlen... ich kann das selber steuern ! Unglaublich. Fast schon wie eine kleine Meditation.

Leute ! Es hilft. Es ist unglaublich. :)^

F)larsNh8x7


...

F=laxsh87


@ kenkou

Danke nochmal für deine Texte, habe sie mir erneuert durchglesen. Wahre Worte ... wahre Wort...

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