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Panikattacken im Lokal, Zittern der Hände

q-unestioLngirxl hat die Diskussion gestartet


Ich weiß nich mehr weiter....in letzter Zeit, wenn ich in ein Lokal gehe (selbst wenn das Lokal total nett ist und ich meine Freunde sehr gerne mag) wird mir gleich zu Beginn mal heiß....und dann merke ich, dass meine Hände total zittern....und dass sie irgendwie karftlos sind....ich trau' mich dann gar nicht mehr wirklich etwas zu trinken...aus Angst, dass es wer sehen könnte oder das mir das Glas aus der Hand rutschen könnte. Nach spätestens 40 Minuten oder meist auch weniger ist der Spuk vorbei...dann zittere ich nicht mehr...habe wieder genug Kraft.

Hat das noch wer? Es kann doch nicht sein, dass ich mit 28 schon so nervlich fertig bin, oder ???

Wer hat einen Rat?

Ich nehme keine Drogen, rauche nicht, trinke normale Mengen an Kaffee....es gibt keine wirklichen Stressauslöser...habe keine wirklichen Sorgen.

Medizinisch gesehen....EEG, MRI, Herz etc. ist alles in Ordnung!

Wer hat das noch oder weiß Rat? Kann sich das auch ohne Beruhigungstabletten legen oder bleibt das immer so?

Antworten
q$uesti\on5gixrl


*Heul*:°( :°_ ??? :=o :-| :|N :-/ :-( weiß den keiner Rat? Gibt es außer mir niemanden mitd em Problem??

B]iancxata


Das kann der Anfang einer Angststörung sein. Fühlst Du Dich den unwohl in dem Lokal mal abgesehen von dem Gedanken, daß jemand anderes etwas merkt?

Hast Du schon mal mit jemand anderem im realen Leben darüber gesprochen?

vlifzaxck


Das nennt man Panikattacken. Ich würde zu einer Therapie raten. Hilfreich ist es übrigens genau dies zu machen: dauernd das Glas zu erheben und ein Schlückchen trinken. Genau dies würde in einer Konfrontationstherapie so lange veranstaltet, bis das Phänomen nicht mehr auftritt.

Aber es ist einfacher, sich mit ähhhhh, wie furchtbar zu beschäftigen als die Sache konsequent angzugehen und somit eine Sicherheit zu erlangen, die einen stärkt.

Hintergrund sind nämlich immer unbewußte Ängste, die man immer mehr zu vermeiden versucht und diese Dramen werden von mal zu mal mehr aufgerüscht.....bis man im Extremfall gar nicht mehr in der Lage ist, rauszugehen. Auch eine Art, sich in den Mittelpunkt zu stellen....und sich nur noch um sich selber zu drehen...und damit andere zu gängeln....

Biia.nkca!ta


bis man im Extremfall gar nicht mehr in der Lage ist, rauszugehen. Auch eine Art, sich in den Mittelpunkt zu stellen....und sich nur noch um sich selber zu drehen...und damit andere zu gängeln....

sehr motivierend für jemanden, der gerade erst anfängt, sich damit auseinanderzusetzen :-|

GSras-.Halxm


Biancata, du nimmst mir gerade die Worte aus dem Mund..als sei ne Angststörung nur eine Aufmerksamkeitsheischerei.. :-

Zum Thema - was ich auch sehr interessant finde, sind Verhaltensexperimente. Die sind für einen selber je nach Angstgrad nicht sofort selber umzusetzen - helfen können da der Therapeut oder enge Freunde. Es geht dabei darum, herauszufinden, ob das befürchtete Verhalten - also das, wovor man Angst hat - tatsächlich die Reaktionen auslösen würde, die man sich vorstellst.

Sagen wir mal, jemand hat Angst, dass seine Hände zittern, wenn er das Glas hebt, er etwas verschüttet und alle z.B. loslachen oder denken "mann, ist der bescheuert".

Beim Verhaltensexperiment macht man nun genau das - man zittert absichtlich stark und verschüttet was und beobachtet dabei die Reaktion der anderen. Später kann man auch nachfragen, was die anderen dabei empfunden haben.

Meistens sind nämlich die Erwartungen total überzogen - wieso sollten alle lachen, wenn jemand ein Getränk verschüttet?

Ich habe das selber mal gemacht...in der Klinik. Ich hatte da jeweils Angst, dass ich mein Besteck fallen lasse, beim Weg zum Tisch. :- und dass dann alle lachen. Naja, eines Tages habe ich es dann absichtlich fallengelassen. Das war schwer, ich hatte sooo Panik - aber niemand hat gelacht.

Das tat echt gut. :-) die Angst war nachher weg. (naja. Die war auch nicht wirklich ausgeprägt)

I"s#aHbell


vifzack

Ich möchte Dich doch bitten, dass Du, wenn Du von dem Thema -wie es scheint- nur Deine eigene Wahrnehmung hast und keine fundierten -eigenen oder beruflich bedingten - Erfahrungen, Dich mit solchen Aussagen zurückzuhalten. Denn diese kannst Du nicht haben, sonst würdest Du nicht solche unverschämten Äußerungen hier machen.

Wer auch nur ein Mal so etwas erlebt hat (und die meisten Paniker erleben es 100erte von Malen), der weiß, WIE schlimm das ist - es ist die Hölle auf Erden. Und einem Menschen der durch solch eine Hölle muß, zu unterstellen, er würde sich damit in den Mittelpunkt stellen wollen und Andere gängeln wollen - das ist an Unverschämtheit kaum zu überbieten.

Also wie gesagt, bitte halte Dich damit ein wenig zurück. Du kannst gerne von Deinen Erlebnissen und Erfahrungen mit Panikern oder der Erkrankung berichten, das steht Dir frei - aber ohne Unterstellungen und Verallgemeinerungen wenn es geht.

I^saberll


Grasi

Das hört sich echt interessant an! Ich könnte mir auch vorstellen, dass diese Verhaltensübung auch z.B. schüchternen Menschen helfen könnte. Aber für Paniker ja gradezu ideal.

Ich weiß noch, ein Mal, da habe ich an der kasse im Supermarkt gestanden, Panikattacke pur (war während meiner Konfro-therapie, ich MUSSTE da durchf) meine Hände haben gezittert wie noch was als ich das Geld aus dem Beutel genommen habe, zudem hatte ich zwei Flaschen Wein eingekauft. In mir ging es natürlich sofort los: "Die denken bestimmt, ich bin Alkoholiker.... :-/" - das war mir SO peinlich! Dann aber irgendwann: "Pff, was soll's, dann denken die das eben - siehst sie sowieso nie wieder und außerdem: DU weißt, was es wirklich ist und DU kannst stolz sein, dass Du diesen Einkauf trotz der Panikattacke geschafft hast" - ich bin mir aber ebenso sicher, dass kaum Jemand überhaupt etwas gemerkt hat - man glaubt es eben deshalb, weil man SELBST es so stark empfindet.

Wie Du mit Deinem Besteck: Wenn ich sowas mitbekomme, dann schaue ich mich mal kurz um, wo der Lärm herkommt, was passiert ist und dann ist gut. ;-)

t-obix12


Angst im Lokal ? kenne ich auch - nicht nur dort !

Zink-Mangel ?

Magnesium-Mangel ?

vitamin-D Mangel ?

vitamin-B Mangel ?

sonst allgemein gesunde Ernährung ?

Vergiftungen/Belastungen mit Schwermetallen(Quecksilber aus Amalgamfüllungen), Wohnraumgiften, etc. ?

lg

tobi

I6sab8elxl


questiongirl

Der Rat, sich psychologische Hilfe zu holen ist erst mal nicht verkehrt. Vor Allem deswegen, weil Du am Anfang zu stehen scheinst. Was in diesem Sinne "gut" ist, auch wenn es sich doof anhört, aber grade da stehen die Chancen sehr gut, dass es auch sehr schnell wieder vorbei sein kann.

Einfach so abtun würde ich es allerdings nicht, denn solch eine Reaktion hat immer ihre Ursachen, aber auch Wirkung: wie schon geschrieben wurde, die Vermeidung.

Folgendes was ich schreibe kann passieren, muss aber natürlich nicht auf Dich zutreffen!! Ich möchte betonen, dass ich hier weder eine Diagnose stellen kann und möchte, dazu kenne ich Dich einfach zu wenig und außerdem bin ich lediglich Betroffene mit viel Erfahrungs- und Angelesenem Wissen, kein Experte!!!!

Wenn man nichts gegen solche Warnsignale der Seele/Psyche tut, denn das sind sie eindeutig, völlig egal primär, welche Ursachen es hat, dann beginnt ein Teufelskreis:

Irgendwann verbindest Du mit der Kneipe unangenehme Gefühle, vermeidest wenn möglich dort hin zu gehen. Dann ist vielleicht eine Zeit lang Ruhe. Das Problem dabei ist aber, dass Deine Gefühle, also die Panik, ja nicht wegen der Kneipe kommen, sondern aus etwas Anderem in Dir. ERgo: Ist die Kneipe weg, dann sind es die GEfühle/die Panik noch lange nicht. So kann es sein, das Du dann in einer nächsten, anderen Situation diese Panik bekommst. Du vermeidest wieder usw. der Teufelskreis beginnt.

Ich würde Dir raten, Dich einfach mal mit Deinem Hausarzt zusammenzusetzen und ihm das zu schildern. Heutzutage ist eine Panikererkrankung nichts Unbekanntes mehr für die Ärzte. Er wird Dir sagen können, was für Möglichkeiten Du hast. Warnen möchte ich allerdings davor, Dich mit Tabletten abspeisen zu lassen. Diese vermindern lediglich die Symptome, gehen nicht an die Wurzel. Sage es ihm so wie uns, dass Du einen Weg ohne Tabletten suchst.

Leider gibt es nämlich noch zu viele Ärzte, die Paniker mit Antidepressiva und ohne begleitende Therapie abspeisen. Nichts gegen Medikamente, begleitend können sie unterstützen - aber niemals ohne Therapie. Das halte ich persönlich für gefährlich (nicht gesundheitlich, sondern psychisch). Meine Meinung.

Noch Eines zum Schluß: Es tröstet Dich vielleicht ein wenig, dass Du nicht alleine da stehst - schaue Dich mal hier im Forum um, es gibt einige (sehr nette) Fäden von und mit Panikern, auch wenn sie teilweise sehr lang sind, scheue Dich nicht, mal mitzuschreiben. @:)

I"sKabexll


tobi

So wie ich sie verstanden habe, hat sie aber organische Ursachen schon abklären lassen.

GVras-Hxalxm


@ Isabell:

Von diesen Übungen hat mir meine Thera erzählt und ich habe in einem Buch über soziale Phobie darüber gelesen. ich finde das auch echt interessant. Es ist ja eine Art Realitätsüberprüfung. Gut fand ich auch die Idee, dass das zuerst die Therapeutin macht - also sich irgendwo hinsetzen und was verschütten - nicht nur, weil man sich das vielleicht nicht auf Anhieb traut, sondern weil man die Szene als Aussenstehender einfacher beobachten kann.

Das geht eigentlich bei vielen konkreten Ängsten. Ein Beispiel im Buch war, dass man Angst hat, dass man zu stark schwitzt und es alle sehen - um das zu simulieren, macht man sich das Shirt im Achselbereich halt schnell nass. ;-)

Leider geht das nicht bei jeder Form von Angst. :- bei konkreten Ängsten ist es wohl am einfachsten.

qeues-tiongixrl


Hurra! :-) :)z :)^ ;-) :-D :-D *:) @:) :)* o:) :p> 8-) x:) :-x |-o Endlich Postings und dann gleich so viele und liebe! Herzlichen Dank an alle! Habe gar nicht mehr mit Antworten gerechnet und habe vorhin meinen Augen nicht getraut...dass sich heute noch so viel getan hat! War voll positiv überrascht! Juhu!

Also:

@ biancata:

Ich fühle mich in dem Lokal nicht unwohl (ist sogar mein Lieblingslokal....außer es ist unbewußt?)

Habe im realen Leben schon mit jemaden darüber gesprochen, aber nicht besonders ausführlich.

@ vifzack

Dein Vorschlag bezüglich Konfrontationstherapie hat mir sehr gut gefallen, danke....mal sehen, ob ich in der Lage bin es in dem angstbesetzten Moment auch zu machen.

Auch eine Art, sich in den Mittelpunkt zu stellen....und sich nur noch um sich selber zu drehen...und damit andere zu gängeln....

Also so sehe ich das gar nicht....wie oben schon erwähnt....noch bin ich immer in die angstbesetzte Sitation gegangen...habe mich noch nie vor ohr gedrückt....und selbst wenn ich nirgends mehr hingehen würde, würde ich damit nicht andere Leute gängeln....die könnten ja trotzdem noch ins Lokal gehen.

Außerdem ist das letzte was ich will, dass ich im Mittelpunkt stehe...wenn ich das wollte hätte ich nicht genau davor Angst, dass ich durch zittern im Mittelpunkt stehen würde. Ich muss mich teilweise sogar auf meine Hände sitzen oder sie zwischen die Knie geben (um Kontrolle über sie zu haben).....also möglichst unauffällig alles und alles andere als sich in den Mittelpunkt rücken wollen.

@ Grashalm

Deine Idee fand ich auch total super! Bin gespannt, ob ich den Mut habe es auszuprobieren!!

@ Isabell

Danke für deine sämtlichen Tipps....waren sehr hilfreich und interessant! Vielleicht werde ich echt den Hausarzt fragen oder gleich eine Therapeutin fragen.

@ Tobi

Ich nehme bereits B-Vitamine, Magnesium, Zink, Vitamin D und noch vieles mehr...wenn dann hätte ich noch am ehesten einen Kupfermangel durchs Zink---aber das Blutbild ist diesbezüglich keine Garantie.

Ernährung ist nicht ungesund, könnte vielleicht aber besser sein. Quecksilber in Amalgamfüllungen...hm...könnte sein....habe aber schon ewig nur mehr teure und weiße reinmachen lassen...habe aber ein paar alte (Amalgamfüllungen noch drinnen).

Wohnraumgifte....sicher nicht mehr als in anderen Wohnungen und Häusern.

Und ja, organisch ist alles abgeklärt.....wobei ich mir jedesmal in der Situation denke: das kann doch nicht sein, haben die Ärzte was übersehen? Aber ich habe wirklich schon sehr viele Checks machen lassen.

Hat jemand Literaturtipps....Bücher, die euch oder anderen geholfen haben?

MfG, danke an alle und ich freue mich nach wie vor über Anregungen, Tipps, Hilfe oder wie es euch so geht...erging etc.

GGrasE-Haxlm


@ Questiongirl:

Wenn du den Mut selber nicht haben solltest - hast du eine gute Freundin, die du einweihen könntest und die das für dich ausprobieren könnte? Das wäre auch eine Möglichkeit.

Buchtipp hab ich leider keinen, ich kenne nur Bücher über soziale Phobie, nicht über Angst generell. :-

q uest^iongxirl


Hi Grashalm! :-) *:)

Ja, das würden ein paar Freundinnen sicherlich machen. Aber besser ist's sicher, wenn man es selber macht?

Gerade letztens ist einer Freundin von mir das Glas aus den Händen gerutscht...hat eh keiner gelacht.

Ich habe irgendwie vor dem Zittern selbst auch Angst...war echt schon ganz fest davon überzeugt Parkinson oder so zu haben....hab' ich zwar eh nicht...aber es ist schon unheimlich, irgendwie.

Denkst du, dass es bei mir eher eine soziale Phobie ist? Ich bin schon etwas schüchtern, andererseits aber sicher nicht stark oder so.

Haben dir die Bücher über soziale Phobie geholfen? Wenn ja, wie heißen die?

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