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Panikattacken im Lokal, Zittern der Hände

q$uestCio)ngi/rl


Ich halte mich hier gar nicht zurück. Hier wird doch um Hilfe nachgefragt.

Wer über 100 x eine Panikattacke hatte, hat sich nicht darum bemüht, wirkliche Hilfe zu finden.

Aha....und wo steht, dass ich das 100 Mal hatte? Habe es seit ca. 4 Wochen.

GNraso-Haxlm


ich frage mich nach wie vor, inwiefern man im Mittelpunkt steht, wenn man alleine unterwegs ist und dann Panik kriegt, niemand es mitkriegt und niemand überhaupt von der Angst weiss...aber gut. Wenn man gerne pauschalisiert...

:|N

qauest'iongmixrl


@ vifazack

wie lange warst du eigentlich in dieser klinik? und wie oft? wie schnell warst du da gehilt? muss man das selber zahlen? wie heißt die klinik?

danke @:) *:)

I#sabgelWl


vifzack

Du hast Deine Erfahrungen - ich meine.

Nur stelle ich die Meinen nicht als allgemeingültig hin - Du tust es.

Und das finde ich nicht in Ordnung.

Grade im Gebiet der Panikerkrankung gibt es so viele Unterschiede, angefangen bei den Symptomen bis hin zur Entwicklung, über den Verlauf etc.

Das hier:

Gras-Halm schreibt:

Oder wenn gar niemand von der Angst weiss, weil man trotz Angst überall teilnimmt?

Du schreibst

Es ist einfacher - und typisch - sich vom Umfeld genau das zu holen, wonach man unbewußt heischt - nämlich Verständnis.

Trifft, bzw. traf auf mich nämlich vorerst ganz und gar nicht zu.

Ich bin 5 Jahre lang mit den Attacken rumgelaufen ohne das überhaupt Jemand davon wußte. Ich bekam ein Kind in der Zeit, machte eine Trennung durch - Niemand wußte von meinen sonstigen Qualen! Ich fand immer Ausreden, wenn ich vermied. Danach erzählte ich einem guten Freund davon und lange Rede kurzer Sinn, so kam ich dann zur Therapie. Eben eine solche Konfrontationstherapie mit anschließender Verhaltenstherapie. Über drei Jahre. Ich war dann auch weitestgehend Panikfrei. (das war in dem Zeitraum von 1987-1996).

Bis es vor ein paar Jahren, 2002 aufgrund einer äußerst destrutiven Beziehungsgeschichte wieder voll ausbrach. Die darauf folgenden 3 Jahre brauchte ich dann um wieder relativ panikfrei zu werden und stimmt, in dieser Zeit habe ich Hilfe in Anspruch genommen, z.B. manchmal beim Einkaufen. Wenn ich merke, heute hast Du einen Rückfall, es ist ein Paniktag, dann habe ich meinen Freund gebeten mit mir zu fahren oder so. Aber wo ist das ein "Gängeln"?? Andere fahren niemals alleine Einkaufen, einfach weil sie keine Lust haben.

Ich habe auch über meine Panikattacken offen gesprochen, auch das stimmt. Aber sie benutzt? Ganz gewiss nicht! Im Gegenteil (und in meiner Selbsthilfegruppe habe ich das auch an vielen Anderen bemerkt), ich habe immer auf eigenen Füßen gestanden, eine Hilflosigkeit war mir der absolute Graus! Somit war viel weniger das Problem, dass ich die Verantwortung auf Andere abgeschoben hätte, sie gegängelt hätte, abhängig von ihnen war - als das Problem genau dies zu wenig zu tun!

Deshalb, sorry, lasse ich mir das schlicht und einfach nicht unterstellen. Nicht nach 21 Jahren Panikerin. Nicht nach 21 Jahren in denen ich jegliche Verantwortung für mich und meine zwei Kinder alleine tragen mußte (TROTZ zwischenzeitigen langjährigen Beziehungen, die Männer darin waren da meist das dritte Kind) und dies auch getan habe ohne zu murren.

Nein. Wenn man tiefer schaut, wird man feststellen, dass man selbst das macht, was man gelernt hat. Man gängelt. Man lebt nicht sein Leben. Man versucht krampfhaft, zu gefallen.

Dabei ist man ungeliebt. Meistgens angepasst. Lebt nicht sein Leben. Denn dann müßte man endlich den Eltern, dem Partner klar sagen, was einem nicht paßt. Und das würde ja Konsequenzen erforden.

Und das hier ist nicht stimmig.

Wer sich anpasst (worin ich Dir Großenteils zustimme) - wie kann der gängeln?

Man passt sich also an - ist dabei aber die "Leidende" in anderer Hinsicht? Oder wie meinst Du das?

Sorry, das traf auf mich nie zu, wie schon gesagt, im Gegenteil, ich habe meistens viel zu lange gewartet um zu sagen, wenn es mir nicht gut geht.

Unter Umständen den kompletten Bruch.

Da das ja mit Konsequenzen verbunden wäre, die man aber, da es am Selbstbewußtsein fehlt, durch entsprechendes Verhalten nicht umsetzen kann, weil es Angst macht, versteckt sich diese Angst in Panikattacken.

Und macht umgekehrt jetzt die Unterdrücker selbst zu Unterdrückten. Die Seele findet somit den Weg, sich das zu holen, was an Anerkenneng im wahren Leben fehlt.

Ich akzeptiere, dass das Deine Erfahrungen sind, sie sind aber nun mal nicht allgemeingültig.

Zu dem Thema Therapie - auch ich habe dazu geraten, dass sie sich an einen Therapeuten wendet, evtl. über den Hausarzt einen sucht.

Alle anderen meiner Ausführungen habe ich klar, dick und fett, als eigene Erfahrungen deklariert, die zutreffen können aber gewiss nicht müssen. Wieder im Gegensatz zu Dir, die Du Deine als die einzige Wahren hinstellst. Wäre es so wie Du sagst, dann bräuchten wir bald keine Therapien/Kliniken/Therapeuten mehr - dann würde ein simples Handbuch doch ausreichen. Tut es aber leider nicht. Eine individuelle Therapie ist von Nöten.

Am Ärgerlichsten in Deinen Beiträgen finde ich aber immer noch die Charakterisierung eines Menschen, den Du nicht kennst, von ihm lediglich weißt, dass er unter Panikattacken leidet.

Nichts für ungut, es ist echt schwer mich wütend zu machen - aber bei Sowas.....

EOlfenYfxeld


Hey questiongirl :

Da hast Du ja schon ein paar Antworten bekommen und ich möchte Dich mit meinen nicht verwirren.

Ich habe auch eine Angststörung, die generalisierte Angststörung heißt. Es bedeutet, Du hast in verschiedenen Situationen Angst und weißt nicht warum, es ist kein Grund da und Du bekommst es an verschiedenen Orten und hast echt keinen Plan, warum gerade hier.

Das denke ich, trifft bei Dir zu.

Vieles, was hier beschrieben wird von den anderen, kann bei Dir zutreffen, kann Dir helfen, muß aber nicht.

Deswegen, um Dich nicht völlig verwirren zu lassen, würde ich Dir raten, Dich in therapeutische Hände zu begeben.(Was nicht heißt, das die Antworten der anderen schlecht sind).

Der Therapeut wird Dir Fragen stellen und kann ermitteln (das braucht Zeit), was mögliche Auslöser sein können.

Ich persönlich habe unterstützend zur Therapie Medikamente bekommen (Paroxetin), das hilft, die Panik zu lindern, damit man gesprächstherapeutisch arbeiten kann. Nach der Therapie habe ich schrittweise die Medikamente abgesetzt und lebe heute (fast) angstfrei, zumindest 90% besser als damals.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen.

Liebe Grüße

maaSus007x5


gras-halm schreibt:

Wenn es bei dir die Suche nach Aufmerksamkeit war - gut. Nur - das heisst nicht, dass es bei jedem so ist.

vill. könntest du deinen auslöser, den grund für deine PA benennen, wenn das möglich ist. so kann auch questiongirl schauen was auf sie zutrifft.

tatsache ist doch, dass es einen auslöser für eine PA gibt, oder??

ich bin ganz der meinung von vifzack. dennoch ich bin mir sicher, dass jedes problem einen anderen grund hat. aber so lange ich nicht weiß aus welcher situation du, oder die anderen in eine PA geraten. sage ich werdet ihr mich nicht umstimmen können.

l*g*

maus @:)

G7ras-DHaxlm


@ maus:

Nein, das kann ich nicht, weil ich es schlicht und einfach nicht weiss. Angst tritt bei mir meist im Zusammenhang mit Übelkeit auf - ich bin Emetophobikerin. Nun - ich lebe alleine und ich habe keine RL-Kontakte. Ich bin alleine unterwegs. Wenn ich unterwegs Panik kriege, bekommt das niemand mit. Passiert es bei meinen Eltern, versuche ich, so zu tun, als wäre alles normal. Sie wissen von meiner Angst, aber da wir eh nicht viel miteinander zu tun haben, kriegen sie wenig davon mit.

Die Einzige, die unter der Angst leidet, bin ich. Ich gängele niemanden damit. Niemand braucht sich mir anzupassen, ich brauch keine Sonderwünsche, ich schäme mich häufig für meine Angst und würde lieber tonnenweise Tabletten schlucken als irgendjemandem zu sagen "du, ich hab grad Panik".

Ich sehe nicht ein, inwieweit das nun ein Aufmerksamkeitsding sein soll.

Ich hab die Angst seit ich denken kann. Mit 5 das erste Angsterlebnis im Zusammenhang mit Erbrechen. Bis 2004 wusste ich noch nicht mal, dass es so eine Angst überhaupt gibt. Das einzige, was meine Eltern mitgekriegt haben, war, dass ich panisch weggerannt bin, wenn eine unserer Katzen gekotzt hat, und mich geweigert habe, es aufzuputzen. Dafür bekam ich dann Ärger.

Ich denke schon, dass es Fälle gibt, wo es ganz klar um Aufmerksamkeit geht, wobei nach wie vor finde, dass der Begriff "gängeln" unglücklich gewählt ist - es klingt, als würde man etwas mit Absicht machen.

Wenn z.B. jemand mit Krankheitsangst ständig gepflegt werden will, nicht willl, dass andere wegfahren, ständig zum Arzt gebracht werden will etc. - ja, dann denke ich mir durchaus auch "hm...das ist vielleicht eine Art stummes "hallo! Beachte mich bitte!".

Nur- wie gesagt - finde ich, dass man da unterscheiden muss. Psychische Erkrankungen und ihre Ursachen sind derart vielfältig, dass man sie einfach nicht in eine "so und so ist das"-Schublade stecken kann.

Was ist z.B. mit jemandem, der einen Autounfall hatte und nachher Angst hat, wieder in ein Auto zu steigen? Da würde man doch auch nicht behaupten, es sei die Suche nach Aufmerksamkeit, oder?

m_aus{00q7x5


es könnte doch aber sein bei dir, dass du die aufmerksamkeit deiner eltern gerne bekommen möchtest, jedoch erwachsen sein willst und es alleine schaffen möchtest. du drängst dich selbst dazu "stark" zu sein und daher die angst. - sorry alles kann-sein-analysen... ;-) @:) aber es kann nun einmal sein, dass du gerne auch mal schwach sein möchtest.

autounfall:

diese angst kannst du doch hiermit gar nicht vergleichen. einer der ein unfall hatte, hat sich in einer tatsächlichen gefahr befunden. questiongirl war aber im lokal nie einer realen gefahrensituation ausgesetzt.

@:)

Gpras-qHNalm


Ich halte das nach wie vor für eher unglaubwürdig. Ich habe weiss Gott genug Aufmerksamkeit gekriegt. :- und bekomme sie auch heute, wenn ich das möchte - ich kann meine Eltern jederzeit anrufen.

Aber klar, man kann das überall reininterpretieren. ;-)

Afzucenxa1


Ich habe weiss Gott genug Aufmerksamkeit gekriegt.

Ich glaube, das hat überhaupt nichts mit Aufmerksamkeit zu bekommen zu tun.

Wenn man Zitteranfälle hat möchte man gar nicht, dass das Umfeld es mit bekommt.

Das ist einem peinlich, weil man Angst hat, das Fragen gestellt werden, das Getratsche. Vielleicht meinen die Leute im Umfeld man ist Alkoholiker.

Ich bekomme, das so häufig auf der Arbeit. Mir ist das unheimlich peinlich und ich möchte, dass es so wenig wie möglich mit bekommen.

Auf keinen Fall möchte ich im Mittelpunkt stehen:|N :|N :|N :|N :|N :|N :|N :|N :|N :|N

mRaus00x75


den zustand (PA) anderen zu zeigen macht mir persönlich auch kein vergnügen und auch questiongirl nicht. es geht hier um aufmerksamkeit erhalten von einer person bei der du/wir es uns wünschen, von der du/wir es erwarten. sei es ein familienmitglied, oder der traummann oder traumfrau. wird diese erwartung nicht erfüllt so wie du/wir es uns vorstellen wird die unzufriedenheit duch das ventil der PA wieder ins gleichgewicht gebracht...

I}s6abeJll


Maus

Das ist ja ok, wenn das für Dich der Auslöser/Ursache war. Für Viele aber nun mal eindeutig nicht.

Warum glaubst Du diesen Leuten das nicht, sondern sagst sowas wie: "Solange Ihr mir dann nicht Euren Grund nennen könnte, solange ist es für mich bei Euch genauso wie bei mir"....

Viele kennen eben den Grund nicht für ihre Panikerkrankung, können aber gewisse Dinge eben ausschließen.

Das ist für mich eine etwas befremdliche (Gesprächs)Grundhaltung.

G.rask-Haxlm


Es gibt nun wirklich zahlreiche Auslöser. Grad bei spezifischen Phobien können es auch traumatische Ereignisse im Zusammenhang mit dem Auslöser sein. Beim Zittern der Hände im Lokal kann es sich schlicht auch um eine Form der sozialen Phobie handeln, die a) erblich begünstigt sein kann und b) meist schon in der Kindheit entsteht und c) sicherlich nicht die Suche nach Aufmerksamkeit ist!

Kann man nicht einfach akzeptieren, dass nicht jeder, der hier nicht per sofort einen Grund parat hat, Aufmerksamkeit sucht??

Echt, ich fühle mich grad ziemlich abgestempelt, auch wenn es blöd ist, das zu sagen, da man mir deshalb wiederum vorwerfen könnte, dass ich es nur nicht einsehen will oder sowas. Nun gut.

qyues8tion@girxl


Hi Leute! :-D *:)

Cool, da hat sich ja wieder total viel getan....sogar bis in die Morgenstunden!

Ich bin heute etwas zuversichtlicher gestimmt....war am Freitag Abend in einem Lokal (4 Std.) und gestern Samstag Abend auch, wegen einer Hochzeit (8,5 Std.)...lief eigentlich super....obwohl ich schon ganz fest mit dem Schlimmsten gerechnet habe.

Am Freitag war ich zu Beginn etwas nervös---ständig mit dem Fuß wippen und hatte etwas Herzstechen....hat sich aber bald gelegt...dachet beim Herzstechen, dass mit dem Herz was nicht stimmt....ist ja aber alles ok und abgeklärt.

Gestern hatte ich totale Angst vor der Hochzeit....weil diese schon am späten Nachmittag los ging....war aber voll ok. Nur beim hinfahren war ich so nervös, dass ich fast schon umdrehen wollte....habe mich aber gezwungen durchzuhalten.......ich merkte zu Beginn schon, dass meine Hände wieder etwas zittrig waren...habe mich aber auf euren Rat hin gewzungen, ganz oft das Glas in die Hand zu nehmen....das hat sooooo geholfen....da war das zittern bald verschwunden....und gemerkt hat keiner was.....beim Essen hatte ich das Gefühl, dass die Gabel zwischem linken Zeigefinger und Daumen etwas zittert...so als ob, die Gabel zu schwer für die Muskulatur wäre......war aber nicht arg......nur frage ich mich dann schon ab und an, ob das nicht Muskelschwäceh oder so ist.....kennt das wer....dass man das Gefühl hat das Besteck ist zu schwer?? (Tritt bei mir aber eh wieder nur in der Öffentlochkeit uaf und spricht daher wahrscheinlich gegen eine Krankheit).

Aber ich bin froh, dass das WE so verlaufen ist....wobei die Lokale in meiner Wohnnähe waren...weiteste Entfernugn 10km weg.....denn je weiter was weg ist....das verstärkt auch meine Ängste.

Wie geht es euch so mit dem Thema verreisen? Möchte diesen Sommer schon noch unbedingt auf Urlaub, habe aber Angst davor.

mbau<s:007x5


@ guten morgen questiongirl,

zunächst einmal GLÜCKWUNSCH @:), dass dein tag so positiv verlaufen ist. aber wenn sich deine einstellung nicht ändert:

Wie geht es euch so mit dem Thema verreisen? Möchte diesen Sommer schon noch unbedingt auf Urlaub, habe aber Angst davor.

...kannst du deinen urlaub vergessen!

mein tip: die nächsten verlängerten wochenenden steht vor der tür (12.05. oder 22.05.). packe deine sachen und mache ein paar tage urlaub. mache es so wie mit der feier, die du mit bravour gemeistert hast. :)^

@ Isabell

ich nehme also an du weist nicht warum deine PA kommen? richtig?

@ Gras-Halm

der diskusionspunkt sind nicht die "zahlreichen auslöser". das ist klar, dass jedes leben anders ist. jeder sollte in sein herz schauen und ehrlich zu sich sein und so schwer es auch ist - seine wahrheit/leben/fehler annehmen.

@ all

sicher ist, dass die angst uns auf unser leben hinweisen will, dass es da etwas gibt das nicht so läuft wie wir es uns vorstellen. bei sensiblen menschen, die kein oder wenig selbstbewustsein haben kommt es sicherlich häufiger vor dass sie unter einer angststörung leiden.

einen schönen tag wünsche ich @:)

l*g*

maus

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