» »

Dysthymie

Ahduna[ph!exl hat die Diskussion gestartet


Hallo,

hat jemand von euch Erfahrung mit Dysthymie? Ich befürchte, dass ich seit meiner Pubertät an Dysthymie leide. Eine Überweisung zur Psychotherapie habe ich schon und suche nun nach einem Therapeuten. Viell. kann mir jemand sagen, welche Therapie sich am besten bei Dysthymie eignet und auf was ich achten sollte?

Viell. gibt es auch jemand unter euch der auch an Dysthymie leidet und die Krankheit schon überwunden hat? Wäre sehr an einem Austausch interessiert.

lg

Antworten
szchwarze(s S]chxaf


Ich befürchte, dass ich seit meiner Pubertät an Dysthymie leide.

Wie kommst du zu solcherlei Erkenntnissen?

Bei mir wurde u.a. auch Dysthymie diagnostiziert, davon, es zu überwinden, bin ich aber noch weit entfernt ;-)

sguc=a medixca


Ich habe auch eine Dysthymie.

APdu#n~ap@hel


Wie ich zu der Annahme komme? Ohje, wo fange ich da an? ;-) Also meine Geschichte fängt wohl gegen Ende der Pubertät an. Meine Noten wurden schlechter, ich wurde immer müder und energieloser. Dieses ständige Grübeln begann. Seitdem vergeht kaum ein Tag an dem ich nicht ständig über irgendetwas Nachdenken muss, das hört einfach nicht auf. Ich hatte daraufhin über Jahre hinweg Phasen, in denen es mir richtig schlecht ging, in denen ich sogar Gedanken an Suizid hegte. Die Symptome waren aber nie so wirklich ausgeprägt wie bei einer Depression. Ich bekomme meinen Alltag ganz gut in den Griff. Aber meine Einstellung ist und war immer sehr negativ. Ich habe eine sehr geringe Frustrationsschwelle. Ich kann mich aber noch dunkel daran erinnern, dass das vor meiner Pubertät nicht so war. Ich war damals eher hyperaktiv, heute bin ich eher, oder besser gesagt empfinde ich mich eher als lethargisch. Alles was ich mache erfordert für mich Überwindung und sei es nur das morgentliche Aufstehen. Ich weiß nicht mehr wann ich das letzte mal glücklich war. Das ist schon zu lange her. Vor ein paar Jahren war ich deswegen auch schon einmal beim Arzt. Der meinte ich solle mehr Sport machen und mich Gesünder ernähren. Das habe ich dann in die Tat umgesetzt. Ich habe seitdem ca. 15 Kilo abgenommen und bin jetzt mehr oder weniger sportlich. Nach dem Sport geht es mir immer ok, wenn ich aber ein paar Tage keinen Sport mache, geht es mir dreckig. Aber ich kann doch nicht jeden Tag exzessiv Sport machen, nur damit ich halbwegs neutrale Gefühle habe? Ich muss doch ab und zu auch mal andere Sachen machen können, oder?

Jedenfalls kamen bei mir auch irgendwann körperliche Symptome hinzu, besser gesagt: Ich habe seit nunmehr 10 Jahren fast täglich Sodbrennen, was ich nicht in den Griff bekomme. (Magenspiegelung u.s.w. wurden schon gemacht, es konnte nichts physisches festgestellt werden.)

Seit ca. 3 Jahren beschäftige ich mich intensiver mit meiner Psyche und dachte auch ich würde irgendwie meine Gefühlswelt wieder auf die Reihe bringen. Ich habe so Sachen wie Meditation und EFT ausprobiert. Leider verhelfen diese Techniken nur zu einer gewissen Linderung. Aber die Symptome kommen immer wieder. Mittlerweile bin ich aber auf dem Standpunkt, dass ich es alleine nicht schaffen kann und habe mich von meinem Hausarzt zu einem Psychotherapeuten überweisen lassen. Ich habe Angst, dass ich mein ganzes Leben mit diesen negativen Gefühlen verbringen muss. Ich habe noch mehr Angst irgendwann zu vereinsamen, und das obwohl ich momentan einen großen sozialen Kreis habe. Ich glaube niemand von meinen Freunden/Verwandten merkt wirklich wie schräg ich drauf bin, die merken nur, dass ich oft nicht gut gelaunt bin.

Sorry, das ist bestimmt jetzt alles sehr zusammenhanglos geschrieben, ich hab das jetzt einfach mal so geschrieben, wie es mir in den Sinn kam, ich hab momentan auch wieder eine Phase wo ich mich einfach nicht konzentrieren kann.

Hat jemand von euch einen Tipp für mich, auf was ich bei der Therapeutensuche achten soll? Ich wäre euch sehr dankbar.

lg

A}d2una,phexl


Hat wirklich keiner einen Tip für mich? :-(

s~chw*arzles hSchxaf


Naja, die Art der Therapie solltest du dann wohl mit deinem Therapeuten abklären, schließlich weißt ja nur du, was für dich wichtig zu bearbeiten ist ;-) Viel Glück!

A&ngel2x6


Hallo Adunaphel,

ich habe gerade deinen Beitrag gelesen und hoffe die Antwort kommt nicht zu spät! Vielleicht hast du ja auch inzwischen eine gute Therapie gefunden. ;-)

Ich leide selber an Dysthymie und mache zur Zeit eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Diese hat mich schon ein gutes Stück weitergebracht.

Allgemein sagt man, bei Dysthymie ist die analytische Einzeltherapie oder eine Verhaltenstherapie besser, da die Ursachen oft in der Kindheit und im sozialen Bereich liegen!

Wenn meine Therapie vorbei ist werde ich es wohl auch in die Richtung versuchen. Ich wünsche dir viel Kraft und Glück! :-)

AZdun[aphexl


Hallo Angel26,

die Antwort kam nicht zu spät! Ich hatte eigentlich schon mit gar keiner Antwort mehr gerechnet. ;-) Also mein Stand ist momentan, dass ich wohl in ca. 3 Monaten einen Therapieplatz für Verhaltenstherapie haben werde. Bis dahin nehme ich 40 mg Citalopram, was ich verschrieben bekommen habe. Die Tablette nehme ich jetzt schon seit ca. 8 Wochen, aber ich kann nicht wirklich sagen ob sie helfen oder nicht. Ich meine jedenfalls eine leichte Verbesserung festgestellt zu haben. Naja, mir bleibt nur, abzuwarten und auf den Erfolg der Therapie zu hoffen. Eine genaue Diagnose hab ich übrigens noch nicht, ich bin aber mal gespannt was letzten Endes dabei herauskommt. Wenn du Interesse an einem Austausch hast, melde dich doch mal per PN.

Viele Grüße!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH