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Das ist Schizophrenie

Sc. w~all<isxii


@ Fortgeschrittener

Die Krankheit hilft ihm, seinen Konflikt leichter zu lösen, indem er über sich hinaus wächst.

Ich konnte dieses Über-sich-hinauswachsen leider recht genau an meiner Mutter beobachten und dass das irgendwas gelöst hat konnte ich nicht feststellen. Im Gegenteil, ihre Filme sind immer extremer geworden.

Hat er das geschafft, verschwindet sein Irre-Sein so wie es gekommen war.

Und wenn er es nicht schafft wird die Krankheit chronisch und der Erkrankte verbringt den Rest seines Lebens in andauernder Paranoia o.ä.? Spitze.

Und dann kommt dieser hergelaufene Dottore, sperrt ihn erst weg, muß ihn daraufhin ruhig stellen...und dann uteilt ein Richter über einen Menschen, der schon gar nicht mehr er selber ist und für sich sprechen kann.

Ihr versteht sicher daß mich das ankotzt.

Ja versteh ich sehr gut, meine Mutter hat mir das von Klein auf mitgegeben. Nur, jetzt nachdem ich sie ohne Medikamente und akutem Ausbruch der Krankheit erleben konnte, kann ich das zwar immer noch nachvollziehen aber es ist einfach die einzige Lösung! Oder welche könnte es noch geben - Allgemeingültig für jeden shizophrenen Patienten?

Eins weiß ich jetzt jedenfalls, einfach abzuwarten ist die verdammt schlechteste Lösung!

Was bei dieser ganzen Problematik völlig ignoriert wird ist dass der jeweils Erkranke nicht allein auf der Welt ist. Seine Filme enden nicht in seinem Kopf sondern werden konkret in der Realität umgesetzt!

p[hoebze


wallisii -ist es tatsächlich eine schizophrenie oder eine borderline-persönlichkeitsstörung -das was deine mutter hat?? Wenn es eine dumme frage ist -entschuldige-

Ich konnte dieses Über-sich-hinauswachsen leider recht genau an meiner Mutter beobachten und dass das irgendwas gelöst hat konnte ich nicht feststellen. Im Gegenteil, ihre Filme sind immer extremer geworden.

bestimmt weil sie immer noch nicht "ganz oben" war :-/

Was bei dieser ganzen Problematik völlig ignoriert wird ist dass der jeweils Erkranke nicht allein auf der Welt ist.

aber er kann gestoppt werden -durch taten und handlungen -von den anderen...wenn diese problematik in den kreis anderer eintritt -und sie oder sich selbst arg schädigt.

So. Iwallixsii


@ phoebe

ne, das ist keine dumme Frage, ich hätte die auch gern mit Sicherheit beantwortet gehabt - uns (meiner Schwester und mir) wollte/durfte der Arzt nichts dazu sagen.

bestimmt weil sie immer noch nicht "ganz oben" war

eine sehr schlimme Vorstellung :-o Und gar nicht unreal, ich hatte nämlich nicht den Eindruck dass es da nach oben Grenzen gäbe. Dann hätte sie vielleicht Passanten nicht nur angepöbelt sondern köperlich angegriffen - hätte nur einmal eins ihrer Hassobjekte (in der Phase eigentlich jeder lebende Mensch!), ihr die Stirn geboten wenn sie grad ausflippte, wärs dazu gekommen! (Das schließt jetzt Familienmitglieder aus, denn da ist es dazu gekommen.)

aber er kann gestoppt werden -durch taten und handlungen -von den anderen...wenn diese problematik in den kreis anderer eintritt -und sie oder sich selbst arg schädigt.

Ja, und das ist eben sich an die entsprechenden Stellen zu wenden was dann zu der für den Betroffenen unangenehmen Einweisung führt. Zumindest war's im Fall meiner Mutter so - denn es war nicht ansatzweise möglich zu ihr durchzudringen (ich hab über ein Jahr gehofft es wird wieder!) - und inzwischen scheint mir ihr Krankheitsverlauf nicht allzu unnormal zu sein. Sie ist auch immer noch ohne jede Einsicht und überzeugt völlig gesund zu sein, d.h. sofortiges Absetzen der Medikamente nach der Entlassung. Sie ist grad scheinbar (hab sie letztens getroffen) in keiner akuten Phase aber ich denke ich spürte sehr deutlich dass es nicht viel braucht.

Ich wollte mich eigentlich von diesem Faden fernhalten, weil ich in einem anderem Faden meinem Frust über die Geschichte ungebremst rausgelassen hab, was mich verständlicherweise bei zufälligem Lesen für selbst von der Krankheit Betroffene reichlich unsympathisch machen könnte. Aber vielleicht ist es verständlich dass ich aufgrund dieser Erfahrung nicht einfach nichts dazu sagen kann wenn hier verallgemeinernd steht dass das halt eben mal so eine Phase ist und danach ist wieder alles in bester Ordnung. Das mag in einigen Fällen so sein, aber eben nicht immer!

Wie gesagt ich verstehe den Ärger über den automatischen Vorgang des Einweisens vollkommen. Und dass das eine absolut ungerechte Tortour für jemand ist, dem vielleicht was anderes helfen würde ist mir auch klar. Aber versetzt euch doch mal in die Lage des Arztes, der ist in diesem Moment verantwortlich für diesen Menschen - was wenn er Medikamente für ausreichend halten würde, zusätzlich darauf vertraut dass der Patient sie auch nimmt, und bald darauf bringt der Patient sich oder einen anderen Menschen um?

Hört sich polemisch an aber das ist nicht an den Haaren herbeigezogen! Meine Mutter war über ein Jahr auf dem "Trip" wie Mannn es im Eingangsbeitrag ausdrückt und ihre Hemmschwelle sich von ihren Filmen leiten zu lassen ist immer weiter gesunken.

pMh_oexbe


eine sehr schlimme Vorstellung :-o Und gar nicht unreal, ich hatte nämlich nicht den Eindruck dass es da nach oben Grenzen gäbe.

ich glaube auch -das es nach oben keine grenzen gibt -aber ..für die jeweilige person die grenze meinte ich..kann mich schwer ausdrücken aber es gibt ja für jeden (kranken) die perfekte nummer ..und dann ists gut -weißt du wie ich das meine==? was für den einen der anpöbel-versuch ist ..und der reicht ihm dann -ist für den anderen der mord -und dann reichts noch immer nicht.

es ist sehr schlimm wenn man diese grenze nicht kennt -und gerade bei einer mutter -da sind bestimmt hemmschwellen da sie auch einweisen zu lassen -weil man eben immer wieder glaubt, sie würde es wieder hinkriegen== ? -ist so bei meinem mann gewesen -die exfrau - immer wieder hat er an das gute in ihr geglaubt -aber sie ist sogar so weit gegangen sich vor den augen der kinder anzuzünden und vom balkon zu springen -all diesen ganzen mist -und danach wieder zu jammern -und zu versprechen das alles wieder gut wird. jedesmal einweisung -und wieder entlassung -als geheilt. kapiere ich auch nicht.

wollen wir dazu übergehen den beitrag von Mannn einfach so stehen zu lassen -er ist sowieso meines wissens nach nicht mehr mitglied dieses forums -es sei denn unter anderem namen. mag sein -das er selbst massive schwierigkeiten hatte...

nd dass das eine absolut ungerechte Tortour für jemand ist, dem vielleicht was anderes helfen würde ist mir auch klar.

wer will das überhaupt beurteilen -mir wird ganz schlecht bei dem gedanken ..wie es schon oft vorgekommen ist ..wenn man kinderschänder oder die art - einfach frei gelassen hat -weil er es perfekt verstanden hat, die ärzte zu täuschen . so was darf meines erachtens nach auch nicht vorkommen...aber -ärzte sind halt auch nur menschen. {:(

g5wenqdoxlynn


@ Fortgeschrittener

Ich finde, Mannn hat eigentlich alles richtig erklärt.

pnho}ebe


is ja gut ;-) -jeder hat seine meinung...und manch einer eben auch zwei ;-D

SB. wal6lisxii


@ phoebe

es ist sehr schlimm wenn man diese grenze nicht kennt -und gerade bei einer mutter -da sind bestimmt hemmschwellen da sie auch einweisen zu lassen -weil man eben immer wieder glaubt, sie würde es wieder hinkriegen== ?

Stimmt genau! Für Außenstehende die einen Einblick haben vermittelt dieses ewige Hoffen bestimmt ein selbstzerstörerisches Gefühl - und genau das ist es auch. {:( Für die, die keinen Einblick haben scheinen wir, die mit der Situation dann irgendwann nicht mehr zurecht kommen, eiskalte Menschen zu sein denen das Abschieben in die Klapse nicht schnell genug gehen kann. :-(

wollen wir dazu übergehen den beitrag von Mannn einfach so stehen zu lassen

mal sehn ;-D (eigentlich sehr gerne möchte mich aber momentan nicht festlegen) Ich wollte nur der verharmlosenden Tendenz des Fadens widersprechen, und das hab ich ja jetzt zum Ausdruck gebracht @:) ... bin also schon optimistisch zukünfig dem Faden wieder fernbleiben zu können.

p~ho:ebe


Ich wollte nur der verharmlosenden Tendenz des Fadens widersprechen, und das hab ich ja jetzt zum Ausdruck gebracht @:) ..

das fand ich auch ganz wichtig!!! :)^ :)^ :)^ :)^ :)^ :)^

g1wenndoly@nxn


Wo bitte ist dieser Faden verharmlosend? Mannn hat nur das erklärt, was jeder weiß, dass er sich eingehend mit der Thematik beschäftigt hat, nur leider ist es etwas zu "naiv" rübergekommen. Ich habe hier schon Beiträge von Leuten gelesen, die nicht bereit waren, auch nur ein empfohlenes Buch von der Psychiatrie, in denen sich ihre Angehörigen befunden haben, zu lesen, damit sie weiterhin mit ihrer eigenen Erklärung glücklich bleiben können >:( und das finde ich total daneben!

g)wenJdolhynxn


Der Satz sollte heißen: "Mannn hat nur das erklärt, was jeder weiß, der sich eingehend mit der Thematik beschäftigt hat, was Schizophrenie ist". Erst mal das. Und dann füge ich noch an, dass nicht einmal die Psychiater selbst genau wissen, wie Schizophrenie entsteht. Nur dass zwischen den Synapsen im Gehirn was schief läuft, darin stimmen sie überein.

L:aSdyRxadu


Meine Mutter ist seid 20 jahren an sheiss Schizophrenie erkrankt und ich kann euch versichern...wenn man seid 20 jahren damit lebt und den ausbruch 6 mal miterlebt hat darf man sich das Recht nehmen zu sagen:

SCHIZOPHRENIE IST NICHT HEILBAR!!!!!!!!!

Therapien und Medikamente verzögern den Ausbruch nur.Aber heilen tun sie´s nicht.

Ich hab meine eigene Theorie über diese Erkrankung.

Menschen können sich selbst heilen....Mitmenschen können erkrankte durch ein Gutes Verhalten und Zufriedenheitsstellung helfen...

ich hoffe ihr versteht mich....

meine mamy ist momentan in der psychatrie und es ist echt sheisse zu sehen das diese arschlöcher von Pflegern nix tun und meine mamy nur mit tabletten vollpumpen und das als behandlung bezeichnen...

Wünsche sowas niemanden und aus diesem grund möchte ich auch neurologie studieren....

lg

Radu

pOh]oebxe


naja -das es nich heilbar ist ..das wage ich mal zu bezweifeln -denn es gibt mittlerweile auch leute, die sehr gut in der gesellschaft bestehen.

ein buch handelt von der ersten heilung -ich habe dir nie einen rosengarte versprochen - dieses buch habe ich schon vor fast 15 jahren gelesen -es ist sehr gut. :)*

pyhoeFbxe


rosengarten

gnwenodolDynxn


Es gibt verschiedene Arten der Erkrankung. Manche bekommen akute Schübe, sind zwischendurch wieder normal bis zum nächsten Schub. Manche bleiben auf dem Level stehen, wo sie die Schizophrenie "erwischt" hat, ohne nochmalige akute Schübe zu bekommen. In dem Sinne heilbar ist Schizophrenie nicht (und das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, es ist einfach so, jeder, der will, kann sich ausführlich darüber informieren), aber wenn man Glück hat, kann man es mit Medikamenten und Therapien gut in den Griff bekommen und trotzdem ein einigermaßen glückliches Leben führen.

@ LadyRadu

Es tut mir leid, dass es deiner Mutter zurzeit so schlecht geht. Ansonsten stimme ich dir zu .....

gSwe-ndolxynn


@ phoebe

Ob du es zu bezweifeln wagst oder nicht - in dem Sinne heilbar ist es nun mal eben nicht.

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