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Ich bin überfordert

G@ras-cHaxlm hat die Diskussion gestartet


überfordert damit, überhaupt wach zu sein.

Überall Geräusche, Gerüche - ertrage das nicht mehr!! Doch was tun?? Es sind immer Geräusche da, immer!! Mit Oropax hör ich zwar die Geräusche von aussen nicht mehr, dafür meinen Herzschlag...bummbumm. Bummbumm. Das Blut, das in den Ohren rauscht. Das macht mich ganz nervös!

Brechreiz die ganze Zeit, Essen würge ich mir rein, weil ich das Gefühl habe, essen zu müssen. Das macht es nur noch schlimmer.

Klebriger, stinkender, fetter, ekliger, widerlicher Körper. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen seit Tagen. Resistent gegen jegliche Schmerzmittel. Dieser Körper ist so widerlich. Ich ertrage das nicht mehr. Er ist eklig. Er ist klebrig und schwitzig und er stinkt. Egal wie oft ich dusche.

Überall dieses eklige Fett, weil ich immerzu nur esse und esse und esse. Als gäbe es nichts anderes. Gehts dir nicht gut, kannst du ja immer noch essen. Ist dir langweilig - iss. Überhaupt, am besten man isst dauern, ansonsten würde man ja durchdrehen! >:( Hunger braucht man dafür keinen - Reinwürgen ohne wenn und aber. Ist einem hinterher schlecht - ja, dann legt man sich halt hin. Skillsanwendung? Pustekuchen. Nicht daran gedacht, keine Lust gehabt, also selber schuld.

Keine Therapie diese Woche, letzte Woche nur 15 Minuten, weil ich mich erst nicht aus dem Haus getraut habe. Bin überzeugt, meine Therapeutin lehnt mich ab. Ständig denke ich das. Wir hatten das schon besprochen. Sie hat mich davon überzeugen können, dass es nicht so ist. Und jetzt? Seh ich sie erst übernächste Woche und bin überzeugt, dass sie mich eigentlich gerne loswerden würde, aber es nicht tut, aus reiner Grosszügigkeit.

Die wenigen Leute, mit denen ich noch Kontakt habe (die meisten Kontakte habe ich verloren, da ich nicht auf PNs antworte..warum, weiss ich auch nicht.), die schreiben mir nur aus Pflichtgefühl.

Von meiner "Familie" kommt auch unglaublich viel Interesse. Immer bin ich es, die anruft oder schreibt! Ich glaube, ich bin nur ein nerviger Klotz am Bein, mit dem man sich aus Pflichtgefühl alle paar Wochen mal beschäftigt...wie hiess es letztens seitens meiner Mutter, als ich fragte, ob ich nach Hause kommen darf? "Klar - es ist doch auch dein Zuhause." Ah - das erklärt natürlich, wieso ich seit Anfangs April nicht mehr nach Hause durfte (es ist zuviel Stress für meine Mutter. Ich bin ein enorm grosser Stressfaktor für jeden.).

Ich könnte morgen sterben und die würden es vermulich erst Wochen später mitkriegen. Ebenso könnte irgendwem in meiner Familie was passieren und ich würde es nur per Zufall rausfinden. War ja schon des öftern so. Mutter im Krankenhaus? Ach, ich erfahre es ein paar Tage später und besuchen darf ich sie dann auch nicht (zu - viel - STRESS!!! war klar, oder?), obwohl der Rest der Familie (Vater +2 Geschwister) hingehen durfte. Fand ich toll. Besonders, als mir meine Mutter im Nachhinein erzählte, sie sei fast gestorben - aber ja, ich hätte natürlich nicht vorbeigehen dürfen. Vermutlich würde ich nicht mal informiert werden, wenn irgendwer stirbt. Hachja. Meine Familie, ein Haufen stur geradeausblickender Menschen, die alles, was unangenehm werden könnte, einfach verdrängt und ignoriert. Wie war das nochmal, hatte ich nicht 3 Geschwister??

nun sitze ich hier, muss morgen zum Arzt und habe Angst, weil ich in den ÖV fahren muss und ich es hasse, hasse, hasse wenn irgendwer mir zu nahe kommt!! Was soll ich machen, wenn ich zu den Stosszeiten unterwegs bin und die Leute mich einzwängen?? Schweissausbrüche und Ekel, Brechreiz, Übelkeit, Angst, nur raus hier! Nur kann ich das nicht, sonst verpasse ich meinen Termin.

Seit über einer Woche schlafe ich so schlecht...habe Albträume (immer sind meine Eltern im Recht und ich bin das böse Kind - das erkenne ich sogar von aussen), wache nassgeschwitzt auf oder weil ich huste bis ich würgen muss. Der Tag beginnt mit Kopfschmerzen - wenn ich Glück habe, sind sie erträglich. Wenn ich Pech habe, dann lege ich mich ins Bett und versuche, zu schlafen. Anderes hilft ja nicht.

Der Rücken schmerzt, Nacken, Beine und Arme manchmal auch. Juckende Hände, und alles ist so eklig. SV-Gedanken seit Tagen, aber irgendwas in mir wehrt sich dagegen.

Null Ahnung, wie ich die Zeit rumbringen soll. Draussen starren mich scheinbar alle an, weil ich fett und hässlich und eklig bin, oder sie kommen mir zu nahe. Drinnen fällt mir die Decke auf den Kopf, weil alles zuviel ist. Lesen will ich jetzt nicht. TV ist zu laut. PC ist so laut. Draussen ist es laut. Draussen riecht es. Draussen sind Menschen.

Wie soll man mit sowas klarkommen?? Ich kann mich diesen Reizen nicht entziehen...es gibt nun mal Geräusche und Gerüche. Das ist eben so. Und - Ich kann meinen Körper nicht ändern.

Ich hab das Gefühl, ich dreh durch. Ich halte das nicht mehr aus. Ich will das nicht mehr. (Nein. Das ist KEINE Ankündigung, bevor mir auch noch die Polizei ins Haus geschickt wird. Ich bin *nicht* suizidal und wäre ich es, würde ich meine Therapeutin anrufen)

Was macht man, wenn einen alles überfordert, alles, jeder Kleinscheiss?? Ich kann nicht abschalten!! Am liebsten würde ich mir irgendwelche starken Schlaftabletten einwerfen und in einen narkoseähnlichen Tiefschlaf verfallen, für die nächsten paar Tage..habe aber nichts derartiges zuhause :-(

argh. Sorry, musste mal raus..

Antworten
AFzwraelx-HAlkaUsar


eins steht fest... du hast ein problem.

was ist der auslöser für alles?

GSrasJ-Halxm


Wenn ich das wüsste...kam einfach so. Bin plötzlich wieder viel instabiler, viel mehr Stimmungsschwankungen..keine Ahnung. Kenne den Auslöser nicht. :-(

c'hu1zxpe


Wow, kannst Du schreiben, bin grad völlig sprachlos...

Ich würde Dich ja virtuell mal umarmen, aber ich möchte Dir nicht zu nahe kommen, daher schicke ich Dir ein paar Kraftsternchen :)* :)* :)*

Beherrschst Du die Kunst des Meditierens? Hilft oft um ruhiger zu werden, oder ein kleiner Spaziergang in der Natur wirkt auch oft Wunder :-)

Denke immer daran, Du bist nicht alleine, da draussen gibt es immer jemanden der an Dich denkt, ich weiss es sind nur Worte, abre in jedem Wort steckt auch ein bisschen Wahrheit.

Liest Du gerne? Wenn ja hätte ich Dir zwei gute Buchtips: L.Armstrong "Tour des Lebens" und J.Roth "Hiob"

Lass den Kopf nicht hängen, es kann nicht nur Berg ab gehen, irgend wann ist dieser Berg auhc mal zu ende und dann gehts entweder gerade aus oder wieder hoch ;-)

Geras-Hxalm


@ chuzpe:

Dankeschön. @:) Meditieren...nicht wirklich. :- habe schon mit Imaginationsübungen so meine Probleme...also überhaupt dabeizubleiben...wäre Übungssache, aber ich kann mich nie überwinden. :-|

Danke für die Buchtipps! Ja, ich lese gerne, habe halt nicht immer die Konzentration dafür... :- demnächst kriege ich ein Buch mit deinem Namen als Titel ausgeliehen. ;-)

mal sehen, ob ich dann die Kraft habe, den Berg hochzulaufen..ich sehe leider mein Ziel grad nicht. :-(

NfiobVex30


Hallo Gras-Halm,

hier ist der Link zu einem Buch, dass mir sehr geholfen hat.

Feeling-Good-New-Mood-Therapy

Ich kenn dieses Gefühl total überempfindlich zu sein. Ich hab die Erfahrung gemacht dass man da durch muss um sich zu desensibilisieren. Umso öfter ich mich solchen Situationen ausgesetzt habe und nicht geflohen bin sondern es ausgesessen habe, umso weniger hat es mir ausgemacht. *:)

G"ras-*Halxm


@ Niobe:

Dankeschön. @:) Ist das Englisch leicht verständlich oder eher total komplex? Ich komme zwar mittlerweile ganz gut klar mit englischen Texten, aber wenn ich jedes zweite Wort nachschlagen muss, vergeht mir relativ schnell die Freude. :-

Ich habe das mit dieser Überempfindlichkeit gottseidank nicht ständig...ich glaube, ich würde durchdrehen. :- aber ja, da muss ich wohl durch- wüsste auch gar nicht, was ich dagegen machen soll. Kann mich ja nicht von hier wegbeamen..(leider.).

NsiobYe3x0


Ich finde das englisch ist verständlich aber ich glaub das gibt es auch auf deutsch.

Ich war früher immer extrem überempfindlich kurz bevor ich meine Tage bekommen habe.

Ist das bei dir vielleicht auch gerade so? Das ist mir sofort eingefallen als ich deinen Text gelesen habe, weil es mir so bekannt vorkam.

G rasH-Haxlm


Nee..ich nehme die Pille und bin auch nicht in der Pause. :-

NCio0be3x0


wegen was machst du denn die therapie?

GZra*s)-HaElm


ach, allerlei Kram...ist auch nicht meine erste Therapie. :- zusammengefasst könnte man sagen, dass ich immer wieder depressive Episoden habe (wobei das gegenwärtig eigentlich kein Thema ist), hab eine soziale Phobie, Probleme mit Angst generell und mit meinem Selbstwertgefühl.

N/iobxe30


Phobien und Depressionen hatte ich auch und da hat mir das Buch neben einer Therapie sehr weitergeholfen. Was machst du beruflich?

Ich hatte meine ganz schlimme Phase während des Studiums. Seitdem das vorbei ist geht es mir viel besser.

GZras-<Hxalm


Nichts. Bin berentet. Ich hatte meine wohl schlimmste Zeit während der Ausbildung...die Arbeit hat mich noch mehr kaputtgemacht, obwohl die Leute eigentlich ok waren..aber meine Konzentration war sowas von weg, habe Ärger bekommen wegen der vielen Fehler. Hatte Angst vor dem Telefonieren mit Kunden und davor, Mitarbeiter zu treffen, die ich nicht näher kenne..und so weiter. :-

zwischendurch hab ich mal versucht, in einer geschützten Arbeitsstelle zu arbeiten...das hat nicht längerfristig geklappt, wegen der körperlichen Symptome und weil wir da ca. 80% der Zeit keine Arbeit hatten, sprich, alle an einem Tisch sassen und Däumchen drehten. (Alternativangebote gabs nicht..hab nachgefragt..) Irgendwann wurde ich noch von zwei Mitarbeitern bedrängt, da hats mir dann endgültig gereicht...

hab morgen einen Arzttermin und schon das überfordert mich. %-|

Nbiobxe30


Nimmst Du Medikamente?

A=zrCaDel-A.lkahsaxr


ich war auch mal depressiv. war längere zeit in behandlung. mehrere wochen stationär und zwei jahre ambulant. ich habe die depression ber nie anerkannt. ich habe immer dagegen gekämpft und habe sie besiegt. für mich gab es nie die entschuldigung...ich bin depressiv. die ausrede habe ich für mich nicht gelten lassen.

ich habe wärend meines stationären aufenthaltes jede therapie die mir angeboten wurde angenommen. habe alles voll ernst genommen weil ich nicht mit depressionen leben wollte.

die haben mich drei jahre meines lebens gekostet, aber ich habe sie besiegt und lasse es nie wieder zu das ich wieder depressiv werde. dazu habe ich zuviel freude am leben.

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