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"Halluzinationen" und Panik im Schlaf

Lxate!ntekrT_#Vamp hat die Diskussion gestartet


Guten Abend zusammen.

Ich war mir jetzt nicht ganz sicher, in welches Forum ich das reinpacken sollte.

Es geht um Folgendes:

Einen unruhigen Schlaf mit vielen Alpträumen hatte ich schon immer, selbst als Kleinkind, ohne, dass es dafür Anlass gegeben hätte. Darauf möchte ich nun nicht näher eingehen, aber seit einiger Zeit kommt noch etwas dazu.

Manchmal wache ich nachts auf und bin voller Panik. Das hat dann nichts mit schlechten Träumen zu tun. Vorgestern Abend - man war mir das unangenehm - wachte ich auf, glaubte ein kleines Wesen durch mein Zimmer flitzen zu sehen (etwa in Größe einer Maus, aber vor Mäusen hab ich eigentlich keine Angst), griff nach der - was ich vergessen hatte - nicht an den Strom angeschlossenen Nachttischlampe und räumte dabei den halben Nachttisch ab. Meine Mitbewohnerin kam erschreckt angerannt und fragte ob alles in Ordnung sei.

Im Endeffekt habe ich mir die Maus oder was auch immer nur eingebildet und das war nicht das erste Mal. Das unheimliche ist, dass es nicht etwa ein Traum ist, sondern ich erwache eben (voller Panik), sehe alles um mich herum klar (also ich bin dann - wenn auch noch müde und verwirrt - wirklich wach und sehe alles tatsächlich um mich herum) und deutlich, aber ein nicht reales Bild, wie das der Maus, schiebt sich quasi darüber und ich kann die Einbildung von der Realität einfach nicht unterscheiden. Ich wäre auch jetzt noch überzeugt davon, dass die Maus wirklich da gewesen ist, wenn mir sowas nicht öfter passieren würde und ich von daher wüsste, dass ich es mir einbilde.

Mir ist auch eingefallen, dass ich früher, als ich als Kind so einen riesigen Papagei als Kuscheltier hatte, fest überzeugt war davon, dass da nachts ein kleines gelb leuchtendes Wesen in Form einer Fledermaus rausgeflattert kam (aber eher in der Größe eines Insekts). Meine Eltern meinten immer ich hätte das nur geträumt, aber ich war immer von der Realität überzeugt, weil ich doch wach war. Heute würde ich sagen, es war kein Traum, aber eben Einbildung, das ist für mich ein Unterschied. Es ging soweit, dass ich nicht mehr mit dem Papagei im Bett schlafen wollte.

Häufig wache ich auch einfach so voller Panik auf und renne dann zur Tür, bis ich erstmal wieder anfange klar zu denken und mir bewusst wird, dass gar nix los ist und es keinen Grund zur Panik gibt. Ich habe dann aber Angst, wieder zu schlafen.

Privat und emotional etc. ist bei mir alles super! Ich sehe dafür keinen psychischen Grund, der mich zu einer solchen Panik treiben sollte, dir mir auch am Tage völlig fremd ist.

Was mir aber besonders Angst macht, sind diese "Überblenden", das Vermischen von Realität und Einbildung, wo mein Gehirn nicht mehr unterscheiden kann.

Kennt ihr sowas auch? Oder Ursachen dafür?

Antworten
GJras(-Hxalm


Stichwort "hypnopompe Halluzinationen" - oder siehe auch hier:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlafparalyse]]

hilft das weiter?

Ljatenteqr_Vamxp


Grasi erstmal danke!

Das ist ja hochkompliziert :-o hab ich noch nie von gehört....

bin noch nicht durch, aber ich hab gleich was entdeckt, was ich auch von mir kenne und was mir sogar immer noch mehr Angst gemacht hat:

Zwar sind dabei alle Muskeln, auch die Augenlider, bewegungsunfähig, doch ist die Tiefensensibilität nicht länger mit einem Traumkörper identifiziert, sondern mit dem gelähmten physischen Körper. Nun ist möglich, dass sich die Augenlider unwillkürlich öffnen und in Folge reflextypisch blinzeln. Mit äußerster Willenskraft gelingt es möglicherweise auch, die Zehen zu bewegen. Dieser Zustand dauert üblicherweise nicht länger als 2 Minuten an, die Starre kann sich lösen, oder man fällt wieder zurück in den Schlaf.

Ja.... ich versuche mit äußerster Willensanstrengung mich zu bewegen, wenigstens den kleinen Finger, geht aber nicht, ich kann nicht sprechen.... das ist Horror. Wie gelähmt sein.

LYatengter_Vxamp


Nun ist der Geist während der Paralyse aber oft noch in verschlafenem Zustand, so dass er mit geöffneten Augen wieder zu träumen beginnen kann. Das bedeutet, man projiziert Trauminhalte visueller und taktiler Art nahtlos über die tatsächlichen sinnlichen Wahrnehmungen der geöffneten Augen sowie die der schwach ausgeprägten Körperempfindungen. Nicht selten treten auch auditive Fehlwahrnehmungen auf, welche ein breites Spektrum einnehmen können: Rauschen, Brummen, Knistern, Schrittgeräusche, Knall- und Explosionsgeräusche usw. über komplexere Geräusche (wie das Klingeln eines Telefons oder das Läuten der Türglocke) bis hin zu Musik und Stimmen. Die auditiven Ereignisse können ohne äußere Ursache auftreten oder auch durch externe – meist völlig anders geartete – Geräusche ausgelöst werden.

Das beschreibt es perfekt. (wache auch manchmal auf, weil ich überzeugt bin, dass z.B. meine Mutter mich ruft - die aber in einer anderen Stadt wohnt, also ich werd sie wohl kaum bis hier hören ;-D)

Man kann sich z. B. eine 'Kinoleinwand' an die Zimmerdecke wünschen, auf der dann ein zunächst unwillkürlicher Traum oder eine Erinnerungssequenz beginnt.

Auch das kenne ich, nur dass es nicht willkürlich gesteuert war. :-/

Man da haste mich auf ein Thema gestoßen...

L@attentIer_V<axmp


Als Hauptursache für Hypnagogie werden Schlafstörungen und Schlafmangel angenommen. Sie kann aber auch Anzeichen einer Narkolepsie oder einer Epilepsie sein. Jedoch tritt sie auch bei gesunden Menschen auf.

Schlafmangel habe ich manchmal, Schlafstörungen jedoch sehr häufig. Hmmm und was mach ich nun dagegen? Also vor allem gegen die Panik. Aber da müsste wohl beinahe wieder ein neuer Thread her, weil es hier ja im die Halluzinationen ging.

Würd mich interessieren mal von Leuten zu hören, die das auch kennen!

GGras-#Haxlm


dummerweise kann ich so gar nichts dazu sagen. ;-D bin nicht betroffen, habe hier im Forum vor längerer Zeit zum ersten Mal von Schlafparalyse gehört und hatte dann gelesen, dass dabei auch Halluzinationen vorkommen...auskennen tu ich mich damit nun gar nicht, deshalb hab ich auch nur den (ergoogelten) Begriff und den Link reingestellt... |-o

Lcatentrerd_&Vamxp


achso aber ich danke dir recht herzlich dafür! @:)

Ist ja immer schonmal gut zu wissen, dass man keinen Sprung in der Schüssel hat (wenn nachts die Mitbewohnerin angerannt kommen muss ;-D) und dass auch andere das "haben" und man sogar einen Begriff dafür kennt.

P%et$zi7x2


Hallo Latenter_Vamp!

Ich leide auch unter solchen Halluzinationen - fast jede Nacht! Dann bilde ich mir ein, eine Gestalt zu sehen oder auch Tiere. Oft habe ich dann solche Angst, dass mein Mann das Licht anmachen muss. Zeitweise schlafe ich mit Licht. Und ich bin dann auch felsenfest davon überzeugt, dass da was war! Manchmal gelingt es mir zu denken "ach du träumst wieder" und drehe mich um und schlafe weiter, das ist aber eher selten der Fall! Es ist total nervig, weil ich das schon viele Jahre habe!!!! Lähmungen hatte ich aber noch keine!!

Kann man da nichts dran machen :(v ??? ??? Wer kann helfen?

LG Petzi *:)

G2rüner (KQaktxus


Häufig wache ich auch einfach so voller Panik auf und renne dann zur Tür, bis ich erstmal wieder anfange klar zu denken und mir bewusst wird, dass gar nix los ist und es keinen Grund zur Panik gibt. Ich habe dann aber Angst, wieder zu schlafen.

....

Was mir aber besonders Angst macht, sind diese "Überblenden", das Vermischen von Realität und Einbildung, wo mein Gehirn nicht mehr unterscheiden kann.

Hallo Vamp @:) @:)

So ähnliche Dinge kenne ich auch: Man wacht auf und weiß nicht ob man nun wach ist oder noch in diesem Traum. Dementsprechend benimmt/bewegt man sich auch, als wäre man noch in diesem Traum.

Aber im Unterschied zu Dir denke ich positiv über diese Dinge. D.h. ich habe nicht Angst davor wieder zu schlafen, sondern freue mich auf meine Träume.

Und ich finde dieses "Überblenden" faszinierend.

Ohne ein Psychologe zu sein und ohne mich hier allzu gut auszukennen denke ich mir, dass gerade meine positive Einstellung zu diesen Dingen auch meine Träume positiv beeinflusst. Versuche also einfach einmal folgendes:

FREUE Dich auf Deine Träume. Und flüchte nicht vor ihnen, sondern gehe ihnen entgegen. Versuche Dir einzutrainieren nach dem Aufwachen nichts zu tun, sondern Dich in Ruhe erst einmal umzusehen, dann ruhig und langsam das Licht einzuschalten usw. usf.

Und dann - wenn Du weiterschlafen möchtest, sei neugierig (positiv neugierig!) auf Deine Träume. Denke sie Dir als tollen Abenteuer-Film, bei dem Du unbedingt wissen willst wie er ausgeht :)z

F=ijoxna


Ich kann dich gut verstehen es macht einem unheimlich viel angst. Bei mir ist es so das es manchmal verstärkt wird durch stress oder wenn man zusehr daran denkt, man bekommt schon panik vor der Panik und dem schlafen.

Ich leide auch schon lange daran kann auch nur noch schlafen mit einschlafhilfen.

Bei mir schätze ich das dass alles von meiner Kindheit kommt.

Denn auch so wie du, habe ich als kleines Kind sehr oft panik vorm schlafen. Ich schlafe oft mit einem Nachtlicht so wache ich nicht im stockfinsteren auf.

Auf dauer zermürbt es einen da ich bis heute nicht auseinander halten kann war und unwirklich.

Denn ich sehe Dinge und höre gerausche.

Für mich ist es wichtig das ich anfange mich zu analysieren woher kommt es hat sich was verändert und warum bis heute.

Oft ist es auch so das ich manche sachen danke ich habe sie erledigt und manche nicht. Also so wie bei dir es verschwimmt realität und und unwirklichkeit.

Ich werde heute nochmal mit meiner Tharepeutin reden darüber wenn du möchtest kann ich berichten.

Mit dem positiv denken ist schwierig, da man denk warum passiert das mit mir und wieso sieht es kein ander und zu allem überdruss wie soll man schlechte oder ungewöhnliche Dinge positiv sehen.

Ich selbst habe sehr viele Alptraume die sehr häftig sind, doch was positives daran sehen?

Aber es freut mich das du einen Weg für dich gefunden hast.

Ich drück dich und die anderen hier auch und vielleicht haben ja noch mehr Leute ideen.

Gwrüne@r Kakxtus


Mit dem positiv denken ist schwierig

Ja, das ist es :-/ Ich denke aber dass man damit seine Träume beeinflussen kann und Albträume ganz ausbleiben bzw. deutlich milder ausfallen. Zumindest ist es bei mir so. Aber - wie gesagt - ich bin kein Psychologe und habe eigentlich keine Ahnung... |-o

E_rniw8x7


Hallo kann mir vielleicht einer helfen?

Also... ich fange von Anfang an... hatte nach Angstzuständen (nach Haschisch-Konsum/Psychose?) zum ersten Mal Stimmen in meinem Kopf (dachte ich sei schizophren), doch das ging dann weg. Seitdem aber habe ich sehr oft NUR BEIM EINSCHLAFEN ständig Musik/Halluzinationen/Wahrnehmungsstörungen/Denke an hochkomplexe Dinge (meist auch unlogisch)... was ist das?? :( Schlafparalyse? Wie kann man dagegen vorgehen habe oft das Gefühl ich schlafe ein und wache sofort wieder auf und frage mich dann, ob ich ganze Zeit wach liege oder schon einmal eingenickt bin (habe momentan viel Stress)

Was ist das? Schizophren bin ich jedenfalls nicht würde ich sagen, aber trotzdem habe ich Angst es zu werden... hatte schon als Kind im Dunkeln Angst habe mir Dinge eingebildet und mir selbst Angst gemacht, so dass ich immer das Licht anmachen muss(te). :(

Wer kann mir helfen wie kann ich dem Ganzen entgegenwirken? Habe zudem so Schwindelphasen (1 Jahr nichts und seit Oktober wieder dieser Mist)

SFchwarz>es1 Blxut


@ Ernie87

Konsumierst du noch Haschisch? War du mal beim Arzt?

Ejrnhi8x7


Nein ich konsumiere es nicht. Habe es die letzten Jahre ab und an genommen (leider). Immer wenn ich es abends genommen habe wurde ich für die nächsten Wochen geprägt von schlechten Gedanken, schlaflosigkeit, Angst etc. wohl eher Psychose, aber mir kommt es echt so vor als sei mein Schlafsystem extrem gestört. Wie kann man das untersuchen lassen? Im Dezember mache ich ein EKG, aber wird nichts rauskommen ist klar! Bin übrigens oft total schreckhaft und manchmal sogar sehr sensibel was Lautstärke angeht.

Sgchwafrzeos xBlut


Sprech mal mit deinem Hausarzt darüber.

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