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Mein Emotionaler Lebenslauf für die Therapie. was sagt ihr dazu?

cI@rXolirnx88 hat die Diskussion gestartet


So, meine Therapeutin hat mir als Hausaufgabe aufgegeben eine emotionale Lebenslauf zu schreiben, ich hab sowas, wie viele von euch wahrscheinkcih noch nie gemacht und hab ihn deswegen mal hier reinkopiert, meint ihr das ist so dass was sie hören will?

• Geboren 1988

• Zwei Brüder: 23 und 13

• Erste Schule: Grundschule, 4 Jahre lang, damals schon Angst von anderen nicht akzeptiert zu werden, ich wurde gehänselt, hatte das Gefühl, nicht so "normal" wie andere Kinder zu sein.

• Dann ein halbes Jahr Gymnasium, wären wir nicht ausgewandert, hätte meine Mutter mich auf die Realschule versetzten lassen, da Sie der Meinung war ich wäre nicht gut genug für das Gymnasium.

• Januar 1999: alle zusammen fliegen wir nach Kenia und ziehen in unser vorübergehendes Zuhause. Wir werden eingeschult, mein kleiner Bruder & ich in eine Schule im Ort, mein großer Bruder in einer High School in Mombasa, der nächst größeren Stadt.

• Unser Papa pendelt zwischen Kenia und Deutschland, da er noch alles vorbereiten muss und noch weiter arbeiten, da er noch auf befristete Zeit einen Vertrag hat..

• Eines Tages steht unser Vater ganz unerwartet vor der Tür, noch nicht einmal unsere Mama wusste Bescheid, da war er schon krank… Drei Wochen später ist er gestorben, zu dieser Zeit war ich auch krank, habe sehr stark abgemagert und konnte nicht mehr alleine stehen/laufen. Ich hatte eine schleppende Malaria. Nach langer Zeit wurde es dann besser. In dieser Zeit entschloss mein großer Bruder zurück nach Deutschland zu gehen um dort bei unserem Onkel zu wohnen und seinen Abschluss zu machen.

• Dann habe ich die Schule gewechselt, in die Schule wo auch mein großer Bruder zuvor war. Diese Schule hat mir viel besser gefallen, da mehr Kinder in einer Klasse waren und ich sehr herzlich aufgenommen wurde. Auf dieser Schule und in dieser Klasse blieb ich bis zur 11 Klasse bis ich wieder nach Deutschland zurück musste.

• In dieser Zeit habe ich sehr viele Freunde gefunden, mit welchen ich heute noch in Kontakt stehe.

• Meine Mutter hatte sehr bald nach dem Tod unseres Vaters einen neuen Freund, meiner Meinung nach gab es den auch schon als mein Vater noch gelebt hat… Mit diesem habe ich mich nicht gut verstanden, er war mir unsympathisch und es ging mir zu schnell. Dann hatte Sie einen andern Freund (Rocha) mit dem sie 7 Jahre lang zusammen war. Er ist mit in unser neues Haus gezogen. Er war mir zwar auch ein Dorn im Auge aber ich musste mich mit der Situation abfinden, weil meine Mutter ganz deutlich machte, dass Sie mit ihm zusammenbleiben würde, egal was ich davon halte. Mit ihm hat Sie sich 2 Läden in der nächsten Stadt aufgebaut, was auch sehr schwer war, da die Einheimischen nicht so erfreut darüber waren und sie hat auch mal eine Nacht im Gefängnis gesessen. Einmal wurde der Laden auch überfallen, da war meine Mama Gott sei Dank nicht im Laden.

• Einmal wurde unser Auto überfallen als Rocha uns zur Schule gefahren hat- bei diesem Überfall war ich dabei, meinen Bruder haben Sie an der Schule noch raus gelassen. Ich hatte Angst, habe geweint, bis mir einer von den Entführern eine Pistole an den Kopf gehalten hat. Einer von den Männer hat sich beim Einsteigen ins Bein geschossen, diesen Anblick von Blut und den Geruch werde ich nie vergesse. Ich muss allerdings dazu sagen dass sie für Entführer sehr nett waren und mir immer wieder gesagt haben ich müsse mir keine Sorgen machen. Sie haben unser Geld, die Handys und das Auto genommen und uns an einem abgeschiedenen Ort raus gelassen. Als wir zu Fuß an der Schule ankamen war die Polizei schon da, da der Security Guard von der Schule meines Bruders alles beobachtet hatte. An diesem Tag sollte ich mein Französisch Exam schreiben, aber ich musste erst der Polizei ein Protokoll abgeben, obwohl ich mich an so gut wie nichts erinnern konnte Meine Lehrer wollten mich dann auch nicht in meine Klasse lassen, aber ich wollte unbedingt dieses Exam schreiben. Das Auto ist dann 2 Tage später wieder aufgetaucht.

• Als ich in die High School kam habe ich mich selbst immer mehr unter Druck gesetzt gute Noten zu schreiben und zu den besten zu gehören um es meiner Mutter und meinem toten Vater recht zu machen. Der Druck wurde immer größer, ich bin manchmal Nachts um 2 Uhr aufgestanden um zu lernen, zu diesem Zeitpunkt habe ich auch angefangen mich zu ritzen und ich wurde magersüchtig. Meine Mutter hat von all dem nichts mitbekommen, es waren meine Freundinnen, die mich gezwungen haben zu essen und mit dem ritzen aufzuhören. Außerdem war ich unglücklich in einen Jungen verliebt der nichts von mir wollte und den ich dann regelrecht gestalkt habe bis seine Mutter mich eines Tages anrief und sagte Sie würde mich anzeigen, wenn ich ihn nicht endlich in Ruhe lassen würde. Zu dieser Zeit habe ich mich mit seinem besten Freund angefreundet um so näher an ihn zu kommen und habe genau das zurück bekommen was ich die ganze Zeit gemacht hatte- der Freund hat mich dann gestalkt und als ich ihm sagte ich will nichts von ihm hat er mir mit Polizei gedroht. Das war kurz bevor ich wieder nach Deutschland zurück bin und deswegen habe ich einfach nicht mehr geantwortet. Allerdings hat er meine deutsche Handynummer nach einer Weile auch rausbekommen und alles fing von vorne an, Drohung, bis ich meine Handynummer erneut gewechselt habe.

• In Deutschland wurde ich dann in die 9. Klasse des Gymnasiums eingeschult, um mich so aufs Abitur vorzubereiten. In der 9ten Klasse machte ich dann ein Praktikum im Hotel und entschied mich auf Wunsch meiner Familie gegen das Abitur und für eine Ausbildung in diesem Betrieb. Meine Schulzeit in dieser Schule war nicht immer die schönste, ich hatte zwar Freunde und auch eine sehr gute Freundin allerdings ging das kaputt, da ich selbst in dieser Freundschaft sehr besitzergreifend war. Ich schloss mich darauf hin einer anderen Clique an, was auch nur eine Zeit lang gut ging bis behauptet wurde ich würde versuchen mich zwischen 2 beste Freundinnen zu drängen. Daraufhin wollte keiner mehr etwas mit mir zu tun haben, ich wurde in meiner Klasse ausgeschlossen. Dies geschah in der vorletzten Schulwochen, sodass ich die Zeit nur noch absitzen musste, was an sich aber schon sehr schwierig war, morgens dort hinzugehen wo es nur so vor bösen Blicken wimmelte.

• Eine Woche nach meinem Abschluss find ich dann meine Ausbildung an. Nach einem halben Jahr kamen David und ich dann zusammen. Unsere Beziehung war von Anfang an alles andere als harmonisch, allerdings war ich froh ihn zu haben. Nach einem Jahr zogen wir zusammen, in der Hoffnung der Alltag würde uns mehr zusammenschweißen, da wir uns aufgrund der Arbeit eh so selten sahen. Es war schön mit ihm zusammen zu wohnen, obwohl ich mich auch oft gefragt habe warum er plötzlich doch mit mir zusammen leben wollte- eigentlich war ich nur der Notnagel, da die Arbeitskollegin, mit der er ursprünglich zusammenziehen wollte abgesprungen war und er dann zu wieder mit zu seinen Eltern hätte ziehen müssen. Nach einem halben Jahr erfuhr ich das er mich nach 4 Monaten Beziehung betrogen hatte- zu diesem Zeitpunkt lag das ganze schon ein Jahr zurück und es hat mir zwar sehr weh getan aber ich habe beschlossen es weiter mit ihm zu versuchen, nur dass ich ab da so gut wie gar keine Vertrauen mehr zu ihm hatte, noch weniger wie schon zuvor. Es gab dann auch immer wieder zwischendurch Eskapaden mit einer angeblich "guten Freundin". Was wirklich war weiß ich bis heute nicht und will es auch nicht mehr, er beteuert er hätte mich nur einmal in unserer Beziehung betrogen. Für mich zählt aber nicht nur Sex als Betrug.. Wir haben uns dann fast jeden Tag in den Haaren gelegen. An meinem 19 Geburtstag sind wir nach Italien gefahren- diese Woche war die wahrscheinlich schönste in unserer ganzen Beziehung, aber kaum waren wir zurück fing alles von vorne an. Einen Monat später hatte ich mich dann auch getrennt, nur leider bin ich nach einer Woche wieder zu ihm zurückgegangen und das ganze hat wieder von vorne angefangen, bis zum 21.05.2008 wo er dann mit mir Schluss machte, bzw. einfach wegging und erst nach 5 Tagen wiederkam in der Annahme ich hätte kapiert dass das seine Art ist Schluss zu machen. Ich habe 3 Wochen gebettelt und gefleht er solle zu mir zurückkommen, da hatte er schon eine Neue… Ich habe gedacht ich würde es ohne ihn nicht schaffen. Mittlerweile habe ich meinen Arbeitsvertrag unterschrieben, sowie meinen Mietvertrag und ich werde nächste Woche ausziehen. Ich freue mich und habe zugleich Angst vor dem was auf mich zukommt.

• Anmerkung: manchmal beschleicht mich das dumpfe Gefühl mein Vater ist entweder nicht tot oder aber er hat mehr oder weniger Selbstmord begangen, weil irgendwas nicht mehr gestimmt hat und außerdem glaube ich als Kind missbraucht worden zu sein… Habe nie mit meiner Mutter darüber geredet..

Wenn ihr nicht wisst was ihr dazu sagen sollt, kann ich das auch verstehen, allein erstmal der ganze text...puhh,

Liebe Grüße, Carolin

Antworten
afrmi5nixus9


Hallo Carolin,

Du stellst da sehr persönliche Informationen über dich rein. Ich würde Dir raten, Namen uws. die für das Verständnis des Lebenslaufes nicht unbedingt notwendig sind, unkenntlich zu machen, z.B, durch *** oder so.

[Entsprechende Angaben wurden zwischenzeitlich gelöscht]

Es ist wichtig, seine Persönlichkeit im Internet zu schützen!

cF@orolsin8c8


Wie kann ich das den noch ändern?

s6hadnyslxady


Wow, Du hast wirklich einiges durchgemacht! Trotz allem scheinst Du eine starke Person zu sein!

Ich kenne mich leider mit Therapien garnicht aus, hab das jetzt nur aus Zufall gelesen! Allerdings denke ich auch, daß Deine Therapeutin sowas gemeint hat...Du wirst ihr bestimmt auch nochmal alles erzählen "müssen", aber so hat sie eine "kleine" Übersicht!

Machst Du die Therapie freiwillig!?

Alles Gute für Deinen weiteren Lebensweg, Du bist noch so jung!!

:)^

cy@ro$lixn88


@ shadylady:

Ja mehr oder minder ich wollte eigentlich schon vor 2 Jahren eine Therapie mache, aber war dann durch meinen Ex so abgelenkt das ichs versuat habe und jetzt mache ich sie in der Hoffnung nie wieder in so eine situation zu kommen

GVras-xHalm


@ Carolin:

PN an den Administrator.

a1rmDinixus9


Soll wohl heißen: wenn Du Deinen Beiträg ändern willst, musst du an den Administator der Website eine PN schreiben.

Glras\-Hxalm


ähm..ja. War das nicht klar?

ca@r|olixn88


Doch war mir dann klar danke gras-halm, hab ich auch schon gemacht, hat sich leider noch nichts getan.

ARzucenXa1


Der Brief war doch draussen ???

G@ras-Hxalm


jetzt ist es weg. :-)

AXzucUenzax1


:)^ Sehr gut

STheepD8x4


Hallo Carolin,

ich finde, das ist gut und verständlich geschrieben und ich gehe auch davon aus, dass es so gemeint war, dass du so das beschreiben sollst. Ansonsten könnt ihr's ja gemeinsam nacharbeiten bzw. sie wird mit Sicherheit Fragen stellen, wenn was unklar ist. :)^ Hast dich aber echt ganz schön ins Zeug gelegt :)z :)^

c~@roflinx88


Ha, ea war genau das was Sie wollte und weil ich alles so gründlich so geschrieben habe, habe ich heute keine Hausaufgaben bekommen ;-)

S<he+ep8x4


Gut gemacht :)^ :)^ :)^ :)^ :)^ :)^

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