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Abgestumpft...

VxHS hat die Diskussion gestartet


Hallo...

Irgendwie habe ich Probleme die mir nicht ganz bewusst sind. Ich bin seit ner gewissen zeit total anders geworden, vielleicht nicht bemerkbar für andere, aber ich selbst habe es bemerkt. Ich bin sehr launisch geworden. Sobald mir etwas kleines nicht gefällt oder ich irgendwas nicht bekomme oder so schwankt meine Laune sofort und kippt ins Gegenteil um. Außerdem sind mene Emotionen auch nicht mehr so extrem wie vor einem halben Jahr. Ich bin taktloser geworden und sage fast alles ohne Umwege ins Gesicht. Dabei verletze ich oft Menschen die ich eigentlich besonders liebe, Familie, Freunde, Freundin.... .

Ich bin fast nur noch ermattet und schaffe es nicht wirklich aufzurappeln und etwas zu tun. Ich komme meinen Schulflichten grade so nur noch nach und auch meine Hobbys wie z.B. Musik machen, machen mir keinen Spass mehr. Mir fällt nicht viel ein als hätte ich Krativitätsschwund oder soetwas Ähnliches. Ich weiß einfach nicht was mit mir los ist. Ich habe auch immer anderen Leuten bei ihren Problemen geholfen, war sozusagen der Psychologe, habe probleme analysiert und dann Lösungsvorschläge gemacht was sehr oft half. Und nun... is mir vieles egal... ich will mich nicht mehr mit anderen problemen auseinandersetzen. Es strengt mich unwahrscheinlich an plötzlich und ist mir teilweise sogar egal.... Manchmal weine ich ohne zu wissen warum...ich weiß nicht was mich bedrückt.Was ist mit mir los? ich will nicht zu einem Psychologen oder ähnlichem. Meine Freundin hatte mich vor ungefähr drei monaten betrogen...kann es damit zusammenhängen? ich mein nach der Zeit ging das eigentlich so richtig los mit dem verhalten...bin ich depressiv? was ist das und wie kann ich etwas dagegen tun?

Danke im Vorraus

Antworten
K"aQter8L0


Also für mich klingt das ganz klar nach einer deftigen Depression. Könnte auch eine PTBS sein. Aber das ist meine Laieneinschätzung.. alles das solltest du, wenn du dir schon eingestehst, daß es so nicht weitergeht, einem Psychologen/Psychotherapeuten/Psychiater anvertrauen. Der weiß dann auch, wie du da wieder raus kommst. Wenn du keine Lust auf Therapie hast wirst du weiter damit rumlaufen müssen, bis es vielleicht von alleine besser wird (kann schonmal Jahre dauern), oder aber gar nichts mehr geht...

sOoJspro


für mich hört sich das auch nach einer depression an. fast die gleichen anzeichen hatte ich nämlich auch. bei mir kamen dann noch wahnvorstellungen und halluzinationen dazu. an deiner stelle würde ich mich so schnell wie möglich in eine psychologische beratung begeben. alleine wirst du es nicht schaffen, da rauszukommen. ich habe mich mehrere jahre damit rumgeschleppt und es ist immer schlimmer geworden. zum schluß wollte ich mir das leben nehmen, weil ich der meinung war, zu nichts mehr zu taugen. ich hatte zu niemanden mehr vertrauen. jetzt bin ich schon fast 4 jahre in psychologischer behandlung, habe 4 kh-aufenthalte hinter mir und einen tagesklinikaufenthalt. die "heilung" einer depression ist eine langwierige sache und erfordert viel geduld.das habe ich bis jetzt erfahren "dürfen". also überwinde dich, und gehe zu einem psychologen. dort wird man die ursachen versuchen herauszufinden und eine behandlung einleiten können.

l6ittleVdevxil


Hi,

habe deinen Beitrag gerade gelesen und musste feststellen, das es mir genauso geht. Das was du beschreibst passt annähernd genau auf mich. Irgendwo ist es erschreckend, aber dann auch wieder hilfreich das es mehreren Menschen so geht und man nicht alleine ist.

Aber erstmal kurz zu meiner Situation. Ich war 5 Jahre mit meinem Freund zusammen, hab ihn aber verlassen weil ich dachte mich ausleben zu müssen und teilweise auch wegen eines anderen Mannes. Im Endeffekt gab und gibt es seit Monaten nur Probleme, weil ich weder weiß wie ich mich entscheiden soll, mich hin und her gerissen fühle, noch was das Beste sein wird.

Ich kann nichts mehr empfinden außer Angst. Ich freue mich über nichts mehr und was Liebe ist und wie man das merkt, weis ich auch nicht. Mein Studium ist mir nur noch egal und alles was um mich herum passiert interessiert mich nicht. Ich lasse es einfach nur noch laufen, in der Hoffnung das irgendwann alles wieder gut wird. Nichts macht mir mehr Spaß und klare Gedanken, weg von dem Thema wie mein Leben weitergeht, kann ich schon lange nicht mehr fassen. Ich habe einfach nur riesige Angst vor der Zukunft, Angst davor das mein Leben nicht so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe und Angst davor, nicht die Dinge durchsetzen zu können, die ich mir vorgenommen habe. Es war ein schleichender Prozess, ich hätte auch nie gedacht das mir sowas mal passieren kann, aber als ich letztens direkt darauf angesprochen wurde mir Hilfe zu besorgen, ist es mir eiskalt klar geworden. Es ist ein totales Gefühl der Machtlosigkeit. Am liebsten bin ich alleine und das im Wald...Wenn ich dort bin verspüre ich annähernd wieder etwas beruhigendes, aber dennoch ist mir klar das ich vielleicht wirklich mal Hilfe aufsuchen sollte.

Nur denke ich immer, dass es sich wegen meinen kleinen Problemen nich lohnt. Ich meine, es gibt Menschen, denen geht es tausendmal schlimmer und ich kann doch niemanden seine Zeit stehlen, die andere viel nötiger hätten. Und vor allem, was soll man sagen, wenn man in Behandlung geht? "Hey ich weis nicht so recht warum ich hier bin, mir gehts irgendwie nicht gut" ??? Ich habe Angst davor das ich es vielleicht übertreibe und es von allein gut wird.

Ich weis einfach nicht mehr weiter, deshalb wäre ich über weitere Antworten sehr dankbar.

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