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Böse Alpträume von Syneudon?

dEeniPsze77 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich hoffe hier halbwegs richtig zu sein, und zwar geht es um einen geliebten Menschen. Er nimmt seit einiger Zeit Syneudon 50 mg und das jetzt bestimmt schon seit 7 Monaten er leidet seitdem nicht nur unter Gewichtszunahme sondern auch unter sehr starken Alptraumen! Oft wache ich daran auf, weil er so unruhig ist oder im Schlaft wimmert! Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Er zweifelt langsam schon an seinem Verstand, und in der Packungsbeilage war darüber leider nichts zu finden.

Danke für eure Antworten @:)

Ach ja, er hat die Medikation als Schmerztherapie verordnet (permanente Kopfschmerzen) die sind zwar insgesamt etwas besser geworden, allerdings hat er glaub so mit den Nebenwirkungen zu kämpfen, das ich mich frage ob sich nutzen und "Risiko" noch halbwegs in der Waage halten.

Antworten
e&ik|oxn


also wenn ich richtig informiert bin, ist Syneudon ein Antidepressivum und sollte nicht gegen Kopfschmerzen verschrieben werden. Ich kenne natürlich nicht die genauen Umstände aber man sollte natürlich überlegen ob die Alpträume es werd sind die Medikamente weiter einzunehmen. Gewichtszunahme ist eine normale Nebenwirkung aber Alpträume..? Sprecht doch mal mit eurem Arzt, er kann euch garantiert besser beraten und ggf. ein anderes Medikament verschreiben..

lg

dKeni&sex77


hallo eikon,

dieses Präparat wird zur Dauermedikation auch gegen Schmerzen angewendet! Wenn man seit 25 Jahren permanent Kopfschmerzen hat ohne dramatischen Befund (sprich Hirntumor o.ä) er ist in Neurologischer Behandlung und wird auch engmaschig kontrolliert! Nur ist seine Ärztin jetzt schon seit 2 Wochen im Urlaub, und er hatte auch vor dem Urlaub keine Zeit mehr mit ihr darüber zu sprechen, und ich wollte mir einfach mal ein paar Infos einholen bzw. wissen ob andere vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Mvu8e1g837


@ eikon

Amitriptylin wird auch zur Schmerzbekämpfung angewand. (siehe unten)

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Amitriptylin wird zur Behandlung depressiver Zustände mit den Leitsymptomen Schlafstörungen, Angst und innere Unruhe, sowie zur Behandlung chronischer Schmerzzustände eingesetzt.

Im Gegensatz zu alltäglichen Stimmungsschwankungen handelt es sich bei der Depression um eine häufige und schwere Erkrankung. Bis heute ist die Ursache nicht bekannt. Vieles deutet darauf hin, dass das Zusammenspiel der verschiedenen Neurotransmitter - chemische Stoffe, die Nervensignale übertragen - im Gehirn gestört ist. Denn die Beschwerden lassen sich durch Medikamente bessern, die die Wirkung mancher Neurotransmitter verstärken - hier sind vor allem die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin zu nennen.

Amitriptylin zählt zur Arzneistoffgruppe der trizyklischen Antidepressiva: antidepressiv wirkende Arzneistoffe mit ähnlicher chemischer Struktur. Es besetzt im Gehirn verschiede Bindungsstellen für Botenstoffe und verändert damit den Einfluss dieser Botenstoffe auf den Gehirnstoffwechsel. Insbesondere blockiert es Transportstoffe, die Serotonin und Noradrenalin nach erfolgter Signalübertragung wieder in ihre Speicherplätze zurückbefördern. Serotonin und Noradrenalin verbleiben länger am Wirkort, und ihre Wirksamkeit steigt. Amitriptylin löst Angst- und Spannungszustände und hebt depressive Verstimmungen auf. Der beruhigende Effekt tritt in der Regel sehr schnell ein, während die stimmungsaufhellende Wirkung erst nach etwa zwei Wochen einsetzt.

Bei chronischen Schmerzen ist oft die Verarbeitung der Schmerzsignale im Gehirn gestört. Der Botenstoff Serotonin spielt wohl eine große Rolle beim Aufbau eines Filters für eingehende Schmerzsignale. Die Behandlung mit Amitriptylin kann möglicherweise die ständige Einnahme von Schmerzmitteln ersetzen. Das Arzneimittel muss dann regelmäßig über einen langen Zeitraum genommen werden.

Anwendungsgebiete:

Chronische Schmerzen

Depressionen

@ denise 77

wann nimmt dein Freund das Medikament?

SgiQdChartxa


das schreibt sie doch im Beitrag. ;-)

@ denise77:

In der Fachinfo steht "Albträume" bei den Nebenwirkungen, auch Gewichtszunahme kommt nicht selten vor. An seinem Verstand braucht er also nicht zu zweifeln. ;-)

wenn er allerdings derartige Nebenwirkungen hat, wäre es evtl. besser, mal mit dem Arzt zu sprechen?

d!enisxe77


danke für die zahlreichen Antworten.

er nimmt die Medikamente gegen Abend ein, wiso? hat das evtl. eine Bewandnis? Er wird auf jeden fall zum Arzt gehen, allerdings geht das leider erst wieder in 4 Wochen, solange heißt es dann wohl Augen zu und durch :°(

Mxue18x37


er nimmt die Medikamente gegen Abend ein, wiso? hat das evtl. eine Bewandnis?

ja, weil Noradrenalin den Körper in Arbeit versetzt (laienhaft ausgedrückt)

das heißt, wenn er **natürlich nur mit ärztlicher Genehmigung**das Medikament frühs einnehmen könnte,

könnte man eventuell den Alpträumen entgegenwirken.

stellt sich nur die frage inwieweit er dann Nachts schmerzfrei ist

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