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Derealisation? Depression? Einbildung? Ganz was anderes?

REobVex hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich weiß nicht ob mich noch irgendwer hier kennt, ich hatte vor Wochen ein seltsames Traumgefühl begleitet von Symptomen wie Kopfschmerzen und schwummerigkeit, hatte dazu auch schon ein Thema hier eröffnet nur finde es gerade nichtmehr....

Die Sache ist, körperlich gehts mir eigentlich wieder richtig gut, aber trotzdem habe ich noch das Gefühl das irgendwas falsch ist...

Ich denke ich lit ein paar Wochen unter Derealisation, alles kam mir wie ein Traum vor, ich sah verschwommen und war lichtempfindlich, hatte starke Kopfschmerzen etc... Also wie gesagt, körperlich fühl ich mich eigentlich wieder super, mal abgesehen das ich mich Nachts manchmal seltsam fühle.

Ich weiß nicht ob ich immernoch unter Derealisation leide, aufjedenfall habe ich das unbeschreibliche Gefühl das irgendwas einfach verdammt falsch ist.

Ich bin tief in Gedanken versunken und alles was um mich herrum passiert bekomme ich nur beiläufig mit, erinnern kann ich mich auch nur an wirklich wichtige Dinge erinnern wie z.B wann ich wo hingehen wollte, was ich mit Freunden unternommen habe usw. alles andere, z.B. was ich so Tag ein Tag aus Zuhause gemacht habe ist nach einem oder zwei Tagen wie aus dem Gedächtnis gelöscht.

Auch wenn ich manchmal Radio höre erwische ich mich 2-3min später immer selbst wie ich mich Frage "Verdammt, was ham die grade in den Nachrichten gesagt?" oder "Was fürn Lied lief grad?" eigentlich stelle ich dann fest das es mich überhaubt nicht wirklich interessiert aber ich habe diesen Zwang entwickelt mich an alles erinnern zu wollen...

Besonders schlimm wird es wenn ich Zuhause sitze, da ich dann zuviele Zeit habe über alles nachzudenken und festzustellen wie seltsam ich alles wahrnehme. Unterwegs geht es einigermaßen.

Dann habe ich manchmal solche Moment wo ich einfach aus dem Nichts herraus Weinen könnte, ohne wirklichen Grund.... außerdem ist mir alles gleichgültig und ich bin Lustlos... eigentlich will ich immer zu meinen Freunden gehen aber ich habe dann meistens keine Lust mit dem Bus zu fahren oder mich überhaupt irgendwie aus dem Haus zu bewegen, letztendlich tue ichs dann doch und es hilft mir immer ein bisschen bis ich wieder Zuhause bin.

Könnte das alles vielleicht eine Depression sein?

Eigentlich habe ich keinen Grund depressiv zu sein, uns geht es finanziell ganz gut, ich komme in die 13te Klasse, fahre bald mit einem Mädchen das ich mag weg, habe gute Freunde und bekomme bald ein neues Zimmer

Trotzdem fühle ich mich einfach schlecht, ich komme mir vor wie in eine Blase eingesperrt und nehme wie gesagt alles nur beiläufig und abwehsend wahr, wie halt bei Derealisation aber irgendwie doch anders...

Ich wollte deswegen auch zum Arzt gehen was ich mich dann aber letztendlich doch nicht getraut habe, ich wüsste nicht was ich ihm sagen sollte, körperlich habe ich nichts mehr vorzuweisen und ich habe Angst das er mich für psychisch Krank oder sowas hält und mich ins Krankenhaus verweißt wenn ich ihm sage das ich eine merkwürde Wahrnehmung habe. Wenn ich eins weiß dann dass es mir bestimmt nicht hilft den ganzen Tag nichtstuend im Krankenhausbett zu liegen.

Ich wünschte mir ich würde mir alles nur einbilden aber selbst das weiß ich nicht... ich möchte nur wieder so Leben wie bevor das alles angefangen hat vor 16 Wochen....

Hat jemand vielleicht schonmal etwas ähnliches durchgemacht und weiß was es ist, wie und ob man es wieder loswird? Ich bin für jede Antwort dankbar!

Liebe Grüße,

Robex

Antworten
MQueD183x7


erstmal den anderen Thread

[[http://www.med1.de/Forum/Diverse.Erkrankungen/394177/]]

M{ue1r837


Auch wenn ich manchmal Radio höre erwische ich mich 2-3min später immer selbst wie ich mich Frage "Verdammt, was ham die grade in den Nachrichten gesagt?" oder "Was fürn Lied lief grad?" eigentlich stelle ich dann fest das es mich überhaubt nicht wirklich interessiert aber ich habe diesen Zwang entwickelt mich an alles erinnern zu wollen...

nennt sich Selektion,

soll heißen alles was für dich nicht wichtig ist,

fliegt raus aus dem Hirn (vereinfacht)

ist was ganz normales

Dann habe ich manchmal solche Moment wo ich einfach aus dem Nichts herraus Weinen könnte, ohne wirklichen Grund.... außerdem ist mir alles gleichgültig und ich bin Lustlos... eigentlich will ich immer zu meinen Freunden gehen aber ich habe dann meistens keine Lust mit dem Bus zu fahren oder mich überhaupt irgendwie aus dem Haus zu bewegen, letztendlich tue ichs dann doch und es hilft mir immer ein bisschen bis ich wieder Zuhause bin.

Könnte das alles vielleicht eine Depression sein?

hab ich mich auch gerade gefragt, ne beginnende vllt ???

Eigentlich habe ich keinen Grund depressiv zu sein, uns geht es finanziell ganz gut, ich komme in die 13te Klasse, fahre bald mit einem Mädchen das ich mag weg, habe gute Freunde und bekomme bald ein neues Zimmer

Trotzdem fühle ich mich einfach schlecht, ich komme mir vor wie in eine Blase eingesperrt und nehme wie gesagt alles nur beiläufig und abwehsend wahr, wie halt bei Derealisation aber irgendwie doch anders...

könnte es der berühmte goldene Käfig sein?

E-ll.ia


Hallo,

hattest Du vor ein paar Wochen ein einschneidendes Erlebnis, oder besonders stressauslösende Ereignisse? Derealisation ist oft eine Folge von Überforderung der Psyche in der extremen Form taucht so etwas nach einem Gewalterlebnis auf. Dieses Sympton ist ein Bestandteil der Posttraumatischen Belastungsstörung. Es ist eine Reaktion des Körpers, um sich selber zu schützen. :p>

S+heepx84


Ich wollte deswegen auch zum Arzt gehen was ich mich dann aber letztendlich doch nicht getraut habe, ich wüsste nicht was ich ihm sagen sollte, körperlich habe ich nichts mehr vorzuweisen und ich habe Angst das er mich für psychisch Krank oder sowas hält und mich ins Krankenhaus verweißt wenn ich ihm sage das ich eine merkwürde Wahrnehmung habe. Wenn ich eins weiß dann dass es mir bestimmt nicht hilft den ganzen Tag nichtstuend im Krankenhausbett zu liegen.

Wenn ein Arzt dich für psychisch krank hielte, wäre das zwar nicht toll (wer ist schon gerne psychisch krank?) aber du wüsstest, was mit dir los ist. So schnell wird man übrigens weder in ein somatisches noch psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen und auch nur sehr selten bei Vorliegen schwerer Erkrankungen und trifftiger Gründe landet man dort zwangsweise. In der Psychiatrie liegt man übrigens nicht den ganzen Tag im Bett. Das nur als Korrektur zu deinem Beitrag. ;-)

Ich wünschte mir ich würde mir alles nur einbilden aber selbst das weiß ich nicht... ich möchte nur wieder so Leben wie bevor das alles angefangen hat vor 16 Wochen....

War da irgendwas besonderes? Drogen? Alkohol? Medikamente, etc?

ccosma986


keene ich .. geht mir genau so.. wäre schön wenn du dich mal wieder meldestob es dir vllt schon besser geht

Bhlu<eminxd


Hallo,

Es sind ja mittlerweile diverse Jahren zwischen deinen Thread und heute vergangen. Wie geht es dir heute? Sind deine Beschwerden weggegangen?

Ich leider unter selbigen, deine Äußerungen passen eins zu eins auf meine Wahrnehmung. Wenn ich die Straße entlang gehe, habe ich einen Tunnelblick, drumherum ist alles verzerrt, die Motorengeräusche und das Hupen nehme ich verstärkt war, schwindlig und das alles bei diesem Rekord-Hitze-Sommer wenn diese extreme Sonneneinstrahlung mir den Rest gib. Nehme nur noch selektiv erlebtes war, denken kann ich auch nicht mehr klar, wobei mein 'Kopf/meine Intelligenz' meine Stärke ist. Es ist furchtbar(!!) unangenehm und man fühlt sich miserabel, wie ein lebender Toter. Ähnelt Szenen aus Filmen, indem aus der Sicht eines unter Drogen stehenden/sterbenskranken Menschen gefilmt wird und er durch die Gegend torkelt.. Das wünsche ich nicht mal meinem Größten Feind!

Diese Wahrnehnung bzw Derealisation ist eine Begleiterscheinung meiner schweren Depression, die Kürzlich diagnostiziert wurde.

Hattest du auch Depressionen? Sind die derealistionen weg? Wenn ich bloß diese krasse Wahrnehmungsveränderung nicht hätte, könnte ich effektiver gegen meine Depression ankämpfen.

Grüße,

Bluemind

S,pinneWrin


Hallo Bluemind,

warst du schon beim Arzt? Mit den Symptomen würde ich an Deiner Stelle mal zum Neurologen gehen.

Meine Derealisation fühlte sich anders an - ich habe die Umgebung als unwirklich wahrgenommen, so als ob ich nicht dazugehöre (wie Fernsehen gucken), oder als wäre alles Spielzeug. Teilweise habe ich mich gewundert, warum es das alles überhaupt gibt. Als stünde man außen und schaue in die Welt hinein, wie auf ein Bild.

Deine Symptome hören sich ein wenig nach Migräne-Aura an (das gibt es auch ohne Kopfschmerzen). Ich denke, eine körperliche Ursache sollte auf jeden Fall ausgeschlossen werden.

B<lueUmixnd


Hi,

Nach Vielen Monaten kann ich jetzt sagen, dass es vorbei ist. Ich war zwischenzeitlich vollstationär und habe gelernt damit umzugehen und zu akzeptieren, dass es eine Überlastungsreaktion meiner Psyche war.

Man darf nicht dagegen ankämpfen, man muss es akzeptieren, so geht es langsam weg.

Gute Schlafhygiene und Achtsamkeitsmediation hat mir sehr geholfen!

Viel Erfolg allen anderen,

Bleibt geduldig, denn es geht immer weg!

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