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Fluoxetin 20mg gegen Depression

S>chwerverJOuhngex18 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich war bei einem Psychiater und er verschrieb mir gegen endogene sowie exogene(?) depression 20mg fluoxetin/tag morgens.

In 2Mon fange ich auch eine Thera an wegen Depression und SozialerPhobie.

nun habe ich hier die 100er Packung Tabletten, habe schon 8 Tage lang welche genommen.. Nebenwirkungen waren nur leicht spürbar. Jetzt nach einer Woche bemerke ich, dass ich schlechter einschlafen kann.

ich bin eher hibbelig und naja.. ein kaffee verursacht bei mir herzschmerzen seit fluoxetin.

Kommt die stimmungsaufhellung wirklich noch oder soll ich alle hoffnung fahren lassen? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es nach 3 Wochen NOCH anders sein soll.. ich bin ja jetzt schon total hibbelig..bin ich dann wie jemand mit adhs?

Weiterhin hab ich studien gelesen die besagen, fluoxetin würde gar nicht wirken? Wie kommt es dann, dass ich mich wirklich anders fühle und auch etwas lockerer und auch minimal glücklicher? (Leide rnur minimal)

Es ist kein Placebo, denn ich hab eher die einstellung, dass diese ganzen tabletten nicht viel bringen...

aber es scheint doch irgendwas zu bewirken...

kann ich mir noch hoffnung auf eine stimmungsaufhellende wirkung machen? Wie war das bei euch? Habt ihr plötzlich auf fluoxetin nur noch pure freude 24/7 gespürt und ward immer happy?

würde mich auf Antworten freuen... LG

Antworten
Snidhaxrta


8 Tage sind noch zu kurz für einen stimmungsaufhellenden Effekt, leider dauert das mehrere Wochen. Bei manchen 3-4, bei anderen bis zu 6 Wochen. Meist schleicht sich das auch eher langsam ein - ist zumindest meine Erfahrung bisher (kann bei dir natürlich anders sein).

Die Studien..meine persönliche Meinung dazu ist: Die Studien sind m.W. alle mit der selben Dosierung gemacht worden. Nun ist es aber so, dass es Patienten gibt, die z.B. mit 20mg gar nicht erst einen genug hohen Spiegel im Blut erreichen und somit keine Wirkung haben (kannte jemanden, der musste deswegen 120mg pro Tag nehmen! Ist wohl aber eher selten). Weiteres Problem: Nicht jedes Antidepressivum wirkt bei jedem. Das ist normal. Wenn man es 100 Patienten gibt, wird es darunter eine gewisse Anzahl Patienten geben, die keine Verbesserung verspüren. Und das dritte Problem ist, dass nicht jeder gleich gut auf Medikamente anspricht. Während bei einem alle Symptome weg sind, merkt der andere vielleicht eine leichte Verbesserung und das wars dann. Kommt wohl auch auf das Ausmass und die Art der Problematik an.

Ich hatte nie Fluoxetin, aber alles mögliche andere. 24/7 glücklich war ich damit natürlich auch nicht...nur anstatt alles schwarz zu sehen, hatte ich wieder mehr Hoffnung und..naja, wie wenn eine Last von meinen Schultern genommen worden wäre. Kann das schlecht in Worte fassen. Mir ging es einfach gesamthaft besser.

Also, gedulde dich noch ein bisschen, notfalls kann man in ein paar Wochen nach Absprache mit dem Arzt auch eine Dosiserhöhung probieren, sollten die 20mg nicht reichen.

p!ho1ebe


fluoxetin hat mir mal sehr sehr gut geholfen -allerdings habe ich für abends auch wieder ein anderes mittel bekommen, damit ich auch abends einschlafen konnte..fehlender schlaf kann nämlich wieder zu depressionen führen.

das gute an fluoxetin -man nimmt nicht zu ..also nicht so häufig wie bei anderen ad.s

und es macht wirklich wach..so das man im depressionsfall..da ist man ja mutlos und müde..doch viel besser wirken kann.

ABER -es braucht wirklich länger zum wirken.

lass dir noch ein bissl zeit -und wenn du merkst das du immer später einschläfst..dann lass dir noch ein ad zusätzlich geben ..oder eben ein anderes.

nimmst du es denn morgens?? -wenn man es abends nimmt..dann steht man nachts im bett..

Adnkxer3


Hallo, ich nehme seit 7 Jahren Fluoxetin. Angefangen habe ich in einer Kriese und ich empfand es so, dass ich mit der Zeit einfach weniger empfindlich war. Ich empfinde Fluoxetin als eine gewisse Stabilisation. Ich wollte es nach einiger Zeit absetzen, mein Hausarzt meinte dann aber, ich soll es weiter nehmen, bis sich mein Leben eingependelt hat (Job, Beziehung usw.) Ev. sogar mein Leben lang. Jetzt bin ich anfangs Jahr noch einmal in eine Kriese gerutscht, glaube jedoch mittlerweile zu wissen, dass die Antibabypille nicht ganz unschuldig dabei war, also eine weitere Einwirkung. Ich nehme nun seit ca. 8 Monaten eine Tablette morgens und eine Tablette abends (je à 20mg). Möchte aber bald wieder auf eine zurück (ich nehme die Tablette schon immer abends, und schlafe tiptop). Ich bin mir sicher, dass Du noch etwas Geduld brauchst, 2 Wochen dauert es glaub ich mindestens. Was mir jetzt bei der doppelten Dosierung auch aufgefallen ist, dass ich kribbeliger bin, vor allem, wenn ich nervös bin, bin ich manchmal richtig zittrig, und das kann gut am Fluoxetin liegen. Ich denke, das pendelt sich bei Dir sicher ein. Einmal 20mg ist eine niedrige Dosierung, aber trotzdem für den Körper eine Umstellung.

Ich hatte überhaupt keine Nebenwirkungen, wirklich nix. Das finde ich super. Aber da reagiert sicher jeder wieder etwas anders. Mir sagte meine Therapeutin auch, dass je nach eigenem Zustand sich auch die Wirkung des Medis etwas verändern kann. Um sicher zu sein, kann man beim Arzt die Wirksamkeit, besser gesagt, den Pegel im Blut des Medis nachschauen. Beim einen brauchts mehr, beim anderen weniger.

Das kommt gut, keine Sorge, einfach noch etwas Geduld :)z

S!chwerlerJu!ngex18


Hallo,

vielen Dank erstmal für eure Antworten, sie haben mir schon sehr geholfen! Vielen vielen Dank!

@ Anker3,

7 Jahre??

Das ist eine sehr lange Zeit... Kommt da nicht eine dauerhafte Veränderung des Hirns zu stande? Und der selbe Arzt verschreibt es seit 7 Jahren? Nicht böse nehmen...ich bin nur leicht schockiert über diese lange Einnahmezeit eines Medikamentes, dass aktiv ind en Hirnstoffwechsel eingreift über so lange Zeit.. Weil es doch noch gar keine Langzeitstudien gibt?! Und es wirkt nach 7 Jahren imemr noch? LG

WNarr maNl deor Kxater


Hi

eigentlich klingt es gut was du schreibst. Es dauert meistens 2 bis 3 Wochen bis sich ein Effekt einzustellen beginnt. Manchmal sogar länger.

Zuerst setzt die Antriebssteigerung ein, das spürst du am "hibbelig" werden. Dann etwas später auch die stimmungsaufhellende Wirkung. Also hab noch ein wenig Geduld. ;-)

Wichtig ist die Tabletten wirklich konsequent und regelmässig morgens zu nehmen, nur so kann sich ein Spiegel aufbauen.

Ich habe mal Paroxetin genommen, das ist auch ein SSRI, es hat sehr gut und zuverlässig geholfen. Ich habe während eines Drogenentzuges sehr schwere Depressionen gehabt, die Wirkung des AD war deutlich zu spüren, soviel zu Studien und Unwirksamkeit. Gut ist auch dass du eine Therapie machen wirst, das ist optimal.

Probleme kann es beim Absetzen geben die durch ein langsames Ausschleichen deutlich abgemildert werden können.

Du könntest dich auch noch zusätzlich viel körperlich bewegen, das wirkt ebenfalls antidepressiv.

Also, nicht entmutigen lassen :-D

Viele Grüsse

Miky

A_nke`r3


Hallo

Du bist mir einer :-/ Du hast recht, hört sich ziemlich lange an, aber mir wurde es so erklärt, es gibt Menschen die produzieren bestimmte Stoffe zu wenig, wie zum Beispiel Zuckerkranke, die brauchen auch ein Leben lang Insulin. Ich habe einen super guten Hausarzt und meine Therapeutin ist auch sehr vertrauenswürdig. Ich habe noch nie von einem Experten gehört, dass es gefährlich sein kann. Aber Du hast recht, man weiss nie. Ich weiss, ich brauche es im Moment noch, möchte aber rasch auf eines reduzieren und wer weiss, vielleicht kann ich es sogar mal ganz absetzen. Ich wünsche Dir eine ganz gute Erfahrung :)z

Slc;hwZererJu`nge1x8


Hey..

Ja das ist bei mir auch so, meinen die Ärzte...aber mir wurde auch gesagt, nach einer Thera stehen die Chancen gut, dass es wieder besser wird und....hm.. irgendwie bin ich mir jetzt unsicher.

Naja ich muss nur immer an Dinge wie Contergan denken...das war zu Zeiten der Einführung auch "nicht" gefährlich....naja gut, ist es soweit ich weiß auch heute nur für schwangere Frauen. Jedenfalls... hat mich das ein wenig zum nachdenken gebracht..

Danke für die Erfolgswünsche! Ich hoffe es klappt..

S]chwker2erJ~unUge18


Achja, dir natürlich auch ein Danke Miky^^

Das mit dem Sport ist denke ich eine gute Idee... WObei ich da erstmal warte um zu sehen, dass es auch wirklich von Fluoxetin kommt, das gefühl^^

W/aKr maVl djer Kacter


Mmmh, die Parallele zu Contergan

ist hier wohl unbegründet. Das Zeug ist schon ein paar Jährchen auf dem Markt. Es ist kein Zucker, klar. Aber Depressionen sind ekelhaft und wenn es hilft ist es doch ok. Trotzdem, eine kritische Einstellung zu Medikamenten ist nicht verkehrt solange sie einen nicht hindert welche zu nehmen wenn es wirklich nicht ohne geht.

Ich musste es übrigens gar nicht so lange nehmen, nicht mal ein Jahr.

Also, es ist sicher nicht so dass du auf einmal nur noch happy durch die Gegend rennst. Die Stimmungsaufhellung kommt allmählich, das Absacken in die seelischen Tiefs lässt nach, man fühlt sich einfach wieder "normal".

Die Zeit bis zur Stimmungsaufhellung wenn der Antrieb schon angeschoben ist kann manchmal etwas unangenehm sein, es kann innere Unruhe auftreten. Das hört aber nach einer Weile auf und bleibt nicht so. Deshalb auch morgens nehmen um besser schlafen zu können ;-)

Wenn du Lust hast kannst du ja ab und zu schreiben was passiert dann hast du eventuell auch einen Vergleich über die Tage (oder Wochen) und kannst Veränderungen wahrnehmen.

Und es stimmt, man glaubt garnicht was Sport ausmacht, unglaublich viel :)^

pohoeKbVe


Das ist eine sehr lange Zeit... Kommt da nicht eine dauerhafte Veränderung des Hirns zu stande? Und der selbe Arzt verschreibt es seit 7 Jahren? Nicht böse nehmen...ich bin nur leicht schockiert über diese lange Einnahmezeit eines Medikamentes, dass aktiv ind en Hirnstoffwechsel eingreift über so lange Zeit.. Weil es doch noch gar keine Langzeitstudien gibt?! Und es wirkt nach 7 Jahren imemr noch? LG

ich nehme antidepressiva seit mehr als 20 jahren -und werde es wohl mein leben lang einnehmen müssen. so was gibts auch.

Sec-hwerCerJ(ungxe18


Danke euch!

Ich habe noch eine Frage... darf ich vor einer Operation (wegen Krampfadern) Fluoxetin wie gewohnt weiter nehmen (steht im WInter an)?

WNa=r malR der= Katter


Schwerer Junge

Soweit ich weiss ist das kein Problem. Vor einer OP kommt immer ein Gespräch mit dem Anaesthesisten in dem individuell geschaut wird wie eine Medikamention und die OP "zusammenpassen". Ich würde mir da keine Sorgen machen ;-)

Wichtig ist eben auch sich nicht ausschliesslich auf die Tabletten zu verlassen, du hast von sozialer Phobie geschrieben, hier ist eine Therapie sicher am hilfreichsten. Das AD schafft zunächst die Grundlage für die Therapie, wenn man so ganz am Boden ist kann man meist einer Therapie nicht richtig folgen, ist ja auch anstrengend sowas. Ich denke in den nächsten 2 Monaten wird das AD die Vorarbeit leisten, die Therapie kann dann zu den entsprechenden Ansätzen im Denken und Verhalten führen die für eine dauerhaftere Verbesserung nötig sind. Oft kann das Medikament dann sogar abgesetzt werden.

Wie gesagt, gib dir etwas Zeit. Ich wünsch dir dass es dir bald besser geht. *:)

Miky

SKchywereGreJun:ge1x8


Sollte ich vielleicht die Dosis doch auf 40mg erhöhen, oder ist es normal, dass ich morgens immer unendlich müpde bin selbst nach 10 Tagen? LG

SChee'p84


Hallo Schwerer Junge,

du solltest auf keinen Fall eigenmächtig die Dosierung ändern, ohne das mit deinem Arzt abgesprochen zu haben. ;-)

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