» »

Was kann man tun gegen Hass-/ Rachegedanken?

MkarCieeRomxa hat die Diskussion gestartet


Ich möchte mir hier - so anonym wie es hier eben ist, das hilft - etwas von der Seele schreiben, was mich oft sehr belastet.

Ich habe die letzten Jahre Erfahrungen mit nicht so netten Menschen gemacht.

Das Schlimmste ist, dass ich jemandem die Schuld gebe am Suizid eines mit sehr nahestehenden Menschen.

Ich weiß nicht, was ich nicht in Gedanken schon alles mit diesem Menschen gemacht habe......

Und da ist noch mein Ex-Chef, ein absoluter Choleriker, ein Lügner - der hat mir das Leben auch nicht grade verschönt. Die Sachverhalte sind unabhängig voneinander....und doch denke ich manchmal, dass sie auch zusammen hängen, weil ich einfach so voller Wut bin :-(.....und wenn Dinge mich auf die Palme bringen, dann jetzt eben so richtig. Dieser Ex-Chef ist schon vorbestraft.....aber ich weiß noch mehr über ihn.......wenn ich es beweisen könnte, würde ich mich am liebsten rächen :-(. Oder auch nicht - ich möchte ihm eigentlich keine Macht mehr geben über mich.....und mit diesen Hassgefühlen hat der andere ja auch eine Art Macht über einen....Aber ich würde mir trotzdem wünschen, dass er die Konsequenzen für seine Taten erfahren würde!

Über diesen Suizid komme ich nicht wirklich gut hinweg. Mache mir natürlich auch selber Vorwürfe, als Angehöriger fühlt man sich ja immer schuldig. Trotzdem bin ich überzeugt davon, dass alles ohne diesen Sch*** nicht passiert wäre. Wie "verzeiht" man so jemandem?? Kann man das überhaupt?? Ich bin durch den Suizid ja nur die mittelbar Betroffene. Außerdem würde es sich für mich wie Verrat anfühlen.....

Hass ist so ein schreckliches Gefühl - noch zudem verstößt er gegen alles, woran ich glaube........

Ich möchte frei sein davon......

Antworten
M}arie*Roma


Hmm......leidet von Euch niemand unter solchen Gefühlen/Gedanken?

Fvijoxna


KLar kommen solche gedanken hoch! Doch frage dich wirst du dich nach der Rache besser fühlen den der Suizid ist immer noch da.

Hast du den Suizid gemacht oder wer?

Und wenn ja warum?

Ist alles noch nicht so durch leuchtent.

Und der der Suizid macht ist selber dafür verantwortlich den der betroffene macht das mit sich nicht der der es auslöst. Auch wenn man dies denk und keinen anderen ausweg sieht. Es gibt immer ein Lösung die ich manchmal auch nicht sehe leider.

Mqarie0Roma


Hast du den Suizid gemacht oder wer?

Der den "gemacht" hat, der ist leider nicht mehr DA. :-(

e!lcXucu]y


Solche Gedanken kenne ich nur zu gut, aber es sind halt nur Gedanken.

Solange du nicht zur Tat schreitest ist es ja auch nicht schlimm. Die Gedanken sind frei...

Mich beruhigt es manchmal mir alles mögliche vorzustellen, bin darüber hinaus allerdings auch ziemlich depressiv. Eigentlich werde ich eher je schlechter es mir geht mehr mit Hass erfüllt und träume manchmal schlimmste Dinge. Vielleicht eine Art stilles Ventil...

Ich finde es am besten dann Sport zu machen, sich irgendwie zu verausgaben und möglichst nicht zuviel zu trinken, was ich allerdings trotzdem mal tue... dann kann ich mich nicht immer beherrschen. Allerdings neige ich ziemlich zu Autoaggression... hm, naja...

Wie auch immer, ich denke solche Gedanken sind nicht schlimm und relativ normal. Es redet nur kaum jemand darüber...

F-ijoxna


schade das du das Thema nicht etwas mehr durchsichtig machst. aber kann mich nur elcucuy anschließen es sind gedanken und lass es dabei werde.Stelle dich nicht auf die Stufe dieses Mannes der euch so belasstet sondern denkt euch was ist das für ein armees würstchen das er mit Leuten so umgehen muss.

So denke ich mittlerweile.

Trauer um den der nicht mehr da ist und denke ob der jenige dies gewollt hatte das du dich damit so belasstest, ich glaube nicht.

Wenn du fragen oder reden willst schreib mir ruhig eine Pn höre und schreibe gerne.

Ich drück dich :°_

M5arieiRomxa


Ja, das denke ich auch, dass sowas nicht sooo selten ist.

Aber ich möchte das nicht - möchte NIE verbittert werden......und im Moment ist da

eben so eine wahnsinnige Wut in mir.

Und ja, eigentlich richtet sich die dann eigentlich auch noch gegen mich selber....

in Gedanken zumindest.

Und mit dem Alkohol, das kenne ich auch sehr gut....wenn ich zuviel trinke, endet

das meistens böse......bin dann nur noch deprimiert und heule rum.

M#ari]eR9oma


Ich achte auf meine Gedanken, denn sie werden meine Worte.

Ich achte auf meine Worte, denn sie werden meine Taten.

Ich achte auf meine Taten, denn sie werden meine Gewohnheiten.

Ich achte auf meine Gewohnheiten, denn sie werden mein Charakter.

Ich achte auf meinen Charakter, denn er wird mein Schicksal

(Aus dem Talmund)

Aj. thalxiana


Hass und Rache sind doch wie kleine süße Zuckerbonbons. In maßen genossen zergehen sie einem auf der Zunge.......

Foijoxna


Du darfst wutent sein und es ist wichtig das du dies auch raus lasst. In der Fanatsie dürfen und können wir uns alles vorstellen. Doch richte die wut nie auf dich selber den du hast keine schuld daran auch wenn du dies denkst.

Hast du schon mal über legt dies mit einer Psychologin zu bereden damit du besser über die trauer drüber weg kommst und du weiter leben kannst. Denn der jenige der nicht mehr da ist hatte sich bestimmt gewünscht das du Glücklich bist und nicht so wie jetzt oder?

c6oolxP100


MarieRoma,

Du hast in den letzten Jahren tiefe Enttäuschungen mit Menschen erleben müssen und fühlst einen tiefen Schmerz in dir und weißt nicht damit umzugehen. Wenn es dich tröstet, kann ich dir sagen, dass es mir ebenso geht. Man wird verletzt und steht der Sache ganz hilflos gegenüber. Lese aus deinem Eingangsbeitrag heraus, dass sich ein Familienmitglied das Leben genommen hat und für dieses Unglück gibt es jemand, der daran schuld ist. Ein ehemaliger Chef hat dir auch viel angetan. Du bist also rundherum verletzt worden und bist deshalb voller Hass und Wut.

MarieRoma, da musst du etwas dagegen tun. Alkohol ist natürlich keine Lösung. Mache es doch wie meine XY, sie hat mir mal geschrieben, dass sie nur noch mit Menschen zu tun haben möchte, mit denen sie sich wohlfühlt, von allen anderen würde sie sich trennen. Damals hatte sie sich offensichtlich noch mit mir wohl gefühlt. Nachdem sie mich nicht mehr gebraucht hatte, trennte sie sich auch von mir. Jetzt ist es ja nicht so einfach sich von Menschen zu trennen mit denen man ständig zu tun hat, für sie war es ja einfach, denn ich wohne über 400 Kilometer von ihr entfernt.

MarieRoma, um deine Kränkungen verarbeiten zu können, solltest du dir so etwas wie ein Tagebuch zulegen. Darin schreibst du alles auf, was du so an guten oder schlechten Erfahrungen am Tag gemacht hast. Da kannst du auch viel deutlicher aufschreiben, was dich bewegt. Ich nehme an, dass sich deine Verletzer in deinem näheren Umfeld befinden oder nicht so weit entfernt von dir wohnen und sie laufen dir immer wieder über den Weg. Solche Menschen kannst du wunderbar bestrafen indem du sie gar nicht beachtest, verächtliche Blicke von dir sind eine schlimme Bestrafung, viel schlimmer als Verrat. Bei einem Verrat erzeugst du nur Hass auf dich und der/die Betreffende geht moralisch gestärkt aus dem Rennen, bearbeitest du ihn/sie aber schweigend mit abschätzigen Blicken, die ihm/ihr signalisieren, ich weiß was von dir, machen den/die Betreffende total unsicher und du kannst zufrieden sein.

MarieRoma, du glaubst gar nicht, wie viele böse Menschen es gibt, die dir zuerst nur ihr Sonntagsgesicht zeigen, wenn sie dann meinen, sie hätten dich schon im Sack, kommt ihr wahres Gesicht zum Vorschein, ich hatte diese bittere Erfahrung jetzt mit XY machen müssen.

Sie kann ich nicht nach obigem Rezept behandeln, wie denn auch über 400km Distanz. Du schreibst, dass du gläubig bist, dein Glauben kann dir bei der Verarbeitung deiner Enttäuschungen sehr helfen, gleichgültig welcher Religion du angehörst, ich denke, dass sie sich in der Vergebung alle ähnlich sind. Ich bin nicht gläubig, kann aber auch vergeben, ich brauche aber dazu ein Schuldeingeständnis und eine Entschuldigung des Verletzers.

In deinem Tagebuch sammeln sich langsam deine Erfahrungen an und wenn du nach einiger Zeit Bilanz ziehst, fallen dir die Menschen auf, von denen du dich besser trennen solltest, wenn es dir möglich ist und auch die, welche deine Aufmerksamkeit verdient haben. Es könnte sogar sein, dass Menschen, die du vorher nicht so beachtet hast, viel besser abschneiden als solche, die du immer bevorzugt hast.

Achte immer darauf, wen du nahe an dich ran lässt, nicht dass es dir so wie mir geht. :-)

Liebe Grüße

M@ari%eRoxma


Hallo Coolx100,

danke für Deine Antwort. Entschuldigung, dass ich erst jetzt darauf antworte. Wenn ich mich auf dieses Thema einlasse, mache ich da immer so ein "Fass auf"......die daraus resultierende Gefühle habe ich nicht immer unter Kontrolle....und ich mag mir ein richtiges Tief momentan eigentlich nicht leisten.

Nein, ich habe die "Verletzer" die letzten Monate alle nicht mehr gesehen. Mein Ex-Chef wohnt zwar in meiner Straße, aber ich wohne in einer Stadt, man läuft sich hier nicht zwangsläufig über den Weg.

Was ja viel schlimmer an mir nagt - die Sache mit dem Suizid......und die entsprechenden Personen, denen ich die Schuld daran gebe, habe ich zwar nicht mehr gesehen, aber ich hatte neulich quasi "geschäftlich" wieder mit ihnen zu tun. Alleine diese Namen zu lesen, hat mich so aufgewühlt.......es braucht nur einen klitzekleinen Schlüsselreiz und alle Gefühle, Ängst, alle Verzweiflung und Wut sind wieder da!

Ja, ich bin Christin......zwar nicht ohne Zweifel.....aber ich bin entsprechend mit christlichen Werten sozialisiert und das beeinflusst mich natürlich. Ich habe mich - ebenfalls im Internet - auch mit anderen Christen über dieses Thema ausgetauscht....Aber das hat mich nicht groß weitergebracht, den dieses Denken, dass man um des eigenen Friedens Willen vergeben sollte, hat ja durchaus seine Berechtigung....aber in RICHTIGEN Momenten der Verzweiflung steht man dann auch alleine da. Das sind solche Phasen, die mich weiter wegbringen von meinem Glauben.........Ich habe mich beim Aussuchen des Grabsteins sogar gegen ein Kreuz ausgesprochen.......ich wollte kein christliches Symbol, ich war so zornig....auch auf Gott, wenn es ihn denn gibt......

Mein eigener Schmerz ist ja nicht das Schlimmste......aber dieser Schmerz des von mir so heißgeliebten Menschen......der so verzweifelt war, dass er keinen eigenen Weg mehr sah.........Wie soll ich Menschen übers Dreieck vergeben können ??? ??? ? Ich wünsche ihnen alles Böse - nur das, was ich erlebt habe, das wünsche ich nicht einmal DENEN. Einen geliebten Menschen SO zu verlieren...........

Die Wut, der Hass......alles verschwimmt auch mit den eigenen Schuldgefühlen, mit dem Gefühl der Wertlosigkeit, des Versagens.........

Mein einziger Trost ist, dass ich denke, dass niemand solche Menschen richtig lieben kann.........Das ist für mich die größte Strafe........und die Quittung, die dieses Leben schreibt.......Richtig geliebt werden solche Menschen nicht, den sie haben ja auch keine Liebe im Körper, sonst würden sie sich nicht so verhalten. Aber bin ich selber denn noch liebenswert mit solchen Gedanken ??? ?

Ich habe mich auch von vielen, vielen Menschen gelöst, von denen ich sehr enttäuscht war.........Aber das machte einen auch einsam.......

So, nun ende ich lieber, bevor alles noch wirrer wird.

Danke für Deine Gedanken und Deinen Tipps - ich hoffe, Du kommst auch gut über "Madame" hinweg........

sjusi_he.rself


Es gehört zu den größten Herausforderungen, sich selbst und seine Gedanken unter Kontrolle zu haben. Wenn Du wirklich den Willen hast, wirst Du all das Überwinden. Unsere Mitmenschen enttäuschen uns oft, aber manchmal sind es auch einfach Mißverständnisse. Mach nicht den Fehler und steige endlich aus dieser Negativspirale heraus. Vergib Deinen Mitmenschen und sei gewiß, daß Du auch nicht vollkommen bist.

MSarwieR8om{a


Tja, das habe ich auch nicht behauptet.

Allerdings bin ich mir sicher, dass ich noch keinen Menschen in den Selbstmord getrieben habe!

Wenn Du schreibst, dass das eine bloße Enttäuschung ist, finde ich das ziemlich verletzend!!!!!!!!!!!

Aber Menschen urteilen ja schnell, wenn sie noch nie in so einer Situation waren.

Und, doch, ich bemühe mich trotzdem, diese Gedanken zu besänftigen....

s]uksi_hezrself


Tja, das habe ich auch nicht behauptet.

Allerdings bin ich mir sicher, dass ich noch keinen Menschen in den Selbstmord getrieben habe!

Wenn Du schreibst, dass das eine bloße Enttäuschung ist, finde ich das ziemlich verletzend!

Ich glaube man sieht schon ziemlich deutlich, wo Dein Problem liegt. Du glaubst anscheinend, ein Recht auf Rache zu haben weil andere Menschen in Deinen Augen schlecht gehandelt haben.

Aber Menschen urteilen ja schnell, wenn sie noch nie in so einer Situation waren.

Entschuldige bitte, aber wenn Du das nicht willst, warum eröffnest Du dann diesen Thread? Ich glaube, daß keiner der hier antwortenden in solch einer Situation gewesen ist. Wenn Du nur Urteile hören möchtest die Dir gefallen, dann sage das bitte vorher.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH