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Suizid

Cfarnivxore hat die Diskussion gestartet


Ich bin schon seit vielen Jahren stark depressiv. Auf die Gründe will ich hier im einzelnen nicht eingehen. Es ist nur so das ich schon alle möglichen Therapien gemacht habe ,auch zahlreiche medikamentöse Therapien und derzeit ziemlich stabil bin. Und das ist der Punkt der mich so irritiert - eigentlich geht es mir gut, dennoch hat der Suizid eine stark verführerische Wirkung auf mich. Ich habe auch schon einen Suizidversuch mit Tabletten hinter mir, der nicht geklappt hat weil ich falsch informiert war. Ich hatte gelesen das die Wochendosis eines bestimmten Medikaments, das ich zu der Zeit einnahm, schon tödlich ist und um sicher zu gehen habe ich die 3fache Menge der vermeintlich tödlichen Dosis genommen. Dann bin ich im Krankenhaus aufgewacht und habe erfahren das ich mich mit dem entsprechenden Medikament gar nicht hätte töten können. Jedenfalls ging es mir damals sehr sehr schlecht und obwohl es mir jetzt gut geht bedauere ich lediglich das der Versuch fehlgeschlagen ist. Warum kann ich nicht nachvollziehen. Ich wollte nie einen "Scheinsuizid" verüben, der im Grunde nur ein Schrei nach Hilfe ist, sondern ich wollte nur das entgültige Ende erreichen. Auch bin ich in keinster Weise religiös, so das ein Streben nach einem möglichen Leben nach dem Tod (wovon ich weiss das es das nicht gibt) auch keine Erklärung für meine Todessehnsucht ist. Aber obwohl ich mich ziemlich wohl fühle ist der Suizid als Lösung sämtlicher Probleme immer in meinen Gedanken geblieben, besonders wenn etwas Unangenehmes passiert, wie zum Beispiel wenn ich verletzt werde, oder mich für etwas sehr schäme. Geht es anderen auch so? Kann mir jemand vielleicht erklären warum ich sterben will, obwohl es mir gut geht?

Antworten
f=at8f4mxa


Mir geht es genauso.

Ich habe genau eine Ahnung von was Du schreibst und wie du Dich fühlst. Ich bin stabil und das schon seit über ein Jahr. Aber jetzt fängt es bei mir auch wieder an das ich täglich immer mehr über den Tod nachdenke. Ich habe nicht das Verlangen mich selbst zu töten aber ich denke nach wie es wehre wenn es so wehre wie schön es wehre. Ich habe auch schon einige therapien hinter mir und die nächste wird bestimmt noch in diesen Jahr folgen. Denn meine Gedanken kann ich nicht mehr richtig steuern. Da ich 2 Kinder habe darf ich nicht gehen. Das ist das einzigste was mich derzeit am Leben hält. Ich habe auch schon einen versuch hinter mir und ich wehre fast gestorben. Und auch ich finde es eigentlich schade das es nicht passiert ist aber auf der anderen seite freue ich mich. Denn ich habe 2 wunderbare Kinder. die Sehnsucht ist aber manchmal doch stärker und um diese Sehnsucht doch etwas zu lindern verletze ich mich selbst. Ich kann mich dagegen schon fast nicht mehr selbst wehren.

Es ist schon alles zum Mäuse melken.

Ctarnfivorxe


Danke fat84ma für deine Antwort,

eben das ist ja das absurde, ich habe auch nicht vor mich zu töten, aber es ist eine ständige Versuchung, die mich sogar etwas überheblich gegenüber "weltlichen" Belangen macht, nach dem Motto: Alles egal, wenn ich will ist es vorbei und wenn mich etwas stört dann erst recht! Ich glaube der Tod wirkt deshalb so verlockend, weil er endlich alle Fragen und Sorgen, nicht löst, aber verschwinden lässt. Könnte es sein das wir in dem Moment des Suizidversuchs eigentlich schon mit unserem Leben abgeschlossen hatten und jetzt nur noch ein Leben führen das in unserer Vorstellung schon beendet worden ist. Deshalb auch die Tatsache das wir uns nicht unwohl fühlen weil wir wissen das wir so etwas sind wie die lebenden Toten, also Menschen die, nach eigenem Ermessen, eigentlich schon vorher gestorben sind und jetzt von Zeit leben die wir für uns schon gar nicht mehr vorgesehen hatten, womit egal ist was wir tun, denken und empfinden?

Übrigens finde ich es sehr schön und befreiend mit selber betroffenen darüber reden zu können.

H6ans2elinxe


Ich hatte einige Jahre lang Depressionen. Habe zwar keinen Selbstmordversuch unternommen, hatte es aber zeitweise vor (und wenn, dann hätte ich auch wirklich tot sein wollen, auch mir ging es nicht um einen "Hilferuf").

Auch als es mir dann besser ging (aber das Thema Despressionen nicht wirlkich abgeschlossen war), blieb irgendwie der Gedanke an Selbstmord, aber nicht als Wunsch oder Sehnsucht - es war ganz komisch, ich hatte einfach die Befürchtung, daß ich mich mal umbringen würde, obwohl ich es eigentlich nicht wollte.

Was mir geholfen hat: In einer bestimmten Situation habe ich aktiv und ausdrücklich beschlossen, daß ich mich - egal was kommt - auf gar keinen Fall töten werde. Es ist einriesiger Unterschied, ob man etwas "eigentlich nicht will", oder ob man ausdrücklich beschließt: "Ich bestimme, daß ich das nicht tun werde". Gerade wenn man den Suizid v.a. als Akt der Selbstbestimmung sieht (so war das bei mir, ich fühlte mich fremdbestimmt und Selbstmord schien zeitweise die letzte mögliche wirklich selbstbestimmte Handlung). Dieses Machtgefühl "Ha, dann bringe ich mich eben um, ihr könnt mich mal" - mir ist es gelungen, dann statt dessen zu denken "Ha, den Gefallen tue ich euch nicht!"

S7a0oirsxe


Aber obwohl ich mich ziemlich wohl fühle ist der Suizid als Lösung sämtlicher Probleme immer in meinen Gedanken geblieben, besonders wenn etwas Unangenehmes passiert, wie zum Beispiel wenn ich verletzt werde, oder mich für etwas sehr schäme. Geht es anderen auch so?

Oh ja, mir geht es genauso! Ich kann alles, was ihr beide geschrieben habt, so gut nachvollziehen!

Ich habe zwei Suizidversuche hinter mir, beide, wie man sieht, "erfolglos". Bei dem ersten war ich zu jung (13) und zu dumm die richtige Dosierung der Tabletten einzuschätzen und dann habe ich auch noch alles erbrochen %-|. Beim zweiten Mal (mit 17) ging es auch gründlich daneben, obwohl ich es so gut geplant hatte. Ich habe mich beim Sprung aber nur leicht verletzt %-|. Der Notarzt und die Sanitäter meinten, es sei ein Wunder, normalerweise wäre ich tot gewesen... "ja, danke!"... sie glaubten, es wäre ein Unfall gewesen, ich ließ sie natürlich in dem Glauben. Bei mir sollten es aber auch keine Hilferufe sein, ich wollte defintiv tot sein.

Na ja und seit ich in Therapie bin, gab es auch immer wieder solche heftigen Momente, aber nur in Gedanken, weil ich meiner Therapeutin versprochen habe, mich vorher bei ihr zu melden, wenn diese Gefühle zu stark werden. Eigentlich ärgert mich dieses Versprechen mittlerweile sehr, da mir der Gedanke daran einfach hilft weiterzumachen, versteht ihr das? Nun ist mir diese Hilfe / Möglichkeit verloren gegangen. Die Sehnsucht ist, wie bei euch, manchmal unerträglich, dann passiert es mir oft, dass ich mich auch selbst verletze :-|.

Könnte es sein das wir in dem Moment des Suizidversuchs eigentlich schon mit unserem Leben abgeschlossen hatten und jetzt nur noch ein Leben führen das in unserer Vorstellung schon beendet worden ist. Deshalb auch die Tatsache das wir uns nicht unwohl fühlen weil wir wissen das wir so etwas sind wie die lebenden Toten, also Menschen die, nach eigenem Ermessen, eigentlich schon vorher gestorben sind und jetzt von Zeit leben die wir für uns schon gar nicht mehr vorgesehen hatten, womit egal ist was wir tun, denken und empfinden?

Das ist ein interessanter Gedankengang... hm, vielleicht stimmt das sogar ein bisschen, irgendwie passt diese Beschreibung zum Teil ganz gut zu mir.

ClarNnivforxe


Ich bin wirklich dankbar für die Antworten auf meine Anfrage, aber eine Sache dabei beschäftigt mich ein wenig. Ich weiss wie das ist wenn man selber depressiv ist und jemand ein Thema wie den Tod anschneidet. Und das letzte was ich will ist jemanden durch das Thema das ich begonnen habe in eine depressive Stimmung zu versetzen, oder gar Gründe zu nennen warum ein Suizid gerechtfertigt währe! Versteht mich nicht falsch, ich will die Diskussion nicht abbrechen, aber ich kenne die Gefahr die von so etwas ausgehen kann nur zu gut und will als aller letztes jemandem schaden, also tut euch alle zusammen bitte nichts und nie wieder etwas an! Auch ich habe mich mich selber verletzt, was meiner Erfahrung nach bei Männern seltener vorkommt als bei Frauen, aber nie regelmäßig, dafür immer sehr schwer! Tut das bitte nicht! Ich habe viele sehr große und unschöne Narben davongetragen und ich meine wirklich physische (von den psychischen will ich gar nicht reden), aber letztlich bleibt es genau dabei - es sind nur Narben die niemandem helfen und die niemand (auch kein Therapeut, der alles darüber weiss, ausser wie es sich anfühlt!) der es nicht selbst getan hat, richtig interpretieren kann! Wir wandern glaube ich auf einem schmalen Grat und sind an einer tödlichen Krankheit erkrankt. Ich schreibe das nur weil ich nicht will das etwas, was ich als Gesprächsthema begonnen habe um mehr darüber heraus zu finden, jemandem in irgendeiner Weise schadet. Und fasst das bitte auch nicht falsch auf, das ich euch nicht zutraue über eure Probleme zu sprechen ohne davon überwältigt zu werden. Lange Rede kurzer Sinn: Ich wollte nur meine Absichten genauer darlegen.

S2aoMirsje


Ich weiß nicht, wie die anderen das sehen, aber ich habe mich über deinen Faden sehr gefreut. Gefreut deshalb, weil es immer schön ist, sich in anderen Menschen wiederzufinden und weil ich es befreiend finde, wenn man über so ein schwieriges Thema so offen und unverblümt reden kann. Was mich betrifft, so zieht mich dein Faden nicht runter, im Gegenteil, mich befreit das Lesen und Schreiben und es versetzt mich keinesfalls in eine depressive Stimmung. Dafür sind immer ganz andere Dinge verantwortlich, aber niemals diese Art von Beiträgen hier im Forum.

Ich habe auch recht schlimme Narben, leider. Na ja, jetzt schreibe ich "leider" und letztendlich lasse ich es dann doch nicht sein. Es stimmt, dass Therapeuten natürlich nicht den momentanen Schmerz (in jeglicher Hinsicht) während des SVV nachvollziehen können, aber ich fühle mich von meiner Therapeutin trotzdem sehr gut verstanden. Sie nimmt sich auch die Zeit, es zu verstehen und verurteilt mich nicht dafür. Auch das hilft mir, offener damit umzugehen, auch wenn das im Arbeitsleben z. B. wohl nie der Fall sein wird. Aber das ist ein anderes Thema.

C armnivxore


Gut, mir ist auch nur aufgefallen welche möglichen Auswirkungen ich unüberlegt durch dieses Thema hervorrufen könnte. Aber was mich interressiert (und zwar nicht aus Sensationsgeilheit) ist was bei anderen Personen der Auslöser für Suizidgedanken ist. Bei mir ist das so in meinem Denken verwurzelt, das schon geringste Anlässe dazu führen diesen Wunsch nach Selbstmord zu verspüren und (ich weiss das es pervers klingt und wohl auch ist) auch regelrecht zu geniessen. Es ist wirklich fast so als wäre mein Leben etwas Überflüssiges das ich nach Belieben wegschmeissen könnte, viel eher als mich mit realen Problemen auseinander zu setzen. Und was mich auch interressiert: Saoirse, inwieweit verspürst du Befriedigung durch die Selbstverletzung und führt es bei dir dazu das depressive Gedanken verschwinden? Ich habe es immer viel mehr als Bestätigung meiner Qualen verstanden.

f!ath8P4m6a


Diese Selbstverletzungen sind bei mir keine Schmerzen. Ich verspüre weder dabei noch danach Shmerzen, egal wie tief die Wunden sind, egal wie stark die Schläge sind etc.

Aber eine Befriedigung ist (manchmal) bei mir da. Dieser Moment beruhigt mich dann immer etwas.

Wenn wir nicht wenigsten einigermaßen Stabil sind, dann würden und könnten wir uns in diesen Forum nicht damit auseinandersetzen.

Ein Arzt sagte mal zu mir, dass ich Psysich schwer Krank sei und es bei mir nie 100%ige Heilung geben wird. Da einige sich hier genauso fühlen wie ich, wird deren Krankheitsbild nicht viel anders sein als meins. :°_

Somit kann ich nur sagen, das uns allen nichts übrig bleibt als damit zu leben. Auch wenn der Tod zu verlockend erscheind - und wir noch mehr als einmal dieser Versuchung nicht wiederstehen werden können. Bis es wohl dann (vielleicht) doch einmal geklappt hat. :°(

Schade das es dieses Thema und vorallem diese Krankheit ist, die nicht akzeptiert wird und man sich nur Anonym in einem Forum treffen kann. Da es einfach zum Tabuthema der Gesellschaft gehört. >:(

s.ucaCmedxica


Auch ich bin depressiv und suizidal, eigentlich war ich das auch schon als Kind, aber da merkte es keiner und ich selbst hielt meine Suizidgedanken bis vor einigen Monaten noch für völlig normal. Bis sie durch meine momentane Depressive Episode stärker wurden und ich sie aussprach und damit einige Leute schockte. Heute geht es mir etwas besser, ich war im letzten Jahr in einer Klinik, aber dennoch denke ich jeden Tag mehrmals daran. Ich verstehe einfach nicht, wozu ich so viel kämpfen muss, so viel leiden muss, um irgendwann doch zu sterben, das kann man doch viel einfacher haben, indem man dem ganzen ein Ende setzt. Und jeden Abend, wenn ich zu Bett gehe und das Seroquel einnehme, um schlafen zu können, wünsche ich mir, nie wieder aufzuwachen. Komm, o Tod, du Schlafes Bruder...

S;avo9irsxe


@ Carnivore

Du hast gefragt, was bei uns der Auslöser für Suizidgedanken ist. Meine Antwort, die ich dir darauf geliefert hätte, hast du dir bereits selbst gegeben:

Bei mir ist das so in meinem Denken verwurzelt, das schon geringste Anlässe dazu führen diesen Wunsch nach Selbstmord zu verspüren

So ist es bei mir auch. Es sind Kleinigkeiten, Nichtigkeiten, Erinnerungen, ein Song, ein Film, alte Tagebücher, Gedichte, Briefe, die das auslösen können. Aber auch aktuelle Geschehnisse, z. B. wenn ich mich nach einer schönen Begegnung abends wieder furchtbar einsam fühle und genau weiß, dass sich daran nichts ändern lässt (jedenfalls nicht so, wie ich es mir wünschen würde).

Ich spüre keine Befriedigung durch das Selbstverletzen, ich spüre dabei oft nicht mal den Schmerz, auch bei sehr schlimmen Wunden nicht. Meistens verletze ich mich, wenn ich in einer Dissoziation stecke und da nehme ich dann sowieso nichts mehr wahr, ich fühle mich dann innerlich völlig leer, obwohl das eigentlich sowieso ein Dauerzustand ist. Hin und wieder verletze ich mich aber auch, um Schlimmeres zu verhindern oder wenn ich meine Gefühle (die Sehnsucht nach jemandem) nicht mehr aushalte, nicht mehr aufhören kann zu weinen. Da empfinde ich dann eine gewisse Erleichterung, nachdem ich mich verletzt habe, weil ich es manchmal schaffe, danach wieder ganz ruhig zu werden. Aber als "Befriedigung" würde ich es nie bezeichnen, denn meistens hasse ich mich im Anschluss gleich wieder sehr dafür und das passt insofern für mich dann nicht zusammen.

@ fat84ma

Früher hätte ich mich über solch eine Einschätung eines Artzes furchtbar aufgeregt, weil ich sehr lange davon überzeugt war, dass ich psychisch irgendwann wieder vollkommen gesund werde. Mittlerweile bezweifle ich das aber auch und würde der Aussage deines Arztes zustimmen. Es wird Zeiten geben, die besser sind, ohne starke Depressionen, ohne Ängste, ohne SVV. Aber es werden auch immer wieder Zeiten kommen, in denen einen alles aus der Vergangenheit einholt. Man kann sie nun mal nicht aus dem Gedächtnis löschen und jede noch so gute Therapie und jede/r noch so gute/r Therapeut/in wird das sicher nicht schaffen. Ich hatte dieses Jahr so einen großen Rückfall, in allen Bereichen, und damit hätte ich Ende letzten Jahres niemals gerechnet. Es kommt so plötzlich, so unerwartet, es überrollt einen wie eine große Welle, der man ungeschützt ausgeliefert ist. Meine Therapeutin hilft mir sehr gut, ich wüsste nicht, was ich ohne sie machen würde, aber dass ich psychisch irgendwann wieder ganz stabil bin, glaube ich trotzdem nicht. Dafür gibt es zu viele innere Wunden, die einfach niemals ganz verheilen werden.

Na ja, über den Tod sprechen die Menschen eben nicht gern. Manchmal muss ich innerlich etwas grinsen, denn darüber spricht sogar meine Therapeutin nicht wirklich gern, zumindest habe ich das Gefühl. Diese unerträgliche Sehnsucht nach dem Tod können eben nur die wenigsten nachvollziehen, es ist vielleicht auch gar nicht so einfach, wenn man es nicht selbst schon so empfunden hat. Über den Tod, das Sterben, Selbstmordgedanken und alles, was noch dazu gehört, kann ich eigentlich nur mit einer Email-Bekanntschaft ganz offen schreiben. Wir kennen uns aus einem nicht so strengen Forum ;-). Aber da hört es auch schon auf... doch, wie gesagt, ich nehme es den Leuten gar nicht übel, nicht jeder nimmt das eigene Sterben, den eigenen Tod so leicht. Da komme ich übrigens gerade auf ein ganz anderes Thema...

...Mein eigener Tod ist mir vollkommen egal, davor habe ich keine Angst, hatte ich noch nie, auch vor schlimmen Krankheiten fürchte ich mich nicht, wenn sie mich betreffen. Aber ich komme mit dem Tod anderer Menschen nicht zurecht. Zwei geliebte Menschen, die einzigen, die mir (bis auf meine Therapeutin) immer wichtig waren, sind gestorben, leider kurz hintereinander. Ich war monatelang wie gelähmt, betäubt und habe es bis heute noch nicht ganz überwunden (das war 2003 und 2004). Allein die Vorstellung, ich könnte auch noch den letzten Menschen, der mir alles bedeutet, verlieren, macht mich ganz wahnsinnig.

Eigentlich ziemlich paradox... denn ich würde mit meinem selbstgewählten Tod anderen auch dieses Leid zufügen, vor dem ich solche Angst habe. Das ist auch der einzige Gedanke, der mir dabei weh tun würde.

SLaoiSrsxe


@ sucamedica

Ich verstehe einfach nicht, wozu ich so viel kämpfen muss, so viel leiden muss, um irgendwann doch zu sterben, das kann man doch viel einfacher haben, indem man dem ganzen ein Ende setzt. Und jeden Abend, wenn ich zu Bett gehe und das Seroquel einnehme, um schlafen zu können, wünsche ich mir, nie wieder aufzuwachen.

Das hätte auch von mir sein können!

Ezazy2 J


hab einen selbstmordversuch dieses jahr hinter mir...beste dadran war echt als ich ausm koma aufgewacht bin dass meine mutter neben meinem krankenhausbett saß und ich nicht wusste was ich sagen soll

f9at8\4ma


Es sind Gedanken die einen regelrecht "ZERVETZEN"...

Manchmal, wenn ich mich sehr stark selbst verletze dann bin ich in Trance und bekomme auch meine Umgebung nicht mit. Bei mir sind auch zwei Menschen innerhalb eines Jahres gestorben (2006 u 2007). Überwunden habe ich es bis jetzt auch nicht - von einem habe ich im Dezember ein Kind bekommen und immer wenn ich meine Tochter anschaue sehe ich ihn. Dann wünsche ich mir ganz schnell beu ihm zu sein.

Manchmal muss man auf sich selbst aufpassen um nicht verrückt zu werden.... Jetzt zb. fühle ich mich innerlich total Unruhig und ich könnte alles zerschlagen inkl. MIR. Doch zum Glück kann ich mich soweit beherrschen, dass ich "nur" mich verletze.

Die Krankheit ist des Teufelshandwerk ]:D.

Paratox ist bei mir, dass ich mich sehr nach den Tod sehne doch Angst davor habe zu sterben...

Angst davor habe eine tödliche Krankheit in mir zu tragen.

Angst vorallem habe.

Ich bin verzweifelt, denn wirklich wissen tue ich nicht was ich will (Ich sehe die Fragezeichen in euren Gesichtern).

Ich weiss das es nicht wirklich nachvollziehbar ist. Doch so fühle ich mich.

Das mich jemand wirklich vermisst möge ich bezweifeln (bis auf meine 2 Kinder). Klar werden sie über mich trauern, doch wenn es jetzt schon niemanden Interessiert ob DU vom Leben abschieb nehmen willst..

..Warum sollten sie einen dann wirklich vermissen ??? ???

fAatL84ma


Bist Du stolz darauf es gemacht zu haben und doch überlebt zu haben ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??

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