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Suizid

sKmJile-[4-mxe


so das ein Streben nach einem möglichen Leben nach dem Tod (wovon ich weiss das es das nicht gibt) auch keine Erklärung für meine Todessehnsucht ist.

Hallo carnivore,

nur ein paar Gedanken zu deinem Eingangsposting...egal was du glaubst oder vermutest oder glaubst zu wissen bezogen auf ein mögliches Leben nach dem Tod -in welcher Form auch immer-...letztlich weißt du nicht was tatsächlich sein wird. Wir können lediglich glauben oder vermuten, was nach unserem Tod geschieht. Ob es da weitergeht, neu anfängt oder ob alles für immer vorbei ist. Gewissheit darüber können wir erst haben, wenn unser irdisches Leben hier vorbei ist.

Aber obwohl ich mich ziemlich wohl fühle ist der Suizid als Lösung sämtlicher Probleme immer in meinen Gedanken geblieben,

Ich kenne diese Gedanken zum Teil noch aus meiner Pubertät, wo ich auch oft solche Gedanken hatte. Und ich hab da die Erfahrung gemacht, je mehr man sich auf das als Lösung für jedes Problem fixiert, umso mehr hat einen dieser Gedanke auch im Griff, taucht sofort wieder auf und beeinflusst das Denken negativ.

Vielleicht solltest du beginnen eine andere Einstellung zum Thema Suizid zu bekommen und auch eine andere Konfliktlösungsstrategie in deinem Kopf verankern. Das kann man nämlich ändern, vielleicht nicht zu 100%, aber zumindest so, dass du wirklich anfängst dein Leben so zu lieben und an ihm zu hängen, dass diese Todessehnsucht aufhört.

@ sucamedica

Ich verstehe einfach nicht, wozu ich so viel kämpfen muss, so viel leiden muss, um irgendwann doch zu sterben, das kann man doch viel einfacher haben,

Ich verstehe sehr gut, dass du das momentan so empfindest. Wenn man eh gerade in so einem tiefen Loch steckt, dann kann man es auch nicht anders sehen. Einige müssen mehr kämpfen in ihrem Leben, anderen fliegt vieles zu...ich persönlich denke, dass man am besten damit fährt, wenn man beginnt diese Unterschiede zu akzeptieren. Je mehr man gedanklich und emotional an sowas "rumpopelt", umso schlechter gehts einem doch. Man kann nur versuchen das Beste aus seinem Leben zu machen, die Zeit hier zu nutzen, um so zufrieden wie möglich zu sein.

Höhen und Tiefen gibts in jedem Leben, da erzähle ich dir nichts neues. Allerdings, wenn du dein Leben wegwirfst gibst du dir und deinem Leben nicht mal die Möglichkeit, dass dir was tolles passiert oder du Erfahrungen machst, wo du im Nachhinein sagen musst "Hätte ich mich tatsächlich umgebracht, dann hätte ich das nie erlebt". Auch wenn du das Leben verständlicherweise gerade anders empfindest, es hält immer wieder auch viele positive Überraschungen bereit. Und auf diese lohnt es sich den Blick zu richten finde ich. Das negative haben wir immer schnell im Kopf und wie scheiße doch alles ist. Ja, ich denke da kann dir jeder aus diesem Forum seine eigene Geschichte zu erzählen, denn jeder hier hat scheiße hinter sich und viele sicherlich auch nicht zu knapp. Aber darüber sollten wir nie die gute Seite vergessen und dass wir ohne durch Leid gegangen zu sein den Wert von Glück auch nicht wirklich zu schätzen wüssten.

So sehe ich das zumindest.

snuMcam;edicxa


es hält immer wieder auch viele positive Überraschungen bereit

Woher nimmst Du denn diese Gewissheit, das weißt Du doch gar nicht. Belügst Du Dich damit nicht selbst? Ich kann mich nicht belügen, die Rosa Brille der Gesundis fehlt mir.

s(mil;e-4-Tmxe


Woher nimmst Du denn diese Gewissheit, das weißt Du doch gar nicht.

Durch einen objektiven Rückblick auf mein Leben, daher nehme ich die Gewissheit. Und in meinem Leben lief weiß Gott nicht alles rund...da möchte ich gar nicht mit einer Aufzählung beginnen, ich kann nur sagen, dass ich nicht nur vermute, wie ihr euch fühlt. Ich kenne vieles aus eigener Erfahrung und mir wurde echt nix geschenkt. Ich musste für vieles hart kämpfen und muss es teils heute noch...aber das war es wert. Und der Fokus auf den negativen Scheiß...wohin bringt der einen denn schon? Er verzerrt die Realität und macht das Leben unerträglich. Versteh das bitte nicht als persönlichen Angriff...aber der Fokus auf Negatives im Leben (das natürlich zweifelsohne vorhanden ist) ist doch nur ein zusätzlicher Klotz am Bein, wenn man eh schon schwer vorwärts kommt.

sZuc>amedicxa


Ja aber nur weil es bei Dir eine gute Wendung nahm, muss es das doch nicht zwingend bei mir so sein. Ich finde es ehrlich gesagt reichlich arrogant, mir einreden zu wollen, dass mein Leben lebenswert ist.

slm[ile-4\-me


Wer hat dir denn gesagt, dass es bei mir eine gute Wendung nahm? Ich hab erstmal nur eine andere Einstellung zum Leben entwickelt bzw. bin dabei. Von meiner Vergangenheit bin ich trotzdem geprägt und muss mir nach wie vor vieles hart erarbeiten. Ich hab nur erkannt, dass man vorhandene Schwierigkeiten/einen vorhandenen Schaden nicht dadurch repariert bekommt, in dem man alles aber auch alles negativ sieht und zum Teil dann irgendwann auch sehen will. Das ist ein Muster, das sich schnell festsetzt, aber das funktioniert auch andersherum.

Ich finde es ehrlich gesagt reichlich arrogant, mir einreden zu wollen, dass mein Leben lebenswert ist.

Ich hab mit keinem Wort gesagt, wie ich dein Leben empfinde. Ich kenne dich nicht, weiß nicht wie du lebst, was du erlebt hast. Die Frage nach der Wertigkeit des Lebens -auch wenn es vielleicht von außen betrachtet chaotisch und schlimm aussieht- ist eigentlich eine ethische und ich weiß nicht, ob man das in so einem Thread diskutieren kann oder sollte.

Grundsätzlich möchte ich aus Erfahrung nur eins dazu sagen...egal wie bescheiden es läuft und wie unglücklich man auch manchmal ist, man hat es in den meisten Fällen absolut selbst in der Hand etwas daran zu ändern. Und an der Stelle finde ich es doch oft ein wenig arm, dass viele alle Verantwortung für ihr Leben von sich schieben und sagen "Die Gesellschaft ist scheiße, die macht mich krank" oder "Meine Eltern sind schuld" etc. Solche Aspekte beeinflussen natürlich unser Empfinden, aber ganz am Schluss dieser Kette tragen wir selbst die Verantwortung dafür, welche Schuhe wir uns im Leben anziehen und von welchen Prägungen und Erfahrungen wir uns gefangen halten lassen.

s_ucameed5icxa


Also bin ich allein selbst schuld an meiner Lage!? Ganz toll, genau das brauche ich, dass man mir das schon wieder sagt. Aber das ist nicht so einfach, wie Du denkst, denn leider kann ich mein Leben nicht komplett selbst beeinflussen, da spielen so viele Faktoren von Außen mit. Es ist herablassend, zu behaupten, ein Depressiver sei doch gerade selbst schuld an seiner Lage. Aber so urteilen viele Leute und genau das lässt diese Erkrankung keine Akzeptanz erfahren. Jemand der Krebs hat ist dagegen zu beddauern, ein Depri selbst Schuld, den darf man also verurteilen. Noch ein Grund, es hier nicht mehr länger auszuhalten und sich nur noch den Tod zu wünschen.

m3issihssiuppii58


@ sucamedica

Das ist leider nur allzu wahr....Depression ist doch nichts!!Ja,wer einen gebrochenen Arm hat mit einem mitleidserregenden Gipsverband,na,das ist ja wohl ein armer Tropf,da wird gefragt,"Tuts Dir sehr weh?"..."Kann ich dir helfen?"Aber wenn jemand Depressionen hat,dann ist er ein Querulant,ein Spinner,ein Verrückter,ist doch bloß mies drauf und sowieso nur unzufrieden...Das steht mir bis "Oberkante Unterlippe",und ich muß es mal loswerden!!

Wie gedankenlos sind die Menschen eigentlich?Zwischen Himmel und Erde gibt es Krankheiten,die man NICHT sieht und die man NICHT mit Skalpell oder Pflaster heilen kann!!!

fUat84xma


Es ist leider noch Tabuthema in unsere Gesellschft!!!! >:( Es gibt wenige die mich verstehen, bis auf fast keinen. :°(

Es kann keiner nachvollziehen, wenn an es selbst noch nie hatte. wie auch?? wenn wir es doch selbst manchmal nicht verstehen was in uns vorgeht.

Das Verstehen und Akzeptieren sind aber auch 2 Paar verschiedene Schuhe.

Solnge es in unsere Gesellschaft auch nicht (wirklich9 Akzeptiert wird solange wird es immer welche geben die der Meinung sind, dass wir Spinner sind und wir uns einfach nur ZUSAMMENREISSEN sollten. :°(

Was freilich FALSCH ist, da bei uns einfach nicht genug bis keine Glückshormone vorhanden sind.

rgeg?entrö{pchexn


und wir uns einfach nur ZUSAMMENREISSEN sollten. :°(

Ja. Solche Aussagen machens eigentlich nur noch schlimmer. (geht da glaub ich nicht nur mir so)

Diese Ignoranz und Unakzeptanz (und Unwissenheit!! am schlimmsten dumme Leute die ankommen mit "Emo", "Emokind" .. HALLO??) bringt mir echt ne "verzweifelte Wut".

hab mir heute abend sachen angehört...

CUaralxe


Hat jemand was vom TE gehört? Hoffe, er hat nicht ernst gemacht....

SHaoirxse


@ sucamedica

Niemand kann dich zwingen oder darüber urteilen, ob du deine Mutter mal pflegen wirst! Dafür gibt es Menschen, die darin ausgebildet sind. Ich könnte das auch nicht, bei niemandem in meiner noch vorhandenen "Familie" und dafür schäme ich mich auch nicht. Ich finde nicht, dass man so etwas können muss, egal wie gut oder schlecht das Verhältnis zu der betreffenden Person ist. Eine Pflege hätte ich mir nur bei meiner Omi vorstellen können, aber da war ich noch zu jung und sie lebte leider auch zu weit weg :°(. Jedenfalls ist es egal, was andere denken, mach dir darüber keine Sorgen! :°_

Es ging ihr doch nicht um mich, es ging ihr doch nur um die Erfüllung ihrer (...) Wünsche.

Das könnte ich auch auf meine Mutter beziehen. Meine Mutter mag keine Kinder (obwohl sie sogar in solch einem Beruf tätig war %-|) und sie hätte nie selbst welche haben dürfen, dies geschah nur aus gesellschaftlichen Gründen, das weiß ich. Meine Mutter war immer abweisend, hat mich nie in den Arm genommen oder getröstet (das konnte sie nicht). Ich kenne sie nur gereizt, genervt, angespannt, schreiend und ohne jegliche Wärme und Herzlichkeit. Ich hab mir schon als Kleinkind (im Kindergarten) Ersatzmütter gesucht und mir immer gewünscht, irgendwann adoptiert zu werden. Na ja, daraus wurde leider nichts :°(. Wenn meine Mutter nicht wieder wegen irgendwas böse auf mich war und mich angemeckert hat, hat sie mich ignoriert. Ich weiß gar nicht, was schlimmer war, ich glaube, ignoriert zu werden, weil ich das als Kind nicht verstehen konnte. Ich habe immer versucht, mich so zu verhalten, dass ich dachte, es könnte ihr gefallen, habe versucht, ihre Gedanken zu lesen, um nichts falsch zu machen und habe ihr nie irgendwelchen Ärger gemacht... alles nur, weil ich dachte, dass sie mich dann gern haben würde. Aber es hat nie etwas gebracht :|N.

Ich kann dich jedenfalls gut verstehen :°_ und auch, dass dir der Tod so viel näher ist als das Leben. Ich kämpfe mich auch durch jeden Tag, momentan vor allem für meine Therapeutin als für mich selbst, auch weil ich ihr (dummerweise) ein Versprechen gegeben habe. Aber für sie versuche ich es gern, für mich selbst könnte ich es nicht...

LG @:)

Sqaoirxse


@ Carnivore

Falls du noch mitliest, möchte ich dir gerne sagen, dass ich den Austausch mit dir sehr schön fand und wenn du noch da bist und wieder schreiben würdest, würden sich sicher sehr viele darüber freuen, ich zumindest schon :)z. Lass dir deinen Faden nicht von ein paar anderen kaputt machen, du kannst ihn trotzdem noch so gestalten, wie du es möchtest! :)z

Alles Liebe @:) und viel Kraft! :)*

sjuca@mekdixca


@ Saoirse

Vielen Dank für Dein Verständnis und Deine Worte. Ich bekomme so oft zu hören, ich habe meiner Mutter gegenüber Pflichten und keiner mag sehen, wie sehr ich unter ihr gelitten habe und daher diesen einfach nicht nachkommen kann und will.

SwchwarYzes dBlxut


Ich bekomme so oft zu hören, ich habe meiner Mutter gegenüber Pflichten und keiner mag sehen, wie sehr ich unter ihr gelitten habe und daher diesen einfach nicht nachkommen kann und will.

Wer sagt denn sowas? Jeder ist für sich selbst verantwortlich.

g^wendoxlynn


@ smile-4-me

ganz am Schluss dieser Kette tragen wir selbst die Verantwortung dafür, welche Schuhe wir uns im Leben anziehen und von welchen Prägungen und Erfahrungen wir uns gefangen halten lassen

Das mag für gesunde Menschen zutreffen, aber nicht für psychisch Kranke. Hier musst du mit anderem Mass messen. Es bringt nichts, einem Depressiven zu sagen, er solle sich "zusammenreißen", das ist, gelinde gesagt, respektlos, anmaßend und unsinnig. Allerdings kann ich verstehen, wenn man sich mit psychischen Krankheiten noch nie so richtig beschäftigt hat, dass man das nicht unbedingt sofort begreift. @:)

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