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Suizid

Sqnow'prinxcess


...habe nochmal die ganzen vorigen 55 Seiten gelesen. Muß sagen, daß das alles sehr traurig für Euch ist. Aber es gibt auch Menschen, denen sagen die Ärzte, daß sie nur noch so und so lange zu leben haben - und sie sind ganz verzweifelt darüber! SIE WOLLEN LEBEN:

Sie wollen leben, lachen, lieben, kuschelige Tiere streicheln, blöde Nachbarn ärgern, verreisen, sich um einen armen oder kranken Menschen kümmern, Feuerwerk machen, ihre Lieblingemusik hören, ein schönes Buch lesen, Bilder vom Grand Canyon anschauen, Schneeflocken futtern, und und und und......

Meinem lieben Bruder ist das alles nicht mehr möglich, denn er ist mit 29 Jahren leider viel zu früh gegangen!!!!!!:)- Bitte tut soetwas Euren Angehörigen nie an!!!!!:°(

M7ööö'px08


ja das is kla!

Die Leute tuen mir auch Leid!

Aber mal einen dummen gegen Vergleich!

Kinder z.B. hier in Deutschland wollen ihren Spinat nicht essen und in Afrika würden sich die Kinder total drüber freuen.

Oder jemand freut sich jemanden wieder zusehen , jemand anderes freut sich nicht.

Andere würden gerne leben, denen würde ich echt gerne mein Leben geben aber das geht ja leider nicht.

Und weiter zuleben, hab ich kein interesse dran.

L"oYneRixder


Melde mich nach Weihnachten zurück - bei mir gings besser als gedacht.

ich habe ziemliche Probleme, den verschiedenen Gesprächsfäden zu folgen, aber das Thema Suizid ist grundsätzlich mit einem Riesen Tabu belegt, und auch ohne dieses Tabu entstehen für Dritte ausschliesslich negative Gedanken,Gefühle, Hilflosigkeit und dann noch Angst vor Vorwürfen (man hätte ja ... wenn man richtig reagiert hätte z.B.Einweisung). Das liesse sich nur ändern, wenn das Thema Suizid wie auch Sterbehilfe von Kirchen und Parteien (und auch von der Gesellschaft) neutral und ergebnisoffen diskutiert würde. Tod gehört zum Leben - totschweigen bringt gar nichts Positives - es rumort dann unter der Oberfläche weiter - und die Kritiker meinen, das schlechte Gewissen würde uns davon abhalten, wenn wirs nicht mehr aushalten ... -> von dieser angenehmen diskussionsabwürgenden Position müsste man den Herrschaften mal wegbefördern ...

Zum Thema Hilflosigkeit/schlecht fühlen, wenn sich jemand aus dem näheren Umfeld

umbringt, könnte ich einen Erfahrungsbericht beisteuern - mein Bruder hat sich im März 2001

nachts vor eine S-Bahn gelegt. Hilf- und Fassungslosigkeit - so möchte ich die ersten

Gefühle beschreiben - dann Vorwürfe -ausgesprochene wie nicht ausgesprochene- der Verwandschaft und sich selbst gegenüber sind auch allgegenwärtig - auch, weil quasi keiner die näheren Umstände, die konkret zu der Entscheidung geführt haben, kennt und sie einordnen kann/konnte - das ist viel zu ungeheuerlich/unfassbar/darf nicht sein ..

Die Trauer kam nach dem Aktionismus der Beerdigungsformalitäten und Erbangelegenheiten,

sobald man ein bisschen Ruhe gefunden hat.

Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass mich die Situation dahingehend überfordert hat, weil

ich dadurch in die schwere Depression gerutscht bin (sonst wäre sie höchstwahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt mit einem anderen Auslöser gekommen ...)

So, bevor mich die Erinnerung wieder packt und herunterzieht, beende ich die Ausführungen

für dieses Jahr.

Machts gut (weitere Glückwünsche würden sich aus meiner Sicht makaber anhören in so einem Forum)

ciao

LoneRider

e/ife)lxyeti


Snowprincess

Bitte tut soetwas Euren Angehörigen nie an!!!!!

Wie stellst du dir das vor? Seid ihr Angehörigen so egoistisch, dass Ihr in erster Linie nur an Euch denkt? Du kannst dir anscheinend noch nicht einmal im Mindesten vorstellen, wie es in diesen Menschen drinnen aussieht: die sind am Ende, die können und wollen nicht mehr weiter! Und du verlangst von denen Rücksicht auf Angehörige?

Hallo an alle Angehörigen, ich sage euch: entweder habt ihr euch dem Suizid-Opfer gegenüber wirklich falsch verhalten, dann habt ihr zu Recht ein schlechtes Gewissen. Oder freut euch mit ihm, denn jetzt geht es ihm gut. Ihr wollt doch, dass es euren Angehörigen gut geht und sie sich nicht rumquälen müssen, oder?

scucamehdica


@ eifelyeti

Bravo, gut geschrieben. Genauso ist es.

Wenn jemand sich entscheidet, den letzten Weg zu gehen und sich das Leben zu nehmen, dann haben die Menschen um ihn herum versagt und denen ist man ganz gewiss nichts mehr schuldig und für die muss man sich auch nicht noch jahrzehntelang herumquälen, indem man am Leben bleibt.

Ich habe meinen Vater durch einen Suizid verloren, als ich zwei Jahre alt war, und niemals, nie, nie, nie käme ich auf die Idee ihm dafür böse zu sein und ihm vorzuwerfen, er habe nicht an mich gedacht und mich alleine gelassen. Und ich war alleine mit einer Schwester, die mich nicht für normal hält und das auch heute in der ganzen Stadt herumerzählt und mit einer herrschsüchtigen, gefühllosen, schlagenden, beleidigenden und widerlichen Mutter. Im Gegenteil, ich habe Verständnis für ihn und in seiner Situation damals hätte ich vielleicht dasselbe getan. Er muss so verzweifelt gewesen sein, so alleine, keiner, der ihm glaubte und zu ihm hielt, dass er den letzten Schritt ging und dabei einfach nicht sehen konnte, dass da ein kleines, intelligentes und sensibles Mädchen ist, das ihn gebraucht hätte. Wie einsam er gesesen sein muss und das doch wohl nicht, weil er versagt hat, sondern die Menschen um ihn, seine Verwandten und Freunde, die ihn alleine ließen.

EkinzelSkämp]fexr


dann haben die Menschen um ihn herum versagt

na das ist ein hartes stück, bei mir ist das zumindestens nicht so, diese schuldsuche habe ich auch jahrelange betrieben, aber im grunde genommen, müssen gew. dinge die gemacht werden, nicht mit absicht gemacht werden, auf der anderen seite gibt es sogar dinge die bewusst gemacht werden und derjenige der sie gemacht hat, verändert sich, menschen können sich verändern und aus ihren fehlern lernen,

zum anderen, weil ich gesagt habe, ich habe diese schuldsuche auch jahrelange betrieben, irgendwann bin ich für mich persönlich draufgekommen, ich kann bei niemanden die schuld suchen, wenn ich will das mir besser geht, in solchen momenten der schuldsuche habe ich mich nur selbst bemitleidet und jem. die schuld gegeben...doch ich bin nur für mich selbst verantwortlich, nur ich habe es in der hand, wie mein zukünftiges leben aussieht...

das beste was man tun kann ist LOSZULASSEN und zu VERGEBEN (in allererster linie sich selbst und dann allen anderen)...ich war dazu jahrelang nicht bereit und wollte sogar diesen zustand der melancholie und der trauer....ich wollte zwar immer das ich wieder lust am leben habe, aber insgeheim, war ich doch noch nicht bereit mich zu verändern

dass er den letzten Schritt ging und dabei einfach nicht sehen konnte, dass da ein kleines, intelligentes und sensibles Mädchen ist, das ihn gebraucht hätte.

das ist bestimmt schwer, du wirst es ihm vielleicht nicht vor, doch das hier klingt doch wie dein kleines inneres kind, das ihn ja so sehr gebraucht hätte (doch ein kleiner vorwurf)

Wie einsam er gesesen sein muss und das doch wohl nicht, weil er versagt hat, sondern die Menschen um ihn, seine Verwandten und Freunde, die ihn alleine ließen.

ich habe auch jahrzehnte lang so gedacht, und ich empfinde heute noch viele menschen als kalt und unempathisch (von außen wirke ich übrigens auch so - also von dem her hab ich schon gelernt, ich sollte nie zu schnell urteilen, da ich mich selbst auch so kenne außen kühl und distanziert innen sehr sehr sensibel, tja vielleicht sind ja andere auch so) aber fakt ist es gibt auch einfach unempathische kalte menschen und dies fühlt sich echt nicht gut an, doch ich will und kann nicht mein leben davon abhängig machen, weil ein anderer nicht den nötigen respekt aufweist, tut ers nicht, ist es schmerzlich, aber es hängt nicht von seinem handeln ab obs mir schlecht geht oder nicht, zumindestens nicht mehr....und ich bin froh das ich diesen schritt geschafft habe....

J2ul)iSmooxn


Hallo an alle Angehörigen, ich sage euch: entweder habt ihr euch dem Suizid-Opfer gegenüber wirklich falsch verhalten, dann habt ihr zu Recht ein schlechtes Gewissen. Oder freut euch mit ihm, denn jetzt geht es ihm gut. Ihr wollt doch, dass es euren Angehörigen gut geht und sie sich nicht rumquälen müssen, oder?

Das fin ich ganz schön hart. Wenn ich das meinem Freund und meinen Schwiegereltern vorlesen würde, ich glaube sie würden dich imaginär in der Luft zerreißen.

Der Bruder von meinem Freund hat sich vor 8 Jahren das Leben genommen. Er und sein Vater haben ihn im Keller gefunden und sind den Anblick bis heute nicht los. Nächste Woche ist Todestag. Das ganze Jahr über merkt man meinem Freund das an, wobei er nicht drüber spricht. Aber besonders schlimm ist es vor dem Geburtstag seines Bruders und jetzt kurz vorm Todestag. Es ist auch für mich ne schwierige Zeit, da mein Freund dadurch immer sehr schnell recht aufbrausend und bei Dingen in die Luft geht die er sonst für banal hält. Ich kannte seinen Bruder nicht mal aber ich kenne ihn und seine Eltern und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht versagt haben. Sie wissen bis heute nicht warum. Nur dass er noch mit seinem Hund rauswollte und dann mit seiner Mutter ein Käffchen trinken. Irgendwann machten sie sich dann Sorgen, weil er nicht zurückkam. Der Hund lief dann im Hausflur allein rum.... Also mit solchen pauschalisierten Aussagen wäre ich vorsichtig.

Für euch ist es dann vorbei, für die Angehörigen geht es dann los, denn sie müssen damit leben und sich fragen warum sie nichts getan haben bzw. gemerkt haben!

eXiQfelyexti


Sie wissen bis heute nicht warum

Für euch ist es dann vorbei, für die Angehörigen geht es dann los, denn sie müssen damit leben und sich fragen warum sie nichts getan haben bzw. gemerkt haben!

Damit bestätigst du ja meine Aussage.

Und warum würden sie mich in der Luft zerreißen wollen? Weil ich die Wahrheit gesagt habe?

JJP83


<zitat>

entweder habt ihr euch dem Suizid-Opfer gegenüber wirklich falsch verhalten, dann habt ihr zu Recht ein schlechtes Gewissen.

</zitat>

:(v

Junge, ich glaube Du musstes noch nie einen suizidgefährdeten pflegen. Wirklich, oft ist es besser es zu ignorieren als etwas zu tun, weil sonst die Todessehnsucht sogar noch stärker wird, je nach Fall.

Das macht einen wahnsinnig, man kann nicht mehr und irgendwann schaltet man ab, oder man dreht durch. Es kann sogar andere Menschen in den Suizid treiben.

Ich glaube das kannst Du noch nicht nachvollziehen und ich wünsche Dir das auch nicht.

ekif%elyetxi


Junge, ich glaube Du musstes noch nie einen suizidgefährdeten pflegen

Könntest du mir das bitte näher erklären? Danke.

souc;a[medixca


Gestern habe ich mir überlegt, dass es wirklich besser wäre, ich würde endlich ein Ende machen. Die zehnfache Dosis Seroquel einnehmen, eine Flasche Eierlikör trinken und dann in den Wald gehen und im Schnee einschlafen. Momentan ginge das doch so gut. Ich mag einfach nicht mehr mich jeden Tag herumquälen, von gewissen Leuten angefeindet werden, dafür dass ich nicht so bin, wie sie selbst. Ich mag einfach nicht mehr und ich bin so alleine, mit keinem kann ich über meine Gedanken sprechen.

e5ifel,yexti


sucamedica

ich bin so alleine, mit keinem kann ich über meine Gedanken sprechen.

Hey suca,

Kopf hoch, was ist denn los? Hier im Forum, auch in den anderen Threads, hast du doch viele Freunde. Ist denn was besonderes geschehen?

spuEcameCd_icxa


Ach, wieder diese beiden Personen in meinem Kurs, die heute wieder herumgestichelt haben. Am ersten Tag nach den Ferien fing das schon wieder an mit bösen Blicken, Tuscheleien und dummen Bemerkungen. Ich fühle mich sowas von unwohl, wenn ich mit denen in einem Raum bin, gestern Nachmittag war ich deshalb so fertig und in der letzten Nacht habe ich nicht richtig schlafen können. Die eine könnte meine Tochter sein und hat ein Problem damit, dass ich daher logischerweise eben ein paar Dinge mehr kann und weiß und unterstellt mir, ich würde immer wieder von ihr sagen, sie sei dumm. Aber sowas würde ich niemals tun. Wozu denn auch!? Mich belastet es immens, wenn man mir falsche Dinge unterstellt und zu Unrecht behauptet, ich sei gemein. Ich will doch gar keinem irgendetwas Böses tun, halte mich doch auch sehr zurück, dränge mich keinem auf und ich möchte doch einfach nur in Ruhe meine Ausbildung machen. Und heute Morgen hatte meine S-Bahn einen Zusammenprall mit einem Auto und mein erster Gedanke war Suizid, mein Suizid, von dem ich immer wieder träume, allerdings ist es in meiner Vorstellung ein schneller ICE auf einsamer Strecke bei Nacht.

Myöööxp08


ich versteh dich.

Ich kacke total in der Schule ab.

Nichts läuft mehr so wie es sollte.

Vorm einschlafen hoffe ich immer das ich nicht mehr aufwache.

Meine Woche plane ich schon nicht mehr im voraus.

Feste Termine sind natürlich eingeplant, also so sachen die ich alltäglich tue.

Aber so Sachen wie Verabreden mit Leuten ... da will ich mich nicht festlegen.

In der Schule fühle ich mich immer so, als wäre das mein letzter Tag dort.

Bin unaufmerksam... kann ja doch nichts ändern.

Ich habe einfach keine Lust mehr auf diesen ganzen Mist.

e7ifCel%y&exti


Komm, lass dich mal in den Arm nehmen und knuddeln :)_ Vergess jetzt mal die beiden Blöden, das Wochenende steht vor der Türe und das kann man doch so doll genießen.

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