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Alltagstraurigkeit - lebe ständig depressiv und verträumt

e-motMiond-slave hat die Diskussion gestartet


Ich habe schon länger darüber nachgedacht hier mal etwas zu schreiben.. doch hatte immer das Gefühl dass ich hier sowieso keine wirkliche Hilfe finden könnte. Hoffe dass ich dadurch vom Gegenteil vlt überzeugt werden könnte..

Stelle ich mich erst einmal vor: Ich bin weiblich und 17 Jahre alt. Ich bin wohlbehütet aufgewachsen und habe noch beide Eltern und einen Bruder, mit denen ich zusammen lebe. Zurzeit gehe ich noch zur Schule und bin gerade dabei auf das Abitur zuzusteuern.

Viele meinen ich wäre ein gewöhnliches Mädchen, doch meinem Umfeld bin ich trotzdem fremd. Ich habe nicht wirklich Freunde. Meine Sommerferien habe ich größtenteils alleine verbracht und einfach so vor mich hingelebt. Ich bin jetzt auf einer neuen Schule und war anfangs echt motiviert gute Noten anzusteuern.. doch mittlerweile habe ich garkeinen Antrieb mehr um irgendwas zu erreichen schulisch. Ich habe unheimlich viel zu lernen und aufzuarbeiten da ich im Gegensatz zu den anderen einige Bildungslücken habe da ich vorher auf einer vergleichsweise schlechten Schule war. Doch anstatt brav alles zu machen lebe ich völlig verträumt in meiner eigenen Gefühlswelt und lasse mich darin total gehen. Ständig bin ich depressiv habe keine Lust mehr und betrachte mein bisheriges Leben immer wieder wie viel doch schief gelaufen ist. Von Anfang an hatte ich immer damit zu kämpfen Freundschaften und Mitmenschen die mich schätzen würden für mich zu gewinnen. Das ging schon seit der Grundschule so. Jetzt bin ich in der Oberstufe und halbwegs erwachsen in all meinen Charackterzügen und meinem Auftreten und nun bin ich immer noch die einsame Alleingängerin. Ich hatte ab und an Freundschaften doch die hielten nie lange. Das kam einerseits durch Gruppenbildungen und auch durch Schulwechsel die ich schon hinter mir habe.

Als ich in der 8. Klasse auf einer anderen Schule war, wurde ich vom ersten Tag an einfach aus Langeweile von meiner neuen Klasse beleidigt und ziemlich schwer gemobbt, dass sie mir mein Rad weggenommen hatten oder mich schlagen wollten. Durch diesen ständigen Druck der Angst die dann tagtäglich in mir war, hab ich dann einen schlimmen Tremor bekommen.. den ich bis heute noch habe. (unter Tremor ist eine Nervenkrankheit zu verstehen die sich dadurch bemerkbar macht indem man unkontrolliert anfängt zu zittern in Händen, Armen, am Kopf etc.)

Ich war dann eine Zeit beim Psychotherapeuten der mich durch diese Zeit psychisch unterstützen sollte. Hat aber nicht wirklich viel gebracht. :-(

Mein Leben bestand also oft aus ständigem Leid und einer darausfolgenden Depression die mich immer wieder einholt. Wenn ich ein paar gute Zeiten hatte in meinem Leben dann habe ich sie immer genossen und war sehr dankbar darüber.. doch immer wieder ist diese Zeit auch zu Ende gegangen und Leute die mir was bedeutet haben, sind ganz einfach aus meinem Leben gegangen und haben mich stehen und fallen lassen. Wenn man mich anschauen würde und sich mit mir unterhalten würde, könnte keinem wirklich bewusst werden wieso das immer so war. Denn ich bin eigl den meißten recht symphatisch und habe ein sehr gutes Herz und keinen Vogel in der Birne, weswegen die anderen mit mir vlt nichts zutun haben wollten.. :-/ :-(

Und nun wo ich in der letzten Phase meiner schulischen Ausbildung stehe hab ich einfach keinen Antrieb mehr noch irgendwie groß was zu erreichen. Innerlich weiß ich wie scheiße das ist aber ich kann mich einfach nicht mehr zusammenreißen. Oft lebe ich wie in einer emotionalen Traum-Seifenblase wo ich alles ander herum einfach nicht mehr so intesiv wahrhaben will und immer nur am träumen und nachdenken bin.

Meine Eltern merken das und haben schon gemeint dass ich vlt doch nochmal zu einer besser Psychotherapie gehen sollte.. aber zurzeit haben die meißten einfach alles voll an Terminen.

Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll. :-( Besonders weil es innerlich in mir die ganze Zeit schreit. Ich weiß dass das keine normale Pubertärdepression ist. Denn so oft und so lang wie ich immer traurig bin.. anderen ergeht es nicht so. Natürlich behaupte ich auch dass es viele da draußen in der Welt gibt denen es deutlich schlimmer geht als mir.. doch anhand solcher Tatsachen sollte man sowas nicht ausmachen.

Tut mir leid dass es was länger geworden ist. Ich weiß nicht was euch dazu so einfällt.. aber wem ein paar gute Wörter dazu in den Sinn kommen der soll sie doch bitte posten.

ganz liebe grüße

Antworten
e4moDti(on-s$lave


was ich noch gerne hinzufügen wollte da es evtl interressant ist zu meiner geschichte:

eine Zeit lang (das habe ich nie jemandem erzählt) habe ich mich auch öfters selbstständig übergeben und fand es nach ner Weile sogar angenehm dadurch den innerlichen Schmerz in mir rauszulassen. Seit ner Zeit mache ich das nicht mehr weil ich dadrunter gelitten hatte da es nicht richtig meinem Körper gegenüber ist. Doch ich denke dass ich jederzeit wieder damit anfangen könnte. Besonders weil ich seither 2 oder 3 kilo zugenommen habe.

Und wenn ich in den Spiegel gucke erschrecke ich mich oft vor mir selbst da ich ziemliche Augenringe habe.

eDmotiqon-bslavxe


scheint wohl keiner mir helfen zu wollen -.-

p<ajexra


hey

ich weiß nicht, ob es dir hilft das zu hören, aber es gibt verdammt viele paralleln zwischen deinem und meinem leben.

als ich angefangen haben deinen beitrag zu lesen habe ich nur gedacht, der hätte auch von mir sein können.

ich bin 19 und ebenfalls in der oberstufe.

meine familiären verhältnisse sehen ähnlich aus ( beide elternteile, einen bruder, wohlbehütet).

meine sommerferien habe ich auch überwiegend alleine verbracht. es ist nicht so, dass ich überhaupt keine sozialen kontakte habe, aber entweder fehlt mir die lust etwas zu unternehmen oder ich bin einfach nur angenervt, wie wenig sich meine "freunde" um mich bemühen, nämlich gar nicht. ich habe es satt das gefühl vermittelt zu bekommen, dass ich nur 2.te wahl bin.

in der grundschule wurde ich auch gemobbt, jedoch hatte ich eine freundin, die immer zwischen mir und den anderen stand. wenigstens etwas positives in der damaligen zeit...

ich bin im prinzip wie du ein sehr umgänglicher mensch und habe vor ein paar monaten mit einer psychotherapie begonnen, da ich unter zwängen leide und sehr ängstlich bin.

ich bin durchgehend, mit einigen guten tag, depressiv und finde am leben keine freude mehr.

alles zieht mich runter und manchmal frage ich mich, wieso ich nicht einfach aufgebe..einfach weg von hier..raus aus diesem leben..aber den mut habe ich einfach nicht..

vielleicht hast du ja lust dich mal mit mir auszutauschen.

ich kann dich nur zu gut verstehen..

Lg pajera

SStevieBlukesky


Hi!

Wenn ich könnte würde ich Dir gerne helfen! Da ich aber selber nur auf der Suche nach Antworten bin, musst du Dich vielleicht noch ein klein wenig gedulden! Ich finde es auch ziemlich hart, das jemand so früh schon alles so grau sieht (wenn ich das so bezeichnen darf!). Gibt es denn irgendwelche Tätigkeiten die Dir Spass machen, oder etwas was Du tust wo Du alles ein wenig vergessen kannst? Genau die Sachen geben mir immer ein ganz klein wenig Mut, vielleicht sogar auch meinen Träumereien einen Sinn zu geben! Das Leben ist numal ein Kampf, den es zu gewinnen gillt (meiner Meinung nach).

Hoffe da meldet sich einer der den Kampf schon gewonnen hat, ich will nämlich auch wissen wie!

Ich wünsche Dir auf jeden Fall, das Du bald glücklich wirst!!!

gruss Steve *:)

S0tevreBmluesky


ups zu spät, in dem Fall wünsch ich es Euch beiden! ;-)

FMlo-ribXella


Hallo,

vielleicht könnt ihr mir auch helfen.

Ich werde immer meht zur Träumerin ohne das ich es beeinflussen kann. Ich drifte ab in Tagträumereien und ich merke es nicht einmal.

Beispiele:

-manchmal bekommen ich einen Anruf von jemanden, der mir was wichtiges sagen will und nach dem Telefongespräch weiß ich gar nicht was die Person gesagt hat, da ich währenddessen an irgend etwas anderes gedacht habe

-manchmal lass ich mir im Büro etwas, was ich noch nicht gelernt habe, von einer Kollegin erklären, doch während sie mir das erklärt, denke ich an die Wortwahl die ich benutzt habe, oder an wie die Kollegin das interpretiert haben könnte....und plötzlich merk ich das die Kollegin gerade ihre Rede beendet hat und mich freundlich anlächelt und ich habe keine Ahnung was sie gesagt hat oder wie es funktioniert.

-was mir auch Angst macht ist wenn es beim Autofahren passiert. Da gerate ich auch ins Tagträumen, aber ich "funktioniere" weiterhin, also ich bremse, blinke und fahre richtig, aber ich bin dabei in einer anderen Realität, mit den Gedanken weit weg. Ich will nicht so sein, denn ich hab Angst das es mal nicht gut geht und ich nicht rechtzeitig bremse etc. Aber ich habe keinen Einfluss drauf, meine Gedanken machen was sie wollen. Und wenn ich mich extra anstrenge und mir sage "du darfst nicht träumen sonst passiert das und dann könnte das passiere und dann...." und dann merke ich das diese Gedankengänge selbst ja schon Träumereien sind!

Es ist ein Teufelskreis, ich will raus aber es geht nicht. Hilfe, woher kommt das bloß ??? ? :-( :°(

SJheeCpx84


Warst du deswegen mal beim Arzt?

FJlori*belxla


Hallo Sheep84

Nein, ich war noch nicht beim Arzt. Ich glaube auch nicht das Verträumtheit ne Krankheit ist. Und ich weiß ich habe auch kein ADS oder Legastenie, was man wohl als erstes vermuten würde. Meine Konzentration ist im Grunde auch okay. Ich bin wohl ne ausgeprägte Träumerin.........dagegen gibt es glaube ich keine Pillen.

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