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Meine Therapie geht nach 2 Jahren zu Ende: Ich lebe endlich

f/loecklxein hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben da draußen,

ich bin jetzt an dem Punkt, an dem ich 2 Sitzungen innerhalb von 4 Wochen habe und möchte darüber etwas schreiben, die Erfahrung teilen und auch hören, wie ihr Euer Therapieende erlebt habt.

Zur Vorgeschichte:

Ich bin 22, hatte, seit ich 15 war, Essstörungen, deshalb eine Gesprächstherapie und einen Klinikaufenthalt.

Vor 2 Jahren habe ich dann eine Verhaltenstherapie begonnen, und die war der Weg zurück ins Leben.

Die Sitzungen waren zunächst wöchentlich, nach einem Jahr dann im 2 Wochen Rhythmus.

Meine Therapeutin und ich haben viel gekämpft in dieser Zeit, ich war oft am Kippen, will ich überhaupt gesund werden?

Mit ganz viel Kraft und Mut hab ichs versucht und Leute, das Leben ist sooooooo schön!!! x:)

Vor 2 Jahren konnte ich nur davon träumen, irgendwann vielleicht einmal das Leben zu genießen, wunderschöne Outfits zu tragen und mich darin wohl zu fühlen, ins Schwimmbad zu gehen wie alle anderen, einen Freund zu haben, alles zu tun, was ich mir wünsche. Und heute kann ich das!! Manchmal fühlt sich alles noch an wie ein Traum. Aber dann merke ich ganz deutlich, dass es echt ist und bin einfach nur glücklich.

Und noch eins: ich bin stolz auf mich! Verdammt stolz. Ich hab das geschafft, ganz allein, mit Unterstützung, aber das Wesentliche musste ich selbst tun. :-D

Ich verdanke dieser Therapie mein Leben. Damit meine ich nicht, dass ich ohne Therapie nicht mehr am Leben wäre, sondern eher, dass ich mit der Therapie wieder ins Leben zurückgekommen bin, wieder unter Leute gehe, Lebensfreude spüre, lebe, so wie ich es mir wünsche.

Jetzt habe ich noch 2mal vor mir, die letzten 3 Sitzungen ging es schon um den Abschied. Meine Therapeutin hat mich 2 Jahre lang begleitet, sie weiß mehr von mir als alle anderen Menschen. Es ist ihr Job, mir zu "helfen", aber diese Frau hat es geschafft, mich an die Hand zu nehmen und ins Leben zu schubsen. Und ich bin ihr sooo dankbar dafür.

Es fällt mir - was mich sehr wundert - im Moment noch gar nicht schwer, daran zu denken, dass es sie bald "nicht mehr gibt". Ich glaube, das liegt daran, dass ich in den letzten Monaten sehr viel gelernt habe und jetzt schon sehr gut alleine zurechtkomme. Ich brauche sie nicht mehr so sehr. Und das ist eigentlich nur gut :-)

Trotzdem wird die letzte Sitzung verdammt schwer werden. Abschiede mag ich allgemein gar nicht. Und ich hab ein bisschen Angst vor der Zeit ohne sie. Dann bin ich wirklich auf mich gestellt. Auf eigenen Beinen, sozusagen :-)

Wie seid ihr mit Eurem Therapieende umgegangen? Wars einfach für Euch oder fiel es Euch verdammt schwer?

*:)

Antworten
M}aibluexte 90


Hey,

schön, sowas ließt man gerne :)^ :)^ :)^ :)^

Ich bin noch mitten in der Therapie und wenn ich so dran denke ganz ohne sie? NEEEEE abgelehnt geht nicht!

Sie war zwar in der letzten Zeit 2 mal 3 Wochen weg, aber das war erträglich, weil ich wusste sie kommt wieder und hätte ich einen Akuten tiefpunkt gehäbt hätte ich auch zu einem anderen Therapeuten gehen können (bei den ersten 3Wochen sogar zu meinen anfangs Therapeuten) aber ich brauchte das nicht und habe mir immer gesagt, halte durch sie ist bald wieder da. Fand das nur schlimm weil sie gerade zu der Zeit Urlaub hatte als es mir besonders schlecht gings *seuftz*

So genug gefasselt

Ich wünsche dir GANZ VIEL Erfolg im Leben ohne deine Thera ;-)

Lg

CO@rolUin88*x2


Liebe Floecklein,

das hört sich ja ganz toll an was du da schreibst!

Ich hatte bisher erst ein paar Stunden und hatte überlegt aufzuhören, aber denke im Moment doch wieder daran weiterzumachen..Weiß einfach nur nicht ob es mir was bringt.. :-/ :-/

Ich freue mich aber sehr, dass es dir so gut geht und wünsche dir ganz viel Glück und Erfolg für deinen zukünftigen Weg!Ganz liebe Grüße :)* :)* :)* :)- :)- :)-

fKloecukl=eixn


Sehr lieb von Euch beiden, danke :-D

@ Maibluete

Mir gings, wenn sie im Urlaub war, auch nie gut damit. Und vor nem Jahr hätte ich noch Panik gekriegt beim Gedanken, dass es irgendwann vorbei is. Bin jetzt auch sehr überrascht, dass es mir recht "leicht" fällt.

Viel Erfolg bei deiner weiteren Therapie @:)

@ Carolin

Ob eine Therapie bzw ein/e bestimmte/r Therapeut/in der richtige Weg für einen ist, das muss jede/r selbst rausfinden, bei meiner ersten Therapeutin hab ich mich z.B.zwar sehr gut aufgehoben gefühlt, aber es war im Endeffekt nicht ganz das Richtige. Es ist bestimmt einen Versuch wert, weiterzumachen :-) Ich drücke dir die Daumen :)*

SKaoiNrxse


Hallo floecklein,

herzlichen Glückwunsch zu deinem großartigen Erfolg!!! @:) @:) @:)

Du hast in den zwei Jahren so viel geschafft, das ist erstaunlich und bewundernswert :)^ :)z! Da kannst du auch wirklich mächtig stolz auf dich sein :)z :)^.

Es ist so schön, so etwas zu lesen, gerade wenn man selbst noch mitten in der Therapie steckt und alles noch nicht so rosarot sehen kann. Daher finde ich es toll, dass du uns allen so viel Mut machst @:).

Gerade dass es dir auch nicht so viel ausmacht, dich von deiner Therapeutin zu lösen, zeigt doch, wie stark du geworden bist :)z und wie unendlich viel dir die Therapie gebracht hat :)^.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du so glücklich und zufrieden bleibst, dass du dein weiteres Leben gut und erfolgreich meistern wirst und vor allem wünsche ich dir für die nächste Zeit einen schönen Abschied von deiner Therapeutin. Ein Ende ist immer etwas Trauriges, aber vielleicht schaffst du es ja, nicht ganz so wehmütig zu werden, sondern einfach dankbar zu sein für die gemeinsame Zeit mit ihr!

Ein fröhliches "auf Wiedersehen" für dich und deine Therapeutin und alles, alles Liebe und Gute! @:) :)* :)* :)*

Viele liebe Grüße *:)

f?loeckBlein


Liebe Saiorse,

mit deinen Worten hast mir Pipi in die Augen getrieben ;-) Das hast du so schön geschrieben, ich bin total gerührt |-o

Du hast Recht, ein Abschied ist immer etwas Trauriges, aber auch der Weg zu etwas Neuem. Und darauf bin ich sehr gespannt :)z

Nochmal lieben Dank @:)

Leunixesa


ich stehe gerade am Anfang und bewundere dich, ich abe zwar keine Essstörungen aber ansonsten habe ich auch kein "Leben". Ich wünsch mir auch mal soweit zu kommen...

a[lithpeaa


Wie seid ihr mit Eurem Therapieende umgegangen? Wars einfach für Euch oder fiel es Euch verdammt schwer?

Flöcklein, Du bist zu Recht stolz auf Dich!

Mein Therapieende liegt jetzt fast 3 Jahre zurück und es geht mir saugut. Ich habe mir damals ein Abschiedritual ausgedacht, das mir bis heute sehr hilft:

Für die vielen Schritte, die ich während der Therapie gemacht habe, habe ich meinen Fußabdruck viele Male aus bunter Pappe ausgeschnitten und diese beschriftet. Für alles, was ich abgelegt und hinter mir gelassen habe, habe ich schwarze Wolken geschnitten und diese ebenfalls beschriftet. In der letzten Sitzung habe ich dann das feierliche Ritual vollzogen, alle meine bunten Fußabdrücke in einen kleinen Koffer zu packen, weil ich ja auf eine große Reise allein ohne meine Therapeutin in die weite Welt ging. Die schwarzen Wolken habe ich in ihrem Papierkorb gepfeffert. Es war sehr feierlich und emotional für uns beide, weil auch meine Therapeutin noch einmal sehr genau gemerkt hat, was bei mir angekommen ist.

Die ersten 3 Monate ging es mir super. Dann kam ein kleiner Einbruch, aber den habe ich mit Hilfe des Koffers gut in den Griff bekommen, weil der Inhalt mich an meine neuen Mechanismen erinnert hat. Und ich kann in schlechten Momenten z.B. zur "Schuld" sagen "Hau ab, du liegst im Papierkorb meiner Therapeutin!" Klingt banal, aber es hilft mir.

Inzwischen schreibe ich immer zu meinem Geburtstag meiner Therapeutin einen Brief, wie es mir geht- und ich bekomme auch immer Antwort- meist verbunden mit einer schönen Karte. Das reicht mir- und ich weiß, dass ich jederzeit zu ihr gehen kann, wenn es mir schlecht geht. Aber bis jetzt habe ich es nicht gebraucht.

Ich wünsche Dir von Herzen viel Glück und vor allem Stabilität! :)* :)*

filo!ecklexin


Luniesa,

ich drücke dir die Daumen, dass dein Therapieweg ein für dich erfolgreicher wird. :)*

alitheaa,

Wow! Was du schreibst, hört sich so schön an, so ruhig, gesund und lebendig.

Ich bin auch noch auf der Suche nach einem Abschiedsritual für die letzte Sitzung. Meine Therapeutin hat mir Vorschläge gemacht, ich habe gesagt, ich werde mir etwas überlegen. Deine "Fußabdrücke" finde ich eine wunderschöne Idee, vielleicht möchte ich auch etwas in diese Richtung machen :-D

Einen Koffer habe ich auch :-D Dort habe ich Strategien gegen Rückfälle gesammelt und aufgeschrieben, was mir gut tut, wenn es mir schlecht geht. Ich hoffe sehr, dass ich in schwierigen Zeiten darauf zurückgreifen kann :-)

Ich wünsch dir auch alles, alles Liebe @:)

L2un_iesa


lieben dank ich wünsch es mir auch...

S]aonirse


Liebe floecklein,

das wollte ich ja nun nicht, dass dich meine Zeilen traurig machen :°_. Aber so geht's mir hier auch oft ;-).

Dein Faden hat mich auch nachhaltig sehr beeindruckt, ich habe den ganzen Tag viel an dich und deine Geschichte gedacht. Ich hoffe, ich schaffe das auch mal so gut wie du, aber ich denke eher nicht :=o |-o.

Ein Abschied bedeutet auch immer, dass man einen Weg zu etwas Neuem findet. Ja, das stimmt :)z.

Auf dass es ein ganz ebener, schöner Weg für dich wird, ohne irgendwelche Hügel und Steine!!! :)* :)* :)*

Liebe Grüße @:)

S[aoirsxe


Hallo alitheaa,

bin gerade ganz sprachlos... das hört sich so schön an, wie du euren Abschied beschreibst x:). Ich glaube, so wünscht sich das jede/r von uns! :)z

Ich finde es schön, dass du noch Kontakt zu deiner Therapeutin hast und sie dich mit ihren Antworten wissen lässt, dass sie dich nicht vergessen hat und an dich denkt! x:) x:) x:)

Auch von mir alles Gute weiterhin! :)* :)* :)*

fNloe`ck:lein


Liebe Saoirse,

ganz lieben Dank für deine Wünsche, ich kann sie sehr, sehr gut gebrauchen :-D

Auch wenn du (noch) Zweifel hast, dass du deinen Weg finden wirst, ich bin mir sicher, dass du das schaffen kannst, wenn du mutig bist und an dich glaubst :)*

Ich habe, vor allem in den letzten Monaten, ganz stark festgestellt, dass das Gesundwerden vor allem eines erfordert: Mut. Mut, Altes hinter sich zu lassen, Neues zu versuchen... Das war für mich sehr schwierig, aber es hat sich gelohnt. Mehr als gelohnt :-D

Alles Liebe @:)

S"a&oirxse


Liebe floecklein,

ganz lieben Dank für deine Wünsche!!! @:) @:) @:)

Ich werde dich auf jeden Fall als Vorbild nehmen :)z und ich denke sogar, dass ich es schaffe, soweit gesund zu werden, dass ein einigermaßen normales Leben möglich sein wird. Aber was ich niemals so gut schaffen werde wie du, ist das Abschiednehmen von meiner Therapeutin. Das weiß ich erst seit gestern wieder. Daran sehe ich aber auch, wie stark du bist :)^ :)z :)* und das finde ich einfach unglaublich beeindruckend! :)z

Alles Liebe auch für dich! @:)

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