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geburtstrauma

ALzrael*01 hat die Diskussion gestartet


es geht um meine frau. sie hat vor drei monaten unser zweites kind bekommen. ein kleines süßes mädchen. leider lief die geburt nicht so ganz nach plan. sie war überfällig und es wurde eingeleitet. als es dann losging, ging alles sehr schnell. es passierte alles innerhalb einer stunde. es ging also rasendschnell.

nun drei monte später hat sie es anscheinent immer noch nicht verarbeitet. sie bekommt zwischenteitlich weinattaken. ich frage sie was los ist. sie sagt dan immer das sie es noch nicht überwunden hat. wenn ich frage was genau... das alles so schnell ging, das sie kaum luft bekamm.

ich habe keine ahnung wie ich ihr helfen kann. ich will ihr gerne zuhören, sie einfach reden lassen, aber es kommt nichts ausser dem was sie schon sagte. ich habe ihr nun gesagt das sie das bei ihrem nächsten arztbesuch mal erzählen soll.

ich würde ihr gerne helfen, weis aber nicht wie. hat jemand erfahrungen mit geburtstraumen?

Antworten
BParzxul


ich habe keinerlei Erfahrungen bei Geburtstraumen.Aber bei Vergewaltigungstraumen kenn ich mich ganz gut aus und ich denke mal das sich da einiges übertragen lässt.Vor einem Jahr meine beste Freundin fast vor meinen Augen vergewaltigt wurde, fühlte ich mich so schuldig das ich mir schwor ihr zu helfen.Naja.Am Anfang hat sich nichts verändert und ich dachte ..auch wen das hart klingt..scheint ja gar nicht so schlimm zu sein,aber naja es wurde nach einem Monat von Tag zu Tag schlimmer.Heute gehts ihr aber wieder besser.Achja zu dem wie ich geholfen habe bevor ich mich ganz verquatsche.Ich war immer für sie.Tag und Nacht(bist du aber denke ich auch), hab sie überall hin begleitet(weil sie angst hatte alleine aus dem Haus zu gehen),habe ihren schulischen abrutsch(durch die geschichte) wettgemacht indem ich tagelang mit ihr gelernt hab und sie dadurch abgelenkt hab.ich finde es gibt 2 wege sowas zu überwinden

1.Verdrängen

2.damit fertig werden

Ich weiß nicht ob ich dir geholfen habe und vorallem geht jeder mensch mit sowas ander um aber ich wünsche euch beiden viel Glück und deiner Frau beste Genesung

AJzrraelx01


ich glaube sie versucht es zu verdrängen. aber es kommt immer wieder hoch.

Eqnikxö


Redet doch mal mit dem Arzt darüber. Es gibt ja auch Wochenbettdepressionen oder so etwas.

MHictha 18x04


Ich hatte auch ne schreckliche Entbindung. Das Taruma habe ich mit Hilfe meines Arztes versucht zu verarbeiten. Ich habe aber ein halbes Jahr gebraucht ehe ich damit überhaupt zum Arzt gegangen bin. Ich hatte Albträume und hab immer wieder geheult. Vielleicht läßt sie sich ja auch Johanniskraut.Dragees ein. Die haben mir ziemlich gut getan.

F1raur-izm-Moxnd


Azrael, wie ist sie denn sonst drauf? Kann sie sich um alles kümmern? Ist sie oft abwesend?

Oder ist es einfach so, dass sie nur mal anfängt zu heulen?

manche schweren Erlebnisse, brauchen seine zeit bis sie verheilt sind.

Hör ihr einfach zu, frag nach, nimm sie in den Arm. Das hilft schon viel @:)

A,zra`el01


ansonsten ist alles beim alten... naja.. wie man es nimmt. ein kind mehr. sie bekommt diese "anfälle" nur ab und zu wenn sie zu ruhe kommt.

C,asnxna


Ich denke, es ist eine Art Wochenbettdepression. Vielleicht wollte sie die Geburt richtig natürlich, ohne Einleiten und nicht so schnell, komplett erleben....Gib ihr mal Sedariston, ist rein pflanzlich und wirkt stimmungsaufhellend... und nimm sie immer fest in den Arm, wenn es wieder losgeht!:)*

OcptiDmimsLmuxs


Azrael

Eine Überschall-Geburt ist genau so ein Riesenstress punkto Verarbeitung wie eine nie-enden-wollende. Das braucht Zeit. Sei einfach da für sie. Vielleicht braucht sie im Moment die Verdängung, um überhaupt für die Familie da sein zu können. Dazu kommen die Hormonumstellungen, von Schwangere auf Stillende und auf wieder "normale" Frau. Das ist schon sehr viel in sehr kurzer Zeit. Da helfen sicher Streicheleinheiten, zuhören, dasein - aber pass auf, dass Du dabei nicht unter die Räder kommst.

:)*

A8zra;el01


ich habe ihr gesagt sie soll beim nächsten arztbesuch mal den doc drauf ansprechen. eine depression ist nichts schlimmes, deswegen ist man kein psycho. ich habe eine hinter mir.

O`ptixmismuxs


Und was sagt sie dazu?

A{zwraexl01


sie wird es beim nächsten arztbesuch erwähnen.

d`ev[nic


mir ging es ähnlich nach der geburt des 2.kindes.

mein erstes kind war ruck-zuck innerhalb von nur 4 stunden und ohne schmerzmittel da - also bin ich ganz "locker" auf die zweite entbindung zugegangen. dachte ernsthaft, nach 2-3 stunden spazier ich da mit baby im arm wieder nach hause... ;-)

dann kam alles ganz anders... 12 stunden höllen-wehen, eine nach der anderen, ohne den hauch einer chance, diese veratmen zu können. ich wusste nicht mehr, wo oben oder unten ist, nicht mehr wie ich heisse, dachte zeitweise ernsthaft, ich überlebe das nicht...

als das baby dann da war, ging es mir wie deiner frau... ich war GESCHOCKT!!!

was mir geholfen hat: immer und immer wieder darüber reden können! mit meinem mann, mit der hebamme, mit der ärztin, mit freundinnen. weinen dürfen, wenn mir danach war. alle gefühle benennen und aussprechen zu können. auch wut und verzweiflung - und ohne schuldgefühle. das hat die erinnerng an diesen "schock" mit der zeit verblassen lassen. es hat mir gut getan, dass ich ERNST genommen wurde und nicht hören musste: "naja, das wird schon wieder" oder sowas in der art.

es hat bestimmt ein jahr gedauert - von daher - lass deiner frau ALLE zeit der welt! es ist okay, wenn sie weint! es ist okay, wenn sie immer wieder das gleich erzählen möchte. es ist okay, wenn sie manchmal wütend ist. wenn sie mag, kann sie mit dem arzt darüber reden, aber setze sie nicht (unbewusst?) unter druck von wegen "da stimmt was nicht, das muss man behandeln"

man MUSS gar NICHTS! sie hat ein recht darauf, das mit aller zeit der welt zu verarbeiten. wenn sie dazu hilfe annehmen möchte, ist das genau so okay, wie wenn sie es "alleine" schaffen möchte.

alles gute und ganz liebe grüße an deine frau @:)

ALzradexl01


ist für mich nur schwer zu verstehen, ich hatte selber depressionen und habe drei jahre gebraucht es zu verarbeiten. ich hatte das bedürfnis zu reden und tat es auch. meine frau redet nicht viel drüber. sie sagt bloß immer wieder das was ich oben schon schrieb.

s\chaefIchen7x5


man MUSS gar NICHTS! sie hat ein recht darauf, das mit aller zeit der welt zu verarbeiten. wenn sie dazu hilfe annehmen möchte, ist das genau so okay, wie wenn sie es "alleine" schaffen möchte.

:)^

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