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Seit 10 Jahren Depersonalisation/ Derealisation durch Haschisch

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Halllo zusammen

Ich habe das selbe Problem wie Ihr. Ein blödes Depersonalisationsstörungsproblem. Die Symptome wurden oben ja bestens beschrieben, deshalb werde ich nicht alles wiederholen. Bei mir ist es mit 18 Jahren passiert mit Hasch.

Heute bin ich dreissig Jahre alt und habe immer noch das selbe Problem. Die ängste sind zwar nicht mehr so schlimm wie am Anfang aber ich spüre immer noch keine Freude, bin immer noch unsicher draussen, Tunnelblick, seltsame Wahrnehmung usw.

Ich bitte Euch allle, wenn ihr eine erfolgreiche Therapie findet, dann bitte meldet euch. Ich möchte nicht mein ganzes leben so verbringen müssen.

Und vergesst dieses blöde Seroquell Cipralex, Demesta, Zoloft oder wie dieser ganze Müll heisst. Es nützt absolut nichts gegen dieses Problem.

Ich danke Euch allen von ganzem Herzen, für Eure Antworten

Liebe Grüsse

Elijah

PXasXta^83


Hallo allerseits,

ich habe auch Depersonalisation infolge Cannabis-Konsum, allerdings wusste ich damals nicht, dass ich ein Spacecake zu mir nahm...

Geholfen hat mir Edronax (Wirkstoff Reboxetin)...

Die Geschichte habe ich hier schonmal unter einem früheren Benuternamen geschrieben, aber ich finde sie leider nicht mehr.

Nun in etwas ausführlicher:

Es war im April des Jahres 2000 auf einer Privatfeier mit Lagerfeuer. Da waren auch zwei Vollblödel, die Spacecakes mitgebracht haben. Ich habe jedoch erst 4 Jahre später davon erfahren, dass das Spacecakes waren!

Ich war damals erst 16 Jahre alt und habe eventuell sogar gleich mehrere gegessen und dabei gedacht "Oh lecker, Cookies, die habe ich oft früher bei einer Bekannten gegessen..." Diese Erinnerung ist jedoch sehr schwach. 4 Jahre lang konnte ich mich gar nicht daran erinnern, dort Cookies gegessen zu haben.

Die Symptome waren dann folgende: ich lag plötzlich in der Wiese und wunderte mich, was los ist. Ich dachte "habe ich Herzprobleme. Muss ich jetzt sterben? Und schon wieder zog es mich zu boden. Auf einmal befiel mich totale Panik. Mir schoss es eiskalt den Nacken rauf und ich stand total neben mir. Ich hatte meinen Körper und meinen Redefluss überhaupt nicht mehr unter Kontrolle. Ich meinte auf einmal, ich muss in einem Alptraum hängen und packte jemanden neben mir an der Schulter und schrie ihn an, dass er mich aufwecken soll. Dann fing ich noch mehr zu spinnen an. Ich laberte alle möglichen spirituellen Sachen, meinte, dass ich in einer Zeitschleife hänge und dass ich Gedanken lesen kann, machte immer ganz komische Bewegungen mit den Armen. Meinen Körper spürte ich dabei fast gar nicht mehr. Meistens habe ich auch gar nichts gesehen. Ich habe gemerkt, dass etwas mit mir nicht stimmt und dass ich wirres Zeug rede, aber ich konnte damit nicht aufhören. Manchmal verfiel ich in krasse Schweigen, wodurch die Leute um mich herum noch besorgter wurden. Dann entgegnete ich immer, dass ich Schweigen muss, weil ich sonst nur wirres Zeug rede. Sehr häufig habe ich auch mich selbst wiederholt oder auch nachgeplappert, was andere sagen. Das schlimmste war, dass ich auf einmal nichts mehr spürte, nichts mehr sah und nichts mehr hörte. Da dachte ich, dass ich jetzt tot bin und das nie wieder aufhört. Gott sei Dank kam ich dann aber wieder zu mir, verlor aber immer wieder das Bewusstsein. Ich bekam mit, dass die Leute überlegten, mich ins Krankenhaus zu bringen, aber dann meinten, sie, dass sie mich besser nach Hause bringen, weil mein Vater zufälligerweise Nervenarzt ist. Sie brachten mich also nach Hause. Mein Vater hatte den Eindruck, dass mir LSD gegeben wurde. Ich spann auch zuhause noch so 1,5 h weiter. Ich sagte immer wieder, dass ich gleich sterbe und schaute ständig auf die Uhr, um sicherzustellen, dass die Zeit auch in die richtige Richtung verläuft. Plötzlich bekam ich starken Durst und meine Eltern gaben mir Wasser zu trinken. Kurz darauf musste ich erbrechen. Dann kam ich allmählich runter und schlief ein.

Am nächsten morgen war ich sehr verängstigt und ich spürte nach wie vor meinen Körper nicht richtig. Der Typ, der für die Spacecakes verantwortlich war, hat auch gleich am Morgen besorgt bei meiner Mutter angerufen. Aber er hat nichts von den Spacecakes gesagt :( Er hatte Angst, dass wir die Polizei einschalten könnten. Erst vier Jahre später hat es jemand anders ausgeplaudert! Nach dem Horrortrip hatte ich außerdem häufig "umgekehrte Dejá vu Erlebnisse" und bekam immer Angst, wenn ich anderen Leuten in die Augen schaute. Ich musste mich immer fragen, welche Seele wohl dahinter ist.

Da ich also damals noch nicht wusste, was los war, hatte ich ständig Angst, dass es wieder passieren könnte. Die Angst verstärkte die Depersonalisation. In der Schule oder wenn ich sonst unter Leuten sein musste, nahm ich deswegen manchmal Tavor (Lorazepam). Ich habe es nur im äußersten Notfall genommen, wegen dem hohen Suchtpotential.

Es dauerte nicht lange, da ging ich ambulant zum Psychiater. Er behandelte mich auf Angststörung. Zunächst bekam ich Taxilan, das wirkt sedierend. Dadurch wurde alles noch schlimmer! Trotzdem sollte ich es weiternehmen. Irgendwann wurde es abgesetzt und ich bekam Kava-Wurzel-Extrakt. Das hat auch nichts gebracht und ist inzwischen auch nicht mehr zugelassen. Dann bekam ich doch nochmal Taxilan. So ab November 2000 wurde ich schwer depressiv. Ich war so verzweifelt wegen der Depersonalisation und dass ich in diesem Zustand weder die 12. Klasse schaffen werde, geschweige denn Abitur und Führerschein. Nun wurde also Taxilan wieder abgesetzt und ich bekam ab Dezember Fluoxetin. Das half aber auch nicht und meine Depression wurde immer schlimmer. Schließlich bekam ich zusätzlich zum Fluoxetin noch Reboxetin/Edronax. Ich kann euch sagen, bereits am Tag nach wenigen Tagen Edronax war die Depersonalisation weg und nach wenigen Wochen die Depression ;-D ;-D Dreimal habe ich seitdem Edronax abgesetzt, aber nach wenigen Wochen kam die Depersonalisation wieder bzw. heuer habe ich es im Mai abgesetzt aber seit 3 Woche nehme ich es wieder, weil ich vor kurzem – auch wegen exogener Dinge / schlimmer Erlebnisse etc. – sehr rasch in eine depressive Episode gestürzt bin.

Der Wirkstoff Reboxetin wird allerdings nur noch mit Einzelfallgenehmigung von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet. Außer Reboxetin gibt es aber leider nur noch einen weiteren Wirkstoff, der ausschließlich die Noradrenalinwiederaufnahme hemmt – Atomoxetin. Dieses kann jedoch Suizidgedanken auslösen/verstärken und zu Leberschäden führen.

Ich habe aber auch schon gelesen, dass bei manchen Menschen Reboxetin Depersonalisation verstärkt hat.

Im Endeffekt ist es also eure Entscheidung, aber vielleicht ist hier ja der ein oder andere, dem Reboxetin auch so gut hilft wie mir.

H%aSvtefxan


Danke, ich werde meinen Psyco Doc mal dazu drängen es mir zu verschreiben. Denke er macht es weil er sowie so alles verschreibt was ich ihm sage. Weil ich mich , nach 4 Jahren mit DP, auf dem Gebiet der DP besser auskenne wie er :).

LG. Stefan H.

P/astaC8x3


Hallo Stefan,

ich hatte in den letzten Monaten soviel um die Ohren, deshalb schreibe ich erst jetzt.

Wie geht es dir denn inzwischen?

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