» »

Meine Eltern machen mich krank

KSira.le/ixn07 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich leide schon mein Leben lang unter Ängsten und Depressionen. Ich war viele Jahre magersüchtig, habe Platzangst, eine Sozialphobie, Emothophobie und mittlerweile auch schwere Depressionen.

Lange Zeit wollte ich mein Leben am liebsten beenden. Ich habe nur noch geweint, mich im Haus verkrochen und war völlig ohne Freude.

Mehrere Psychotherapien (insgesamt 4) haben mir nicht geholfen.

Seit fast zwei Jahren nehme ich nun 40 mg Citalopram am Tag, was mein Leben einigermaßen erträglich macht. Zwar leide ich immer noch unter Ängsten und Zwängen, im Winter auch unter Antriebsstörungen, aber ich habe mein Leben einigermaßen im Griff.

Auch hat mein Partner zugestimmt, daß ich endlich zwei kleine Hunde haben darf, die mein Leben mit Licht und Freude erfüllen.

Das Problem sind aber meine Eltern.

Obwohl ich 36 Jahre alt bin, wollen sie über mein Leben und mein Tun bestimmen. Sie reden noch immer mit mir wie mit einem Kleinkind, eher sogar einem Untergeben. Sie kritisieren alles, was mein Mann und ich tun, mischen sich überall ein, machen alles schlecht. Und trotzdem behaupten sie, sie sind ja so gut zu mir. Dabei sind meine Eltern überhaupt erst schuld, daß ich krank geworden bin. In meiner Pubertät haben sie sich aufgeführt wie Psychophaten, haben willkürlich mit mir gemacht, was sie wollten, haben Verbote erteilt und nie etwas erlaubt, haben mich angeschrien, anstatt zu reden. Es gab keine Regeln, nur Verbote. Wenn sie nicht mehr weiterwußte, hat meine Mutter mir ins Gesicht geschlagen. Sie haben immer nur gedroht - wenn..., dann... Ich habe keine Liebe mehr erfahren, seit ich 15 Jahre alt bin. Die einzige Zuwendung meines Vaters ist in Form von Geld. Meine Mutter haßt mich, weil ich mein Leben leben will, was sie nie hatte.

Gerade eben hat sie wieder am Telefon auf mir herumgehackt. Und promt bin ich wieder fix und fertig und heule nur. Sie fühlen sich immer nur im Recht, sehen niemlas Fehler ein. Ich hasse sie so. Warum haben sie mich in die Welt gesetzt, wenn sie mich nicht lieben? In ihren Augen bin ich eine Versagerin, nicht krank, sondern faul und ungerecht. Ich bin so traurig und so fertig. Was soll ich nur tun? Ich wünschte, sie würden endlich aus meinem Leben verschwinden - denn lieben können sie mich ja sowoeso nicht. :°(

Antworten
Pori2nzesIsx84


Oh je, das hört sich ja fürchterlich an! :)* :)* :)*

Was wäre, wenn du den Kontakt komplett zu deinen Eltern abbrichst? Ich meine, anscheinend hast du selbst genug Probleme dein Leben auf die Reihe zu bekommen, dann brauchst du nicht noch Menschen (auch wenns deine Eltern sind), die auf dir rumhacken.

Vielleicht setzt du dich mit deinem Mann als Unterstützung und deinen Eltern zusammen an einen Tisch und dann sagts du ihnen alles, was dir nicht passt und entweder, sie behandeln dich mit Respekt oder sie sollen dich in Ruhe lassen. Das ist ein großer, schwerer Schritt, aber vielleicht bekommst du so dein Leben wieder in den Griff. Ich wünsche dir alles Gute!:)* :)* :)* :)*

mlis~skSizxz


oha...das ist hammer...aber ich würde den kontakt SOFORT abbrechen, da die nichts über dich zu bestimmen haben und du alt genug bist...eig wünscht man sich ja unterstützung von der familie...aber sowas geht ja mal gar nicht!!...sag deinen eltern klar und deutlich, dass das so nicht weiter gehen kann und sag ihnen was dich stört!

viel glück :)*

dOea]stgxt


Ich wünschte, sie würden endlich aus meinem Leben verschwinden

das liegt ganz alleine in deiner hand.

wer sagt ,das du mit ihnen telefonieren musst?

wer sagt,das du sie oder sie dich besuchen musst?

wer sagt,das du tun musst,was sie sagen?

wie du selbst geschrieben hast,bist du 36 jahre und fähig dein leben zu leben.

LEBE ES WIE DU ES WILLST.

wenn es ohne deine eltern sein soll,dann breche den kontakt zu ihnen ab.

Dhanny2_50x2


Ängsten und Depressionen. Ich war viele Jahre magersüchtig, habe Platzangst, eine Sozialphobie, Emothophobie und mittlerweile auch schwere Depressionen.

eine ganze Palette voll....

das tut mir Leid,aber ich weiss auch das es dir nicht leicht fallen wird das mit deinen Eltern zu brechen...

KsiralIeinx07


Hallo,

vielen Dank für eure lieben Antoworten.

Nein, es fällt mir nicht leicht, mit ihnen zu brechen.Ich denke, jeder wünscht sich irgendwie Liebe und Unterstützung von den Eltern / der Familie. Leider kann ich darauf wohl nicht mehr hoffen :°(

An einen Tisch setzen und reden, das haben wir schon versucht. Das war auch der Auftrag meiner Psychologin. Gebracht hat es nichts. Sie streiten alles ab. Zwar haben sie einige Wochen versucht, etwas besser zu machen. Dann sind sie aber wieder in ihre alten Gewohnheiten verfallen.

Wenn ich nicht mehr anrufe, dann rufen sie irgendwann ständig an. Wenn ich sie nicht besuche, heißt es, ich sei undankbar.

Ich weiß wirklich nicht, wie es weitergehen soll. Wenn sie so weitermachen, zerstören sie wieder alles, was ich mir mühsam erarbeitet habe.

DOanngy;250x2


Ich weiß wirklich nicht, wie es weitergehen soll. Wenn sie so weitermachen, zerstören sie wieder alles, was ich mir mühsam erarbeitet habe.

Du lässt es zu das es zerstört wird.Sieh es mal so.Nabel dich ab....

s]a7mx77


Hallo, kiralein

ich weiß, wovon du sprichst.

Bei mir ist es zwar nicht so schlimm, wie mit deinen Eltern, aber ich weiß, wie du leidest.

Meine Eltern haben auch viel mit mir geschimpft, ich glaube das ging mit da war ich 15 Jahre los, mit meinem Vater war es schlimmer.

Beispiel: ich war glaube ich, ca. 12 Jahre, und sollte mir die Haare waschen, habe es nicht gemacht, da ich erst gestern die Haare gewaschen habe, als ich aus dem Bad kam, hat mir mein Vater mir den Arsch versollt bis der blau war, ich konnte einen Tag kaum sitzen.m Oder als ich 16 Jahre war und mit Zigarette durch die Stadt gelaufen bin, hat mir mein Vater auch gedroht, wenn er mich nochmal erwischt, drückt er mir die Zigarette auf meinem Arm aus.

Meine Mutter hat zwar auch genervt, aber nicht so schlimm wie mein Vater.

Ich kenne es von meiner Schwester, die hat dank meiner Eltern Bullimie, dreht ab und zu ab, Alkoholvergiftung und so, aber meine Schwester ist hin und wieder selber schuld, legt sich wenn sie zu Besuch ist immer wieder mit meinen Eltern, vorallem mit Vater an. Liegt wohl in der Familie.

Aber das liegt wohl auch an seinen Eltern. Meine Großeltern sind auch so gewesen. Wenn die Familie meines Vaters zusammen war, gab es nur Streit. Hecheleien, Ratschläge, untereinander Streit. Ich bin dann nur aufgestanden und bin gegangen.

Bei mir war es nicht so schlimm, lag auch deshalb daran, das ich nach der Schule zu Hause meine Hausaufgaben schnell, wenn es ging in der Schule gemacht habe, und dann war ich nicht mehr bis zum Abendbrot nicht mehr zu Hause.

Selbst als ich von zu Hause mit einer Freundin ausgerissen bin, hat sich nicht getan. Meine Freundin hatte Glück. Meine Mutter lag im Bett und hat geheul, mein Vater war wütend und hat mich gleich geschlagen. Habe warscheinlich dann keinen

Bock auf ärger gehabt.

Bin auch zu Hause von heute auf morgen ausgezogen.

Bin mit meinem jetztigen Mann zusammen gezogen. Wurde auch nur rumgenörgelt, wenn die zu Besuch, zum Glück selten, bei uns waren. Selbst heute noch. Bin 31 Jahre alt, habe 3 Kinder, und mein Vater hat andauert was zu meckern. Mit meiner Mutter verstehe ich mich inzwischen gut, zwar nicht wie andere, die Glück haben, unter einem Dach zu wohnen.

Mein Verhältnis zu meinem Vater ist eher wie Hallo, wie geht´s, und bis Dann. Wird kurz besprochen, was sache ist und das war´s . Zum Geburtstag sagt mein Vater Glückwunsch, umarmung oder so, wie ich es bei anderen sehe, oder zusammen lachen geht garnicht.

Jetzt ziehen wir um, und mein Mann war schon sauer, gute Ratschläge geben und so, weiß alles besser, mein Vater kann nur reden, einen an die Knopf an die Backe sabbeln. Freunde haben schon gesagt, das er viel Glück hatte, keine Geballert bekommen zu haben.

Mein Schwester telefoniert auch nur kurz, sobald die wieder ratschläge geben, legt sie sofort auf. Das hat ihr Psychologe geraten. Scheint zu helfen.

Wir gehen möglichst, wenn wieder streit bei meinen Eltern ist, aus den Weg.

Meine Kinder sind jetzt zwischen 5 und 10 Jahre. Wenn denen das zu doof ist, sagen die gleich, das die keinen Bock drauf haben.

Bei mir ist es so, das ich seit ich 12 Jahre alt war, angstzustände hatte. Heute ist es nicht mehr so. Fast nicht mehr. Mag halt nicht mit meinen Kindern alleine ohne jemanden weite Strecken zu fahren. Z. B. zur Kur. Mein Mann mußte uns hinbringen, ahbe angst mich zu verfahren. Zwar bin ich auf dem Rückweg gefahren, da hatte ich zwar keine Angst, als ich mich verfahren hatte, da jemand bei mir war, und ich nicht mit meinen Kindern alleine bin.

Hast du deinen Eltern schon einen Brief geschrieben? Wenn nicht, versuche es und teile ihnen mit wenn ihnen nicht das Wohlergehen ihrer Tochter liegt, du den Kontakt abbricht. Würde ich so machen. Wenn dann eine gewisse Zeit verstrichen ist und es dir besser geht, kannst du dir überlegen ob du Kontakt zu deinen Eltern aufsuchen willst oder nicht. Sollte es nicht besser sein, würde ich den Kontakt, auch wenn es deine Eltern sind abbrechen. Es ist geht um dich, hast dein eigenes Leben.

Ich hoffe, ich konnte dir ein bißchen helfen, wenn nicht, hoffe ich das es dir besser bald besser geht. Viel Glück.

SvaoiOrsxe


Liebe Kiralein,

was du schreibst, kann ich gut nachvollziehen.

Ich habe Ähnliches erlebt, meine Kindheit und Jugend war der reinste Horror. Mein Leben besteht aus Depressionen, Ängsten, Magersucht, SVV, Zwängen, Phobien... ich könnte die Liste ewig weiterführen. Ich wollte mein Leben auch schon des Öfteren beenden, auch in diesem Punkt kann ich dich gut verstehen.

Es gab auch bei uns nie Regeln, ich bekam ebenfalls nur Verbote. Ein Familienleben existierte nicht - nach außen hin schon, da waren wir eine "Bilderbuchfamilie", meine Eltern sind überall sehr geschätzt, gut angesehen (Akademiker), alle dachten, was für tolle Eltern ich doch hätte... tja, eine schöne Fassade, mehr nicht.

Ich weiß nicht, was ich dir raten könnte, da es sich bei jedem etwas anders verhält. Ich für meinen Teil habe den Kontakt abgebrochen, zu meinem Vater (auch wegen sex. Missbrauchs) und zu meinem Buder und mir geht es seitdem viel, viel besser. Erst dadurch habe ich gemerkt, wie schlecht es mir vorher ging. Allein sie nicht mehr hören oder sehen zu müssen, ist eine unglaubliche Erleichterung! Zu meiner Mutter habe ich noch Kontakt (wenn man das so nennen möchte), aber wir haben keine Verbindung zueinander. Sie hätte nie Kinder haben dürfen, ignoriert mich von jeher, ist ständig gereizt und wird immer sofort laut. Sie ist ein kalter Mensch, hat kein bisschen Wärme in sich. Eine Art Geborgenheit, Sicherheit und Schutz habe ich "daheim" nie empfunden. Es gab nie Umarmungen oder nette Worte, so etwas kenne ich nicht. Der Kontakt zu ihr wird irgendwann auch abbrechen, es ist nur eine Frage der Zeit... momentan spielen da noch andere Dinge eine Rolle.

Du hast einen Mann, der dich liebt, der zu dir steht, das alleine zählt! Lass die Vergangenheit hinter dir, du wirst deine Eltern nie ändern können. Wir wünschen uns Zuneigung, Liebe, all das, was zwischen Eltern und Kindern ein Normalzustand sein sollte, aber wir werden das von diesen Menschen nie bekommen. Wir können uns so sehr anstrengen, alles "richtig" und "gut" zu machen, es wird nie ausreichen. Sie werden nie "da" sein, uns nie helfen, nicht unterstützen, nicht zuhören, niemals Verständnis aufbringen. Es ist schwer, das zu akzeptieren und auch wenn das, was ich schreibe, alles so abgeklärt klingt, hoffe ich manchmal auch noch völlig naiv, dass sich meine Mutter noch ändern wird, dass sie bemerken wird, eine Tochter zu haben. Aber nicht mal das ist ihr wirklich bewusst. Für meine Eltern war es eine reine Prestige-Sache, Kinder zu bekommen, diese vorzeigen zu können, mehr nicht. Das ist hart, tut weh, macht mich traurig, aber es ist Fakt, die einzige Wahrheit, so grausam sie auch sein mag.

Hoffe nicht auf eine Veränderung, lasse dir nichts mehr von ihnen zerstören, sondern lebe dein Leben zusammen mit deinem Mann und deinen zwei kleinen Hundis x:) x:). Ich freue mich für dich, dass du an ihnen so viel Freude hast und sie dich so glücklich machen. Tiere sind einfach etwas ganz Besonderes!

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und viel Kraft! :)* :)* :)*

bainkauSchxda


Liebe Kiralein,

was ich gelesen habe macht mich sehr traurig denn ich spüre förmlich wie du leidest. Es ist immer leicht gesagt sich von den Eltern zu lösen denn das Problem ist : obwohl du ständig enttäuscht wurdest und wirst ( oder gerade deswegen ) willst du deinen Eltern alles recht machen damit sie dich endlich mal lieben. Die Einsicht die nun folgen wird ist schwer , sehr schwer zu akzeptieren, aber leider gibt es keinen anderen Weg als:

Du musst dich von deinen Eltern freimachen, von dem was sie von dir erwarten von dem wie du in ihren Augen sein sollst, denn: Du kannst deine Eltern nicht mehr ändern. Sie werden immer so weitermachen. Du kannst es so annehmen und dein Leben lang weiterleiden oder du fängst an loszulassen und deine Bestätigung woanders zu finden.

Du wirst es nie recht machen, egal was du tust und das hat zur Folge das du ewig weiterleidest.

Es ist ein langer Weg das zu akzeptieren und umzusetzen, aber glaub mir, es geht.

Du darfst nicht zulassen das deine Eltern dein Leben zerstören, es ist dein Leben und sie haben es lange genug strapaziert.

Auch wenn es schwer fällt, versuche ihnen nicht alles recht zu machen sondern mach es wie du es für richtig hälst und sei dann zufrieden mit dem wie du es gemacht hast. Löse dich von dem Gedanken das es besser gewesen wäre wie deine Eltern es dir gesagt hätten oder haben.

Ich weiss, das ist verdammt schwer, aber anders geht es nicht, sonst wirst du dein Leben lang leiden.

Das wichtigste ist sich von ihren Gedanken frei zu machen und deine Gedanken in die Tat umzusetzen und es dann für gut anzunehmen, egal was die Eltern denken oder sagen.

Du bist 36 Jahre alt und und bestimmt nicht dumm, bist glücklich mit deinem Partner und den Hunden und so soll es auch bleiben.

Es kann nur besser werden. Es liegt in deiner Hand :)^ :)z

Ich wünsch dir alles alles Gute, kannst mir gerne auch PN schicken.

*:) *:) @:) @:)

K~iraleijn07


Vielen Dank für eure Antworten. Es tut gut, wenigstens einmal verstanden zu werden. Sonst bekomme ich immer nur eingeredet, ich sei die Böse, meine Eltern die Guten, mein Denken sei falsch, das ihre richtig.

Ich weiß auch, daß es stimmt, was ihr schreibt. Nur wenn ich es schaffe, mich von ihnen zu lösen, werde ich mein Leben einigermaßen leben können.

Ich habe schon so vieles versucht, habe ihnen auf Rat meiner Psychologin zu erklären versucht, was in der Vergangenheit geschehen ist, das ich nicht verkraften kann. Und auch, wie sie sich heute noch immer verhalten. Aber sie wollen es nicht hören, schon gar nicht verstehen.

Ein halbes Jahr lang hatte ich sogar den Kontakt zu meiner Mutter komplett abgebrochen, zu meinem Vater war dies damals nicht möglich. Dann hat er so lange auf mich eingeredet, wie traurig meine Mutter darüber sei und wie wichtig ich ihr wäre, bis ich mich habe breitschlagen lassen, sie wieder anzurufen. Ein paar Wochen ging es gut, dann ist wieder in ihr altes Verhaltensmuster zurückgefallen.

Ich weiß, daß ích lernen muß, zu akzeptieren, daß sie sich für mich schämen, mich nicht annehmen wie ich bin und nicht lieben, wie ich bin. Aber es tut so weh :°(. Warum haben sie mich in die Welt gesetzt, wenn sie mich nicht wollen? Hätten sie mich nicht bekommen, wäre mir all das Leid erspart geblieben.

Manchmal denke ich, wenn ich tot wäre, würden sie vielleicht doch erkennen, daß sie etwas verloren haben. Manchmal möchte ich sterben, damit sie mich vermissen.

Wie kann ich den Kontakt abbrechen, wenn sie mich dann doch immer wieder anrufen? Und wie kann ich es aushalten, daß sie mich dann verurteilen, von wegen, ihre einizge Tochter will nichts mit ihnen - die es immer gut meinen - zu tun haben?

Ich darf gar nicht daran denken, daß bald Weihnachten ist. Dann wollen sie auf heile Familie machen und zerstören mir selbst dieses Fest. Ich wäre so gerne mit meinem Mann und den Hundchen alleine.

S1aoirHse


Liebe Kiralein,

auch ich frage mich oft, warum meine Eltern überhaupt Kinder bekommen haben und egal, wie lange ich darüber nachdenke und hoffe, eine Antwort zu finden, wird es wohl nie eine Begründung geben, die mich zufriedenstellen würde. Denn die Vergangenheit lässt sich damit auch nicht mehr (ver-)ändern :|N. Ich kann es auch nicht verstehen, wie man Kinder in die Welt setzen kann und dann so herzlos, ohne Liebe, Verständnis und Zuneigung mit ihnen umgehen kann. Das werde ich niemals begreifen können, aber diese Menschen waren und sind eben so. Wir können sie nicht ändern und mittlerweile könnten sie es selbst wohl auch nicht mehr. Dafür fehlt ihnen alleine schon die Einsicht, dass sie überhaupt etwas falsch gemacht haben.

Trenne dich bitte auch von diesem "Schubladen"-Denken "gut" und "böse". Wir alle sind Menschen, wir alle haben unsere Fehler, die einen mehr, die anderen weniger. Du bist nicht die "Böse", nur weil du dich von deinen Eltern frei machen willst, die dir ja ganz offensichtlich nicht gut tun! Als Kind habe ich meine Eltern auch immer beschützt, verteidigt, wie Kinder das eben machen und da ist es egal, wie schlimm die Eltern sind, man liebt sie irgendwie trotzdem, weil man ja auch nur diese einen hat. Aber mittlerweile sehe ich ganz klar, wie viel Schlimmes sie mir angetan haben und dass ich ihnen weiß Gott nichts schuldig bin. Ich fühle mich nicht "böse", weil ich den Kontakt zu Menschen abbreche, die mir kein bisschen gut tun, ich fühle mich hingegen erleichtert und bin innerlich viel ruhiger geworden.

Ich denke auch nicht, dass weitere Gespräche einen Sinn machen würden. Denn wie du schon schreibst, kurzfristig mag sich etwas ändern, aber dann fallen sie in ihre alten Verhaltensmuster zurück. Du bist letztendlich immer die Leidtragende, weil du es aushalten musst, immer wieder von ihnen verletzt zu werden.

Was sagt deine Psychologin eigentlich mittlerweile dazu? Das Gespräch mit deinen Eltern hat ja keinen Sinneswandel herbeigeführt. Ist sie immer noch der Meinung, Gespräche würden etwas bringen? Irgendwann ist es genug und ich finde, du hast es immer wieder versucht, aber jetzt musst du an dich denken, nur an dich!

An den Tod denke ich auch oft, aber wegen meiner Eltern würde ich mich niemals umbringen. So hart es auch klingen mag, aber das wären sie gar nicht wert! Bitte denke nicht an so etwas, das ist ein ganz falscher Weg! Was mich betrifft, so glaube ich nicht mal, dass mich meine Eltern vermissen würden... und wenn doch? Na, dann hätte ich nach meinem Tod auch nichts mehr davon. Also lass diese Gedanken los, die bringen dich nicht weiter, sondern machen dich nur noch unglücklicher!

Du hast doch nicht ernsthaft vor, Weihnachten wirklich mit deinen Eltern zu verbringen? Wer sagt, dass du das musst? Deine Eltern? Na und! Die sind alt genug und können sich gut um sich selbst kümmern! Wenn du dieses Fest gerne alleine mit deinem Mann und deinen Hunden verbringen möchtest, dann mach das doch bitte auch! Du bist dafür niemandem und schon gar nicht deinen Eltern Rechenschaft schuldig! Denk nur an dich und nicht daran, was deine Eltern dazu sagen würden und was andere darüber denken! Du alleine bist wichtig und niemand kann dich zu einem gemeinsamen Fest zwingen!

Was den möglichen Kontaktabbruch betrifft... da schreibst du, dass sie dann wieder anrufen würden. Ganz ehrlich, so würde ich es machen: Telefonnummer(n) ändern, Briefe ungeöffnet zurückgehen lassen und falls sie plötzlich vor der Türe stehen sollten (ich weiß ja nicht, ob das möglich wäre) nicht öffnen! Falls du dich wirklich zu diesem Schritt entschließen solltest, lass dich bitte nicht mehr auf weitere Begegnungen/Gespräche (egal welcher Art) ein, denn zum einen schadest du dir damit nur selbst, weil es dich immer wieder verletzen wird, zum anderen zeigst du deinen Eltern dadurch, dass du nicht klar Stellung beziehst und sie mit dir immer wieder machen können, was sie wollen. Also hart bleiben! Du hast deinen Mann an deiner Seite, der dich darin doch sicher unterstützen wird! Ihr könnt das gemeinsam schaffen, da bin ich ganz sicher! :)z

Alles, alles Gute! :)*

S6aoirxse


Dieser grinsende Smiley sollte da oben nicht hin... !!!

Ich schrieb "Schubladendenken" (mit Bindestrich ergibt das wohl den Smiley!)

b@inXauc'hxda


Hallo kiralein,

es ist ja nun einige Zeit vergangen und ich wollte mich mal erkundigen wie es dir geht. Ich hoffe du hast dich etwas

" abnabeln " können inzwischen. Meld dich doch mal wieder.

Liebe Grüsse,

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH