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Gefühlskälte aufgrund von Depressionen... oder doch keine Liebe?

D=eprPessiIvuxm hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich möchte mich nun auch mal vorstellen. Ich bin mittlerweile ein mittlerweile ein Viertel Jahrhundert und Biologie-Studentin im Endspurt.

Ich hatte (wohl aufgrund von Traumata in der frühen Kindheit) in der Pubertät massive Depressionen mit Suizidgedanken, die Schule habe ich aber noch ganz gut hingekriegt. Zuhause habe ich aber dann stundenlang im Zimmer gehockt und mich selbst gehasst, außerdem extrem Sport getrieben (jeden Tag 2 h Joggen mit starken Höhenunterschied oder 30 km radeln). Wahrscheinlich habe ich dadurch versucht mich selbst zu bestrafen oder auch mein nicht vorhandenes Selbstbewusstsein aufzubauen. Es war eine schlimme Zeit, die schlimmste meines Lebens, helfen lassen wollte ich mir nicht weil ich es in meinen Augen gar nicht verdient hatte, dass es mir besser geht. In der Schule war ich Mobbingopfer Nummer 1, irgendwann bin ich dann mal geplatzt und habe einem Klassenkameraden ein Veilchen verpasst.

Die Depressionen wurden dann etwas weniger mit dem Übersiedeln von der Gesamtschule in die Oberstufe (und weniger fiesen Klassenkameraden). Ich bin dann direkt nach dem Abi ausgezogen, in eine 1ZKB. Mein Studium habe ich relativ straff durchgezogen, zwar hatte ich regelmäßige Frust-Fress-Attacken aber im Großen und Ganzen habe ich mich durch Veränderung von Äußerlichkeiten selber rausgezogen aus dem Sumpf... Angefangen hat es damit, dass ich angefangen habe mir selber Klamotten zu kaufen (damit ich mich darin auch wohlfühle), natürlich schon lange vor dem Studium Dann (während des Studiums) bin von der Einzelwohnung in eine WG gezogen weil es mir zu einsam war in der Wohnung, ich habe mir eine Reitbeteiligung gesucht und hatte auch kaum mehr "ernsthafte" Depressionen. Eigentlich ging es mir ganz gut, bis kurz vor den Abschlussprüfungen. Ich habe die Prüfungen 2x rausgeschoben, nicht aus Prüfungsangst sondern weil es mit dem Lernen immer schlechter geklappt hat. Ich hatte nie das Gefühl überhaupt was zu lernen, und kurz vor den Prüfungen war ich wie gelähmt. Ich habe dann psychologischen Beistand von der Uni eingeholt, und schlussendlich endlich die Prüfungen erfolgreich hinter mich gebracht. Dass Hängen bei den Prüfungen hat mir gezeigt, dass ich wohl doch nicht allein da raus komme... aber das ist nicht alles....

Ich habe ziemlich genau seit Beginn des Studiums einen Freund, der mich wirklich liebt... Zu Beginn unserer Beziehung war ich auch sehr verliebt und alles lief bestens, aber im Laufe der Zeit hat sich eine Gefühlskälte meinerseits eingestellt die unsere Beziehung immer wieder auf die Probe stellt... Wir führen von Anfang an eine Fern-Beziehung, d.h. ich fahre quasi jedes Wochenende mit dem Zug zu ihm. Es hat sich jedoch des Öfteren ergeben dass ich zB den Zug mehr oder weniger absichtlich verpasse, weil ich einfach nix mit meinem Freund anfangen konnte. Keine Lust. Ich habe diese Phasen eigentlich weitgehend hinter mir gelassen, jedoch kann ich ihm grundsätzlich viel zuwenig Liebe und Nähe geben, da ich kaum noch was empfinde. Bzw. rutschen meine Gefühle innerhalb weniger Tage von "Mann meines Lebens" total ab und ich stelle die ganze Beziehung in Frage. In ca. 2 Wochen Rhytmus. Ich möchte dann keine Nähe, und ich kann ihm auch keine geben. Bin damit überfordert, vielleicht drücke ich mich deshalb auch von vornherein vor einem Treffen. Ich frage mich vor allem auch ob man sich selbst lieben muss, um jemanden anderen zu lieben? Dann ist unsere Beziehung eigentlich von Vornherein zum Scheitern verurteilt. Diesen Freitag war es mal wieder soweit, dass ich ihn hängen lasse... ohne Bescheid zu geben, weil ich die Entscheidung vor mir herschiebe... generelle Antriebslosigkeit ist es übrigens nicht, denn ich kriege alle anderen Pflichten (Putzen, Waschen, Einkaufen, ja sogar Sport) sehr gut auf die Reihe. Naja auf jeden Fall stoße ich ihn damit natürlich massiv vor den Kopf, und ewig macht er das nicht mit (hat er mir auch schon mitgeteilt). Er hat mir jetzt ein Ultimatum gesetzt bis Ende meines Studiums (das sind noch 8 Monate), wenn sich bis dahin nix geändert hat wird er wohl Schluss machen. Die Empfehlung der Psychotherapeutin, die mich bis zu den Prüfungen begleitet hat ist ganz klar eine Therapie, aber in so kurzer Zeit werd ich mich wohl kaum umdrehen können.

Meine Gefühle für ihn sind sehr gemischt, wie gesagt zum Einen die Gefühlstaubheit, manchmal bin ich mir aber auch schlicht nicht sicher ob wir zusammen passen (es gibt einige essenzielle Dinge, in denen wir nicht übereinstimmen), und von Liebe kann ich eigentlich auch schon lange nicht mehr reden. Auf der anderen Seite ist er aber ein toller Mann und es gibt viele Dinge die mich an ihm anziehen, und wenn ich ihn so hängenlasse tut es mir natürlich auch nachher wahnsinnig leid. Ich weiß definitiv, dass ich mehr empfinde als ich ihm manchmal (oder meistens) zeige, aber ob ich ihn so absolut liebe das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Es fällt mir generell schwer, Liebe auszudrücken. Meistens liest man ja von depressiven Menschen, die ihren Partner über alles lieben, es nur manchmal nicht zeigen können. Ich glaube das ist bei mir nicht so, und nun muss ich auch noch differenzieren zwischen depressiver Gefühlskälte (die übrigens innerhalb weniger Stunden auch wieder verschwinden kann, wie heute) und nicht vorhandener Liebe... Es ist so schwierig Mein mangelndes Gefühl für ihn könnte wiederum könnte auf einem Ungleichgewicht in der Beziehung beruhen, da er mehr an mir hängt als ich an ihm und er mir das auch zeigt (Ich lieb' dich nicht wenn du mich liebst).

Über Meinungen und eigene Erfahrungen würde ich mich sehr freuen.

Antworten
Meue1`83x7


Ich frage mich vor allem auch ob man sich selbst lieben muss, um jemanden anderen zu lieben?

zumindest leidet meines erachtens die Qualität der Liebe,

wenn man sich nicht selbst lieben kann.

Er hat mir jetzt ein Ultimatum gesetzt bis Ende meines Studiums (das sind noch 8 Monate), wenn sich bis dahin nix geändert hat wird er wohl Schluss machen. Die Empfehlung der Psychotherapeutin, die mich bis zu den Prüfungen begleitet hat ist ganz klar eine Therapie, aber in so kurzer Zeit werd ich mich wohl kaum umdrehen können.

Ich würde auf den Rat deiner Psychotherapeutin eingehen,

zumindest zeigst du damit deinen Willen etwas zu ändern :)*

und nun muss ich auch noch differenzieren zwischen depressiver Gefühlskälte (die übrigens innerhalb weniger Stunden auch wieder verschwinden kann, wie heute) und nicht vorhandener Liebe...

zumindest empfindest du etwas für deinem Freund,

das wird an mehren Stellen deines Beitrags deutlich.

Aber es ist unter bestimmten Umständen auch ganz normal,

wenn man ab und zu das Gefühl hat man müsse für sich allein sein.

LG mue :)*

D^ep+res_sivuxm


Danke Mue1837,

ja ich werde die Therapie machen wenn ich es zeitlich unterbringen kann neben der Laborarbeit (Diplomarbeit).

Ich hoffe es sehr. Ich komme mir vor wie ein Arschloch dass ich so mit meinem Freund umspringe :°(

Wörtlich war es ja: "Ich kann gar nix mit dir anfangen."

M*ue16837


da findet sich bestimmt ein Weg :)*

sFucameedicxa


Mir geht es auch so, dass meine Gefühle anderen Menschen gegenüber abgeflacht sind. Ich mag meine Freunde nach wie vor sehr gerne und möchte nicht ohne sie sein, aber ich empfinde kaum etwas, meine Sympathie für sie ist rein kopfgesteuert. Es ist schwierig zu beschreiben, aber es ist so. Ich empfinde durch die Depression aber auch andere Gefühle nur sehr schwach, sehr selten und manchmal auch gar nicht: Freude, Trauer, Wut, ich bin immer sehr gelassen und ruhig, wobei meine Stimmung aber meist gedrückt ist und ich ständig daran denke, dass ich lieber tot wäre. Ich kann nicht weinen und nur selten lachen. Nur wenn ich irgendwelche suizidalen Handlungen mache, kann ich lachen oder wenn ich rabenschwarzen Humor über meinen Suizid ablasse, kann ich grinsen.

MLazlegrxia1


Ich habe oft ein ähnliches Problem, in ganz bestimmten Situationen, nämlich dann, wenn der andere mir zu offen seine Zuneigung zeigt, mache ich auch zu. Das geht bei mir bis zur Verachtung des anderen. Habe mich im Frühjahr deswegen von meinem Freund getrennt. Ich wusste einfach - und das ehrlich gesagt seit Beginn unserer Beziehung - nicht ob es mangelnde Liebe oder Gefühlskälte meinerseits war. Wahrscheinlich ist beides irgendwie zusammengekommen.

Es gibt ein interessantes Buch, was hier schon öfter empfohlen wurde und was zeigt dass es diese Nähe-Distanz-Probleme in jeder Beziehung bis zu einem gewissen Grad gibt. Es heißt "Ich lieb dich nicht, wenn du mich liebst". Ich finde es sehr interessant und es hat mich etwas beruhigt, weil es meiner "inneren Härte" eine gewisse Normalität zurückgegeben hat.

Dxepre ssivum


@ sucamedica

Ich denke es ist noch ein großer Unterschied zwischen Freunden (denen muss man ja nicht ständig die Zuneigung ausdrücken, jedenfalls mache ich das nicht in Form von Küsschen und Umarmungen) und DEM Freund. Der will ja auch Liebe zurückbekommen, die er investiert. Ich glaube mein Freund ist langsam am Ende mit dem Verständnis. Und ich bin definitiv nicht immer gefühlstaub, eigentlich geht es in letzter Zeit eher immer besser (diesbezüglich). Trotzdem habe ich meine Zweifel an der Beziehung.

@ Malegria1,

Ja Zuneigung gezeigt bekommen ist mir auch unangenehm, weil ich dann denke ich muss sie auch zurückgeben. Allerdings gab es bei mir eine Zeit in der es kein Problem war weil die Gefühle so eindeutig waren. Mittlerweile sind sie eben "auch wenn ich gerade nicht depressiv bin" (bzw. mich nicht dafür halte) nicht so ganz eindeutig.

Das Buch kenne ich ;-) Es hat unsere Beziehung gerettet, weil uns damals bewusst wurde dass man an dem Ungleichgewicht arbeiten kann und nicht unbedingt die Liebe wirklich im Dud ist. Ich war wahnsinnig froh dass es uns eine Chance gegeben hat, ich glaube mittlerweile sind wir ungefähr an dem gleichen Punkt nur dass ich nicht mehr so oft zweifle sondern die Beziehung einfach akzeptiere. Es ist schwer zu sagen ab welchem Punkt die Beziehung ihre Berechtigung verliert wenn man eh nicht mal mehr freiwillig sagen kann "Ich liebe dich".

M{alegrSia1


sorry, hatte gar nicht gesehen, dass du den titel des buches ja schon in deinem beitrag erwähnt hast :-)

Allerdings gab es bei mir eine Zeit in der es kein Problem war weil die Gefühle so eindeutig waren. Mittlerweile sind sie eben "auch wenn ich gerade nicht depressiv bin" (bzw. mich nicht dafür halte) nicht so ganz eindeutig.

Ich frage mich vor allem auch ob man sich selbst lieben muss, um jemanden anderen zu lieben?

ist deine abneigung gegenüber dir selber denn stärker geworden? ich weiß, dass es bei mir so eine grundsätzliche Sache, von wegen jemanden nicht lieben können, der mich liebt, oder diesen sogar zu verachten. Wenn ich weiß, dass jemand mich anziehend findet, schlägt jegliches Interesse bei mir sofort in Verachtung um.

Schwierig da festzustellen, was noch Liebe und was schon Gleichgültigkeit im Sinne von nicht mehr lieben ist.

Es ist schwer zu sagen ab welchem Punkt die Beziehung ihre Berechtigung verliert wenn man eh nicht mal mehr freiwillig sagen kann "Ich liebe dich".

Es gab also eine Zeit, in der das möglich war und die gefühle eindeutig waren. Dann muss sich ja eine Veränderung eingestellt haben. Kannst du das auf irgendwelche äußeren Umstände oder auf eine Veränderung in ihm zurückführen oder meinst du es liegt allein an dir?

Ich finde eine Trennung auf Zeit ist immer blöd, gerade bei einer Fernbeziehung, aber habt ihr schon mal überlegt euch seltener zu besuchen? Bei einer Fernbeziehung ist es ja sowieso schwierig sich über seine Gefühle klar zu werden, da man sie ja quasi der Gelegenheit angemessen aus- oder einpacken muss. Das kann ja auch schnell zu einem Ungleichgewicht führen.

Was fühlst du denn bei dem Gedanken dich von ihm zu trennen?

Diepr2essi7vum


Danke für deine Antwort, ich habe gerade ganz schön zu knabbern...

Nein meine Abneigung mir gegenüber ist nicht stärker geworden, tendenziell geht es eher aufwärts (ich will mir ja helfen lassen). Allerdings habe ich in letzter Zeit meine Gefühle etwas schlechter unter Kontrolle. Und verachten tu ich niemanden, weil er mich liebt... ich kanns nur nicht verstehen (weil ich nicht weiß was man an mir toll finden kann).

Ich denke es ist eine schleichende Veränderung, bzw. Gewohnheit. Aber eigentlich ändert sich zZ nicht viel, bzw. halt in meinen "Phasen": 2 Wochen ist alles in Ordnung, keine Zweifel, jetzt stelle ich mal wieder alles in Frage...

Trennung auf Zeit hatten wir ja schon, das kann ich ihm nicht nochmal antun. Seltener besuchen, wir sehen uns ja eh nur am WE...

Was fühle ich bei dem Gedanken mich von ihm zu trennen... das kommt drauf an wann ich dran denke. Manchmal fühle ich GAR nix, jetzt breche ich schon beim schreiben des Textes in Tränen aus. Ich würde mir so sehr wünschen dass es klappt, aber es ist ja doch immer wieder das gleiche. Es ist scheiße :°( Ich wüsste auch gerne wie es in einer "normalen, intakten" Beziehung aussieht... ist man da auch nach 5 Jahren vollkommen voneinander überzeugt und fühlt tiefgreifende Liebe oder ist es mehr eine innere Verbundenheit, sodass man ein "Verliebtsein" (ich drücks jetzt mal so aus, weil es das am besten umschreibt) nicht mehr braucht?

Wie ist es denn bei dir? Du kannst ja quasi gar keine Beziehung führen wenn du denjenigen verachtest, der dich liebt...

LMil)ixan


Diese Gefühlsachterbahn kenne ich auch. Eben liebe ich noch bis zum geht nicht mehr und dann wird aus mir eine Eismaschine. Da fällt mir manchmal auch Nähe schwer.

Das ist anstrengend und zermürbend für beide Seiten.

Früher gab es sowas bei mir nie. Nur jetzt stehe ich oft ziemlich hilflos da und weiß dann nicht, was ich machen soll.

MEaleogriaX1


Wie ist es denn bei dir? Du kannst ja quasi gar keine Beziehung führen wenn du denjenigen verachtest, der dich liebt...

ich fühle mich zunächst sehr eingeengt, dann schlägt es in der regel um in abneigung. ich weiß, dass das schrecklich klingt, irgendwie monströs, aber es ist tatsächlich so. und ja, ich kann quasi keine beziehung führen, so hart das auch klingt. zumindest im moment nicht.

hatte auch eine fernbeziehung, das ging halbwegs. im frühjahr, als ich mich getrennt habe, war ich völlig fertig, weil ich mir eben diese frage gestellt habe, die dich gerade so beschäftigt. leigt es an mir oder an der beziehung? ich habe es für mich immer noch nicht klar beantwortet, denke es liegt an beidem. vielleicht hätte ich mich auch nicht so darauf konzentrieren sollen. diese frage werde ich mir vermutlich nie völlig beantworten können. ich denke aber auch es liegt nie nur an einer sache.

vielleicht solltest du diese frage mal hinten an stellen und dir überlegen - ganz egoistisch - was dir im moment gut tun würde. weiter in dieser beziehung oder alleine? und weiter, wenn du lieber in der beziehung verweilen willst, tust du das nur, weil du angst hast wieder alleine zu sein (so war es bei mir zum Teil)?

Manchmal fühle ich GAR nix, jetzt breche ich schon beim schreiben des Textes in Tränen aus. Ich

oh mann, das kenne ich nur zu gut. ich war einen moment völlig kalt, in einem anderen bin ich richtig zusammengebrochen. es tat mir auch so leid, dass ich ihm gegenüber so unfair bin.

ist man da auch nach 5 Jahren vollkommen voneinander überzeugt und fühlt tiefgreifende Liebe oder ist es mehr eine innere Verbundenheit, sodass man ein "Verliebtsein" (ich drücks jetzt mal so aus, weil es das am besten umschreibt) nicht mehr braucht?

verliebt ist man sowieso nur eine sehr kurze zeit, wenn überhaupt. meine therapeutin meinte zu mir, dass das verliebtsein nicht unbedingt das natürliche gefühl ist und das manche es eben auch nicht empfinden. ich glaube auch, dass es nach einer gewissen zeit in etwas anderes übergehen muss, wie nähe oder vertrautheit, sonst flaut die beziehung ab.

ein anderes wichtiges indiz ist sicherlich auch alles, was zur sexualität gehört...

DNepre!ssivxum


@ Lilian:

Was heißt denn früher? Früher in einer anderen Beziehung, früher in derselben Beziehung (vllt seitdem das Verliebtsein weg ist)?

@ Malegria

Naja es ist ja keine böse Absicht. Trotzdem blöd .. naja eher besch*** für den Partner (und für einen selbst sowieso).

Ich denke nicht dass ich Angst habe davor, allein zu sein (zumindest ist es mir nicht so bewusst). Ich weiß nicht wie es mir ohne diese Beziehung gehen würde. Sicherlich wäre ich die erste Zeit einfach todtraurig... aber welche Richtung dann? Erleichterung? Ehrlich gesagt ich glaube nicht, da ich mir wahrscheinlich Selbstvorwürfe machen würde von wegen beziehungsunfähig (kann ich NIE eine richtige Beziehung haben?? ... aber woher soll man es wissen?)

Was das Verliebtsein betrifft, hast du mich etwas falsch verstanden. Mir ist klar dass der Zustand des Verliebtseins nicht ewig anhalten kann. Ich wollte damit nur die Gefühle umschreiben, die ich denke die man auch nach mehreren Jahren für den Partner haben sollte wenn alles iO ist... nicht DAS verliebtsein, sondern naja tiefgreifende Liebe (Nähe, Vertrautheit gehören dazu).

Sexualität: Ich finds mittlerweile langweilig |-o Und ihm macht das nichts aus, solange wir überhaupt noch Sex haben. Kein so gutes Zeichen :°(

Aber nen Schlussstrich dazu kann ich micht aufraffen, da ich ja einfach nicht weiß ob es richtig ist >:(

Wie ist es bei dir zu Ende gegangen?

M4al|egrixa1


Naja es ist ja keine böse Absicht. Trotzdem blöd .. naja eher besch*** für den Partner (und für einen selbst sowieso).

ja klar, man kann nicht anders, aber ich hatte trotzdem unglaubliche Schuldgefühle (habe ich vielleicht immer noch). einfach, weil ich fand, dass er es nicht verdient hat an jemanden wie mich zu geraten.

Was das Verliebtsein betrifft, hast du mich etwas falsch verstanden. Mir ist klar dass der Zustand des Verliebtseins nicht ewig anhalten kann. Ich wollte damit nur die Gefühle umschreiben, die ich denke die man auch nach mehreren Jahren für den Partner haben sollte wenn alles iO ist... nicht DAS verliebtsein, sondern naja tiefgreifende Liebe (Nähe, Vertrautheit gehören dazu).

sorry, da habe ich dich missverstanden.

Ich wollte damit nur die Gefühle umschreiben, die ich denke die man auch nach mehreren Jahren für den Partner haben sollte wenn alles iO ist..

hm, also wichtiger als die frage "bin ich normal?", ist vielleicht die nach dem wohlbefinden. ich meine, dein freund kommt doch nicht damit zurecht, dass du ihm so wenig geben kannst, wenn ich das richtig gelesen habe?! also eure beziehung funktoniert so irgendwie nicht mehr. ich denke, das maß an nähe und zärtlichkeit ist von mensch zu mensch sehr unterschiedlich. ich glaube auch, dass es vielleicht sehr viele verschiedene auffassungen von liebe gibt, das wichtigste ist, dass es zusammen passt. will dir aber auf keinen fall einreden, dass du dich besser trennen solltest. mir haben damals sehr viele leute geraten die beziehung nicht aufzugeben. Ich habe es am ende trotzdem getan und bisher noch nicht bereut. Aber das muss jeder selber wissen.

Sexualität: Ich finds mittlerweile langweilig |-o Und ihm macht das nichts aus, solange wir überhaupt noch Sex haben. Kein so gutes Zeichen :°(

das war bei mir auch so, ich hatte einfach keine lust mehr. ich weiß nicht, wie dein freund drauf ist, aber mein ex-freund ist unheimlich lieb und entgegenkommend und wollte mich zu nichts drängen. er hätte auch noch ewig so weitergemacht. das ist aber nicht unbedingt ein gutes zeichen

Was mir aus dieser Zwickmühle geholfen hat, war das feste Versprechen mir und meinem Freund gegenüber, eine Therapie anzufangen. Das habe ich auch gemacht, es ist noch nicht lange her, erst ein paar wochen. aber ich glaube fest daran, dass es besser werden kann.

wie wäre es denn, wenn du versuchst es auf diese weise herauszufinden? es hilft manchmal wirklich sehr mit jemandem darüber zu sprechen, der etwas davon versteht. du musst dich ja nicht von deinem freund trennen. das ist immer nur der letzte schritt.

ich habe nur die erfahrung gemacht aus diesem dilemma alleine nicht herauszukommen. mit noch mehr denken erst recht nicht! :°(

DBeprecssiDvum


Guten Morgen!

Ja es ist richtig, dass mein Freund Probleme mit meiner mangelnden Zuneigung/ Nähe hat. Auch immer wenn er sagt "Ich liebe dich", was er wirklich schon auf ein Mindestmaß reduziert hat komme ich mir schon gedrängelt vor.

Was genau man sich unter einer langjährigen Beziehung vorstellt... also ich will auf jeden Fall nicht zweifeln und auch aus freien Stücken "Ich liebe dich" sagen können, das kann ich aber nur extrem selten.

Was den Sex angeht: Ich komme mir geradezu "bedient" vor: Stellung so, wie ich es gern hätte, solange wie ich brauche... *gäääääähn* Dabei finde ich nichts spannender (und anregender) als wenn er richtig abgeht (aber das tut er ja meist erst wenn ich "fertig" bin). Seinen Spaß holt er sich dann mit irgendwelchen Pornos :(v (Was mich auch nicht gerade zu dem Wunsch führt, wieder mit ihm zu schlafen. Im Gegenteil, ich verweigere mich dann gerne.) Wir haben schon darüber gesprochen, aber es ändert nicht so richtig was.

Ja eine Therapie werde ich machen, wenn ich es denn zeitlich nebenher hinkriege (neben der Diplomarbeit). Ich bin übrigens gestern beim Sport für mich zum Schluss gekommen, dass ich momentan nicht bereit bin die Beziehung aufzugeben (ich würde es gerade echt nicht hinkriegen), und ich weiß dass ich schon einmal viel näher dran war... Es scheint mir im Moment nichts ferner zu liegen (mit dem Verstand sage ich wir müssten uns evtl trennen, aber mein Herz macht nicht mit). Und ich habe eine kleine Idee, wie wir etwas ändern könnten: Wir könnten "Spielregeln für die Liebe" aufstellen. ZB dass ich mir ein Signal ausdenke, dass wenn es mir nicht gut geht er mich in Ruhe lässt ohne dass ich mir nen Kopf drüber mache... und ohne dass er es persönlich nehmen muss. Oder dass er nicht zu mir sagt "Ich liebe dich" (weil mich das ja unter Druck setzt), sondern nur wenn ich es von mir aus sage, darf er es erwidern. Andersrum könnte er zB verlangen, dass ich ihm 1x pro Tag meine Zuneigung ausdrücke (in einer von mir gewählten Form, d.h. eine Umarmung, ein "hab dich lieb" oder sowas :)^

Und ich habe noch eine Idee: Wir könnten vereinbaren, dass sich abwechselnd jeder etwas ausdenkt, was wir zu zweit am WE unternehmen wollen (d.h. man müsste sich für alle 2 Wochen etwas ausdenken, das ist wohl nicht zuviel verlangt). Ich weiß noch wie wir vor relativ kurzer Zeit im Kino waren und mit den Händen "gekuschelt" haben. Es war total schön... Was ich damit meine sind aber nicht unbed. Kinobesuche oder sowas... ich habe zB schon seit längerem die Idee mit ihm nachts (bei schönem Wetter) durch den Bergpark in Kassel zum Herkules zu laufen und oben gemeinsam eine Flasche Sekt zu killen :)^

Aber unabhängige Meinungen sind natürlich auch nicht verkehrt. Eine Freundin versucht auch eher, mich von der Beziehung zu überzeugen (obwohl sie auch alle Nase lang meine Zweifel abkriegt). Naja ich muss eh erstmal vorfühlen wie weit er inzwischen ist... ich habe seit Tagen nichts mehr von ihm gehört :-(

DKepre!ssivuxm


Ach ja: Wer die Spielregeln nicht einhält wird bestraft... entweder 1 - 2 Euro, von dem Geld kann man dann irgendwann gemeinsam etwas unternehmen, oder was anderes. Da muss ich mir nochmal Gedanken machen...

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